Bis jetzt musste man immer das „Amtsblatt“ studieren und Glück haben, wenn man das Schadstoffmobil der Stadtreinigung Leipzig erwischen wollte, um alte Medikamente, Farben und sonstige Schadstoffe unkompliziert abgeben zu können. Davon sammelt sich in jedem Haushalt immer wieder etwas an. Das Zeug gehört aber nicht in den Restmüll, wo es viele entsorgen. Dafür gibt es extra das Schadstoffmobil, das diese Stoffe einsammelt. Die Stadtreinigung Leipzig hat das Angebot des Schadstoffmobils jetzt neu strukturiert.

Ziel ist, dass alle Leipzigerinnen und Leipziger gefährliche Abfälle wie Farben, Spraydosen und Batterien einfacher, verlässlicher und planbarer entsorgen können – und zwar wohnortnah.

Durch den neu definierten Tourenplan sind die Termine nun regelmäßiger und gut merkbar, verspricht die Stadtreinigung Leipzig. Kern des neuen Konzepts sind verlängerte Standzeiten sowie ein fester Fahrplan von März bis November: An allen mobilen Standplätzen steht das Schadstoffmobil künftig zwei Stunden zur Verfügung. Jeder Standort wird einmal im Monat angefahren, stets am gleichen Wochentag.

Mehr Effizienz, weniger Wartezeit

Dieses System ermöglicht eine komfortable Nutzung mit geringen Wartezeiten, sorgt für eine gleichmäßige Versorgung im gesamten Stadtgebiet und stärkt außerdem die Einbindung der Leipziger Wertstoffhöfe.

„Damit erhöhen wir die Verlässlichkeit und verbessern den Service für alle Leipziger Haushalte spürbar“, erklärt Elke Bröcker, Kaufmännische Betriebsleiterin der Stadtreinigung Leipzig. „Gleichzeitig fördern wir die sichere Entsorgung von Schadstoffen und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz.“

Die Stadtreinigung Leipzig bittet alle Bürgerinnen und Bürger, das Schadstoffmobil aktiv zu nutzen. Aktuelle Termine sind in der App und auf der Website des Eigenbetriebs abrufbar: www.stadtreinigung-leipzig.de/sie-kommen-zu-uns/schadstoffe.

Was kann und soll beim Schadstoffmobil abgegeben werden?

Auf der Website werden auch alle Stoffe aufgeführt, die zwingend beim Schadstoffmobil abgegeben werden sollten.

Angenommen werden: Abbeizmittel, Altmedikamente, Altöl, Bau- und PU-Schaumdosen, Bremsflüssigkeit, CDs und DVDs, Farbreste, Dachanstriche, Feuerlöscher, Fotochemikalien, Haushalts- und Gerätebatterien, Kfz-Starterbatterie, Klebstoffe, Kosmetika, Kraftstoff- und Heizölreste, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Lösungsmittel, Pflanzen-,Desinfektions- und Holzschutzmittel, Putz- und Reinigungsmittel, Fleckenentferner, Quecksilber, Schmierfette, Speiseöle und -fette, Spraydosen, Tonerkartuschen und Farbbänder.

Da wird mancher seinen Aha-Moment erleben, weil er manches davon bislang falsch entsorgt hat.

Kleine Einschränkung: Von Dezember bis Februar befindet sich das Schadstoffmobil in der Winterpause.In dieser Zeit kann die stationäre Schadstoffannahmestelle in der Lößniger Straße 7 genutzt werden. Ab März ist das Schadstoffmobil dann nach dem neuen Fahrplan unterwegs.

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