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21. Mitteldeutsche Immobilientage in Leipzig: Hitzige Diskussionen zur Mietpreisbremse – bezahlbarer Neubau steht vor dem Aus

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    "Bitte würgen Sie den Wohnungsbau nicht ab", appellierte Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen zum Auftakt der 21. Mitteldeutschen Immobilientage, die am 11. und 12. November in Leipzig stattfanden, an die Politik. Zwei Tage trafen sich rund 120 führende Entscheider der Immobilien-Branche, um sich über den Wandel des Marktes und der immobilienpolitischen Gesetze auszutauschen.

    Der erste Tag stand im Zeichen politischer Veränderungen durch Stadtumbau, Mietpreisbremse und Energiewende. Landtagsabgeordnete aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Klimaskeptiker Prof. Fritz Vahrenholt trafen hier auf die Praxis mitteldeutscher Immobilienfirmen. Tag zwei ging mit Fachvorträgen führender Wissenschaftler, Bauträger und Rechtsexperten in die Tiefe. Die Foren zu den Problemen von Denkmalimmobilien, Bautechnik und Energieeffizienz von Immobilien stießen dabei auf besonders großes Interesse.“Wir werden künftig nur noch günstige Wohnungen im Bestand haben. Preiswerter Neubau ist nicht mehr möglich“, betont Frank Müller, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW) Mitteldeutschland angesichts der aktuellen Lage.

    Egal ob neue Auflagen zu Mieten, Denkmalschutz oder Dämmung anstehen – die Kosten trägt immer noch allein der Vermieter. So befürchten die Unternehmen, dass die Kombination aus Mietpreisbremse, Abschaffung der Denkmal Afa, Erhöhung der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 und den gestiegenen Bau- und Energiepreisen letztendlich dazu führt, dass Unternehmen nicht mehr in der Lage sind so zu bauen, dass die Mieten bezahlbar bleiben. Gerade das aber ist in Großstädten wie Dresden und Leipzig politisch gewünscht. „Es geht hier um die Wohnung der Wähler. Das hat die Politik nicht verstanden“, fasst Andreas Ibel die Kritik der privaten Immobilienwirtschaft zusammen.

    Der BFW Mitteldeutschland zeigte sich auf der Veranstaltung sicher, dass die gesamtgesellschaftlich gewünschten Aufgaben der Immobilienwirtschaft allein nicht mehr lösbar sind. So führt bereits die aktuelle EnEV 2014 zu Kostensteigerung um die 10 Prozent beim Neubau. Dazu kommt, dass Bund, Länder und Kommunen über Steuern für ein Drittel der Miete verantwortlich sind (Berechnung Pestel-Institut Hannover). Nur den wenigsten ist bewusst, dass Vermieter dieses Geld bereits beim Bau der Wohnung ausgeben müssen, indem sie u.a. Grunderwerbssteuer, Mehrwertsteuer bei Baustoffen und Sozialabgaben für Bauarbeiter zahlen. Nur über die Miete ist es möglich, diese Ausgaben zu refinanzieren.

    Vor diesem Hintergrund fordert der BFW Mitteldeutschland einen Stopp weiterer Verordnungen, die das Bauen unnötig verteuern. Dazu gehören ein Bekenntnis zur Grunderwerbssteuer von 3,5 Prozent, verlässliche Rechtsgrundlagen zur Mietpreisbremse und eine Verwendung der Bund-Länder-Finanzhilfen für die Wohnraumförderung. Angesichts der steigenden Anzahl an Senioren benötigen die Unternehmen ebenfalls dringend einen Ausgleich für Mehraufwendungen für behindertengerechten Ausbau.

    Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören rund 1.900 Mitglieder und verbundene Unternehmen an, wobei Mitteldeutschland durch einen starken Regionalverband mit rund 180 Unternehmen vertreten wird. Die Mitgliedsunternehmen des BFW verwalten einen Wohnungsbestand von über 3,1 Millionen Wohnungen, in denen rund 7,2 Millionen Menschen leben. Dies entspricht einem Anteil von mehr als 14 Prozent des vermieteten deutschen Wohnungsbestandes.

    Quelle: www.bfw-md.de

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