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Der Umbau der Leipziger Wartehäuschen hat am Dienstag begonnen

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    Mal ein nicht ganz so heißer Sommertag, eine ganze Schlange von Bau- und Montagefahrzeugen, eine weiße Absperrung rund um den Bussteig Nr. 5 auf der Ostseite des Hauptbahnhofs: So begann am Dienstag, 2. Juli, der Marathon für den Umbau der Leipziger Haltestellenhäuschen. Bis zum Jahresende sollen die schon existierenden Haltestellenhäuschen alle ausgetauscht sein, verspricht Daniel Lange, Geschäftsführer RBL Media GmbH.

    Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und der Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe, Ulf Middelberg, stellten den ersten der neuen Unterstände gemeinsam mit dem Vertragspartner RBL Media GmbH und dem Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes der Stadt Leipzig, Michael Jana, am Bussteig 5 an der Ostseite des Hauptbahnhofs vor.

    Daniel Lange, Geschäftsführer RBL Media GmbH, Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe, Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau, Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes der Stadt Leipzig. Foto: Ralf Julke
    Daniel Lange, Geschäftsführer RBL Media GmbH, Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe, Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau, Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes der Stadt Leipzig. Foto: Ralf Julke

    Hintergrund des Austauschs ist der neue Vertrag für Werberechte und Stadtmöblierung, den die Stadt Leipzig nach aktuellem europäischen Recht spätestens alle 15 Jahre neu ausschreiben muss. Das Unternehmen RBL Media GmbH hat sich dabei mit dem für die Stadt besten Angebot durchgesetzt. Ein Jahr nach dem Zuschlag durch den Leipziger Stadtrat kann das aus Belgien stammende Unternehmen jetzt die Wartehäuschen der LVB austauschen. Da hat man schon Erfahrungen, betont Lange. Der bisherige Betreiber Wall demontiert sein Wartehäuschen. Dann kommt der Tiefbautrupp und bereitet die Baugrube vor, die Kabelanschlüsse werden verlegt.

    Der Tieflader mit dem neuen Wartehäuschen. Foto: Ralf Julke
    Der Tieflader mit dem neuen Wartehäuschen. Foto: Ralf Julke

    Dann rollt der Tieflader mit dem neuen Wartehäuschen vor. So wie am Dienstag vor der Presse demonstriert wird das Häuschen dann einfach eingeschwenkt, in die Baugrube gesetzt. Danach sind noch nicht wirklich wieder die Sandschipper dran wie im Bild, sondern erst einmal noch die Kabelleger, damit die Haltestelle ans Stromnetz kommt. Erst danach wird zugeschippt und das Pflaster neu verlegt.

    Die verschiedenen Firmen müssen also Hand in Hand arbeiten. Nur am Dienstag mussten sie mal gezwungenermaßen Pause machen, damit die Presse ihre Bilder bekam.

    Das Wartehäuschen wird eingeschwenkt. Foto: Ralf Julke
    Das Wartehäuschen wird eingeschwenkt. Foto: Ralf Julke

    Alle 670 Wartehäuschen des bisherigen Vertragspartners werden in den kommenden Wochen durch moderne und umweltfreundliche Unterstände ersetzt. Die neuen verglasten Unterstände wird es in zwei Varianten geben – mit Gründach und mit Solardach. Letztere wandeln Sonnenenergie direkt in Strom für die moderne LED-Beleuchtung um. Die Bushaltestelle bekam ein Wartehäuschen mit Gründach, relativ wetterrobustem Moos.

    Wenn der alte Haltestellenbestand ausgetauscht ist, wird das wichtigste Wunschpaket der Stadt umgesetzt: 2020 folgen 230 weitere Wartehäuschen an Haltestellen, die bislang noch keinen Unterstand haben oder wo eine bereits vorhandene Wartehalle aus dem Eigentum der Stadt oder Leipziger Verkehrsbetriebe ersetzt werden muss.

    Zentimeterarbeit kurz vorm Einsetzen in die Baugrube. Foto: Ralf Julke
    Zentimeterarbeit kurz vorm Einsetzen in die Baugrube. Foto: Ralf Julke

    Ulf Middelberg, Geschäftsführer der LVB, weist darauf hin, dass Fahrgäste in den nächsten Monaten mit Überraschungen rechnen müssen. Während des Austauschs kann es zu Beeinträchtigungen an den Haltestellen, wie zum Beispiel Haltestellenverlegungen kommen. Die Stadt Leipzig und alle Beteiligten seien bemüht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.

    Die letzten Zentimeter vorm Einsetzen in die Baugrube. Foto: Ralf Julke
    Die letzten Zentimeter vorm Einsetzen in die Baugrube. Foto: Ralf Julke

    Und noch ein weiteres Umbaupaket hat RBL parallel zu bewältigen: Gleichzeitig werden mit dem Umbau der Wartehäuschen auch die Werbeanlagen des neuen Werbepartners im gesamten Stadtgebiet aufgebaut. Dazu gehört, dass der vorherige Werbepartner der Stadt seine Werbeanlagen – man denke nur an die großen Werbedisplays am Ring oder die digitalen Werbedisplays in der Innenstadt – planmäßig demontiert. Wenn der bisherige Betreiber seine Anlagen abgebaut hat, kann der neue Werbepartner der Stadt den Aufbau seiner Anlagen beginnen. Dieser Prozess kann dann durchaus dauern. Lange rechnet mit bis zu 15 Monaten.

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    „Vor allen Beteiligten liegt ein großer Kraftakt, um in wenigen Monaten die vorhandenen Haltestellenunterstände gegen die neuen auszutauschen und im kommenden Jahr die zusätzlichen Wartehäuschen aufzubauen. Zusätzlich werden viele Werbeanlagen umgebaut. Der bisherige Konzessionär Wall, der neue Werbepartner RBL Media, die Leipziger Verkehrsbetriebe und das Verkehrs- und Tiefbauamt stellen sich gemeinsam dieser logistischen Herausforderung“, so Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamts.

    Eine nicht ganz staubfreie Presseaktion. Foto: Ralf Julke
    Eine nicht ganz staubfreie Presseaktion. Foto: Ralf Julke

    „Nach fast 28 Jahren haben wir die Werbekonzession und damit zusammenhängend die Wartehäuschen neu ausgeschrieben. RBL Media hat mit dem besten Angebot überzeugt und nun freuen wir uns auf die neuen Wartehäuschen, die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern den Fahrgästen auch mehr Komfort bieten“, sagt Dorothee Dubrau, Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Bau.
    „Mit den neuen Wartehäuschen mit LED-Beleuchtung wollen wir das Sicherheitsgefühl unserer Kunden verbessern. Durch die moderne Gestaltung wird außerdem die Attraktivität unseres Angebotes weiter steigen. Dafür müssen wir während des Umbaus lokale Einschränkungen in Kauf nehmen“, so Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe.
    ***
    Aktuelle Informationen zum Umbau veröffentlicht die Stadt Leipzig auf www.leipzig.de/haltestellen. Eine regelmäßig aktualisierte Übersicht informiert, welche Haltestelle wann umgebaut wird. Ein Stadtplan zeigt, welche Haltestellen bereits ein neues Wartehäuschen haben, gerade umgebaut werden und wo der Austausch noch bevorsteht. Für telefonische Anfragen steht das Bürgertelefon Leipzig unter der Telefonnummer (0341) 123-0 zur Verfügung.

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