Geburtshelfer der Gemeinwohl-Ökonomie: Wie die „unsichtbare Hand“ sichtbar tätig wird

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelÜber die gesellschaftliche Frage der gerechten Verteilung wird permanent gestritten und gerungen, seit es Staaten gibt – vielleicht sogar noch länger. In unserem real existierenden Kapitalismus gilt allerdings oft unter der Hand: „Alle denken nur an sich – nur ich denke an mich.“ Gemeinwohl spielt eine bestenfalls sekundäre Rolle. Aber spätestens seit dem alten Schotten Adam Smith ist auch die Metapher der „unsichtbaren Hand“ mit im Spiel.

Mit ihrer Hilfe wird postuliert, dass sich – auch und gerade wenn alle Akteure eigennützig handeln – eine optimale Produktionsmenge sowie eine gerechte Verteilung einstellen würden. Dabei schwingt sicher der Wunsch nach einer etwas faireren Gesellschaft mit: nach einer gerechteren Verteilung der gesellschaftlichen Vorteile und Kosten. Es ist ein etwas plakativer Humanismus, dessen Gehalt nicht wirklich kritisch geprüft wird.

Auf eindeutig sichtbare Effekte zielt Christian Felber. Der Österreicher zählt zu den Gründungsmitgliedern von Attac im Alpenland und rief 2010 den Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ins Leben. Längst hat sich diese Vision über Europa und darüber hinaus ausgebreitet, bis nach Südamerika oder Ghana.

Auch in Leipzig und Halle hat sich im März 2018 eine gemeinsame Regionalgruppe gegründet. Sie hat acht aktive Mitglieder und weitere 80 Interessenten, die sich monatlich treffen und austauschen. Wer eine Ausbildung und Zertifizierung als Berater/-in in der Tasche hat, kann im Sinne der GWÖ Vorträge halten, Beratungen durchführen sowie Gemeinwohl-Bilanzen aufstellen.

Dirk Scheffler koordiniert den Teil in Leipzig. „Wir wollen transparent machen, was in einem Finanzbericht nicht auszudrücken ist“, sagt er. Das heißt: Werte stehen ganz oben. In diesem ethischen Wirtschaftsmodell werden das Wohl der Menschen und der Umwelt zum primären Ziel erklärt. Wettbewerb und Geld als Zweck beziehungsweise Ware büßen entsprechend an Bedeutung ein. Zwischen Konkurrenz und Kooperation soll es einen Ausgleich geben.

Die Kritik von Wirtschaftskammern und Unternehmerverbänden lautet postwendend, die GWÖ-Bewegung wolle die Marktwirtschaft abschaffen. Doch ist das wirklich so? Scheffler entgegnet, dass er die Marktwirtschaft nicht abschaffen, sondern wandeln wolle: „In Bhutan gibt es das Bruttonationalglück. Wir wollen das Bruttoinlandsprodukt als Maßstab des Wirtschaftens um das Gemeinwohlprodukt ergänzen.“ Neben der wirtschaftlichen Ebene betrifft der Wandel auch die politische und gesellschaftliche Ebene.

Seit vier Jahren existiert bei der GWÖ ein Instrument, um Gemeinwohlorientierung erst zu erfassen und infolgedessen zu lernen, noch stärker am Gemeinwohl orientiert zu handeln. Dabei handelt es sich um die sogenannte Gemeinwohl-Matrix als wesentlicher Teil der Gemeinwohl-Bilanz. In der aktuellen Version mit der Nummer 5.0 rangieren vier Werte beziehungsweise Wertepaare ganz oben: Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung.

Die Matrix beziehungsweise ein erläuterndes Arbeitsbuch steht als Open Source zur Verfügung. Interessierte Organisationen und Firmen können sich damit hinsichtlich ihrer Gemeinwohlorientierung branchenspezifisch selbst bewerten. Dabei können sie die Unterstützung von zertifizierten Berater/-innen der GWÖ-Initiative in Anspruch nehmen. Scheffler bezeichnet diese als „Geburtshelfer der Gemeinwohl-Bilanz“. Auch eine Peer-Evaluierung mit anderen Unternehmen oder Organisationen ist möglich.

„Neun von zehn Firmen, die eine Gemeinwohl-Bilanzierung anstreben, sind kleine und mittelständige Unternehmen, die in Zeiten des Fachkräftemangels attraktiv sein wollen“, berichtet Scheffler. „Oder sie haben eine hohe Eigenmotivation, um noch stärker oder umfassender zukunftsfähig zu wirtschaften.“

Beispielsweise nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern am Gemeinwohl orientiert. Die Gemeinwohl-Bilanz erstreckt sich in ihrer Analyse zudem auf sogenannte Berührungsgruppen: Zulieferer, Eigentümer und Partner, Mitarbeitende, Kunden sowie das gesellschaftliche Umfeld. Das dabei erzielte Ergebnis kann von 3.600 Minus- bis 1.000 Pluspunkten reichen. Wer in allen Themenbereichen exakt den gesetzlichen Standard erfüllt, bekommt eine Null.

Scheffler ist promovierter Umweltpsychologe und war von der GWÖ schnell überzeugt. „Unsere Wirtschaftsweise hat einfach den größten Einfluss, verglichen beispielsweise mit dem Non-Profit-Bereich“, sagt er. „Und die Gemeinwohl-Bilanz bedarf keines Gesetzes. Sie kann bereits jetzt angewendet werden.“

Und ihre Wirkung entfalten. Denn um aus dem selbst erstellten Gemeinwohl-Bericht eine Gemeinwohl-Bilanz werden zu lassen, müsse das jeweilige Unternehmen – oder die jeweilige Behörde oder Verwaltung – ein externes Audit durchlaufen. So werde Green Washing ausgeschlossen. Dazu kommt en passant eine GWÖ-Mitgliedschaft.

Außerdem regt ein Ergebnis nach Punkten unwillkürlich zum Vergleichen und zum Verbessern an. Ein Schlüsselkriterium sei dabei die völlige Transparenz der Werte, also der Bewertungen. Es ist schwerlich möglich, eine Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen und zu veröffentlichen und sich dann nicht weiter mit dem Ergebnis zu befassen.

Die bislang in der herkömmlichen Bilanzierung wenig beleuchteten Themen und Kriterien erlangen stärkere Bedeutung und verändern die Firma, die Organisation, die Behörde oder die Verwaltung. Wirtschaftshandeln orientiert sich an gemeinwohlorientierten Werten. Fast wie eine unsichtbare Hand.

GWÖ belässt es keinesfalls beim freiwilligen Bewerten, erklärt Scheffler: „Wir streben an, Gemeinwohl als Kriterium in die Wirtschaftsförderung und Beschaffung einfließen zu lassen. Und auch die Besteuerung sollte sich in diese Richtung ändern.“ Dann wäre der unternehmerische Gewinn nicht mehr Selbstzweck, sondern nur noch ein Mittel, um das Gemeinwohl zu maximieren. Gesellschaftliche Ungleichheit würde begrenzt. Auch Ressourcen würden nicht länger als unbegrenzt angesehen. Und die Natur erhielte einen Eigenwert.

Scheffler hat ein passendes Zitat von Erich Kästner zur Hand: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Momentan unterstützen etwa 1.800 Unternehmen die GWÖ. 250 haben eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt. Demnächst folgt mit TeilAuto eine Leipziger Firma. Den aktuellen Bestwert hält die Lieferbäckerei „Märkisches Landbrot“ mit 773 von 1.000 möglichen Punkten.

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Melanie Gerhards mit einer Corona-Karikatur von Jörg Schwulst, die alles sagt. Foto: health for future Leipzig

Foto: health for future Leipzig

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