Was steckt alles in diesem launigen Rübezahl aus dem Riesengebirge?

Für alle LeserRübezahl? Jedes Kind kennt Rübezahl! Wirklich? Auch Verleger Sven Lychatz hat da so seine Zweifel. Irgendwie scheint diese Sagengestalt aus dem Riesengebirge mit jeder Generation mehr zu verschwinden. In Vergessenheit zu geraten, weil möglicherweise die Älteren wegsterben, die noch vom Rübezahl erzählen konnten. Ein dickes Buch aus dem Lychatz Verlag lädt jetzt ein, sich noch einmal mit dem Berggeist zu beschäftigen.

Wobei: Das Wort Geist trifft es nicht wirklich. Der Bursche ist eine recht handfeste Gestalt, manchmal neigt er zu Jähzorn, manchmal zu Schabernack. Er hat ein bisschen was vom Ur-Faust und vom Eulenspiegel, ist mit den Bergriesen aus anderen deutschen Berglandschaften verwandt. Und es spricht vieles dafür, dass ihn die Siedler aus Franken, Sachsen und Thüringen mitbrachten, als sie ab dem 13. Jahrhundert den nördlichen Teil des Riesengebirges besiedelten und urbar machten. Der gehört zu Schlesien. Der südliche Teil gehört zu Böhmen. Und weit bis in die Neuzeit hinein war das Riesengebirge kaum besiedelt, ein naturbelassener und wilder Ort, durch den abenteuerliche Straßen führten.

Kein Wunder, dass sich hier die Sagen um eine kaum greifbare, satyrhafte Gestalt, die da oben mit den Reisenden ihren Schabernack spielte, bis ins 17. Jahrhundert hinein hielten. Damals lebte in Leipzig der Magister Johannes Praetorius. Den gab es wirklich. Geboren 1630 in Zethlingen in der Altmark, studierte er in Leipzig, erwarb 1653 seinen Magister und fand das Gelehrtenleben so aufregend, dass er gleich im Paulinum wohnen blieb und bis zu seinem Tod 1680 rund 50 dicke Bücher veröffentlichte. Die meisten seien heute ungenießbar, schreibt der Nachwortautor von 1920, ein gewisser F. B.

1920 veröffentlichte der Insel Verlag die von Praetorius gesammelten Rübezahl-Sagen in einem Band. Die sind nicht so berühmt wie die „Legenden von Rübezahl“ von Musäus, die immer wieder neu aufgelegt werden. Obwohl auch Musäus – wie so viele andere – wohl auf Praetorius zurückgegriffen hat. Besagter F.B. bedauert im Nachwort gar sehr, dass es zu Pratorius’ Zeit noch keine Gebrüder Grimm gegeben habe. Und erzählt tatsächlich, dass der Leipziger Magister eigentlich genauso gearbeitet hat wie die Grimms – auch da und dort ein bisschen dazuerzählt. Aber vor allem: Er hat gesammelt, hat die Reisenden befragt, die in Leipzig Station machten. Leipzig war der ideale Ort für so eine Sagenforschung, denn hier kehrten sie alle ein, die Händler aus Breslau und Hirschberg, die Wandergesellen und reisenden Studenten, die Doktoren und Adligen. Und Praetorius scheint gezielt all jene befragt zu haben, die aus Schlesien und Böhmen kamen. Denn dorther kommen alle Rübezahl-Sagen. Manche klingen wie launige Schwänke, andere wie Anekdoten. Man spürt noch, dass diese Geschichten von Fuhrleuten und anderen Reisenden in den Gasthäusern der Zeit mit großer Freude am Fabulieren erzählt worden sein müssen.

Denn diese Sagengestalt aus den unwirtlichen Bergnebeln war auch ein Verbündeter – immer wieder bestraft er Geiz und Gier, haut Pfaffen und Reiche übers Ohr, hilft dann wieder den Armen, den Bauern und Handwerkern. Die derbsten Schwänke erzählen Wandergesellen. Denn wer zu Fuß über diese Berge musste, der hatte was zu fürchten. Nebel und Unwetter, Spukgestalten und Wege, die in die Irre führten. Das ist heutzutage tatsächlich kaum noch erlebbar irgendwo in Europa, wo alle touristischen Wanderziele ausgeschildert sind und überlaufen, die Wälder gezähmt und die Menschen maulfaul. Wer wird noch Abenteuer von einem wilden Kerl erzählen, der einen da oben im Wald erschreckt hat? Oder zugeben, dass er vom geschenkten Reichtum träumt? Denn davon erzählen ja die meisten Rübezahl-Geschichten. Wirkliche Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit belohnt dieser seltsame Berggeist mit Blättern, Pferdeäpfeln und Steinen, die die Wanderer auf ihrem Weg ungemein belasten und immer schwerer werden, so dass sie am Ende alles auskippen und nach Hause laufen – befreit wie Hans im Glück – und erst beim Reinigen ihrer Körbe und Taschen entdecken sie die Goldkiesel, die ihnen der Berggeist tatsächlich mitgegeben hat. Den man nicht Rübezahl rufen sollte, denn das ist eigentlich ein Spottname. Wenn man ihn ärgert, kommt er angefahren und kann auch richtig handgreiflich werden.

Aber sein wichtigstes Merkmal ist wohl seine Wandelbarkeit. Wer über die Berge geht, muss aufpassen. Alles kann Trug sein, allem ist zu misstrauen. Es irrlichtert auch die Zeit durch Praetorius’ Geschichten. Denn der dreißigjährige „teutsche Krieg“ liegt ja nur wenige Jahre zurück, als der Magister 1662 die ersten Rübezahl-Geschichten veröffentlicht. So findet man auch Geschichten über gefoppte Weber und Soldaten im Buch – und damit ein Stück jener Stimmung im Volk, die sonst niemand überliefert hat. Der „teutsche Krieg“ war kein Krieg der Völker, nicht mal einer der Religionen. Hier prügelten sich die Mächtigen 30 Jahre lang um Einfluss, Macht und Land. Was im Böhmischen noch einen besonderen Beigeschmack hat, denn hier nutzten die Habsburger die Gelegenheit, die alten protestantischen Adelsgeschlechter zu vertreiben und dafür katholische Vasallen einzusetzen. Der Dreißigjährige Krieg begann ja mit dieser Aktion, mit der die Habsburger die Selbstverwaltungsrechte in Böhmen aushebeln und gleich noch dieses Ärgernis des tschechischen Protestantismus beseitigen wollten. Auch das klingt gerade im böhmischen Teil der Rübezahl-Geschichten an.

Was der Insel Verlag 1920 veröffentlichte, war natürlich nicht die Original-Veröffentlichung von Praetorius, sondern eine Kompilation der prägnantesten Rübezahl-Erzählungen, angereichert durch zeitgenössische Vignetten, die man auch in diesem Band findet.

Der Band macht etwas, was Verlage eher selten tun: Er bietet auf schön „vergilbten“ Seiten die Druckvariante von 1920 – auch in der alten Frakturschrift, die damals auch bei Insel noch die Norm war. Und rechts daneben gibt es hübsch auf Weiß in modernem Schriftsatz die vorsichtig modernisierte Variante. Statt der Vignetten gibt es hier kleine Grafiken von Hetty Krist. Nur das Nachwort von F. B. gibt es unübersetzt. Samt den augenscheinlich bis heute offenen Fragen zum Rübezahl, seiner Namensherkunft und seiner Einordnung in die Sagen- und Götterwelt. Denn in vielen deutschen Bergsagengestalten spukt ja noch ein Rest der alten vorchristlichen Götterwelt – beim Rübezahl wohl auch noch eine Menge wilder Jäger.

Aber das Pech für die Forscher ist: Die ältesten schriftlichen Nachweise zu Rübezahl stammen fast alle aus dem 17. Jahrhundert. Das älteste Zeugnis ist gar die Schlesienkarte von Martin Helwig aus dem Jahr 1561, die der Verlag aufs Frontispiz gedruckt hat. Da ist der raue und gehörnte Geselle mit Huf und Schwanz abgebildet samt der Beischrift „Rübenzal“.

Ein Blick in die Veröffentlichungen der letzten Jahrzehnte zeigt, dass Rübezahl nicht wirklich verschwunden ist. Nicht nur Musäus’ Rübezahl-Geschichten werden immer wieder aufgelegt, auch Otfried Preußler, der 1923 in Reichenberg auf der böhmischen Seite des Riesengebirges geboren wurde, hat ein eigenes Rübezahl-Buch geschrieben. Dazu gibt es Berge von Nacherzählungen. Nur ein Buch war lange nicht auf dem Markt: Dieses Rübezahl-Ur-Buch, das der Leipziger Insel Verlag 1920 herausgebracht hat. Alles andere baut auf Praetorius auf. Und ganz sicher lohnt es sich, diese alten Geschichten wieder mit einem gewissen Vergnügen zu lesen, denn sie bewahren ein wichtiges Stück deutscher Schwank- und Sagenerzählung.

Etwas, was vor allem deshalb verloren zu gehen droht, weil sich immer mehr Menschen von den Film- und Fernsehgeschichten zurieseln lassen, die ihnen auch das Gefühl nehmen, die Welt könnte ein geheimnisvoller Ort sein, dem man durchaus mit Respekt und Vorsicht begegnen müsste. Und in der die meisten Abenteuer eigentlich im Kopf stattfinden. Denn vieles in diesen Rübezahl-Geschichten ist phantastisch. Man merkt, dass die Erzähler ihren Spaß dabei hatten, die erlebte Furcht beim Weg über die Berge in derbe und drollige Geschichten zu verpacken, durchaus auch in Verbindung mit dem nur zu berechtigten Wunsch, dass es vielleicht doch so einen Berggeist geben könnte, der es mit den Armen und Fleißigen besser meint als mit den Reichen und Nimmersatten. So eine eigentlich unsterbliche Hoffnung, Ehrlichkeit könnte wenigstens von Einem honoriert werden. Auch wenn es ein durchaus elementarer Urgeist in den Bergen ist, der seinen Schabernack mit den Leuten treibt.

Reiner Neubert Rübezahl, Lychatz Verlag, Leipzig 2018, 19,95 Euro.

„Die schönste Blume des Gartens“: Wer sagt dem Riesen, warum in seinem Garten nur noch Winter ist?

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