Meiner Buchstabeneuter Milchwuchtordnung: Die spielerischen und doch ein bisschen verräterischen Gedichte des Titus Meyer

Der kleine Leipziger Verlag Reinecke & Voß hat sich der kleinen und anspruchsvollen Literaturform gewidmet. Das darf durchaus auch mal intellektuell sehr niveauvoll werden. Wie mit diesem Bändchen des Germanisten Titus Meyer, der nach drei Jahren Leipzig dieser Tage wieder in seine Geburtsstadt Berlin zurückgekehrt ist. Vielleicht mit Kopfschmerzen.
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Denn was er hier auf 70 Seiten durchexerziert, ist Konstruktionsarbeit mit höchster Präzision. Ursprünglich wurden so schöne spielerische Sprachübungen wie Palindrome, Anagramme, Homogramme oder Schüttelreime ja von klugen Leuten erfunden, weil sie unheimlich Spaß machen und zeigen, zu was für verrückten Turnübungen die Sprache und die strengen Gedichtformen in der Lage sind, wenn man Sprache und Form beherrscht. Ihre Blüte erlebten diese stilistischen Kunststückchen ja nicht ohne Grund im Barock – übrigens ein literarisches Zeitalter, das Verleger Bertram Reinecke besonders mag. Hier blühte die strenge Form der Dichtkunst geradezu, Form war oft genug alles, Inhalt eine schön verpackte Ware. Wer nicht in der Lage war, sein literarisches Thema in gelungener Form – ohne Fehler und Schnitzer – zu präsentieren, hatte keine Chance, den Lorbeerzweig der Dichtkunst von seiner belesenen Mitwelt zu bekommen.

Was die Dichtung dieser Zeit übrigens besonders schwer übersetzbar macht, erst recht, wenn der Inhalt selbst noch von Sitten und literarischen Genrenormen der Zeit geprägt ist. Daran können sich auch Meister der Übersetzung die Zähne ausbeißen.

Nun ist Titus Meyer kein Barockdichter, sondern einer der namhafteren Vertreter der gegenwärtigen Dichtkunst in Deutschland, die sich ganz explizit der strengen Form verschrieben haben. In einem etwas längeren Essay „anstelle eines Nachworts“ hat Bertram Reinecke als Herausgeber eine vehemente Verteidigungsrede dieser Wort- und Handarbeiter geschrieben. Auch als Werbung für den Leser gedacht, der natürlich nicht einfach eintauchen kann in diese Texte, wie er es etwa bei Rilke, Mörike oder Eichendorff kann. Die waren zwar auch formbewusst, aber bevorzugten doch lieber die „gängigen Weisen“, das Liedhafte, das bei guten Gedichten durchaus faszinierend wirken kann.

Aber leben wir nicht in einer Zeit der gesprengten Formen, des „Alles ist möglich!“, das so gern als Moderne oder Postmoderne verkauft wird (was ja nichts besagt als die völlige Ratlosigkeit der Kunst- und  Literaturkritik, wie sie die Explosion der Formen und Möglichkeiten denn nun historisch einordnen sollen). Tatsächlich ist fast alles, was die überforderte Kritik ratlos macht, uralt, immer schon dagewesen, hat Blütezeiten und Vergessen kennen gelernt, je nachdem, wie aufgeschlossen die intellektuelle Elite der Zeit für bestimmte Genres und Stilmittel war. Oder auch nicht. Was oft genug auch mit der Bildung und den höheren oder niedrigeren Bildungsansprüchen der jeweiligen Eliten zu tun hat. Mit Betonung auf Elite – denn die Moden und Novitäten auch in der Literatur wurden niemals in der Massenware entwickelt. Sie waren immer das Spiel- und Entdeckungsfeld einer belesenen, zur Kritik, Begeisterung und Entdeckung befähigten Gesellschaft. Das konnte begnadeten Meistern der Form durchaus auch einkömmliche Plätze an den Höfen der barocken Herrscher einbringen.

Ist freilich die Frage: Wie weit kann man dieses Spiel mit der strengen Form treiben? Hat es Grenzen, an der das Wortmaterial ins nicht mehr Entschlüsselbare kippt? Wo die Texte also hermetisch werden, selbst wieder zu einer Nuss, die der Leser mit einiger Kopfarbeit entschlüsseln kann oder sogar muss?

Eine Frage, die Titus Meyer natürlich austestet, weil man bei der immer komplizierteren Handhabung der strengen Form an die Grenzen der deutschen Sprache stößt. Da muss reduziert werden, braucht es neue Findungen für Verben und Substantive, die trotzdem noch funktionieren und für den Leser einen Sinn ergeben. Findet sie der Autor oder finden sie den Autor?

Eine gute Frage, die auch Reinecke kurz andeutet, der diese Schinderei mit der strengen Form kennt. Am Ende entstehen immer Texte, die die Spuren der Arbeit zeigen. Nicht nur die Arbeit, die Worte in diese Form zu pressen, sondern auch die Späne und Klebestellen. Denn was hilft es dem Dichter, dass er weiß, dass er auch im 20. Versuch noch scheitern kann und die Sache nicht zu Ende bringt, den Text nicht abschließen kann? Wo ein Wille ist, muss ein Weg sein. Und wo einer so heftig hinarbeitet auf sein Ziel, verrät er sich natürlich auch, tauchen Worte im Text auf, die ahnen lassen, was im Kopf des Dichtenden so vor sich geht, wie sich Permutuationen, Gene, Meme, Dimensionen und Potenzen geradezu in die Zeilen drängen und damit auch die Richtung vorgeben, in der sich die Texte entwickeln.

Und sage keiner, Dichter wären nicht in heillose Diskussionen verstrickt. Sie spiegeln sich auch bei Meyer. Wie auch sonst? Wenn man sich mit seinem Tun stets so in Streit und Kritik gesetzt sieht? Da kann man schon ein bisschen wütend werden. Spätestens beim zweiten Lesen wird es auch dem nicht so knobelgeübten Leser bildhaft, wie sich der Streit in Meyers Texten spiegelt: „Redeborniert sitzt unser Esel“, heißt es etwa im „Lesesaal“. Nicht der einzige Text, in dem Meyer im Ringen um Silbe und Wort gleich noch seinen Kampf ausfechtet gegen die irgendwo im Hintergrund murmelnden Kritiker, die den Arbeitern im Wortwerk so gern erklären, was sie alle falsch machen und wie die Sache richtig sein müsste.

„Richtende erdichten Leidtechniken“, heißt es in „Reproduktion“. Sprache kann so hübsch verräterisch sein. Sie verrät den Dichter meist genau da, wo er so glücklich ist, die richtigen Worte am richtigen Platz gefunden zu haben. Da kommen die stillen Emotionen durch. Und werden zu deutlichen Bildern. Man stolpert drüber, wenn man sich eingelesen hat.

Es ist nicht das Einzige, was drin steckt in Meyers Texten, die zumindest Eines verraten: Wie sehr gerade die strengste Form den Autor dazu zwingt, sich selbst zu zeigen. Mal wütend, mal trotzig, mal echauffiert. So kommt dann doch die menschliche Emotion hinein in Texte, von denen man auf den ersten Blick noch glaubt, sie gehörten in das große Reich der modernen Sprachspielereien. Aber so sehr Spiel, wie es manchmal scheint, ist es eben nicht. In der strengen Form steckt auch der Zwang zum Laut-Werden. Eine kleine Sammlung also für Leute, die Autoren gern ertappen im Text. Danach kann man sich ja an der gefundenen Strenge der Form erfreuen. Wer mit Palindrom, Anagramm & Co. nichts anfangen kann, für den gibt’s hinten im Buch auch noch ein kleines Glossar.

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