Diskussion um den Nahverkehrsplan

Auch in Hartmannsdorf und Knautnaundorf hat man das dumme Gefühl, für Leipzig nur Randlage zu sein

Für alle LeserAm heutigen 30. Oktober wird die Fortschreibung des Leipziger Nahverkehrsplans Thema im Stadtrat. Und immer deutlicher wird, dass die Vorlage der Verwaltung tief im Denken einer Zeit steckengeblieben ist, als Leipzig schrumpfte und der OBM die LVB zum Sparschwein der Kommunalwirtschaft machen wollte. Im Grunde findet man überhaupt keine Vision für den ÖPNV der Zukunft im Plan. Und nicht nur im Leipziger Norden fühlen sich die Ortsteile veräppelt und abgehängt.

Dasselbe gilt für die Ortsteile im Süden. Auch der Ortschaftsrat Hartmannsdorf-Knautnaundorf hat zusammen mit der CDU-Stadträtin Jessica Heller einen Änderungsantrag geschrieben, der im Grunde etwas kritisiert, was auch schon der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) vor drei Jahren festgestellt hat: In den Leipziger Randlagen wird’s dünn. Dort wird der ÖPNV fast genauso behandelt wie draußen auf dem Land: Was sich als Strecke nicht rechnet, wird ausgedünnt. Die Übergänge sind nicht ansatzweise nutzerfreundlich. Wer „da draußen“ wohnt, ist fast zwangsläufig aufs Auto angewiesen. Mit einer zukunftsfähigen Nahverkehrspolitik hat das nichts zu tun.

Wenigstens die Busse könnten fahrgastfreundlicher fahren, findet der Ortschaftsrat Hartmannsdorf-Knautnaundorf. Aber besonders sauer ist man dort, weil die 1993 (Hartmannsdorf) und 1999 (Knautnaundorf) eingemeindeten Ortsteile im Jahr 2019 immer noch behandelt werden, als lägen sie irgendwo hinter den sieben Bergen.

„Im aktuellen Entwurf des Nahverkehrsplanes kommen die Ortschaften Hartmannsdorf, Knautnaundorf und Rehbach weder mit Planungen, geschweige denn, mit Maßnahmen oder gar Priorisierungen vor“, heißt es jetzt im recht detaillierten Änderungsantrag. „Die Nichtbeachtung der (drei) Stadtteile, in denen die meisten Bushaltestellen nicht über Fahrgastunterstände verfügen und keine einzige barrierefrei ist, kann nicht hingenommen werden. Auch die absehbare bzw. geplanten Entwicklungen der Einwohnerzahlen und Freizeit- bzw. touristischen Nutzung findet keinerlei Beachtung. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden.“

Die logische Forderung daraus: „Die zentrale Bedeutung von Stadtrandlagen als Schnittstellen Leipzigs zum Umland wird anerkannt. Die Bezeichnung als Außenlage für teilweise vor fast 30 Jahren eingemeindete Ortschaften ist zu unterlassen. In künftigen Planungen werden Karten verwendet, auf denen auch diese Stadtteile abgebildet sind. Dies betrifft insbesondere Karten, auf denen Knautnaundorf bisher nicht zu sehen ist.

Die Bushaltestellen der 3 Ortschaften im äußeren Leipziger Südwesten werden in die Maßnahmenliste ‚Stadtbus – Umbau und Neubau und Haltestellen‘ aufgenommen.

Dem Stadt- und Ortschaftsrat wird bis zum Ende 2020 eine Teilplanung des Nahverkehrsplans für die drei Ortschaften vorgelegt.

Diese werden die aktuellen und künftigen Anforderungen untersuchen, die sich aus demografischer Entwicklung, bestehenden und geplanten Bau- und Erholungsgebieten, sowie den infrastrukturellen Gegebenheiten ergeben. Aus diesen Anforderungen sind Umfang und Priorisierung der Haltestellenumbauten abzuleiten.

Folglich ist darauf eingehen, wie Buslinienführung und Taktung und die Lage sämtlicher Haltestellen der Ortschaften die Funktionen erfüllen können, die sie in städtischer Randlage haben.“

Dabei sollen folgende Haltestellen bereits in der aktuellen 2. Fortschreibung des Nahverkehrsplan mit Umsetzungspriorität 2019–2024 zeitnah mit Fahrgastunterständen ausgestattet werden: in Hartmannsdorf die Azaleenstraße, die Erikenstraße und die Haltestelle Zur Ratte, in Knautnaundorf am Gefrierzentrum und natürlich Rehbach.

Und dann ist da ja noch die kleine, aber unübersehbare touristische Entwicklung mit der 2017 eingeweihten Erikenbrücke, über die man von der Erikenstraße in Hartmannsdorf direkt zum Zwenkauer See kommt. An einer Haltestelle der Eisenbahn fehlt es ja ganz auffällig, obwohl das ein direkter Zugang zum Neuseenland ist. Aber nicht mal der Bus hält in Nähe der Brücke. Logische Forderung: „Bis zum II. Quartal 2020 werden die Linienergänzung durch eine neue Haltestelle an der Hartmannsdorfer Erikenbrücke (An der Wendeschleife) geprüft und anschließend die entsprechend die nötigen Maßnahmen mit dortigen Straßenbaumaßnahmen geplant.“

Und das würde nicht nur Ausflüglern helfen, die gern an einen der Seen im Südraum wollen. Den Anwohnern würde das ein paar abgelaufene Schuhsohlen ersparen. Denn: „Die Anwohner An der Wendeschleife und der hinteren Erikenstraße haben bisher einen bis zu 800 m langen Fußweg zur Bushaltestelle. Dies ist im Rahmen eines per ÖPNV zu bewältigenden Schul- bzw. Arbeitsweges nicht akzeptabel. Des Weiteren werden sowohl der stark frequentierte Spielplatz als auch die Fuß- und Radwege über den Mückenheimer Weg zum ehemaligen Stausee, zum Cospudener See und dem Nordufer des Zwenkauer Sees, sowie zum Freizeitpark Belantis und die Neue Harth immer stärker genutzt. Auch die als Sackgasse ausgeschilderte alte Straße nach Zitzschen wird wieder rege und ganzjährig von Spaziergängern und Radfahrern benutzt, um zum Südufer des Zwenkauer Sees zu gelangen.“

Aber im Nahverkehrsangebot spiegelt sich das alles nicht wider. Was eben auch bestätigt, was auch andere Ortschaftsräte (wie in Lindenthal) kritisieren: Die Ortsteile am Stadtrand werden nach wie vor wie Randlage behandelt. Und statt sie endlich klug mit ÖPNV zu erschließen, wird weiter mit Angeboten geknausert und so getan, als bräuchten die Bewohner dieser Ortsteile keine regelmäßig angefahrenen Haltestellen in Laufweite.

Linke beantragt Ausweitung der Normalverkehrszeit und Prüfung der Straßenbahnverbindung zum Cospudener See

Hinweis der Redaktion in eigener Sache (Stand 1. Oktober 2019): Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen und ein Freikäufer-Abonnement abschließen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 450 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

NahverkehrsplanHartmannsdorfKnautnaundorf
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
2 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Am 24. November Schauspiel Leipzig: „Fluss, stromaufwärts“ (UA) von Alexandra Pâzgu
© Schauspiel Leipzig

© Schauspiel Leipzig

Die Autorin Alexandra Pâzgu setzt die Figur des rumänischen Übersetzers Tino mitten hinein in die zeitgenössischen europäischen Diskursströmungen über Migration, Integration und Identität. Gleich einem Lachs lässt sie ihre Protagonisten gegen den Strom schwimmen. Und ein Lachs tritt auch auf – in ebenso fluider Verfasstheit wie die Gedankengänge Tinos, der im rumänischen und im deutschen Sprachraum gleichermaßen Wurzeln geschlagen hat. Er ist Suchender und Getriebener, gehört einer noch jungen Generation an, die ohne Kalten Krieg erwachsen geworden ist und sich mit dessen Spuren trotzdem permanent beschäftigt sieht.
Kleine Kartografie der Macht – und wie sie sich (scheinbar) verändert
Das ist unser Land! Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

Für alle LeserLehrjahre sind keine Herrenjahre, heißt es, und das stimmt auch, denn die Herrenjahre sind die Jahre, in denen regiert wird. In Sachsen ist die CDU seit 29 Jahren an der Macht. In der DDR herrschte die SED 40 Jahre lang. Und in Bayern stellt die CSU seit 62 Jahren den Ministerpräsidenten. Aber das alles ist nichts gegen Delaware County im Bundesstaat Pennsylvania. Dort regierten die Republikaner seit dem Bürgerkrieg. Und das heißt: seit über 150 Jahren.
Das Grundproblem des Auwaldes ist das fehlende Wasser
So sieht in der Nordwestaue nur noch die unbegradigte Weiße Elster aus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDen Forstwirtschaftsmaßnahmen liegt kein wirkliches Entwicklungskonzept zugrunde. Obwohl die Erhaltungsziele für das FFH-Gebiet Leipziger Auensystem genau das priorisieren. Seit Ende 2018 gibt es zwar beim Amt für Stadtgrün und Gewässer wieder eine neue Arbeitsgruppe, die ein Gesamtkonzept für die zukünftige Auenentwicklung diskutieren soll. Aber derweil soll fleißig weiter gefällt werden.
Vom 13. – 22. Dezember im Werk 2: Weihnachten am Kreuz – DER alternative Weihnachtsmarkt
Weihnachtsmarkt, Quelle: WERK 2 - Kulturfabrik Leipzig e.V.

Quelle: WERK 2 - Kulturfabrik Leipzig e.V.

Dieses Jahr öffnen wir zum 15. Mal vom 13. bis 22.12.2019 unser Gelände für unseren Weihnachtsmarkt am Kreuz! Beide Hallen, der Innenhof und die Freifläche zwischen den Hallen, ach was, das gesamte Gelände erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanze. Auf der Suche nach Schönem, Handgemachten, Leckerem wird man bei uns fündig. Die diesjährige Standauswahl ist nicht leicht gefallen bei all den feinen Angeboten.
Ökolöwe unterstützt den SPD-Antrag zur Planung der Aktiv-Achse Süd
Visualisierung der Aktiv-Achse Süd. Montage: Ökolöwe

Montage: Ökolöwe

Für alle LeserJüngst erst hatte die SPD-Fraktion zur Erkundung im Gelände hinterm Bayerischen Bahnhof eingeladen. Den Ratsfraktionen ist sehr wohl bewusst, dass es hier zwingend eine durchgehende Radtrasse braucht, um vom Bayerischen Bahnhof unbehindert vom Autoverkehr bis zum S-Bahnhof-Connewitz fahren zu können. Aber so mühsam sich die ganze Bebauungsgeschichte auf dem Gelände entwickelt, so zäh scheint auch der Weg bis zum Bau dieses so naheliegenden Radweges zu sein. Der Ökolöwe macht jetzt Druck.
Ben gibt nicht auf! Ein Bilderbuch über das Freunde-Finden
Kirstin Ballhorn: Ben gibt nicht auf! Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen, lebt Kirstin Ballhorn seit 2006 mit ihrer Familie in Neuseeland. Seit 2009 veröffentlicht sie Kinderbücher. Richtige Kinderbücher – ganz einfache, deren Helden die Tiere der neuseeländischen Fauna sind. Und die erleben ganz einfache Abenteuer, in denen aber all das steckt, was Menschenkinder so alles lernen können, wenn es ans richtige Leben geht. In diesem Buch: Wie findet man eigentlich Freunde? Wie geht das?
Fahrplanabweichungen vom 15. bis zum 18. November 2019 im Streckennetz der Mitteldeutschen Regiobahn
Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Aufgrund von Bauarbeiten der DB Netz AG kommt es vom 15. bis zum 18. November 2019 zu Fahrplanabweichungen im Streckennetz der Mitteldeutschen Regiobahn.
SC DHfK Leipzig vs. Rhein-Neckar Löwen 28:29 – Schwächephase kostet das Spiel
Philipp Weber bestätigte seine aufsteigende Formkurve. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserMit einer über 50 Minuten lang starken Leistung spielten die Leipziger mit viel Herz und Moral, zwei Punkte konnten dennoch die favorisierten Gäste mitnehmen. Ausschlaggebend war ein 0:6-Lauf von der 36. bis 46. Minute, mit dem die Löwen auch erstmals in Führung gingen. „Da haben wir das Spiel auch durch eigene Fehler hergegeben“, so Trainer André Haber. Mit großem Kampf gelang in der Schlussphase noch einmal der Ausgleich, doch so kaltschnäuzig wie in der Leipziger Schwächephase verwandelten die Mannheimer auch ihre letzte Chance.
Bund fördert sächsische Kulturprojekte mit knapp 21 Millionen Euro
Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern. Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Der Bund fördert zwei sächsische Kulturprojekte mit knapp 21 Millionen Euro. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages heute in Berlin entschieden. Über die Bundesbeauftrage für Kultur und Medien stehen damit 18 Millionen Euro für die Sanierung und den Ausbau des Jagdschlosses in Grillenburg sowie 2,7 Millionen Euro für die Sanierung der Burg Hohnstein zur Verfügung.
Beantragt die Linksfraktion nun eine öffentliche Bürgerbeteiligung zum Umgang mit dem Leipziger Auenwald?
Rettung für viele Hitzegeplagte: der Leipziger Auwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Grünen haben zwar schon angekündigt, gegen den Forstwirtschaftsplan stimmen zu wollen. Aber die Linksfraktion macht jetzt deutlich, dass sie hinter ihrem Umweltbürgermeister stehen wird und wohl zustimmen wird, wenn der Forstwirtschaftsplan vorliegt. Der Forstwirtschaftsplan 2018 wurde ja aufgrund der Klage der Grünen Liga nicht umgesetzt. Das Verwaltungsgericht Leipzig hat die Klage zwar abgewiesen, aber derzeit liegt eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht vor.
Bachfest Leipzig 2020: »Bach – We Are Family!«
Bachfest Leipzig: Konzert in der Thomaskirche. © Bachfest Leipzig/Gert Mothes

© Bachfest Leipzig/Gert Mothes

Am 15. November, um 9 Uhr (MEZ), startet der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2020. Unter dem Motto »BACH – We Are FAMILY!« reisen vom 11. bis zum 21. Juni 2020 zirka 50 Bach-Chöre, -Gesellschaften, -Festivals und -Vereinigungen aus sechs Kontinenten in die Stadt an der Pleiße, um im größten ›Fest‹ der globalen Bach-Familie aller Zeiten den Komponisten an seinem Hauptwirkungsort gemeinsam zu feiern.
Sachsens Staatsregierung muss sich jetzt ernsthaft mit der Gemeinschaftsschule beschäftigen
Dr. Matthias Rößler und Doreen Taubert, Vertrauensperson des Volksantrags „Längeres gemeinsames Lernen in Sachsen“. Foto: Bündnis „Gemeinschaftsschule in Sachsen“

Foto: Bündnis „Gemeinschaftsschule in Sachsen“

Für alle LeserAm Montag, 11. November, erklärte der Präsident des Sächsischen Landtages, Dr. Matthias Rößler, den Volksantrag des Bündnisses „Gemeinschaftsschule in Sachsen – Länger gemeinsam Lernen“ für formal zulässig. Das teilte er dem Bündnis, das landesweit über 50.000 Unterschriften für den Antrag gesammelt hatte, schriftlich mit. Am 13. November machte das Bündnis die Nachricht öffentlich. Und siehe da: Selbst die CDU schwenkt ein bisschen ein.
Am 8. Mai 2020 in der Arena Leipzig: Pet Shop Boys – „Dreamworld – The Greatest Hits Live“-Tour
Pet-Shop-Boys © FKP

© FKP

„Mode ist vergänglich. Stil niemals.“ Mit diesem Zitat hat Coco Chanel sicher nicht die Pet Shop Boys gemeint und doch könnte es über der langen Karriere von Großbritanniens erfolgreichstem Duo stehen, wenn sie jetzt auf ihre „Dreamworld - The Greatest Hits Live“-Tour nach Deutschland kommen. Neil Tennant und Chris Lowe waren immer schon alles: Electro-Pioniere und Könige des Pop, verehrte Helden der Fans und Kritikerlieblinge, Rampensäue und Gentlemen. Musikalische Moden konnten sie immer wieder beeinflussen aber niemals dazu bringen, ihren ganz eigenen Weg zu verlassen.
Großveranstaltungen, Museen, Bäder und Konzerthäuser der Region zählen 13 Millionen Besucher im Jahr
Geschäftslage der Kultur- und Freizeiteinrichtungen in der Region Leipzig. Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserWie weiter mit dem Tourismus in der Region Leipzig? Das ist ja die eigentliche Frage, die über der neuen IHK-Studie zur Kultur- und Freizeitwirtschaft in der Region Leipzig stand. Eine solche gab es das letzte Mal vor zehn Jahren. Wobei die Studie im Grunde nur die Attraktionen beleuchtet – jene Häuser und Veranstaltungsorte, die die Touristen in die Region locken. Rund 16 Millionen Besucher jährlich zählen die tourismusrelevanten Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Großveranstaltungen in der Region Leipzig.
Ein Buch würdigt jetzt den Schöpfer des schönsten Leipziger Kupferstiches
Dr. Eckhard Jäger: Johann George Schreiber (1676–1750). Cover: Verlag Rockstuhl

Cover: Verlag Rockstuhl

Für alle LeserMan liest den Namen, kommt aber nicht gleich auf die Idee, dass auch ein Kupferstecher eine eigene Lebensgeschichte haben könnte, spannend genug für einen Eintrag in Zedlers Lexikon, reichhaltig genug aber auch für ein ganzes Buch. Das hat jetzt der in Lüneburg lebende Kulturhistoriker Dr. Eckhard Jäger geschrieben. Und der Aufhänger: der schönste und präziseste Kupferstich der Leipziger Innenstadt.