Neue Abfallgebührensatzung

Teurer Müll, kostenintensive Straßenreinigung und keine Elektrokleingeräte mehr in die Gelbe Tonne

Für alle LeserAlles wird teurer. Auch die Abfallentsorgung. Am 22. November wird die Ratsversammlung über die Neufassungen der Satzungen zur Abfallwirtschaft und zur Straßenreinigung am 1. Januar 2019 entscheiden. Und das kurze Fazit: Die Kosten und die Abfallmengen der Abfallentsorgung erhöhen sich und die Leerungen sowie die Behälteranzahl steigen. Also wird’s ab 2019 wieder ein bisschen teurer.

Eine kleine Entspannung gibt es für die Hausbesitzer: Die Gültigkeit für die Gebührensatzungen wird jetzt auf zwei Jahre verlängert.

Zu den Grundposten: Die Gesamtkosten für die Abfallwirtschaft steigen voraussichtlich im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 3 Millionen Euro auf etwa 44,8 Millionen Euro und im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 2,17 Millionen Euro auf etwa 47 Mio. Euro. Das sind heftige Steigerungen von 7 bzw. 5 Prozent, was sich aber leicht relativiert dadurch, dass es sich auf mehr Einwohner verteilt.

Ursache sind steigende Abfallmengen und erhöhte Entsorgungs- und Personalkosten, teilt die Stadtreinigung mit. Zudem seien kontinuierliche Investitionen in den Fuhrpark und in die Technik notwendig.

Wobei sich bei der Leerungsgebühr unterschiedliche Preisentwicklungen ergeben. Bekanntlich misst die Stadtreinigung jedes Jahr stichprobenartig die Gewichte der abgeholten Tonnen. Mal sind die kleineren Tonnen dichter gestopft und damit schwerer, mal die großen. Damit die Kosten der Entleerung dann trotzdem einigermaßen gerecht ausfallen, werden die gemessenen Durchschnittsgewichte zu neuen Gebührensätzen je nach Tonnengröße umgerechnet.

Die neue Leerungsgebühr für die unterschiedlichen Tonnengrößen. Grafik: Stadt Leipzig

Die neue Leerungsgebühr für die unterschiedlichen Tonnengrößen. Grafik: Stadt Leipzig

Die Leerungsgebühr ist nur zu zahlen, wenn ein Restabfallbehälter tatsächlich geleert wird, wobei pro Quartal eine Leerung beim 14-tägigen Entsorgungsturnus bzw. zwei Leerungen beim wöchentlichen Turnus Pflicht sind, betont die Stadtreinigung dazu.

2019 verteuern sich vor allem die Leerungen der ganz kleinen 60-Liter-Tonnen und der ganz großen 240- und 1.100-Liter-Behälter, während sich die Leerungen bei den 80- und 120-Liter-Tonnen, die bei den meisten Leipzigern auf dem Hof stehen, geringfügig verbilligen.

Die Leerungsgebühr für Restabfall sinkt für einen 80-Liter-Behälter um 0,14 Euro sowie für einen 120-Liter-Behälter um 0,45 Euro pro Leerung. Für die übrigen Behälter steigt sie um 0,23 Euro bis 2,78 Euro pro Leerung. Wird der Turnus auf wöchentlich geändert, sind zwei Leerungen pro Quartal Pflicht.

Die Verwertungsgebühr ist hingegen als Festgebühr die Gegenleistung für die Vorhaltung der unterschiedlichsten Sammelsysteme und die Entsorgung von Sperrmüll, Schadstoffen, Schrott, Elektroaltgeräten und Druckerzeugnisabfällen, für den Kommunalanteil an der Gelben Tonne plus. Sie beinhalten außerdem die Fixkosten für die Vorhaltung der Bioabfallsammlung über die Biotonne. Finanziert werden über die Verwertungsgebühr auch die Wertstoffhöfe der Stadt Leipzig. Sie wird monatlich pro Behälter erhoben, völlig unabhängig von den Leerungen.

Die neue Verwertungsgebühr nach Tonnengröße. Grafik: Stadt Leipzig

Die neue Verwertungsgebühr nach Tonnengröße. Grafik: Stadt Leipzig

Die monatliche Verwertungsgebühr bei regulärer 14-täglicher Entsorgung für die einzelnen Behälterarten steigt um 0,05 Euro bis 0,23 Euro. Sie ist bei Umstellung auf wöchentliche Leerung doppelt so hoch.

„Die Höhe der monatlichen Biotonnenfestgebühr richtet sich nach dem vereinbarten Turnus“, sagt Elke Franz, Kaufmännische Betriebsleiterin der Stadtreinigung. „Die Biotonne wird zwischen 0,09 Euro und 0,35 Euro pro Monat teurer, wenn sie regulär aller 14 Tage zur Leerung bereitgestellt wird. Erfolgt eine Umstellung auf wöchentliche Entsorgung, verdoppelt sich die monatliche Festgebühr.“

Es gibt auch noch eine kleine Änderung bei den Biotonnen.

„Ab 2019 erweitern wir unser Dienstleistungsangebot und reagieren damit auf die Wünsche der Kunden und auf die Herausforderungen, die eine wachsende Stadt mit sich bringen“, erläutert Thomas Kretzschmar, Erster Betriebsleiter des Eigenbetriebs Stadtreinigung Leipzig. So besteht die Möglichkeit, dass anschlusspflichtige Grundstückseigentümer ab nächstem Jahr eine wöchentliche Entsorgung des Bio- und Restabfalls beantragen können.

„Wer den wöchentlichen Entsorgungsrhythmus beantragt, kann auch das Mindestbehältervolumen anpassen“, erklärt Elke Franz. „Mit der wachsenden Einwohnerzahl verdichtet sich auch die Bebauung und daher fehlt oft der Platz, um ausreichendes Abfallbehältervolumen für den 14- täglichen Entsorgungsturnus bereitzustellen.“ Statt der 20 Liter beim Restabfall und 10 Liter beim Bioabfall für die 14-tägliche Entleerung, sind bei der wöchentlichen Entsorgung pro Person nur noch 10 Liter beim Restabfall und 5 Liter beim Bioabfall vorzuhalten.

Und eine echte Verschlechterung gibt es bei der Entsorgung von Kleinelektroaltgeräten.

Ab 2019 dürfen die Leipzigerinnen und Leipziger kleine Elektroaltgeräte nicht mehr in der Gelben Tonne plus entsorgen.

„Mit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes zum 1. Januar 2019 ist die bisher in Leipzig erfolgte gemeinsame Erfassung von Elektrokleingeräten mit Verpackungsabfällen und stoffgleichen Nichtverpackungsabfällen nicht mehr zugelassen“, ergänzt Thomas Kretzschmar. Diese können auf den Wertstoffhöfen oder im Handel abgegeben werden.

Und etwas teurer wird auch die Straßenreinigung.

Die Gesamtkosten für die Straßenreinigung erhöhen sich im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 502.000 Euro auf rund 17,4 Millionen Euro. Für das Jahr 2020 wird im Vergleich zu 2019 eine Steigerung der Gesamtkosten um 356.000 Euro auf etwa 17,7 Millionen Euro erwartet. Auch hier sind steigende Personal- und Materialkosten die Ursache.

Die gestiegenen Kosten werden auf die Straßenfrontlänge und die Reinigungsklassen umgelegt. Durch die Erhöhung der zu veranlagenden Frontmeterlänge von durchschnittlich 287.326 Metern im Gehwegbereich und 617.851 Metern im Fahrbahnbereich steigen die Gebührensätze jedoch nur geringfügig um circa 1 Prozent.

Gegenüber dem Jahr 2018 steigt die Teilgebühr für die Gehwegreinigung pro Straßenfrontmeter und Reinigung um 0,48 Cent. Die Teilgebühr für die Fahrbahnreinigung steigt um 0,03 Cent an. Das führt zu einem Anstieg der Jahresgebühr pro Frontmeter in allen Reinigungsklassen je nach Reinigungshäufigkeit zwischen 0,01 Euro (Reinigungsklasse A0) und 1,32 Euro (Reinigungsklasse E5).

Abfallgebühren
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
2 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Geändertes Umweltinformationsgesetz in Sachsen: Ein Ups von der SPD-Fraktion
Der Lausitzer Energiekonzern LEAG will den Tagebau Nochten im Örtchen Mühlrose weiterführen – wofür 200 Menschen umgesiedelt werden sollen. Foto: Fritz Brozio

Foto: Fritz Brozio

Für alle LeserIm Laufe des 20. Februar 2019 nahm die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag zum überraschend geänderten Umweltinformationsgesetz (UIG) Stellung. Und man räumt ein, dass die nun weiter verstärkte Intransparenz in der Kohlebranche Sachsens eine Art Kollateralschaden darstellt. Was man sehr bedauere. Um genau diese Erklärung im letzten Satz der Wortmeldung eigenhändig wieder abzuräumen. Und irgendwie doch mitzuteilen: tja, Pech gehabt, Greenpeace. Der Sächsische Rechnungshof soll doch lieber keine Auskunft über Umweltinformationen und Finanzen der Kohlekonzerne erteilen.
„Lieber Haft als Kohlekraft“: Klimaaktivisten besetzen erneut Bagger im Tagebau Schleenhain
Protest gegen den Kohleabbau. Foto: Reisegruppe Digger

Foto: Reisegruppe Digger

Für alle LeserZum zweiten Mal in diesem Monat haben Klimaaktivisten einen Kohlebagger im Tagebau Vereinigtes Schleenhain besetzt. Sie protestierten damit gegen den Kohleabbau, aber auch gegen die Inhaftierung anderer Aktivisten. So befinden sich nach mehr als zwei Wochen immer noch drei Personen, die einen Bagger in der Lausitz besetzt hatten, im Gefängnis. Ein Amtsgericht verurteilte zudem eine ehemalige Bewohnerin des Hambacher Forstes in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe.
Am 3. April im Haus Auensee: The KOOKS – Tour 2019 mit Special Guests Blossoms
The Kooks. Lets go sunshine PR

The Kooks. Lets go sunshine PR

The Kooks melden sich mit ihrem lang ersehnten, fünften Studioalbum „Let’s Go Sunshine“ mit einer ungestümen, mutigen Mischung aus Melancholie und Euphorie zurück. Seit 2015 arbeitete die Band an dem Album, und bereits während ihrer grandiosen, bei uns komplett ausverkauften Best-of-Tour, die sie rund um die Welt führte, haben die Briten immer wieder an den neuen Songs gefeilt und sie ansatzweise schon live vorgestellt.
Das Sächsische Umweltinformationsgesetz wurde Ende 2018 geändert, um Greenpeace von Kohleinformationen abzuschneiden
Der Tagebau in Deutzen. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserEinen ziemlich dicken Hund hat jetzt netzpolitik.org aufgedeckt. Denn bislang gab es in Sachsen noch eine winzige Möglichkeit, Zahlen zu den Sicherungsleistungen für die Braunkohletagebaue zu bekommen – über den Landesrechnungshof. Ein Weg, den Greenpeace nutzen wollte und den jetzt die sächsische Regierungskoalition durch eine flotte Änderung im Umweltinformationsgesetz (UIG) verbaut hat.
Nur 5 Prozent der geförderten Ladeinfrastruktur für E-Autos wurden in Sachsen bislang auch gebaut
Elektroauto vorm Alten Rathaus. Archifoto: Ralf Julke

Archivoto: Ralf Julke

Für alle LeserIrgendetwas macht der Bundesverkehrsminister falsch. Vielleicht, weil er keine Vorstellung davon hat, wie man eine neue Technologie im Verkehrsnetz voranbringt. Andere Länder wie Norwegen und Schweden haben längst beschlossen, wann bei ihnen das Benzin-Zeitalter zu Ende geht, und bauen die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge massiv aus. Nur in Deutschland funktioniert nicht einmal die hochbürokratische Förderung. Der Ausbau der Ladestruktur kleckert vor sich hin.
Grüne und Ökolöwe bangen um die restliche Artenvielfalt am Wilhem-Leuschner-Platz
Das künftige Baugrundstück an der Windmühlenstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas ist eigentlich auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz los? Am Dienstag, 19. Februar, um 9:15 Uhr gab es eine kleine Protestdemo zu einer Ausstellung im Neuen Rathaus. Dort werden aktuell in der Unteren Wandelhalle die Preisträgerentwürfe für den Neubau des Instituts für Länderkunde zwischen Windmühlenstraße und Brüderstraße gezeigt, einem kleinen parkähnlichen Stück Grün am Wilhelm-Leuschner-Platz. Aber das scheint nun wichtige Vogelreviere zu verdrängen.
Neue Herbsttermine in Dresden & Leipzig: Alexa Feser auf A! Tour
Alexa Feser © Rian Heller

© Rian Heller

Am 10. Mai erscheint „A!“, ALEXA FESERs neues Album. Darauf lässt die Sängerin tief blicken, so tief, wie man es in der deutschen Pop-Landschaft selten erlebt und erst recht nicht von einer Künstlerin, die man als starke, erfolgreiche Frau kennt. Mit „Zwischen den Sekunden“ (2017) erreichte sie Platz 3 der deutschen Album-Charts, ihre Songs wie „Wunderfinder (feat. Curse)“, „Medizin“ und „Wir sind hier“ wurden millionenfach gestreamt, ihre Konzerte sind ausverkauft.
Bekommen die Leipziger jetzt doch noch das „Pathos-Denkmal“ aus den USA vor die Nase gesetzt?
Die „Runde Ecke“. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas gestern beschlossen wurde, muss heute nicht mehr gelten. Augenscheinlich brauchen Leute mit wilden Ideen nur ein bisschen Geduld, um dann bei der Stadt Leipzig doch zu erreichen, was sie sich wünschen. Zum Beispiel die Aufstellung eines Pathos-Denkmals in Bronze (wie es die LVZ 2008 nannte) von zwei mal acht Meter Ausmaß irgendwo im Leipziger Stadtraum. Am liebsten direkt vor der Runden Ecke. Eigentlich ein Knockout fürs Leipziger Freiheitsdenkmal.
Wie sieben Köche die Herstellung der Leipziger Flussaue verhindern
Der Burgauenbach. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Diskussion über die Baumfällungen im Leipziger Auenwald sind nicht nur hitziger und heftiger geworden in den letzten Wochen. Die Vorstöße des NuKLA, dessen Mitstreiter regelrecht entsetzt sind über das Fällen wichtiger starker Biotop-Bäume, zeigen Wirkung. Denn postwendend erscheinen jedes Mal, wenn die Kritik formuliert wird, alarmistische Beiträge in der LVZ. So wie wieder am 18. Februar: „Leipziger Auwald ohne Eichen: Forscher warnen vor Artensterben“.
Polizei durchsucht Wohnungen der „Thügida“-Anführer – auch Alexander Kurth betroffen
Alexander Kurth (Die Rechte) bei LEGIDA. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserUnter den zahlreichen rechtsradikalen „Bürgerbewegungen“, die sich in den vergangenen Jahren im Osten Deutschlands gegründet haben, gehört „Thügida“ zu den bekanntesten und aktivsten. Doch die mittlerweile als „Volksbewegung“ auftretende Organisation könnte weiter an Bedeutung verlieren. David Köckert, eine der Führungsfiguren, sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft. Am Dienstag, den 19. Februar, durchsuchte die Polizei im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Köckert mehrere Wohnungen – auch die des Leipziger Neonazis Alexander Kurth.
365 Euro im Jahr: Ökolöwe sammelt Unterschriften für Wiener Modell im Leipziger ÖPNV
Moderne XL-Straßenbahn am Augustusplatz. Foto:Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserDie jüngste Vorlage zum Luftreinhalteplan hat es wieder vor aller Augen geführt: Mit kosmetischen Maßnahmen löst Leipzig weder seine Luftschadstoffprobleme noch die im Verkehr. Und im ÖPNV ist seit dem letzten Luftreinhalteplan 2009 viel zu wenig passiert. Jetzt hängt auch der neue Nahverkehrsplan wieder nach. Und der Ökolöwe Leipzig appelliert dafür, in Leipzig das attraktive Wiener Modell einzuführen.
Ulf Schirmer macht 2022 Schluss: Oper Leipzig sucht neuen Intendanten
Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserDie Oper Leipzig sucht einen neuen Intendanten. Wie die Stadt am Montag mitteilte, wird Ulf Schirmer seinen Vertrag über Juli 2022 hinaus nicht verlängern. Die Trennung sei im Einvernehmen erfolgt und trage der weiteren privaten Lebensplanung des Opernchefs Rechnung.
Fluglärmaktivisten stellen ihre Minimalforderungen für die Leipziger Stadtratswahl vor
Flugzeug beim Flug übers Leipziger Stadtgebiet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur Landtagswahlen sind in diesem Jahr in Sachsen. Leipzig wählt in diesem Jahr am 29. Mai auch einen neuen Stadtrat. Und es gibt gefühlt noch viel mehr große und schwierige Themen, die den Leipzigern auf den Nägeln brennen, als zur letzten Stadtratswahl. Einfach auch deshalb, weil in den vier Jahren nichts wirklich Helfendes passiert ist. So geht es auch beim Fluglärm zu. Und augenscheinlich haben das mittlerweile mehrere Parteien auf der Liste und fragen bei den Fluglärminitiativen an, was denn nun eigentlich gemacht werden soll.
Grüne schnüren ein richtiges Bio-Landwirtschafts-Paket für Leipzig
Im Projektgebiet von „stadt PARTHE land“. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit Jahren laufen die Diskussionen um die Umweltschäden in der und durch die intensive Landwirtschaft, zuckt der Landwirtschaftsminister die Schultern, wenn es um Nitrat im Grundwasser, belastete Flüsse, schwindende Artenvielfalt und Bodenverluste geht. Und tut nichts. Leipzig als Besitzer von immerhin noch 1.800 Hektar landwirtschaftlicher Fläche könnte etwas tun. Mit acht Stadtratsanträgen wollen die Grünen die Leipziger Verwaltung dazu bewegen, es auch wirklich zu tun.
Chance auf renommierte Literaturpreise für zwei sehr aufmerksame Autorinnen
Luise Boege. Foto: Tobias Neumann

Foto: Tobias Neumann

Für alle LeserManchmal klappt es, da erreichen auch Bücher, die in der L-IZ besprochen wurden, die Aufmerksamkeit der großen Buchpreis-Jurys. Das ist gerade in zwei sehr eindrucksvollen Fällen der Fall: Anke Stelling wurde mit ihrem Roman „Schäfchen im Trockenen“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Am 22. Februar kann man die Autorin auch im Schauspiel Leipzig erleben. Und der kleine Leipziger Verlag Reinecke & Voss freut sich über die Nominierung seiner Autorin Luise Boege für den BDI-Literaturpreis „Text und Sprache“.