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Tag: 15. August 2021

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Die Revolution gegen die vermeintliche „Corona-Diktatur" kam am Samstag nicht sehr weit. Foto: LZ

Das Wochenende, 14./15. August 2021: Polizei stoppt Aufzug von Globulifans, DisTanz-Festival sorgt für Streit und Leipzig genießt ein kurzes Sommer-Intermezzo + Video

Der Unterschied zu den großen Corona-Demos im November 2020 war greifbar: Die Polizei hatte die Lage diesmal deutlich besser im Griff, als sie einen Demo-Zug von etwa 1.000 Teilnehmenden aus dem Milieu der COVID-19-Skeptiker am Samstag stoppte. Grund war die vielfache Missachtung der Maskenpflicht. Im Clara-Zetkin-Park wurde indes das DisTanz-Festival gefeiert, das nach Streit im Vorfeld nun für neuen Zündstoff sorgt, während der Sommer sich zu einem kleinen Wochenend-Intermezzo in der Stadt eingefunden hatte. Die LZ blickt auf das zurück, was am Wochenende, 14./15. August, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Gastkommentar von Christian Wolff: „Nichts ist gut in Afghanistan …“

In diesen Tagen wird sich manche/r an den einen Satz aus der Neujahrspredigt von Margot Käßmann in der Dresdner Frauenkirche am 1. Januar 2010 erinnern: „Nichts ist gut in Afghanistan.“. Damals war Käßmann noch Landesbischöfin und Vorsitzende des Rates der EKD. Ein Sturm der Entrüstung entlud sich über sie.

Am 18. August um 19 Uhr: Künstlergespräch mit Christian Schellenberger im MdbK

Nächster Halt: MdbK! Christian Schellenberger ist mit vier seiner Zugzeichnungen in der Ausstellung „Voyage, voyage“ vertreten. Zwischen 2014 und 2017 reiste der Künstler mehrmals mit der Transsibirischen Eisenbahn von Berlin nach Peking. Kurator Marcus Andrew Hurttig wird mit dem Künstler über die Verbindung von Kunst und Reisen und seine bevorzugten Atelierbedingungen sprechen: enge Zugabteile und hohe Geschwindigkeiten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Querungsinsel in Verlängerung der Creuzigerstraße zur Schlippe. Foto: Ralf Julke

Baumaßnahme Dieskaustraße 2023: Ob die Windorfer Straße noch eine Querungshilfe braucht, wird noch geprüft

2023 kommt auf den Leipziger Südwesten eine riesige Baustelle zu: Dann wird die komplette Dieskaustraße vom Adler bis nach Großzschocher umgebaut. Und es ist, als hätten die städtischen Verkehrsplaner überhaupt keine Zeit gehabt, vorher noch abzusichern, dass die Verkehrsteilnehmer irgendwie noch durchkommen. Der Stadtbezirksbeirat Südwest hat jetzt den dritten Antrag gestellt, daran wenigstens ein bisschen was zu ändern.

Radfahrer auf der Könneritzstraße. Foto: Lucas Böhme

Leipzigs Radverkehrsdrama: Der LZ-Radwegetest von 2015 und die Frage nach einem Hauptnetz, das seinen Namen verdient

Stürzen wir uns nun ins Vergnügen oder überlassen wir es jetzt mal der beliebten Autofahrerzeitung der Stadt, herauszubekommen, was alles im Leipziger Radwegenetz kaputt, unlogisch, lückenhaft und für die Nutzer hochgefährlich ist? Dass die Zeitung jetzt überhaupt mal auf die Idee kam, das Thema aufzugreifen, hat ja mit dem höllisch verspäteten Radverkehrsentwicklungsplan zu tun. Zu dem die Bürgerbeteiligung eigentlich längst begonnen haben sollte.

Ponte Pilas: Tinderbox. Cover: Pianola Records

Musikalische Unterstützung für Fridays for Future: Ponte Pilas veröffentlichen ein neues Video zu ihrem Track „Tinderbox”

Das in Berlin ansässige schottisch-ecuadorianische Quartett Ponte Pilas verbindet scharfkantige Riffs mit einprägsamen Gesangsmelodien zu ansteckenden Hits. Die neue Single „Tinderbox“ ist inspiriert von der positiven und radikalen Arbeit der Fridays for Future-Bewegung und spiegelt die eher politische und aktivistische Seite der Band wider. Dazu gibt es wie immer ein amüsantes und aufschlussreiches Video, das perfekt zum Song passt.

Cerstin Gammelin: Die Unterschätzten. Foto: Ralf Julke

Die Unterschätzten: Warum der Osten noch heute die Fehler des Einigungsvertrages ausbaden muss

Es ist schon erstaunlich, wie sich in den letzten Jahren die Bücher zum Zustand des deutsch-deutschen Familiendramas gemehrt haben. Der Osten wird begutachtet wie eine Versuchsanordnung, bei der man einfach nicht versteht, was da eigentlich schiefgegangen ist und warum sich ein Haufen Leute dort 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wie „Bürger zweiter Klasse“ fühlen. Manchmal hilft der Blick von draußen zurück.

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