Artikel vom Sonntag, 31. Mai 2015

Deutsches Team mit starkem Auftakt der internationalen Saison

Kanuslalom-EM: Weitere Medaillen in olympischen Disziplinen

Foto: Sebastian Beyer

Mit einer Leipziger Medaille klappte es schließlich doch am Sonntag. Franz Anton und Jan Benzien holten Silber im Zweier-Canadier. Lange hatten sie geführt, wurden dann aber von Robert Behling und Thomas Becker von Platz 1 verdrängt. Auch Ricarda Funk freute sich über Silber in der Kajak-Konkurrenz der Damen. Gute Aussichten für die WM in London im September, bei der die Startplätze für die Nationen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro ausgefahren werden. Anmelden und weiterlesen.

Die Punkszene ist ja eh sehr inzestuös

Tanners Interview mit Jeans, dem Schlagzeuger der Düsterpunklegende Fliehende Stürme

Foto: Stefan Müller

Bevor Tanner Vater war, war er ein Herumtreiber. Er tourte sich 15 Jahre mit Büchern den Hintern und die Magenschleimhäute wund und traf auf so manche Legenden. Zu einigen von ihnen hat er sogar freundschaftliche Beziehungen aufgebaut, so zum Trommler der Band Verbrannte Erde, dem Jeans - der jetzt bei der noch größeren Legende Fliehende Stürme die Felle bearbeitet und nächste Woche in Leipzig einreitet. Da legt sich ein düsterer Schleier über die Stadt, versprochen. Tanner fragte den Jeans für seine Leserschaften einfach mal wieder aus. Anmelden und weiterlesen.

Fliegen im Keil

Gastmanns Kolumne: Forever young

Foto: Ulrike Gastmann

Vor einigen Tagen war ich auf einer Jugendweihe eingeladen. Es handelte sich dabei um die erste Jugendweihe seit Zonenzeiten, die ich erleben durfte. Überdies die erste im Gewandhaus. Da man mit Einladungen am besten umgeht wie mit geschenkten Gäulen, wenn man sie einmal angenommen hat, soll hier auch nicht vom Sinn und Unsinn der Kontroverse die Rede sein, ob nun Konfirmation oder Jugendweihe den besseren Menschen macht. Vermutlich dienen gewisse Initiationsriten im Lebenskreis eines Menschen ohnehin ähnlichen anthropologisch-sozialen Zwecken. Anmelden und weiterlesen.

Ein Jahrhundert-Experiment

Buch- und Schriftmuseum zeigt am 4. Juni die Ausstellung „SchriftBild. Russische Avantgarde“

Foto: W. Majakowski-Museum, Moskau

Russland war mal ein Avantgarde-Land. Wer's nicht glaubt, der kann sich ab Donnerstag eines Besseren belehren lassen. Dann eröffnet im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig die Ausstellung „SchriftBild. Russische Avantgarde“. So jung war Russland nie wieder. Anmelden und weiterlesen.

Willkommenskultur für Kinder

SMS: Familienministerin Barbara Klepsch (CDU) zum Internationalen Kindertag

"Kinder müssen respektiert und willkommen geheißen werden, sie bereichern unsere Gesellschaft und sie sind unsere Zukunft. Heute ist der Tag darüber nachzudenken, was jeder Einzelne für mehr Kinderfreundlichkeit tun kann", sagte Familienministerin Barbara Klepsch anlässlich des Internationalen Kindertages am 1.Juni. Weiterlesen.

Schleichverkehr wegen Baustelle in Schleußig

Warnschilder sollen Autofahrer rund um die Oeserstraße bremsen

Foto: Ralf Julke

Wenn Bauplaner versuchen, so ein Projekt wie die Könneritzstraße zu organisieren, dann wird's manchmal kompliziert. Und manchmal geht auch was durch die Lappen. Man will noch unbedingt Verkehr in der Straße behalten, aber der drängelt sich auf knappem Raum. Und ganze Absperrsysteme sorgen dafür, dass gerade das Leben der Schulkinder gefährlich wird. Und so begegneten die Verkehrsplaner mit Beginn der Bauarbeiten einem Phänomen, als wäre es das erste Mal. Anmelden und weiterlesen.

Klepsch (Linke) zum Kindertag: In Sachsen 100.000 Kinder in Armut, 18.000 wird Inklusion in Regelschulen verwehrt

Foto: DiG/trialon

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni 2015 erklärt die Kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag Annekatrin Klepsch:"Der Kindertag ist alljährlich Anlass, an die Rechte der Kinder, die Rechte auf Bildung, auf Aufwachsen ohne Gewalt, auf Förderung eines gesunden Lebens, auf Beteiligung und auf Entwicklung eines angemessenen Lebensstandards, aber auch an deren leider selbst im reichen Deutschland noch immer nicht vollständige Umsetzung zu erinnern. Weiterlesen.

DOR GAFFEE KOMMT OCH NI VON HIER

Grüne Kampagne zur Stärkung von Weltoffenheit und Toleranz: Tolerant. Weltoffen. Neugierig

Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Der Landesparteirat von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen hat am Samstag eine neue landesweite Kampagne zur Stärkung von Weltoffenheit und Toleranz vorgestellt. Das Plakat mit dem Slogan "DOR GAFFEE KOMMT OCH NI VON HIER" ist ein Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger, einen Freistaat zu gestalten, der seinen Namen verdient: Tolerant. Weltoffen. Neugierig. Weiterlesen.

„Souvenir de Wagner“

Wagners Helden von leichter Muse geküsst. Ex-Thomaner Martin Petzold macht Salonmusik

Foto: Karsten Pietsch

Martin Petzold schreitet in langer schwarzer Kutte über den Teppich, in einer Hand den Speer, auf dem anderen Arm den Plastik-Schwan, verneigt sich vor zwei Wagner-Abbildern. Fällt aus der Rolle und begrüßt ganz privat. Bei Wagners Richarden als Regisseur, der er auch war, hätte es das bestimmt nicht gegeben. Aber ist das nicht toll, ein Thomasschüler, wie einst Wagner, schnappt sich Partituren und Literatur und nimmt die Spaßvögel, Possenreißer, Parodisten beim Wort. Anmelden und weiterlesen.

Sitzen wie auf Kohlen

Mibrag hat noch keine Abbaurechte für die Kohle unter Pödelwitz beantragt

Foto: Matthias Weidemann

Abschied für Pödelwitz? Oder spielt hier der Braunkohlegigant Mibrag einfach auf Zeit und macht die Bewohner des kleinen Ortes im Leipziger Südraum mürbe, auch wenn das Unternehmen die Kohle unter Pödelwitz gar nicht braucht? Zumindest nicht für seine mitteldeutschen Kraftwerke? Ab und an lässt man so einen Luftballon steigen - wie Mibrag-Geschäftsführer Bernd-Uwe Haase am 11. April in der LVZ. Anmelden und weiterlesen.

Fütterungsverbot für Wildtiere in Schleußig

Stadtbezirksbeirat Leipzig-Südwest lässt sich Arbeitsverweigerung des Ordnungsdezernats nicht gefallen

Foto: Ralf Julke

Kann Leipzigs Verwaltung nicht kommunizieren? Augenscheinlich ist das so. Auf erstaunliche Weise ähnelt ein Vorgang in Schleußig dem Kommunikationsdesaster rund um den Floßgraben. Um Tiere geht es auch hier - aber diesmal nicht um den Eisvogel. Eher um Nutrias, Waschbären, Füchse und Enten. Und - wie am Floßgraben - um die Unvernunft von Menschen. Angefangen hat es eigentlich schon vor Jahren. Anmelden und weiterlesen.

Der gelebte Widerspruch (2)

StadtFestSpiel, beeindruckende Technik und die Seele einer Stadt – Eine Bildergalerie und ein Kommentar

Foto: L-IZ.de

Es gibt diese immerjunge Szene in Leipzig, welche entgegen des erklärten Orakels einer Boulevardzeitung und den finsteren Vorahnungen der Stadtverwaltung „unsichtbar“ sein und friedlich sichtbar werden kann. Im Vorfeld der „Parade der Unsichtbaren“ schwante der Stadt Leipzig offenbar Schlimmstes, der, der L-IZ vorliegende, abwehrende Schriftwechsel mit dem Anmelder der Demo spricht Bände. Man wollte lieber das Kätzchen, statt den oft besungenen Leipziger Löwen. Irgendwie in Ruhe ein StadtFestSpiel und 1.000 Jahre feiern, gediegen eben. Mit dem Smartphone in der Hand. Ohne Brüche der gloriosen Leipzig-Geschichte. Anmelden und weiterlesen.

Offizieller Beitrag zu 1000 Jahre Leipzig

Am 5. Juni: „Mit tausend Wassern gewaschen“ – TdJW-Sommertheater auf dem Karl-Heine-Kanal

Foto: TdJW

Endlich ist es wieder soweit: Nach vierjähriger Pause lässt das TdJW wieder die Schuten zu Wasser und macht den Karl-Heine-Kanal, sein Ufer und seine Brücken zur Sommertheaterbühne. "Mit tausend Wassern gewaschen" ist eine unterhaltsame Bootspartie. Vom Lockruf mythischer Nixen über Begegnungen mit dem mittelalterlichen Visionär Markgraf Otto der Reiche und der hiesigen Theaterreformatorin Caroline Neuber bis zum Sound der Industrialisierung und pulsierender Lebenslust im "neuen Westen" wird alles gezeigt, was die Leipziger Geschichte zu bieten hat. Weiterlesen.

Premiere am 5. Juni im Schauspiel Leipzig

Nuran David Calis inszeniert Bertolt Brechts „Baal“

Foto: Rolf Arnold

Am kommenden Freitag, den 5. Juni, 19:30 Uhr, feiert mit Baal von Bertolt Brecht ein seit jeher umstrittenes Werk Premiere auf der Großen Bühne des Schauspielhauses. Brechts frühes und mehrfach von ihm überarbeitetes Werk wurde am 8. Dezember 1923 in Leipzig uraufgeführt - und fiel sofort der städtischen Zensur zum Opfer. Die Premiere Baal ist einer von zwei offiziellen Beiträgen des Schauspiel Leipzig zum Jubiläum 1000 Jahre Leipzig. Weiterlesen.

Unruhige Tage für Rentner Kuno Kropke

Drei Morde und ein alter Mann in einem gar nicht so verschlafenen Nest in Hessen

Foto: Ralf Julke

In Krimis sind meistens die Ermittler die Helden. Manchmal auch die Mörder. Aber um die am Rande Betroffenen kümmern sich Krimi-Autoren eher selten. Vielleicht, weil das eigentlich die ganz normalen Leute sind, die sich von all den Schreckensmeldungen in der Zeitung eher nur verängstigen lassen. Aber wie reagiert einer wie der Rentner Kuno Kropke, wenn ein blutiges Verbrechen seine Welt erschüttert? Anmelden und weiterlesen.

Zwei Silber- und eine Goldmedaille für den Deutschen Kanu Verband

Kanuslalom-EM: Leichte Rückschläge für Lokalmatadoren vor der Medaillenfreude

Foto: Sebastian Beyer

Schon am Freitag wurde klar, die Leipzigerin Lena Stöcklin würde erst wieder im Mannschaftswettbewerb am Samstagabend zum Einsatz kommen. Knapp verpasste sie die Qualifikation für das Halbfinale. Dort sicherte sich Kira Kubbe einen der zehn Finalplätze im Damen-Canadier. Gleiches gelang Franz Anton bei den Herren, womit einer der Leipziger Starter in die Finals einzog. Teamkollege Sideris Tasiadis aus Augsburg gewann im Kanadier der Herren Silber, ebenso wie Hannes Aigner im Herren-Kajak. Gekrönt wurde der erste Entscheidungstag durch die Goldmedaille der Kajak-Herren als Mannschaft. Anmelden und weiterlesen.

Der gelebte Widerspruch (1)

StadtFestSpiele: 1.000 (Un)sichtbare demonstrieren für Teilhabe – Eine Bildergalerie

Foto: Alexander Böhm

Die Stadt Leipzig inszenierte am Samstag, 30. Mai, ihre 1.000 Jahre Ersterwähnung, begleitet von einem Sternmarsch mit fünf Umzügen. Das Bündnis Parade der Unsichtbaren bezeichnet diese Aktionen als reines Stadtmarketing und sieht damit einen größeren Teil der Leipziger Stadtbevölkerung nicht repräsentiert. Mit einer Demonstration am Nachmittag äußerten 1.000 Teilnehmer ihre Kritik. Eine Parade der Forderungen in ersten Bildern. Anmelden und weiterlesen.