Das Panorama des Leipziger Rings in einem Bildband: die Pracht von 1840 und die Brillanz von 2015

Der Leipziger Ring - den Leipzigern war er schon seit Jahrzehnten ein Begriff. Es gibt nur wenige Städte, in denen man so einfach um den alten Stadtkern herumfahren kann. Aber international bekannt wurde die Straßenrunde erst 1989, als hunderttausende Leipziger bei ihren Demonstrationen auf eben diesem Ring den Verkehr lahm legten und Reformen erzwangen. Nun bekommt der Ring auch mal ein Buch.
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Nicht zum ersten Mal. 2011 zum Beispiel hat ihn Andreas Martin für den Lehmstedt Verlag befahren und 100 Jahre Straßenbahngeschichte auf dem Promenadenring beschrieben. Da kam logischerweise auch ein großes Stück Baugeschichte und Architektur mit zum Tragen. Denn seit dem großen Umbau vor 100 Jahren sind die Außenseiten der Innenstadt auch allesamt Schauseiten. Hier drängen sich die präsentablen Gebäude. Hier entzünden sich oft genug die Fehden um gelungene oder missratene Architektur. Hier fallen auch die Lücken auf, wenn es sie immer noch gibt.

Was aber noch nicht bedeutet, dass man diese Schauseite des Ringes auch einfach so fotografieren kann. Das ist sowieso schon schwer, wenn man frontale Hausansichten von Straßen und Plätzen haben möchte. Mit dem Thema beschäftigt sich der Leipziger Fotograf Jörg Dietrich nun schon seit Jahren. Es ist das Kernelement des Projekts Panorama Streetline, mit dem Dietrich und seine Kollegen die „Einzigartigkeit von Straßenzügen“ weltweit sichtbar machen. Dazu haben sie die Möglichkeiten der modernen Bildbearbeitung immer weiter ausgereizt. Denn einfach nur mit dem Entzerren von Perspektiven ist es ja nicht getan. Man braucht schon eine ausgefeilte Rechentechnik, die aus (verzerrten) Nahaufnahmen lineare Frontalansichten zaubert und dann auch noch in ganzen Straßenzügen aneinander passt.

Wie das geht, das erläutert Herausgeber Mark Lehmstedt im Vorwort, wo er auch auf das seltene Vergleichsstück eingeht, das im Buch wie auch in der gezeigten Ausstellung der Stadtbibliothek den Vergleich ermöglicht zwischen der klassizistischen Stadtansicht, die der Leipziger Kunstverlag Pietro Del Vecchio um 1850 herausbrachte, und der Panorama-Ansicht, die Jörg Dietrich und seine Helfer im Winter 2015 geschaffen haben. Wie viel Arbeit in letzterer steckt, weiß man so ungefähr, wenn man die Beschreibung gelesen hat und sich dann vorstellt, wie die Fotografen praktisch vor jedes einzelne Gebäude auf der Ringseite gegangen sind, um es aus der Froschperspektive zu fotografieren, am Computer dann zu entzerren und dann stückweise aneinander zu fügen, bis der in Natura 3,5 Kilometer lange Ring komplett war.

Ganz komplett ist er nicht geworden. Das Gewandhaus fehlt. Zusammen mit der Moritzbastei bildet es eine von jenen Stellen, an denen auch Jörg Dietrichs clevere Bearbeitungsmethode an ihre Grenze stößt. Das passiert – so erläutert Lehmstedt – überall dort, wo sich große Lücken in der Ringbebauung auftun – so auch an der Leerstelle des künftigen Unister-Baus in der Goethestraße oder am Richard-Wagner-Platz. Aber auch an der Thomaskirche sieht man, wie die Bildbearbeiter passen mussten und nicht für jedes einzelne Stück auch einen sauberen Straßenübergang finden konnten.

Da spielt dann auch ein Umstand eine Rolle, den der Zeichner des Panoramas aus dem Verlag Pietro Del Vecchio gut überspielen konnte: Dass das alte Leipzig ein ganz natürliches Gefälle von über zwei Meter aufweist, die sich natürlich in einer großen Fotomontage bemerkbar machen. Überhaupt musste der Zeichner gar nicht so streng auf die richtige Ansicht achten. Straßen, wie die Grimmaische oder die Hallesche Straße zeichnete er einfach viel breiter, als er sie sah, um auch noch links und rechts möglichst viele Fassaden aus diesen Straßen mit abzubilden. Manchmal ließ er auch einfach den Vordergrund wimmeln. Die Leipziger scheinen regelrecht „ins Grüne“ aufgebrochen, sind mit Kindern und Hunden und sogar Kinderwagen unterwegs.

Das Müller-Denkmal zeichnet er richtig groß, so dass er sich gleich mal die Hausfassaden dahinter spart. Auch das Hiller-Denkmal steht noch unversehrt. Dafür vermisst man ein Denkmal, das eigentlich unübersehbar sein sollte, wenn das Panorama wirklich von 1850 wäre: das (alte) Bachdenkmal, das auf Initiative von Felix Mendelssohn Bartholdy 1843 aufgestellt wurde. Was die Vermutung nahelegt, dass das Panorama vor 1843 gezeichnet wurde. Möglicherweise sogar in Zusammenhang mit der Fertigstellung einiger der repräsentativen Gebäude am Ring, genauer: am Augustusplatz, der 1839 seinen Namen bekam. Und die repräsentativen Gebäude, die dort neu entstanden, waren Schwarzes Haus (1834/1840), Augusteum von Albert Geutebrück (1830/1836) und Café Francais (1835). Wenn das so hinkommt, dann ist das Panorama tatsächlich zwischen 1840 und 1843 entstanden, also tatsächlich in der Mendelssohn-Zeit (der Komponist starb 1847).

Im vorderen Teil des Bildbandes stehen beide Panoramen in schmalen Streifen übereinander, so dass man direkt den heutigen Anblick mit dem der 1840-er Jahre vergleichen kann. Die markanten Bauwerke sind hier alle noch einmal unter dem Bildrand angegeben – ein kleines Glossar dazu findet sich am Ende des Bandes. (Die Anmerkung zum Bau der Pleißenburg im Jahr 1296 haben wir gleich mal ausgestrichen in unserem Exemplar. Woher kommen nur all diese Legenden über die Leipziger Baugeschichte?)

Dem Bildteil mit der Vergleichsmöglichkeit beider Panoramen folgen dann beide noch einmal separat in Großansicht. Beim Del-Vecchio-Panorama werden dadurch die vielen kleinen Leipziger beim Spazieren in den Parkanlagen präsenter, im Panorama von Jörg Dietrich sieht man dafür die Feinheiten der Bildmontage besser. Und man merkt auch, wie der Zeichner von 1840 bei den Maßstäben getrickst hat. Heute wirken die Spaziergänger geradezu winzig in den Fotos, obwohl viele der heutigen Gebäude dieselbe Traufhöhe haben wie die von 1840. Dafür sieht man kaum Dächer. Das ist das größte Opfer, das Jörg Dietrich und seine Mitarbeiter bringen mussten, um ein solches lineares Panorama zu erzeugen. Aus der Straßenperspektive sieht man die Dächer einfach nicht. Und die Aufnahme aus der Entfernung verhindern fast überall diverse Vorbauten oder das üppige Parkgrün, das im Sommer sogar die meisten Fassaden des Innenstadtrings fast völlig verdeckt. So bekommt der Betrachter freilich einige Schmuckstücke der Ringbebauung zu sehen, wie er sie sonst nie zu sehen bekäme. Außer auf den alten Zeichnungen der Architekten, die ja durchaus fürs Auge bauten. Nur die neueren Architekten sehen das etwas anders, wie an den moderneren Teilen der Ringbebauung ebenfalls zu sehen ist. Ein bisschen ernüchternd. Da ist man dann wieder froh, dass in Natura große, im Sommer reich belaubte Bäume davor stehen.

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