6.1 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Zehn-Punkte-Plan: IG „Leipziger Aufbruch 2020“ fordert Verbesserungen der Corona-Konjunkturpakete

Mehr zum Thema

Mehr

    Am Mittwoch, 1. Juli, wird im Bundestag über das 130 Milliarden Euro schwere „Corona-Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket“ verhandelt. Ein Paket, das zwar versucht, mit einem „großen Wumms“ viel Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Aber so richtig nach einem Umdenken sieht es nicht aus. Und bei den kleinen, kreativen Unternehmen kommt fast nichts an. Im Leipziger Westen haben sich jetzt mehrere Unternehmen unter dem Namen „Leipziger Aufbruch 2020“ zusammengetan, um bessere Vorschläge für die richtige Weichenstellung zu machen.

    Im Zuge der Coronakrise seit März 2020 wurde die deutsche Wirtschaft hart und meist unvorbereitet getroffen. Andererseits haben die Shutdown-Bedingungen unbarmherzig offengelegt, welche Geschäftsmodelle unter Krisenbedingungen nicht mehr funktionieren, welche eigentlich auch gar nicht nachhaltig sind und wo es an simplen Grundstrukturen fehlt – wie bei der Digitalisierung.

    Die Bundesregierung zeigt sich zwar für die Folgen aus den beschlossenen Corona-Maßnahmen verantwortlich und ist deshalb bestrebt, ein Konjunkturpaket zu verabschieden, welches die auch in dieser Krise liegenden Chancen nutzt und unsere Wirtschaft und Gesellschaft stabiler und zukunftsfähiger macht. Aber so richtig zu Ende gedacht ist da vieles nicht. Erst recht, wenn man sich das Programm aus der Perspektive eines eher kleinen Unternehmens anschaut, das oft schon an der Förderbürokratie des Bundes und der Länder scheitert.

    Ein Kreis von Leipziger Unternehmern und Unternehmerverbänden hat sich in den letzten Wochen zusammengetan, um die aktuellen Bedarfe und Problemfelder herauszuarbeiten und um der Bundes- als auch der Landesregierung konkrete Vorschläge vorlegen zu können, welche Impulse und Maßnahmen nötig sind, um die Wirtschaft aus der Krise heraus in eine nachhaltige Zukunft zu führen.

    Nachhaltig heißt nun einmal auch: in der Lage, flexibel auf kommende Krisen reagieren zu können. Denn während das Coronavirus sich dauerhaft zu etablieren scheint und ganze Gesellschaftsbereiche verändert, steht mit der Klimakrise die nächste Herausforderung längst ins Haus.

    Die Idee zu dieser Kooperation verschiedener Akteure und der gemeinsamen Stellungnahme wurde beim Unternehmerstammtisch Leipziger Westen entwickelt. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Frage, in welche Richtung sich deutsche Unternehmen grundsätzlich und branchenspezifisch entwickeln müssen, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, wie zielgerichtet und kleinteilig das Konjunkturpaket darauf reagieren muss. Die Beteiligten haben sich den Namen „Leipziger Aufbruch 2020“ gegeben – in Anlehnung an den sinnstiftenden Werbeslogan „Leipziger Freiheit“.

    In zehn Punkten haben der Unternehmerstammtisch Leipziger Westen, Unternehmerverband Sachsen, Kreatives Leipzig, die Quantensprung Consulting UG und Communisystems Care GmbH sowie Wunderbar – Raum für interdisziplinäre Zukunftsforschung als Gastgeber, ein kompaktes Paket an Vorschlägen erarbeitet, das zur nachhaltigen Ausgestaltung der Konjunkturhilfen von Bund und Freistaat Sachsen beitragen soll. Das Papier wird an politisch Verantwortliche im Bund und im Freistaat Sachsen zur Stellungnahme und als konkrete Handlungslinie für die Gesetzgebung übergeben.

    Die IG „Leipziger Aufbruch 2020“ hat folgende zehn Standpunkte und praxisnahe Vorschläge entwickelt:

    1. Krisensicherung durch Digitalisierung
    2. Gezielte und zielgruppengerichtete Förderung neuer Geschäftsmodelle – Hilfe zur Selbsthilfe
    3. Förderung der Entbürokratisierung bei gleichzeitiger Einführung maßvoller Sicherheitsmaßnahmen gegen Betrug
    4. Revitalisierung erfolgreicher, aber ausgelaufener Förderinstrumente
    5. Freiere Gestaltung der Investitionsförderung und aktive Förderung der Resilienz
    6. Förderung von Langfristigkeit und Sicherung von Nachhaltigkeit
    7. Entwicklung eines Leitbildes und Möglichkeiten des wirtschaftlichen Wandels aufzeigen
    8. Erhaltung der Liquidität
    9. Rückbesinnung auf die Marke „Made in Germany“
    10. Verringerung der Förderebenen mit mehr regionalen Fördermöglichkeiten

    In einem Standpunktepapier hat die IG „Leipziger Aufbruch 2020“ die zehn Vorschläge noch genauer untersetzt.

    Hier kann man es nachlesen.

    Die Herstellung des alten wirtschaftlichen Normalzustands ist eine Katastrophe – nicht nur für die junge Generation

    Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Vielen Dank dafür.

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ