Ralph Grüneberger hat seine Leipzig-Gedichte aus 40 Jahren in einem Band versammelt

Es gibt sie noch: die Leipziger Dichter. Sie schwimmen unter der Oberfläche einer von Hypes besessenen Gegenwart, schreiben auch noch immer richtige Gedichte. Dass sich der Dichter Ralph Grüneberger dem Maler Heinz Müller so nahe fühlt, hat mindestens zwei Gründe: Auch Leipzig-Maler wie Müller genossen und genießen wenig Aufmerksamkeit in der heutigen Stadtgesellschaft. Und beim Thema sind sich die beiden natürlich nah: diesem geschundenen Leipzig der letzten 50 Jahre.
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Während Müller mit feinfühligem Ton die Stadtlandschaften malte und dabei die stille Schönheit auch der alten Rand-, Industrie- und Arbeiterquartiere erkundete, schrieb Grüneberger seit den 1970er Jahren couragierte Texte aus dem und über das Leipziger Arbeitermilieu. Denn das kannte er, hatte er seinen Berufsbeginn ja mal als Fräser gestartet. Das prägt, weil man aus so einer Position den einst hoch gefeierten Arbeiter ganz bestimmt nicht glorifizierte. Und wer dann auch noch wie Grüneberger direkt in diesem Milieu aufgewachsen ist und als Jugendlicher vorm Kino Schauburg lungerte oder den „Broadway“ unsicher machte, der kannte auch die anderen Seiten des viel gefeierten Helden – seine begehrlichen Blicke auf die schönen Beine der Factory Girls, seine trunkenen Runden beim Skat in der Kneipe, die Feierabendtristesse und das Schlangestehen um rare Waren.

Nicht alles hat Grüneberger in DDR-Zeiten veröffentlichen können. Immerhin nahm er auch die zerschlissene Bausubstanz seines Leipziger Westens mit ins Bild und schrieb eine etwas defätistische Grünau-Grammatik, die nur auf den ersten Blick vom Fremdgehen erzählt, beim zweiten aber vom Fremdsein und von der Auswechselbarkeit der neuen Stadtlandschaften.

Eigentlich staunt man, dass er noch gar keinen eigenen Leipzig-Gedichte-Band herausgebracht hat. So wie Andreas Reimann, der 2009 den Gedichtband „Bewohnbare Stadt“ veröffentlichte. Erforscher des Alltags in dieser Stadt sind sie beide, Fußgänger sowieso, sie kennen das Pflaster, die Gerüche, die Niedergänge und Auferstehungen. Und Grüneberger hat eine innige Liebe entwickelt zu den alten proletarischen Quartieren: Leutzsch, Lindenau, Plagwitz samt dem einst versifften und zu Mutproben animierenden Karl-Heine-Kanal, dazu der Leipziger Osten, wo die dünnwandigen Billighäuser in den 1980er Jahren schon großflächig abgeräumt wurden.

Grüneberger widmete den emsigen Leipzigerinnen und Leipzigern damals schon ausgiebige Gedichte, die fast Balladen waren – einige seiner Balladen etwa über die vom Leben gebeutelten Textilarbeiterinnen – vermisst man sogar. Denn mit ihnen hielt er der bunten DDR-Propaganda seiner Zeit den Spiegel vor. Denn so weit her war es mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch im aschegrauen Sozialismus nicht. Sein Kontra kam immer von unten, direkt aus den Wurzeln einer Stadt, in der morgens graue Menschenmassen in die Fabriken und Tagebaue strömten und in den Hinterhöfen der Traum vom großen Leben in der Regel im Alkohol ersäuft wurde.

Wer meint, prügelnde Eltern seien ein Produkt des Hartz-IV-Zeitalters, der wird von diesen Gedichten, von denen rund die Hälfte aus den 1970er und 1980er Jahren stammt, eines Besseren belehrt. Ein Milieu bekommt ganz andere Töne, wenn man es aus der Nachbarwohnung miterlebt. Oder als Jugendlicher mittendrin in einer Familie, die mit dem Geld gerade so über den Monat kam. Die drastischen Gehaltsunterschiede der Gegenwart gab es auch in der DDR. Und so verändert sich auch der Blick auf die Heimat, der bei Grüneberger eher etwas Fatalistisches hat, aber auch als Bekenntnis verstanden werden kann: Hier bin ich zu Hause. In diesem proletarischen Stück Leipzig, das nach 1990 nicht wirklich seinen Charakter verlor, auch wenn die Proletarier sich verwandelten, sich schicke neue Autos zulegten und neue Fernseher. „Wo ich zu Hause bin“ entwickelt sich regelrecht zur Reise durch die Zeit.

Doch immer wieder gibt es auch den Blick auf die latenten Bedrohungen. Als Grüneberger 1987 sein Gedicht „Leipzig am Rand“ schrieb, war die Stadt tatsächlich bedroht, in großen Teilen weggebaggert zu werden. Immerhin liegen ein paar Milliarden Tonnen Braunkohle tief unten unter den eiszeitlichen Kiesbergen. Und ruhig gelassen haben ihn die Radiomeldungen zum angeheizten Wettrüsten seit Anfang der 1980er Jahre auch nicht. Genausowenig wie die Mentalität seiner Zeitgenossen, alles zu Geld zu machen. Da bekommt das Doppel-M auf dem Wintergartenhochhaus eine völlig neue Bedeutung.

Peter Gosse, der das Vorwort schrieb, lobt das Lapidare an Grünebergers Versen. Hier läuft ein Dichter nicht auf Stöckelschuhen, sondern hat sich den unverstellten Blick bewahrt für die Dinge, die in seinem Lebensumfeld geschehen. Er guckt sich die Menschen nicht weg, die in den Medienberichten in der Regel nie vorkommen, es sei denn, es passiert im Polizeibericht oder einer Gerichtsreportage. Sie sind ja nicht verschwunden, auch wenn ihre Häuser mittlerweile saniert wurden und die „Ohrmuscheln verstöpselt“ sind. Da findet wie in „Wo ich zu Hause bin III“ von 2013 die Vergangenheit ihr Echo: „Wo ich zu Hause bin, drehen / Militante Mütter die Lauthälse / Ihrer Kinder auf.“

Das müssen dann schon die Kinder der Mütter aus „Wo ich zu Hause bin I“ sein, die jetzt Mütter sind und wohl auch dem Jugendamt gut bekannt. Das Leben geht weiter. Auf schäbige, irdische Weise, weitab von den bunten Bildern, die das Leipzig-Marketing malt, um das 1.000-Jährige schön lebensfroh zu malen.

Von der „Wahrnehmung der Mühseligen und Beladenen“ spricht Peter Gosse. Recht hat er. Hier sind sie noch alle da, nicht einfach wegretuschiert aus dem Stadtbild, weil sie nicht so gut zur Selbstdarstellung der neuen Schickeria passen. Sie hören kein Radio Luxemburg mehr, lassen sich aber von RTL betrunken machen. Gosse findet mehr Bob Dylan in den Texten als den im Titel erwähnten Mick Jagger. Das mag sein. Aber eigentlich leben die Texte genau in diesem Spannungsfeld zwischen lyrischem Protest und rockiger Absage an das jeweils gepflegte Welt- und Stadtbild. Und eine Frage, die auch Hans Reimann ziemlich deutlich gestellt hat, schwingt ebenfalls mit: Für wen ist diese Stadt eigentlich lebbar?

Oder im Neudeutsch: Wer profitiert eigentlich von der Verwandlung der Stadt? Und wer bestimmt, welche Feste gefeiert werden und wie Geschichte verklärt wird? – Nachzulesen in seiner deftigen Persiflage auf das Lichtfest mit so schönen Stellen wie „Revolution viewing“ und „Wir sind das Volk! – im MP3-Format“. So wird Geschichte zur Geisterbahn.

Es ist schön zu wissen, dass Leipzig noch ein paar stocknüchterne Bewohner hat, die das wahrnehmen, was das Leben unten in den Grundmauern der Stadt tatsächlich ausmacht. Wenn’s die Redner des Tages nicht wahrnehmen, dann tun’s die Dichter. Mit einem zwar manchmal sehr eindringlichen, zumeist aber sehr verständnisvollen Blick, weil sie noch wissen, wo sie mal hergekommen sind. Und auch gelernt haben, die Wirklichkeit nicht zuzukleistern mit falscher Begeisterung.

Wer den Reimann hat, sollte sich also den Grüneberger auch noch zulegen. Da findet er mehr Leipzig als in all den Hochglanzbroschüren, die dieser Tage in die Welt geschickt werden.

Ralph Grüneberger „Mit Mick Jagger in Plagwitz. Leipzig-Gedichte“, Edition Kunst & Dichtung, Leipzig 2015, 12,90 Euro

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