Beiträge von Ralf Julke

Verkehrsunfallzahlen 2019 und 2020 in Leipzig im Vergledich. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht
Politik·Kassensturz

Quartalsbericht: Die auffälligen Monate September und Oktober 2020 in der Leipziger Unfallbilanz

Künftige Generationen werden nur noch den Kopf schütteln über das, was Leipzig in den Jahren bis 2020 unter Verkehrspolitik verstanden hat. Sie werden schlicht nicht verstehen, warum das einmalige Zeitfenster nicht genutzt wurde, den so gepriesenen Umweltverbund endgültig zur Priorität zu machen. Nicht mal die Chance, leistungsfähige Radwege anzulegen, wurde genutzt. Ergebnis: Nach den Lockdowns ging es auch mit den Verkehrsunfällen munter so weiter wie zuvor.

S-Bahn auf dem Weg Richtung Zwickau. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Endlich sind die Weichen gestellt: Plauen bekommt S-Bahn-Anschluss nach Leipzig

Wer in Leipzig lebt, hat sich längst dran gewöhnt, dass S-Bahnen in (fast) alle Richtungen fahren. Das S-Bahn-Netz hat sich etabliert, auch wenn die Insider wissen, was seit der Eröffnung im Dezember 2013 noch alles fehlt. Diejenigen aber, die damals vertröstet wurden, merken sehr wohl, dass sie auch in der Verkehrswende abgehängt werden. Aber endlich tut sich wieder was, denn ab 2025 soll das S-Bahn-Netz deutlich erweitert werden. Und Plauen will dabei sein.

Bestand an Kraftfahrzeugen im Vergleich zur Einwohnerentwicklung in Leipzig. Grafik: Stadt Leipzig
Politik·Kassensturz

Quartalsbericht: Immer mehr Nutzfahrzeuge auf Leipzigs Straßen und eine E-Auto-Überraschung fürs Wirtschaftsdezernat

Zumindest Jens Vöckler, Abteilungsleiter Statistik und Open Data im Amt für Statistik und Wahlen, sagte am Dienstag bei der Vorstellung des Quartalsberichts Nr. 1 für 2021 des Öfteren mal: „Das müsste man mal untersuchen.“ Denn auch Leipzigs Amt für Statistik weiß nicht alles und hat auch einige für Leipzigs Entwicklung elementare Fragen nicht genauer untersucht. Auch nicht die Autofrage.

In der Gottschedstraße werden Stellplätze jetzt tatsächlich in Freisitzflächen umgewandelt. Foto: Tim Elschner
Politik·Brennpunkt

Nun doch bis zur Käthe-Kollwitz-Straße: Gastronomen in der Gottschedstraße dürfen ab 1. August die Parkbuchten zu Freisitzen machen

Nun doch noch ein bisschen mehr: Seit Montag, 26. Juli, hat die Umgestaltung der Gottschedstraße mit der Einrichtung eines beidseitigen Halteverbots zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Zentralstraße begonnen, meldete das Verkehrs- und Tiefbauamt am Dienstag, 27. Juli. Und erweitert damit deutlich die Ankündigung von Baubürgermeister Thomas Dienberg, der bisher nur freizuräumende Parkbuchten zwischen Zentralstraße und Bosestraße angekündigt hatte. Und sich auch noch den Ärger von Franziska Riekewald (Die Linke) dazu einhandelte.

Prognosen für den Anteil der Briefwähler/-innen zur Bundestagswahl im September in Leipzig. Grafik: Stadt Leipzig
Politik·Kassensturz

Neuer Quartalsbericht: Bekommt Leipzig die Bundestagswahl im September gemeistert?

Es war nicht erst die Corona-Pandemie, die das Wahlverhalten der Deutschen deutlich verändert hat. Aber sie hat eine vorher schon bekannte Entwicklung deutlich verstärkt. Denn seit 2013 brauchen Wähler/-innen nicht mehr zu begründen, warum sie lieber per Brief wählen, statt ins Wahllokal zu gehen. Und das nutzen auch immer mehr Leipziger/-innen. Aber die Landtagswahlen in der Pandemie lassen Dr. Christian Schmitt, Leiter Amt für Statistik und Wahlen, noch heftigeres befürchten.

Cornelia Lotter: Schweigeort. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Schweigeort: Drei Frauenschicksale und der Leipziger Unort Riebeckstraße 63

Denn das Grauen siehst du nicht. So könnte man nicht nur Thriller betiteln, sondern auch historische Romane über unsere jüngere Geschichte. Romane, wie sie die Leipziger Autorin Cornelia Lotter jetzt schreibt. Krimileser/-innen kennen Sie noch als Autorin von Thrillern wie „Gottesgericht“, ein Buch, das sie unter dem Titel „Blutangst“ gerade überarbeitet. Aber Thriller lassen uns so leicht vergessen, dass es in der Regel keine „Einzeltäter“ sind, die das Grauen in unsere Welt bringen.

glu:. Foto: glu.band
Kultur·Musik

Fireflies: Am Freitag veröffentlicht die junge Leipziger Band glu: ihre erste Scheibe

Wunderschöne Musik aus Leipzig? Abseits der klassischen Musikhäuser? Natürlich gibt es das. Sogar in einer Fülle, die man wirklich nicht mehr wahrgenommen hat in diesem langen Lockdown, als die Kultur- und Musiktreffs alle schließen mussten. Aber wo sonst soll man die jungen Bands und Musiker/-innen eigentlich kennenlernen? Logisch, dass die Freude bei glu: besonders groß war, als man endlich den Veröffentlichungstermin für die CD wusste: den 30. Juli.

Eltern-Kind-Konflikte betreffen nicht nur finanziell schwache Familien. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Die dunkle Seite des Wirtschaftsaufschwungs: Weniger Kinder in Sozialhilfe und trotzdem steigende Fallzahlen in den Hilfen zur Erziehung

Was bedeutet das eigentlich, wenn eine Gesellschaft sich entsolidarisiert, ganze Bevölkerungsschichten in schlecht bezahlte Jobs abdrängt und damit auch schlechter ausgestattete Stadtquartiere, schlechtere Wohnungen, überlastete Schulen? Genau das, was deutschlandweit zu beobachten ist: Die Summen, die die Kommunen für die „Hilfen zur Erziehung“ ausgeben, steigen deutschlandweit. Nicht nur in Leipzig. Auch wenn die Leipziger Kosten atemlos machen.

Leben·Familie & Kinder

Der Stadtrat tagte: Leipzig hat jetzt erstmals eine integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung

Es stimmt einfach nicht, wenn gerade Fraktionen aus dem konservativen Spektrum des Stadtrates immer wieder beklagen, es würde im Stadtrat zu viel diskutiert, die Tagesordnungen seien zu aufgebläht und die Tagungen würden ausufern. Manchmal muss man auch in so einem Gremium erkennen, dass mit der Stadt auch die Aufgaben gewachsen sind. Und wenn man nicht rechtzeitig diskutiert, kommt ein langer und quälender Prozess wie in der Jugendhilfeplanung dabei heraus. Die stand am Donnerstag, 22. Juli 2021, auf der Tagesordnung.

Fußweg in Connewitz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

2017 beschlossen und immer noch nicht da: Konrad Riedel will wissen, wo das Fußwegekonzept abgeblieben ist

Es ist eines der elementarsten Themen, die den CDU-Stadtrat Konrad Riedel seit Jahren beschäftigen: ein Fußwegekonzept für Leipzig. Und er verzweifelt am Tempo der Stadtverwaltung genauso wie die viel jüngeren Stadträt/-innen, die sich etwa um Klimaschutz und Radwege sorgen. Schon 2015 freute sich Riedel: Hurra, endlich kommt ein Fußwegekonzept! – Pustekuchen war's.

Thomas Mayer: Friedel Stern. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Friedel Stern: Thomas Mayer würdigt noch einmal die berühmte, in Leipzig geborene Karikaturistin

Wenn einer ein richtiger Journalist ist, dann geht er nach seiner beruflichen Karriere nicht einfach aufs Altenteil und versumpft dann geistig. Denn eigentlich wird man Journalist, weil man von Natur aus neugierig ist und Geschichten erfahren will. Thomas Mayer war von 1991 bis 2012 Chefreporter der LVZ und hat natürlich Geschichten gesucht und gefunden. Und seitdem erscheinen seine gefundenen Geschichten auch in Buchform. Das jüngste ist dieses Buch über Friedel Stern.

Eine Baumscheibe wird bepflanzt. Foto: Ökolöwe
Politik·Leipzig

Leipzigs Verwaltung begrüßt blühende Baumscheiben und erklärt dann, warum man lieber keine haben möchte

Langsam aber trotzdem unübersehbar ändert sich unsere Vorstellung von dem, was Stadt sein kann und soll. Vor unseren Augen. Auch wenn das auf festbetonierte Vorstellungen und uralte Gesetze trifft und sich die Verwaltung – wie etwa bei den Themen Schwammstadt und Fassadenbegrünung – unheimlich schwertut. Da wirkt es schon erstaunlich fix, wie sie dafür die Idee blühender Baumscheiben annimmt. Beinah jedenfalls.

Einfahrt in die Leipziger Umweltzone. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Zweiter Versuch der AfD-Fraktion, die Leipziger Umweltzone zu kippen, scheitert + Video

Manchmal sollte man eben nicht nur die Hälfte erzählen, wie es die AfD-Fraktion so gern tut im Leipziger Stadtrat. Man pickt sich ein paar Fakten raus, interpretiert es alles in ein irgendwie verschnupftes Raster und tut dann so, als würde die Stadtratsmehrheit einfach nicht die Interessen der Bürger vertreten, wenn sie AfD-Anträgen nicht zustimmt. So wie am 22. Juli dem Antrag der AfD-Fraktion, die Leipziger Umweltzone abzuschaffen.

Hubertus Freiherr von Erffa aus dem Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln. Foto: Videostream, Screenshot LZ
Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Die kleine Brücke zur Waldkapelle im Schlosspark Lützschena wird im Winter gebaut + Video

Eigentlich hatte Leipzigs Verwaltung das Jubiläum schon auf dem Radar, aber noch nicht wirklich kommuniziert, was sie im Schlosspark Lützschena 2022 vorhat. Denn 1822 ersteigerte Maximilian Speck das Gut Lützschena, zu dem seit 1685 auch ein „Lustgarten“ gehörte. Den baute der Kaufmann zu einer der attraktivsten Parkanlagen im Raum Leipzig aus. Heute kümmern sich Ehrenamtliche um die Pflege des Parks. Dem aber fehlt noch eine Brücke.

Frank Freyer: Zwischen den Zeilen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Zwischen den Zeilen: Frank Freyers zweiter Versuch, die Umwege des eigenen Lebens zu verstehen

Kaum hatte Frank Freyer sein erstes Erinnerungsbuch „Sagt, was hat mir diese Welt verfilzt, als ich plötzlich erwachsen war?“ veröffentlicht, kam die Corona-Pandemie auch nach Leipzig. Eine Zeit, in der nicht nur Leute nachdenklich wurden, die vorher all die nervenden Gedanken mit eifriger Geschäftigkeit verdrängt hatten. Und Frank Freyer fühlte sich gedrängt, seine Lebensgeschichte noch einmal neu zu erzählen.

Weiträumige Absperrungen an der Baufläche Hans-Driesch-Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Großbaustelle am Elsterradweg: Hans-Driesch-Straße bekommt Fußgängerampel

Das wird heftig und wird für geraume Weile zum Umwege-Parcours für Radfahrer/-innen. Ab Montag, 26. Juli, beginnen auf der Hans-Driesch-Straße im Zentrum-Nordwest Umbauarbeiten, um östlich der Landauer Brücke die Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Dort hilft derzeit eine Sperrfläche Fußgängern und Radfahrern, leidlich über die extrem stark befahrene Hans-Driesch-Straße zu kommen.

Marianne Küng-Vildebrand bei Einbringung des Linkle-Antrags. Foto: Videostream, Screenshot LZ
Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Das Leipziger City-Management kann starten + Video

Das hätte eigentlich flott gehen können am 21. Juli in der Ratsversammlung, als der Antrag der Linksfraktion „Die Wiederbelebung der Innenstadt qualifiziert und kooperativ umsetzen - City- und Stadtteilmanager/-in beauftragen“ zur Abstimmung stand. Denn eigentlich ging es dabei nur noch um die Frage: geht die Stelle wie geplant in die LTM oder ins Amt für Wirtschaftsförderung?

Thomas Köhler beim Einbringen des Freibeuter-Antrags. Foto: Videostream, Screenshot LZ
Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Das Ordnungsdezernat rückt die Anweisungen zum Falschparken nun doch noch raus + Video

Für Thomas Köhler, Pirat und Mitglied der Freibeuter-Fraktion, war es eine kleine Sternstunde, was da am Mittwoch, 21. Juli, in der Ratsversammlung geschah. Immerhin kämpft er seit Monaten darum, Klarheit in die Abschlepppraxis des Leipziger Ordnungsamtes zu bringen. Doch die entsprechenden Weisungen wollte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal nicht herausrücken. Mit seltsamer Begründung.

Sascha Matzke bei Einbringung des Freibeuter-Antrags. Foto: Videostream, Screenshot LZ
Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Video-Zuschaltung soll künftig auch in Präsenzsitzungen des Stadtrates möglich sein + Video

Da dachte man eigentlich, das sei alles wie am Schnürchen organisiert auch zu den Ausschusssitzungen des Stadtrates. Aber da muss bei einigen Stadträt/-innen doch der Frust gewachsen sein über die nicht genutzten Möglichkeiten, auch Personen zuzuschalten, die man bei Präsenzsitzungen unbedingt gebraucht hätte, die aber irgendwo im Homeoffice saßen oder seit Stunden vor der Tür versauerten. Es braucht ein Regelwerk, beantragte deshalb die Fraktion der Freibeuter.

Cécile Cordon: Zwischen Hölderlin und Hitler. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Zwischen Hölderlin und Hitler: Das schwer zu greifende Leben der Schriftstellerin Imma Bodmershof

Es wird – auch wenn es um Geschichte geht – viel zu wenig über Elite nachgedacht. Wer gehört dazu? Wie denkt diese Elite? Welche Folgen hat das für die Politik? Man muss sich ja nur in den Medien umschauen: Wir stellen uns heute genauso blind wie vor 100 Jahren. So gesehen geht es in dieser Biographie gar nicht um Hitler. Sondern um die Eliten Österreichs und Deutschlands. Und ihr apokalyptisches Denken.

Der inkriminierte Schriftzug auf dem Dach des Bahnhofs Plagwitz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Skandal in Plagwitz: AfD-Fraktion zürnt über einen besonderen ACAB-Schriftzug

Da muss man erst mal hinkommen in diese Ecke von Leipzig – auf den Vorplatz des S-Bahnhofs Plagwitz. Und dann auch noch in die hinterste Ecke, um dort auf dem Dach den Schriftzug ACAB zu lesen. Und dann muss man daraus auch noch einen Skandal machen. Kaum ein Mensch hätte diesen rosaroten Buchstaben Aufmerksamkeit geschenkt, würde nicht die Leipziger AfD-Fraktion jaulend davorstehen und das „Ansehen der Stadt“ bedroht sehen. Geht's noch eine Nummer größer?

Erst abseits der Karl-Tauchnitz-Straße (hier am Rennbahnweg) gibt es Tempo 30. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Ökolöwe zum Lärmaktionsplan: 77 Prozent der Maßnahmen von 2013 wurden (noch) nicht umgesetzt

Papier ist geduldig. Geduldiger als Menschen, die jahrelang unter Lärm leiden. Am 6. Juli hat das Leipziger Umweltdezernat den Entwurf zum neuen Aktionsplan, der den von 2013 ablösen soll, zur Bürgerbeteiligung freigegeben. Dabei bleibt er in Teilen sogar hinter dem von 2013 zurück. Und das Erschreckende ist: Genau wie im Radverkehrsentwicklungsplan wurden auch im LAP nur ein Viertel der Maßnahmen umgesetzt. Logisch, dass der Ökolöwe eine ziemlich deutliche Stellungnahme schreibt.

Euromünzen in Nahaufnahme von oben.
Wirtschaft·Verbraucher

Ein bisschen mehr Geld für Leipziger Bedarfsgemeinschaften: Ab August erhöhen sich die Sätze für die Kosten der Unterkunft

Am Dienstag, 20. Juli, bestätigte die Dienstberatung des OBM auch endlich die neuen Richtwerte für die Kosten der Unterkunft (KdU), die jetzt die Entwicklung der Leipziger Mietkosten auch wieder ein bisschen besser abbilden. Zur Ermittlung der neuen Richtwerte für die Kosten der Unterkunft hat das Sozialamt ein sogenanntes „Schlüssiges Konzept“ erarbeitet.

Noch dient der Stadionvorplatz vorrangig als Parkplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Grüne kritisieren Rahmenplan fürs Sportforum: Da sind noch zu viele Autos drin

Der Rahmenplan für die künftige Entwicklung am Sportforum, den OBM Burkhard Jung am Mittwoch, 21. Juli vorstellte, war durchaus auch eine Überraschung, weil die Verwaltung an einigen Punkten neue Lösungen gefunden hat, die neue Entwicklungen ermöglichen. Aber da ist noch mehr drin, findet die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, gerade wenn es um Verkehrslösungen jenseits des Autos geht.

Biene bei der Arbeit. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Drei Jahre hat’s gedauert: Maßnahmenkatalog zum Bienenschutz in Leipzig ist endlich auf der Zielgeraden

Da kann man schon mal Hummeln im Hintern bekommen, wenn ein Stadtratsauftrag ein, zwei, drei Jahre braucht, bis ihn die Verwaltung endlich umsetzt. Und das bei einem Thema, bei dem die Zeit eigentlich drängt, weil das, was derzeit draußen in den ländlichen Räumen passiert, eine Katastrophe für die Bienen ist. Da braucht auch Leipzig als Lebensraum ein Bienenschutzprogramm. Aber wo bleibt es, fragten die Grünen ganz verzweifelt?

Ausschnitt aus dem "Talk Walk" von Bertram Weisshaar mit Leipzigs Fußwegebeauftragten Friedemann Goerl. Screenshot: LZ
Wirtschaft·Mobilität

Bertram Weisshaar zur umgestalteten Karl-Heine-Straße: Ein enormer Gewinn für die Aufenthaltsqualität

„Die Verlegung des Radfahrverkehrs vom Gehweg zurück auf die Fahrbahn der Karl-Heine-Straße hat eine bedeutende Aufwertung des öffentlichen Raums erwirkt“, sagt Bertram Weisshaar, der die Ortsgruppe Leipzig des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.) vertritt. „Diese Maßnahme war dabei schon lange dringend geboten, hat sich doch diese Straße zu einer der am stärksten frequentierten Flaniermeilen Leipzigs entwickelt.“

Das "Mini-Lichtfest" auf dem Nikolaikirchhof 2020. Foto: L-IZ.deZ.de
Politik·Leipzig

Leipziger sollen mitreden: Neuer Anlauf für Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig gestartet

Auf ein neues. 2012 ist ja der erste Wettbewerb für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal gründlich in die Hose gegangen, 2014 erklärte der Stadtrat die Wettbewerbsrunde offiziell für beendet. Seitdem wird daran gearbeitet, ein Verfahren zu finden, das einen zweiten Wettbewerb zum Erfolg führen kann. Das Kulturdezernat hat jetzt quasi den Startschuss gegeben für den neuen Anlauf für ein Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal.

Am Zentralstadion auf der Festwiese. Foto: L-IZ.de
Politik·Brennpunkt

Rahmenplanung für Stadionumfeld: Grundschule, Sportmuseum und ein direkter Weg über die Festwiese

Seit einem Jahr wurde diskutiert, durften Bürger und Initiativen sich einbringen in die Diskussion, wie das Stadionumfeld rund ums RB-Stadion künftig aussehen soll. Womit ein mittlerweile zehnjähriger Diskussionsprozess so langsam ins Ziel kommt. Am Mittwoch, 21. Juli, stellten Stadt und RB Leipzig die erste Version der Rahmenplanung für das Stadionumfeld vor. Mit einigen kleinen Überraschungen drin. Denn im Amt für Stadtplanung hat man sich wirklich Gedanken gemacht.

Die Starkregengefahrenkarte der Stadt Leipzig mit dem Gebiet der Östlichen Rietzschke. Karte: Stadt Leipzig
Politik·Leipzig

SPD-Anfrage zu Starkregenkataster und Schwammstadt: So richtig ernst nimmt Leipzigs Verwaltung das Thema noch nicht

Die Regenkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz hat einmal mehr gezeigt, dass unsere Flüsse und Städte nicht wirklich vorbereitet sind auf die Wetterextreme der nahen Zukunft. Seit zwei Jahren diskutiert auch Leipzigs Stadtrat über das Thema Schwammstadt, also die Fähigkeit der Stadt, extreme Regenereignisse möglichst gut zu überstehen. Die Verwaltung hat einen Arbeitsauftrag. Und die SPD-Fraktion hat jetzt nachgefragt. Und zwar noch vor der Katastrophe an der Erft.

Steffi Böttger: Rudolstadt an einem Tag. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Rudolstadt an einem Tag: Wo Schiller seine Liebe fand und Rudolf Ditzen zum Glück überlebte

Es sind nicht nur die großen Städte, die Städtereisenden etwas zu bieten haben. Auch kleinere Städte können richtige Schatzkästlein sein, gerade im Thüringer Raum, wo sich einst die kleinen Fürstentümer aneinanderdrängten, viel zu klein, um in der großen deutschen Politik eine Rolle zu spielen, aber groß genug, um die kulturelle Pracht eines richtigen kleinen Staates zu entfalten. So wie Rudolstadt, wo auch Goethe gern mal zu Pferde hinritt.

Plakat zur "Tatort"-Ausstellung. Foto: SCHWIND’ Agentur für Zukunftskommunikation, Bonn
Kultur·Ausstellungen

Tatort Leipzig: Wenn ein Kriminalbiologe das Zeitgeschichtliche Forum besucht

So spannend fanden wir das nicht. Auch wenn die großen Magazine jedes Wochenende eine riesige Rezension über den letzten „Tatort“ veröffentlichen. Irgendwie scheint das für einen Teil unserer Gesellschaft tatsächlich so eine Art Kulturgut zu sein, das das Zeitgeschichtliche Forum seit dem 11. Juni in der Sonderausstellung „Tatort. Mord zur besten Sendezeit“ würdigt. Am 17. Juli aber verirrte sich ein alter Bekannter in die Ausstellung.

Gehwegparken in der Erich-Zeigner-Allee. Foto: privat
Politik·Brennpunkt

Zugeparkte Gehwege, gefährdete Schulkinder: VTA verhängt Parkverbot in einem Teil der Erich-Zeigner-Allee

Schleußig, Plagwitz, Anger-Crottendorf, Gohlis-Nord, nun wieder Plagwitz. Manchmal ähnelt auch die Arbeit des Leipziger Ordnungssamtes einem Hase-und-Igel-Spiel. Kaum hat man mit verstärktem Kontrolldruck ein bisschen Ordnung ins Parkchaos gebracht, stehen wieder Autos da, wo sie nicht stehen dürfen. Das Verkehrs- und Tiefbauamt unterstützt jetzt das Ordnungsamt und verhängt in einem Teil der Erich-Zeigner-Allee ein komplettes Parkverbot.

Katja Winkler: Die schöne Jugendzeit. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die schöne Jugendzeit: Geschichten über die Liebe und die Einsamkeit in einem an sich selbst verstummten Land

Der Buchtitel klingt wie der eines Mädchenromans von Anfang des 20. Jahrhunderts. Aber davon darf man sich nicht täuschen lassen. Er korrespondiert auch mit dem schon erschienenen Gedichtband von Katja Winkler „Die schönen Jahre“. Und er ist hintersinnig. Im doppelten Sinn. Denn ein Großteil dieser Geschichten handelt in einem unverwechselbaren Land, das längst Geschichte ist. So, wie auch das eigene Leben irgendwann Geschichte ist.

Wie leergefegt: Der Leipziger Markt vor dem Alten Rathaus am 5. Januar 2021. Foto: Lucas Böhme
Politik·Brennpunkt

Nächster Schritt nach Corona-Programm: Grüne schlagen einen Runden Tisch für die City vor

Dass es nun eine Koordination für die City gibt und Geld, damit City und Magistralen wieder um Kundschaft werben können, ist beschlossen. Aber die Folgen der Corona-Lockdowns und der Boom des Online-Handels haben auch gezeigt, dass die lebendigen Herzen der Städte in größter Gefahr sind und Kommunen gut daran tun, ihre City am Leben zu erhalten. Die Grünen schlagen dafür in Leipzig nun einen Runden Tisch vor.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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