Die Verfilmung des Bestsellers „Nikolaikirche“ am 1. Oktober im Museum in der „Runden Ecke“

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zeigt am 1. Oktober 2020, 19.00 Uhr im ehemaligen Stasi-Kinosaal die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erich Loest „Nikolaikirche“. „Nikolaikirche“ ist die Verfilmung des Bestsellers von Erich Loest.
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Gezeigt wird die Geschichte einer Leipziger Familie im Spannungsfeld zwischen Staatssicherheit und Friedensbewegungen in den letzten Jahren der DDR bis zu dem alles verändernden 9. Oktober 1989 in Leipzig. Durch diesen Film wurden die Stadt Leipzig und die Nikolaikirche als Symbolort der Friedlichen Revolution weitläufig bekannt gemacht.

Wie jeden ersten Donnerstag des Monats lädt das Bürgerkomitee Leipzig e.V. um 19 Uhr zu einem besonderen Filmabend in dem ehemaligen Stasi-Kinosaal im Museum in der „Runden Ecke“. Innerhalb des Gebäudes gelten die allgemeinen Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen.

Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im ehem. Stasi-Kinosaal“ am 1. Oktober 2020

Seit September 2019 lädt das Bürgerkomitee Leipzig e.V. zu der neuen Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im ehem. Stasi-Kinosaal“ ein. In authentischen Räumen der früheren Stasi-Bezirksverwaltung werden dabei Dokumentar- und Spielfilme vorgeführt, die sich mit der kommunistischen Diktatur in SBZ und DDR und deren Beseitigung während der Friedlichen Revolution sowie der Aufarbeitung beschäftigen.

Dieses neue Angebot der politischen Bildung soll dazu beitragen, die Erinnerung an das Unrechtsregime der DDR wach zu halten und für die mit der Friedlichen Revolution wiedererrungenen Werte – Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – zu sensibilisieren. Zugleich können die Filmvorführungen dazu beitragen, die Wahrnehmung des einst einschüchternden Ortes der Diktatur zu verändern.

Während der Friedlichen Revolution wurde die „Runde Ecke“ zum symbolischen Ort der siegreichen Bürgerrechtsbewegung über die SED-Diktatur und ist heute ein Ort der Aufklärung und Vermittlung über diese Diktatur sowie deren Überwindung.

„Nikolaikirche“ (1995, 132 Minuten)

Nach dem Tod des Vaters, eines hohen Volkspolizei-Offiziers, schließt sich die Protagonistin Astrid Potter (Barbara Auer) den Widerstandsbewegungen um die Nikolaikirche an, währenddessen ihr Bruder Alexander Bacher (Ulrich Matthes) sich weiter als Hauptmann der Staatssicherheit profiliert. Die Auseinandersetzungen gipfeln in den Montagsdemonstrationen. Während die Staatsmacht brutal gegen die Demonstranten vorgeht, antworten diese mit Schweigen und ziehen friedlich am verbarrikadierten Leipziger Stasigebäude vorbei.

Nikolaikirche heißt auch der Roman von Erich Loest, der 1995 verfilmt wurde und an dessen Drehbuch der Romanautor mitwirkte. Unter der Regie von Frank Beyer entstand ein Film, der die letzten Monate der DDR beleuchtet. Der Film mit Peter Sodann als General des Ministeriums für Staatssicherheit und Ulrich Mühe als Pfarrer der Nikolaikirche ist eine der ersten künstlerischen Auseinandersetzungen mit der Friedlichen Revolution und dem Ende der DDR.

Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir

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Lesen schafft die Grundlage für komplexes Denken. Foto: Ralf Julke

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Am Samstag, 24. Oktober, geht es um „Mächtige Gefühle“. Die Autorin Ute Frevert stellt in Lesung und im Gespräch mit Jana Simon ihr neues Buch über die Gefühlswelt der Deutschen im 20. Jahrhundert vor.