Klaus Auerswalds Buch „Sonst kommst du nach Schwedt!“ neu aufgelegt

Für alle LeserDieses Buch ist seit 2010 schon zweimal in verschiedenen Verlagen aufgelegt worden – und jedes Mal war es vergriffen. Nun hat es der Sax Verlag ins Programm aufgenommen. Und es liest sich so beklemmend wie 2010. Und der Ortsname hat sich eh bei vielen Männern im Osten tief eingebrannt. Schwedt war eine Drohung für alle, die in der NVA zum Gehorsam gedrillt wurden.

Schon der Dienst in der „Asche“ war für viele schlimm genug. Sie erlebten dort das eigentliche Gesicht des „Arbeiter-und-Bauern-Staates“: Schikane, vergeudete Zeit, Eingesperrtsein, Mobbing und oft genug Ausbilder, die den militärischen Drill noch ganz im Geist des alten deutschen Militarismus zelebrierten.

Immer verbrämt mit einer stupiden Erziehung im sozialistischen Geist. Und strengstens überwacht. Was Klaus Auerswald zu spüren bekam, als er 1967 eingezogen wurde – ein junger Mann, wie es damals viele gab im Osten: kritisch, lebenslustig, große Klappe und mit einer überschäumenden Begeisterung für westliche Rockmusik.

Und ein aufgeweckter politischer Kopf. Wie es sie in der DDR auch gab. Menschen, die wirklich lasen, was bei Marx und Lenin stand, und mit den „Klassikern“ die stupiden „Rotlicht“-Lehrer in Verlegenheit brachten. Und die auch versuchten, an unzensierte Nachrichten über die Welt zu kommen und deshalb eben nicht nur Rockmusik im Radio hörten, sondern auch Nachrichten.

Was 1968 erst richtig brisant wurde, als die Ereignisse in der CSSR auch die Jugend in der DDR euphorisierten. Hier wurde ein Sozialismus auf einmal lebendig, begeisterte sich ein ganzes Volk für Reformen und für eine Alternative zum verknöcherten Stalinismus, der wie ein Betondeckel über dem gesamten Osten lag.

Das hätte auch in der DDR für begeisterte Diskussionen sorgen können. Doch das war nicht erwünscht. Und Klaus Auerswald, der schon vor seiner Einberufung in Dresden einen Beat-Club gegründet hatte, war längst im Visier der Stasi. Selbst einen Anwerbeversuch als IM hatte es schon gegeben: Er sollte seine eigenen Freunde im Beat-Club überwachen. Er hätte eigentlich vorgewarnt sein müssen.

Aber vielleicht ist seine Geschichte deshalb so exemplarisch, weil er die Warnungen nicht wirklich ernst nahm. Weil er Meinungsfreiheit in der DDR (die in der alten Verfassung noch garantiert war) für bare Münze nahm. Forderte die große Partei nicht selbst immer wieder dazu auf, „unsere Menschen“ sollten sich einbringen und mitdiskutieren? Auerswald war nicht der Einzige, der damit gegen Betonwände rannte.

Tausende gerieten auf diese Weise ins Schleppnetz der Stasi, die letztlich alles kontrollierte, jeden Lebensbereich. Und auch in der Armee hatte sie ihre Mitarbeiter – einige ganz offiziell, sodass die Soldaten selbst wussten, wer der Verbindungsoffizier zum MfS war. Aber selbst in den Einheiten waren Spitzel platziert, die nicht nur alle verräterischen Äußerungen sammelten und in Berichten meldeten, sondern – wie bei Auerswald – gezielt angesetzt waren zu provozieren und die Vorlauten und Kritischen ans Messer zu liefern.

Da half dem Soldaten Auerswald auch nicht, dass ihn Freunde warnten, die wussten, was der Stab an andere Dienststellen meldete. Und als er dann im August 1968 seine Meinung zum Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die CSSR zu deutlich verkündete, schlug das MfS zu. Anfangs glaubte er noch, er wäre nur für zehn Tage Knast verdonnert wegen Westradio-Hörens. Erst in der Untersuchungshaftanstalt des MfS in Dresden wurde ihm klar, dass man ihm kein kleines Delikt vorwarf, sondern ihn behandeln wollte wie einen richtigen Rädelsführer, der mit seiner Stimmungsmache die eigenen Genossen in der Truppe aufwiegeln wollte.

Aufschreiben konnte Klaus Auerswald seine Geschichte erst lange nach dem Ende der DDR, nachdem er auch die über 500 Seiten dicke Akte über sich gelesen hatte mit Verhörprotokollen und IM-Berichten, sodass er erstmals auch ein Bild gewann davon, was rings um ihn die ganze Zeit vonstatten ging, ohne dass er es wahrhaben wollte. Sein Buch ist freilich kein Archivprotokoll, sondern eine sehr lebendige Schilderung dessen, was ihm damals geschah, wie er das halbe Jahr in Stasi-Untersuchungshaft erlebte, in dem ihm so nach und nach erst klar wurde, dass sie ihm tatsächlich an den Kragen wollten und dass längst vorbestimmt war, dass er hart bestraft werden sollte und man ihn brechen wollte. Denn nichts anderes stand ja hinter all diesen martialischen Erziehungsversuchen, mit denen die Mächtigen im Osten versuchten, kritische Menschen mundtot zu machen. Auch wenn sie es gern mal Umerziehung nannten.

Aber wenn einer gelernt hat, seinen Kopf zum Denken zu benutzen, dann lässt er sich nicht mehr zu einem willfährigen Handlanger umerziehen. Nicht mal zum angepassten Rädchen in einem unerbittlichen Regime. Was dieser Auerswald lernte in dieser Zeit war, dass alle Aufforderung zum freien und kritischen Mit-Denken nur Farce war. Wer wirklich diskutieren wollte, bekam es mit den Wächtern zu tun. Und erlebte im schlimmsten Fall genau das, was Auerswald in den sechs Monaten in Untersuchungshaft erlebte.

Die Bilder ähneln nicht zufällig genau dem, was etwa auch Erich Loest erzählte. Die Haftbedingungen waren katastrophal – auch in der Untersuchungshaftanstalt in Leipzig, in der Auerswald ebenfalls landete, bevor die Anklage gegen ihn fertig gezimmert war und er in einem nichtöffentlichen Prozess zu 20 Monaten Militärhaft verurteilt wurde, deren Rest er dann in Schwedt absitzen musste.

Wobei Schwedt eben kein Knast zum Absitzen war, sondern ein Militärgefängnis, in dem die Insassen weiter militärischer Strenge unterworfen wurden, mit ungenügenden Essensrationen versorgt und zu harter körperlicher Arbeit im Betonwerk eingesetzt wurden. Mit wenigen freien Tagen. Und mit weiteren drastischen Bestrafungen für jeden Akt des Ungehorsams, sodass Klaus Auerswald auch mehrfach in der gefürchteten Einzelhaft landete, wo die Ration noch einmal halbiert war und nicht einmal mehr Stuhl, Bett oder Toilette in der Zelle standen.

Und hier spätestens merkt man, dass Schewdt nur bedingt für all jene Soldaten gedacht war, die tatsächlich militärische Vergehen auf dem Kerbholz hatten. Auch die „Politischen“ landeten hier – junge Männer, die mit dem Betongeist der Vorgesetzten und des Überwachungsapparates aneinandergeraten waren.

Im Lauf der Zeit wohl einige tausend junge Menschen, von denen einige hier auch körperlich gebrochen wurden. Die Wachmannschaften waren brutal und wurden auch für ihre Handgreiflichkeiten an den Häftlingen nicht zur Rechenschaft gezogen. Und immer am Rand dabei: ein Lageroffizier, der wie eine Klette an Auerswald hing und ihn zum Diskutieren herausforderte. Auch dessen Berichte landeten in der Stasi-Akte von Auerswald. Am Ende fragt er sich eher, ob er bei all dem nicht auch noch großes Schwein gehabt hatte, dass etliche seiner unbedachten Äußerungen nicht wieder gegen ihn verwendet wurden, um ihn endgültig zu brechen.

Das Bild, das er von dieser militärischen Strafkolonie zeichnet, ähnelt vielen Bildern aus dem Bestrafungssystem im Osten, wie sie Häftlinge anderer Einrichtungen auch gezeichnet haben. Wer in dieses System geriet, lernte die Verheißungen der DDR auf völlig andere Weise kennen, bekam es regelrecht zu spüren, dass Recht, Meinungsfreiheit und Offenheit nur schöne Plakatbilder waren. Tatsächlich schuf so ein System erst recht die Oppositionellen, die mit dieser Art Sozialismus wirklich nichts mehr zu tun haben wollten und dann lieber in den Westen gingen.

Oder es lehrte diejenigen, die dennoch in ihrer Heimat bleiben wollten, misstrauisch und zurückhaltend zu werden. So auch Auerswald, der sich dennoch nur wundern konnte, als er später seine BStU-Akte lesen konnte und begriff, dass die Überwachung auch nach der Haftzeit in Schwedt nicht endete. Nichts wurde vergessen, nichts verziehen.

Und oft genug stand es wohl auch in den Folgejahren auf Messers Schneide, ob er wieder in diese Mühlen geraten würde.

Wobei das Buch wohl auch gerade deshalb Furore machte, weil es viele heute alt und grau gewordene Männer daran erinnerte, was „Fahne“ und Schwedt für sie einmal bedeutet hatten. Denn als Gerücht war Schwedt in allen Truppenteilen gegenwärtig. Der Titelspruch „Sonst kommst du nach Schwedt!“ wurde nicht hinter der Hand weitergegeben, sondern barg offizielles Drohpotenzial, auch wenn niemand wirklich wusste, wie brutal es in dieser abgelegenen Haftanstalt tatsächlich zuging. Auerswald gab diesen alten Albträumen Kontur, macht tatsächlich nacherlebbar, wie trist, brutal und zermürbend seine Zeit in Schwedt war.

Aber er zeigt auch, wie wichtig der Kontakt zu Gleichgesinnten ist, zu Menschen, die genauso aufmerksam und neugierig in der Welt stehen, die mitfühlen und Halt geben. Nach seiner Haft blieb Auerswald ein kritischer Kopf, lernte aber sehr bald, die staatlichen Aufseher fortan nicht mehr allzu sehr zu reizen. Er holte das Abitur nach, machte eine Ingenieursausbildung und lebt seit 1973 in Leipzig. Seit 1982 schreibt er – seit der Wiedervereinigung auch ganz dezidiert über seine Erlebnisse in der DDR. Sein Buch gehört zwingend zur Erinnerung an dieses Land, das so ruhmlos von dannen ging. Und ruhmlos ging es, weil es mit seinen lebendigsten Köpfen genau so umgegangen ist.

Klaus Auerswald Sonst kommst du nach Schwedt!, Sax Verlag, Beucha und Markkleeberg 2018, 14,80 Euro.

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