Capestrano, Nordischer Krieg, der Name Rabet und der Leipziger Stadtbankskandal

Für Einige ist das 1.000-jährige Jubiläum Leipzigs Geschichte, Geschichte also mal wieder was fürs Vergessen. Aber nicht für jene Unentwegten, die richtig froh waren, dass Stadtgeschichte mit dem Jubiläum endlich mal wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Auch weil sie in vielen Teilen immer noch Löcher und Leerstellen hat. Ein paar Löchlein stopft jetzt das neue Jahrbuch des Geschichtsvereins.
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Der ist natürlich einer dieser wackeren Haufen, die sich mutig in Archive und alte Chroniken stürzen, kaum sichtbaren Spuren nachgehen und natürlich Fragen, die allerenden auftauchen, wenn man sich Leipzigs Geschichte näher beschaut. Eine solche Geschichte ist zum Beispiel der „Vorabend der Reformation“, das von Frömmigkeit geprägte 15. Jahrhundert, das 2014 mit einer großen, prächtigen Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum gewürdigt wurde. Die Farbenpracht war natürlich wundersam. Galt denn die Zeit vor Luther nicht als finsteres Mittelalter?

Und was bewegte die Menschen im 15. Jahrhundert eigentlich? Wieso liefen sie in Scharen auf den Markt, wenn Prediger wie Johannes von Capestrano dort predigten? Auch noch auf Latein! Ohne Übersetzer ging das gar nicht. Und trotzdem fühlten sich die Leipziger hingezogen und verhielten sich wohl ganz ähnlich wie die Bürger in anderen Städten, die bereitwillig Tand, Schmuck und Luxuswaren zu Markte trugen, wo sie öffentlich verbrannt wurden. Und Capestrano, der eigentlich nur auf der Durchreise ins abtrünnige Böhmen war, hielt sich in Leipzig länger auf als auf anderen Stationen seiner Reise, nur fehlen natürlich die Augenzeugenberichte. Der Aufenthalt wetterleuchtet nur indirekt in überlieferten Dokumenten.

Aber gerade weil das so ist, macht Thomas Krzenck in seinem Beitrag deutlich, wie sehr dieser „Vorabend“ eigentlich auch schon Vorspiel der Reformation war. Ganz Europa war von einem Fieber erfasst und die eine römische Kirche geriet immer mehr unter Reformdruck. Wobei gerade Capestrano für die Zwiespältigkeit dieser Entwicklung stand, denn eigentlich war er nicht nur eine strenggläubige, sondern auch eine gnadenlose Gestalt, Inquisitor und Judenverfolger. Dieses Jahr 1452 scheint unserer Gegenwart erstaunlich ähnlich gewesen zu sein, denn obwohl die Menschen sehr wohl spürten, dass die alte Welt wankte und dringend reformiert werden musste, liefen sie auch Predigern hinterher, die Gnadenlosigkeit, Ausgrenzung und grimmige Buße predigten. Darauf geht der Autor dieses Beitrags nicht weiter ein, auch wenn Capestranos nachdrückliche Missionierungsarbeit deutlich wird, denn er überzeugte mehrere Studenten der Universität, die Mönchskutte anzuziehen.

Ein Loch in der Geschichte versucht auch Alexander Querengässer zu stopfen, wenn er jenen Krieg versucht aus Leipziger Perspektive aufzuarbeiten, der in dem 2014 erschienenen Band „Stadt und Krieg“ nicht erwähnt worden war: den Nordischen Krieg, in dem der Schwedenkönig Karl XII. am Ende die Geduld mit diesem Störenfried aus Sachsen verlor, der immer neue Truppen aushob, um sächsisch-polnische Interessen gegen den Schweden auszufechten. Da besetzte der Schwede lieber Sachsen und auch Leipzig. Und in diesem Zusammenhang wird auch deutlich, wie schnell Leipzig seit dem Dreißigjährigen Krieg seine Bedeutung als Festung verloren hatte und wie desolat die Pleißenburg im Jahr 1706 schon war. Dass dem Kurfürst-König August längst das Geld fehlte, die Festungen im Land ausreichend auszubauen und kampfstarke Besatzungen zu stellen, wird ebenfalls sichtbar. Aber selbst die Schweden wollten lieber ein Leipzig, in dem weiter Messen stattfanden. Und das ist zumindest ein Zungenschlag, der in den meisten anderen Kriegsgeschichten gar nicht vorkommt: Sie deckten sich auf der Leipziger Messe genauso mit Waffen ein wie der sächsische König. Ohne Waffenhandel kein Krieg.

Einer bis heute heiß diskutierten Frage nimmt sich Jörg Ludwig an, der einmal alle Legenden um die Entstehung des Namens Rabet untersucht – so heißen ja heute noch eine Straße und ein Park im Leipziger Osten. Dass es ein alter Flurname ist, ist auf Karten des 18. Jahrhunderts sichtbar. Und auch Akten aus dem 16. Jahrhundert erzählen vom Rubet/Rabet. Doch es deutet einiges darauf hin, dass es trotzdem eine geschichtlich junge Flurbezeichnung ist, die nicht auf die einstigen slawischen Siedler der Region verweist – also auch nichts mit „Rabota“, der Arbeit zu tun hat. Und wohl auch nichts mit dem lateinischen Namen für Brombeeren oder gar dem französischen für Rabatte. Die Phantasie mancher Geschichtenerfinder schießt ja gern ins Kraut.

Näherliegend aber ist die Erklärung, dass man es hier mit der lateinischen Bezeichnung für Waldung/Gehölz zu tun hat, die möglicherweise eine ältere Bezeichnung verdrängt hat, die sich auf alten Karten noch als Hurenberg überliefert, was ursprünglich mal nichts mit dem lockeren Gewerbe zu tun hatte, sondern mit einer konkreten Landschaftsbezeichnung für wassergeprägte Wiesen- und Waldstücke. Natürlich lässt es Jörg Ludwig erst einmal als Zwischenarbeitsstand stehen. Die Indizien sprechen für seine Interpretation, die am Ende eigentlich genauso farbig ist wie die Erfindungen all der anderen Erklärungen.

Denn eines machen die zehn (Haupt-)Beiträge in diesem Sammelband wieder deutlich, was einem sonst gar nicht auffällt: Wie wenig Mühe sich Menschen geben, ihre eigene Gegenwartsgeschichte realistisch und mit zugehörigen Quellen festzuhalten. Das wird deutlich, wenn Bernd Lepping versucht, den „Leipziger Stadtbankskandal in der Weimarer Republik“ zu rekonstruieren. Wirklich präsent in der heutigen Erinnerung ist eigentlich nur die Pleite der Leipziger Bank von 1901. Dass es schon 1928 zum nächsten Skandal um die gerade erst 1923 mit Votum des Leipziger Stadtrates gegründete Stadtbank Leipzig kam, wird hingegen selten erwähnt. Auch hier spielte fehlende Kontrolle eine Rolle, fehlten Regularien, die die Vollmachten der Bankvorstände einschränkten, und es kam, wie es augenscheinlich immer kommt, wenn spielwütige Banker mit dem Geld der Allgemeinheit das ganz große Rad drehen wollen und dann, wenn sie merken, dass die Sache schiefgeht, nicht aufhören können, sondern immer noch eins draufsetzen und hoffen, das Spielgeld kommt wieder rein, wenn die Krise vorbei ist.

Am Ende war es der neu eingesetzte OBM Carl Friedrich Goerdeler, der den Scherbenhaufen bereinigen musste, ein Moment, der Lepping durchaus ins Grübeln bringt, denn dabei zeigte er eine verblüffende Distanzlosigkeit zum NSDAP-Bürgermeister Haake, der den Bankskandal für seine Partei instrumentalisierte und auch zur antisemitischen Propaganda benutzte. Lepping benennt Goerdelers „problematisches Verhältnis zur Parteiendemokratie“ und seine „Ablehnung öffentlicher Debatten in der Stadtverordnetenversammlung“. Goerdelers Ideal war eher das eines präsidialen Oberbürgermeisters. Ganz sicher war er ein exzellenter Verwaltungsfachmann und solider Haushaltsführer. Aber wenn es um den Umgang mit den Nazis ging, war er widersprüchlich, wie Lepping betont: „Diese widersprüchliche Haltung gegenüber Haake spricht für die Vermutung von Heinrich Brüning, dass eine Schwäche Goerdelers sein fehlender politischer Instinkt war.“

Just in diese Zeit fiel auch ein beachtlicher Leipziger Denkmalsstreit, in dem es um die Denkmäler aus der Kaiserzeit ging – das Bismarckdenkmal und das Siegesdenkmal zum Beispiel, die damals noch gerettet wurden, weil ausgerechnet die Weimarer Republik neue Denkmalschutzgesetze erlassen hatte – sehr zum Ärger gerade der Sozialdemokraten in der Stadtverordnetenversammlung. Abgeräumt wurden die Denkmäler erst nach dem Weltkrieg, als Leipzig in Trümmern lag. Über die Geschichte berichtet Julia Reinke.

Es gibt noch kenntnisreiche Ausflüge in diverse Archive – in diesem Fall in Sachsen-Anhalt, wo Leipziger Besitzstandsdokumente des 17. Jahrhunderts bzw. die (fast) komplette Leipziger Eisenbahngeschichte erforscht werden können. Es gibt einen Versuch, den Kampf der Leipziger Messe um ihr internationales Publikum in der Weimarer Republik nachzuzeichnen und einen Nachruf auf einen der prominentesten Leipziger Namensforscher, Hans Walther. Dazu natürlich wieder Rezensionen zu den wichtigsten historischen Publikationen des Jahres. Also in voller Packung wieder allerlei Leipziger Geschichte für alle, die mehr drüber wissen wollen, als in den üblichen Märchenbüchern zu lesen steht.

Leipziger Geschichtsverein (Hrsg.) Leipziger Stadtgeschichte. Jahrbuch 2015, Sax Verlag, Beucha und Markkleeberg 2016, 15 Euro.

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