Das, was in unserem Leben wirklich wichtig ist

Lass uns über den Tod reden: 18 Gespräche mit Prominenten über das größte Tabu unserer Zeit

Für alle LeserEs gibt Bücher über den Tod, das Sterben und das Abschiednehmen von geliebten Menschen. Meistens muss man ein bisschen danach suchen. Meist sind sie erschütternd, weil Menschen in ihrem Mittelpunkt stehen, deren faszinierende Persönlichkeit man mit diesen Büchern erst entdeckt – und dann endet das so traurig. Aber diese Bücher offenbaren auch eines: Wie sehr wir den Tod aus unserem Leben verdrängt haben. Als gehörte er gar nicht dazu.

Als lebten wir so völlig ziellos vor uns hin, als wäre all das, was uns umgibt, gar nichts wert. Seit dem 19. Jahrhundert, so schreibt C. Juliane Vieregge, ist diese Entwicklung zu beobachten: Damals wurden nicht nur die Friedhöfe vor die Tore der Stadt verlegt, auch die Großfamilien mit ihren drei Generationen unter einem Dach begannen sich aufzulösen. Die neue Wirtschaftsordnung zertrümmerte nicht nur die Familienverbände, sie unterwarf auch jeden Lebensbereich der Verwertbarkeit und der Nützlichkeit.

So weit geht die Autorin, Bloggerin und Online-Journalistin in ihren Einführungen zu den einzelnen Kapiteln ihres Buches nicht. Aber das steckt dahinter. Wir leben nicht mehr mit unseren Eltern in einem Haus. Wir erleben nicht mehr, wie sie alt werden. Oft überrascht uns ihr Tod mitten in einem hektischen Alltag, in dem wir glauben, für persönliche Gespräche, Besuche und Vertrauen keine Zeit und keinen Nerv mehr zu haben. Und hinterher stürzen wir in ein Loch, weil wir zu spät merken, was alles unausgesprochen geblieben ist.

Wenigen gelingt es, so wie der Autorin, noch kurz vor dem Tod dieses Schweigen ihrer Eltern aufzubrechen. Wenigstens ein paar der Fragen anzusprechen, die früher immer unter der Decke geblieben sind. Denn wir sprechen ja nicht nur nicht über den Tod, selbst die Geschichten unserer Eltern sind oft tabu, ihre Gefühle, ihre Liebe, ihre Verletzlichkeiten. Darüber redet man nicht. Aber darauf wollte es Vieregge nicht beruhen lassen. Sie fragte mehrere bekannte Persönlichkeiten an und bat sie, mit ihr über den Tod zu sprechen. Und zwar nicht nur abstrakt, sondern auch über die wichtigsten Menschen, deren Tod sie begleiteten und deren Tod ihr Leben beeinflusste.

18 Persönlichkeiten hat sie in den letzten Jahren getroffen, darunter auch einige in Ostdeutschland, was sie betont. Es ist kein typisch westdeutsches Buch geworden. Das ist ein Glück, denn es zeigt, dass wir da, wo wir Mensch sind, alle gleich sind, alle dieselben Ängste haben, dieselben Verletzlichkeiten und dieselbe Konsequenz. Sterben müssen wir alle. Der Tod gehört zum Leben wie die Angst, die Hoffnung und die Liebe. Und er räumt mit einem Mal mit all dem überflüssigen Schnickschnack auf, von dem wir glaubten, wir müssten ihn unbedingt besitzen.

Was aber bleibt?

Für viele der Befragten natürlich ein Gefühl des späten Beschenktwerdens. Denn die meisten Geschichten erzählen davon, wie das Sterben der geliebten Menschen die Tür geöffnet hat für eine Aussprache, die oft schon Jahrzehnte früher hätte erfolgen können. Auf einmal stehen Kinder ihren Eltern nicht mehr als Kinder gegenüber, die sprachlos hinnehmen, was ihre Eltern sagen und tun. Immerhin ist das eine Rolle, aus der die meisten Menschen ihr Leben lang nie herauskommen. Und so können sie sich ihre Mütter und Väter auch nicht als Suchende vorstellen, als ähnlich Ratlose, als Menschen, die in ihrer Jugend dieselben Irrungen und Wirrungen durchgemacht haben und oft als Erwachsene nur eine anerzogene Rolle spielten.

Was in diesem Buch sehr deutlich wird mit den Eltern der Kriegs- und der frühen Nachkriegsgeneration. Eltern, die so erzogen worden waren, dass sie über Gefühle nicht redeten. Oder die nach den traumatischen Erlebnissen von Krieg und Nachkrieg verhärtet waren, hinter der Gefühlskälte den Kindern gegenüber ihr eigenes Trauma versteckten. Oft steckt hinter der rauen Schale ein Mensch, der mit seiner Ruppigkeit seine Liebe und sein Selbstbewusstsein schützt – so wie der Vater von Boris Palmer, dem das Sterben des Vaters die Gelegenheit gab, den Alten auch in seiner Dünnhäutigkeit kennenzulernen. Und ganz ähnlich erging es Christopher Buchholz mit seinem Vater Horst Buchholz oder Jochen Busse mit seinem Vater Klaus Busse.

Ort der Erinnerung? Foto: Marko Hofmann

Ort der Erinnerung? Foto: Marko Hofmann

Manchmal ist es auch der frühe Tod des Bruders, der den Befragten aufwühlt (so wie bei Dieter Thomas Kuhn), das Sterben der Schwester (wie bei Gisela Getty) oder der nicht fassbare Tod des begabten Sohnes (wie bei Arsène Verny). Gerade wenn junge Menschen sterben, greift etwas in unser Leben ein, das uns wieder bewusst macht, dass es keine Sicherheit gibt, dass es uns jederzeit und überall ereilen kann. Das „memento mori“ steht gleich neben dem „carpe diem“. Denn das Leben, das man vor seinem Sterben nicht gelebt hat, lässt sich nicht nachholen. Die Chance ist vertan. Und man merkt zum bitteren Schluss, dass all die Jagd nach Besitz und Prestige nicht glücklich gemacht hast, weil das Wichtigste fehlte.

Wobei die Gesprächspartner, die C. Juliane Vieregge gefunden hat, natürlich für etwas anderes stehen – sie haben sich ja nicht ohne Grund bereiterklärt, mit ihr über Tod und Leben zu sprechen. Denn der Tod ihrer Nächsten hat sie zum Nachdenken gebracht, hat die Türen geöffnet, hat sie oft mit einer späten, aber auch schmerzlichen Nähe beschenkt, die in unserem von „Wachstum“ gepeitschten Alltag kaum Platz findet. Wir werden so abgestumpft im Jagen nach „Erfolg“, dass wir das Gefühl dafür verlieren, wie reich und wichtig die uns nahen Menschen sind.

Am Ende kommen auch noch ein Onkologe, ein Bestatter und ein Anstaltsarzt zu Wort – Menschen, die sich schon berufsmäßig mit dem Tod beschäftigen müssen. Und auch mit den Ritualen, mit denen wir Abschied nehmen von den Menschen, die uns wichtig waren. Und wichtig bleiben. Das ist das Erstaunlichste an den meisten Geschichten, wie sehr den meisten Befragten bewusst wird in diesem Prozess des Abschiednehmens, dass die geliebten Menschen gar nicht wirklich aus ihrem Leben verschwinden. Denn wir haben sie ja verinnerlicht. Sie sind Teil unserer Erinnerung, unserer Gefühle und unserer Träume. Sie begleiten uns weiter, auch wenn der eine Trauernde diese Nähe meist nur beim Besuch des Unfallortes wiederfindet, andere begegnen den Verstorbenen in Träumen wieder, wieder andere fühlen sie als ständige Begleiter.

Und gerade dann, wenn es gelingt, die Sterbenden wirklich auf ihren letzten Schritten zu begleiten, wird dieses Abschiednehmen auch tröstlich. So wie auch bei Katrin Sass, die über den Tod ihrer Mutter Marga Heiden erzählt, oder bei Monika Ehrhardt-Lakomy, die vom Sterben Reinhard Lakomys erzählt. Wobei natürlich in vielen Erzählungen deutlich wird, wie wichtig es ist, für diese oft schweren Abschiede Rituale zu finden, die einen nicht hilflos dabeistehen lassen. Denn die Trauer droht einen ja in solchen Momenten regelrecht hinwegzuschwemmen.

Doch gerade weil sich die Befragten der Konfrontation stellten, oft auch die Pflege der Sterbenden in den letzten Wochen übernahmen, wurde ihre Begegnung mit dem Tod auch zu einer intensiven Begegnung mit dem Leben. Denn natürlich gehen nicht alle Sterbenden in Verzweiflung oder mit dem Gefühl, ihr Leben völlig verpasst zu haben. Vielen gelingt, wenn sie darüber mit ihren Nächsten sprechen, noch ein versöhnlicher Abschluss. Sie können alte Irrtümer beseitigen, Dinge zum Abschluss bringen, sich mit den Menschen in ihrer Nähe versöhnen. Und manchmal können sie in diesem Moment auch endlich all das sagen, was ihnen ihr Leben lang unmöglich war, sie belastete und stumm machte.

Und manchmal entdecken Eltern und Kinder erst in diesem Moment, wie nah und ähnlich sie sich tatsächlich immer waren. Aber sage man das mal einem Menschen, den man liebt, dass man ihn liebt. Es sind viele berührende Geschichten, die auch zeigen, dass auch die oft genug „aus Film und Fernsehen“ Berühmten genau solche Menschen sind wie wir, vielleicht etwas neugieriger, offener und bereiter, sich auch auf die Begegnung mit dem Unausgesprochenen einzulassen.

Und damit auf das Wesentliche im Leben, dem wir ja oft genug mit unserem Geschäftigsein nur versuchen immerfort auszuweichen, es nicht an uns herankommen lassen wollen, weil es natürlich für die in uns steckende Lust am Leben unmöglich ist zu akzeptieren, dass wir eines Tages einfach wieder herausgerissen werden aus diesem Leben. Das ein Geschenk ist. Gerade der Tod macht deutlich, was für ein wertvolles Geschenk es ist. Und dass wir alle nur eine kurze Zeit da sind, um das zu erleben. Auch mit all den verwirrenden Gefühlen zu den uns nahen Menschen, die im Moment des Sterbens wieder aufbrechen. Auch davor haben wir ja Angst, vor dieser Flut nicht mehr zu bändigender Gefühle. Als würden sie uns völlig wegschwemmen, als wäre danach nichts mehr von uns da.

Auch weil wir glaubten, die geliebten Mitmenschen blieben immer da, wir könnten jederzeit wieder nach Hause fahren, zu ihnen in die Küche gehen und uns trösten lassen, wenn mal wieder was schiefgegangen ist. Mancher wird ja erst mit seinem Erwachsensein konfrontiert, wenn er dem Tod seiner Eltern begegnet.

Es gibt nicht für alle dieselben Antworten, wie sie mit dem Tod von geliebten Menschen umgehen können. Die 18 Befragten geben darauf völlig verschiedene Antworten. Aber auch das gehört dazu. Elementar scheint zu sein, dass man überhaupt eine Form, ein Ritual findet, wie man das Erinnern an die Gestorbenen in seinem Leben unterbringt. Das Ritual kann sehr persönlich und durchaus auch metaphysisch sein. Aber tatsächlich geht es dabei immer um uns, um dieses oft späte Gewahrwerden, wie viel uns ein Mensch im Leben bedeutet und gegeben hat, welchen Reichtum wir seinetwegen in uns tragen. Er ist dann wirklich ein Teil von uns, ein Bestandteil unserer Persönlichkeit. So leben Menschen, die uns geprägt haben, in uns fort. Und nur weil wir diese Beziehung zu ihnen hatten, leiden und trauern wir. Das wird in vielen der Geschichten deutlich. Genauso wie die Erfahrung, dass man das alles leichter bewältigt, wenn man es genau so akzeptiert oder sich dessen überhaupt erst einmal bewusst wird.

Es ist ein stellenweise sehr berührendes Buch und einige der Erzähler und ihre Verstorbenen werden einem auf neue Weise vertraut. Manchmal wird es traurig, oft aber auch ermutigend, weil es einen Teil unseres Lebens zeigt, den wir so gern ausblenden, weil wir uns vor dieser Flut von Gefühlen fürchten. Aber tatsächlich gibt es da gar nichts zu fürchten. Außer dieses dumme Gefühl, mit den Gestorbenen nie über all die Dinge geredet zu haben, die uns reineweg irre machen, weil wir sie immer wissen wollten und sollten. Und dann doch nie gefragt haben aus Angst, wir könnten die Schweigsamen mit unseren Fragen zutiefst verletzen. Obwohl meist das Gegenteil der Fall ist: eine große Nähe. Eine kleine Befreiung. Ein Gefühl, dass man doch nicht aneinander vorbei gelebt hat.

C. Juliane Vieregge Lass uns über den Tod reden, Ch. Links Verlag, Berlin 2019, 22 Euro.

Rezensionen
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Sächsischer Flüchtlingsrat verkündet Happy End für Luans Familie – mit einer Ausnahme
Luan Zejneli im Sommer 2019. Foto: SFR

Foto: SFR

Für alle LeserNicht nur Luan Zejneli, sondern auch der Rest seiner in Leipzig verbliebenen Familie darf in Deutschland bleiben. Die sächsische Härtefallkommission, ein Gerichtsurteil und die erfolgreiche Suche nach Ausbildungsplätzen haben das in den vergangenen zweieinhalb Jahren ermöglicht. Der Sächsische Flüchtlingsrat zieht ein entsprechend freudiges Fazit – mit einer Einschränkung: Ein Familienmitglied hatte Deutschland im vergangenen Jahr mehr oder weniger freiwillig verlassen.
Leipziger Gehirnforschung: Wie funktioniert eigentlich die mentale Landkarte in unserem Kopf?
Jacob Bellmund bewegt sich auf der Plattform in einer trapezförmigen virtuellen Umgebung. Foto: DoellerLab

Foto: DoellerLab

Für alle LeserDie meisten Menschen wundern sich überhaupt nicht darüber, dass sie sich in ihrer Umgebung zurechtfinden. Die meisten denken nicht mal darüber nach, wie das eigentlich funktioniert. Aber die Forscher am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften finden diese Frage doch ziemlich wichtig. Denn: Wie funktionieren diese Landkarten im Kopf wirklich? Und was passiert, wenn sie nicht funktionieren?
Am 1. Dezember in der Paul-Gerhard-Kirche: 45. KlassischesKartoffelKonzert in Leipzig
45. KlassischesKartoffelKonzert in Leipzig mit "amarcord". Quelle: NuKLA e. V.

Quelle: NuKLA e. V.

Der Verein Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald e. V., veranstaltet am Sonntag, 1.12. 2019 sein 45. Benefizkonzert. Karten für das Konzert sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen in Leipzig & über www.eventime.de sowie über die NuKLA-Homepage erhältich.
Deutsche Nationalbibliothek zeigt: Störenfriede. Kunst, Protest und das Ende der DDR
Gestaltung der Glasfassade des Deutschen Buch- und Schriftmuseums aus Anlass der Ausstellung „Störenfriede“ Foto: DNB, Julia Rinck, CC-BY-SA 3.0 DE

Foto: DNB, Julia Rinck, CC-BY-SA 3.0 DE

Für alle LeserDiktaturen fürchten sich vor unabhängigem Denken, vor unbequemen Fragen und vor Leuten, die sich von den herrschenden Parteien nicht vorschreiben lassen, was sie zu sagen haben und was nicht. Das war auch in der DDR so. Und deshalb gab es eine erstaunliche Vielfalt von subversiven Schriften, die die Unruhe ins Land trugen, lange bevor das viel gerühmte Volk bereit war, auf die Straße zu gehen. Eine Ausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum zeigt das jetzt.
Nextbike hat keinen Freefloating-Vertrag, wird aber häufiger Angriffsziel von Brandstiftern
Verbrannte Nextbike-Räder in der Bernhard-Göring-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFreefloating, was für ein hübscher Anglizismus. Verwendet wird er, wenn Anbieter von Leihfahrzeugen aller Art ihre Fahrzeuge überall im Stadtgebiet abstellen. Die einen machen das mit Miet-Autos, die anderen – bundesweit ja gerade Thema – mit Elektrorollern. Und die Firma Nextbike macht das in Leipzig mit Fahrrädern. Da war CDU-Stadträtin Jessica Heller bestimmt nicht die Einzige, die vermutete, dass Nextbike dafür auch einen richtigen Floating-Vertrag mit der Stadt hat.
Leipzigs Verwaltung sollte spätestens im Sommer 2020 ein Piktogramm für die Fahrradstraßen einsatzbereit haben
Hier mal ein Winterbild aus der KarLi. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit im Mai das Jugendparlament beantragte, auch die nördliche Karl-Liebknecht-Straße zur Fahrradstraße zu machen, schaukelt sich auch dieses Thema zum Streitpunkt unter den Ratsfraktionen auf. Die einen fragen, ob die Bernhard-Göring-Straße nicht endlich zur Fahrradstraße werden kann. Die nächsten beantragen: Nur ja nicht die KarLi. Und auf einmal taucht auch hier das Thema Piktogramme auf.
Das große Pratajev Liederbuch II: Die wodka-besinnlichen Lieder aus dem Nachlass eines verschollenen russischen Dichters
The Russian Doctors: Das große Pratajev Liederbuch II. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas ist eigentlich ein Büchlein, zu dem man die CDs der beiden „Halbgötter in Punk“ braucht, die nun seit 16 Jahren als The Russian Doctors durch die ostdeutsche Taiga tingeln: Makarios und Frank Bröker. Denn das, was sie anstellen, lebt tatsächlich von Makarios' eindrucksvoller Stimme und von der Erlenholzgitarre Frank Brökers. Aber richtig angefangen hat ja die Pratajev-Geschichte schon 1997.
Der Stadtrat tagt: Leipzigs Stellplatzsatzung nach dreieinhalb Jahren beschlossen + Video
Baudezernentin Dorothee Dubrau in der OB-Fragestunde am 23. Januar 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs hat mehrere Jahre gedauert, es gab zahlreiche Änderungsanträge und es war nur eine knappe Mehrheit: Mit den Stimmen von Linken, Grünen und SPD hat der Stadtrat am Dienstag, den 19. November, die neue Stellplatzsatzung für Leipzig beschlossen. Darin ist geregelt, wie viele Stellplätze für Autos und Fahrräder an Wohnungen, Häusern, Schulen und anderen Einrichtungen mindestens vorhanden sein müssen.
Der Stadtrat tagt: Die November-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWeil am Mittwoch ein Feiertag ist, findet die November-Sitzung des Leipziger Stadtrats ausnahmsweise an einem Dienstag statt. Am 19. November kommen die Stadträte und Stadträtinnen bereits zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen im Neuen Rathaus zusammen. Die L-IZ ist mit einem Livestream vor Ort und wird über ausgewählte Themen berichten.
Schon über 1.000 Anträge für mietpreisgebundenen Wohnungsbau in Leipzig bewilligt
Ein Baukran in Leipzig - aber noch nicht für sozialen Wohnungsbau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie kritisiert man eine Landesregierung, die es einfach nicht fertigbringt, bei wichtigen Zukunftsthemen über ihren Schatten zu springen? Ganz sachte. Das Dezernat Stadtentwicklung und Bau macht es jetzt vor in einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion. Denn dass die Peanuts aus Dresden nicht reichen, den sozialen Wohnungsbau in Leipzig ausreichend zu finanzieren, ist auch der Leipziger Stadtverwaltung klar.
Am 23. November im Cineplex: Bayerisches Outdoor Filmfestival B/O/F/F
Sächsische Delikatessen. Quelle: CINEPLEX Leipzig

Quelle: CINEPLEX Leipzig

Das Bayerische Outdoor Filmfestival B/O/F/F ist wieder auf Tour und macht am 23.11. zum ersten Mal Station im Leipziger Westen. „Autorenkino im Genre Abenteuer- und Naturfilme, zwischen Heimatliebe und Weltoffenheit“, so beschreiben die drei Macher ihre Filmtour. Gespielt wird in Programmkinos, Kletterhallen, Freiluftkinos, in Biergärten, am See und auf Hütten. Die Vorführung im Cineplex Leipzig ist die einzige Vorstellung in Ostdeutschland.
Sparkassenmuseum Grimma hat in der einstigen Schalterhalle neu eröffnet
Willkommen am historischen Schalter. Foto: Stadt Grimma

Foto: Stadt Grimma

Für alle LeserKlein aber fein. Grimma hat jetzt wieder ein Sparkassenmuseum. Ein Wasserschaden hat dafür gesorgt, dass es vor vier Jahren geschlossen werden musste. Doch seit dieser Woche kann das Sparkassenmuseum in Grimma wieder besichtigt werden. Die Ausstellung wurde neu konzipiert und zog in den ehemaligen Schalterraum der historischen Sparkasse am Grimmaer Markt.
Stadtrundfahrt-Unternehmen will auf Busdurchfahrten durch die Beethovenstraße nicht verzichten
Stadtrundfahrtbusse in der Beethovenstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit Juni ist die Beethovenstraße Fahrradstraße. Eine Ausschilderung, auf die sich auch viele Anwohner gefreut hatten. Denn damit müsste sich normalerweise auch der Durchfahrtverkehr von Lastkraftwagen deutlich verringern. Und auch die dicken Busse der Stadtrundfahrten dürften hier nicht mehr fahren. Doch diese Busse aus der Straße zu bekommen, ist selbst für Leipzigs Stadtverwaltung ein ganz zähes Unterfangen.
Sachsens Linke hat mit Schaper und Hartmann ein neues Führungsduo
Wahlplakat der Linken zur Landtagswahl 2019. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Wahlergebnis zur Sächsischen Landtagswahl im September war auch für die Linkspartei eine eiskalte Dusche: 10,4 Prozent. Solche Ergebnisse kannte bisher nur die SPD, die mit 7,7 Prozent diesmal noch schlechter abschnitt. Da war schon klar, dass zum nächsten Landesparteitag abgerechnet werden würde. Der fand am Wochenende in Dresden statt. Und Antje Feiks, die als Landesvorsitzende für das Wahldebakel die Verantwortung übernahm, trat nicht mehr an.
Bockwurst. Einfach Kult! Das Büchlein für alle, die die Bockwurst schon immer unterschätzt haben
Herbert Frauenberger: Bockwurst. Einfach Kult! Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan bringt sie gedanklich tatsächlich nicht zusammen: bekannte Fernsehköche wie Herbert Frauenberger und so alltägliche Esswaren wir z. B. Bockwürste. Aber die Bockwurst hat es in sich. Auch weil man sie unterschätzt. Man weiß zwar als landläufiger Käufer von Bockwurst mit Brötchen nicht, was drin ist. Aber mit Frauenberger erfährt man es.