Nina: Lauter turbulente Abenteuer aus Ninas fünfeinhalbtem Lebensjahr

Für alle LeserEmi Guner muss Mutter sein. Es geht gar nicht anders. Ihre Buchheldin Nina ist wie aus dem Leben gegriffen, ein echtes, eigensinniges Mädchen von 5 1/2 Jahren, quicklebendig, aber von Gefühlen überwältigt, wenn sie kommen. Und sie kommen immer unverhofft, schnappen zu, und – schwups – sitzt das Mädchen auf dem Baum und will nicht wieder runterkommen, obwohl es Frühstück gibt und sie gleich in den Kindergarten muss.

Oder besser darf: Wir sind ja hier in Schweden. Da sind zwar die Kinder nicht anders, aber die Erwachsenen. Ein bisschen wenigstens, sodass es auffällt, dass es auch ohne Stress, ständige Drohungen, Verzweiflungen und Nötigungen geht. Zumindest bei Ninas Eltern, die wahrscheinlich noch nicht vergessen haben, wie das mal bei ihnen war. Und dass so manche Frustattacke eigentlich ganz normal ist. Da reagiert ein Kind nun einmal impulsiv, ist ruckzuck stinkesauer und opponiert. So heftig, dass manche Eltern daran verzweifeln, weil sie es nicht (mehr) verstehen.

Und es nicht mehr akzeptieren können, dass ihr Kind Widerstand leistet, wo sie selbst schon so mit den eigenen Widerständen zu kämpfen haben. Aber Ninas Eltern wissen, dass die Kleine auch einfach nur akzeptiert und abgeholt werden will. Wir erleben Nina zwar anfangs tief frustriert auf dem Baum, aber damit gehen die Abenteuer ihres letzten Jahres in der Bärengruppe der Kita erst los. Wer denkt, das Leben eines Kita-Kindes könnte langweilig sein, der war wohl nie Kita-Kind. Hat nie riesige Wünsche gehabt, die garantiert kein Mensch je erfüllen kann – jedenfalls keiner, der keine Phantasie hat, und auch nie mit Papa den Geburtstag getauscht hat.

Die Nina-Geschichten der 1971 geborenen Emi Gruner sind eigentlich lauter Aufmerksamkeits-Geschichten. Geschichten, die davon erzählen, was alles für abenteuerliche Sachen in so einem Kindergartenjahr passieren können. Das Abenteuer liegt eigentlich direkt auf dem Tisch, manchmal auch unterm Bett oder im Wasser. Die Kleinen entdecken ja nicht nur ihre eigenen explosiven Gefühle (und damit eben auch so langsam, wie man diese ganzen Gefühle gebändigt kriegt), sie lernen auch, dass auch ihre Lieblingsfreundinnen Gefühle haben und dass das manchmal nicht zusammenpasst.

Oder dass eine manchmal nicht merkt, dass sie in ihrer Fröhlichkeit die andere verletzt. Und wie ist das mit der großen Phantasie in Ninas Kopf? Sie kann auch sich ohne Kraftanstrengung immerzu neue, tolle Geschichten ausdenken, noch tollere Geschichten als die beiden Zwillinge aus Schottland. Darf man aus lauter Prahlerei überhaupt solche Geschichten erzählen? Oder ist das schon Lüge?

Wahrscheinlich ist das letzte Kita-Jahr wirklich eins, in dem man solche komplizierten Sachen lernt über sich selbst, Dinge, die man vorher gar nicht gemerkt hat und die nun auf einmal für richtige Dramen sorgen. Oder für ganz peinliche Situationen, in denen man vor Scham einfach platzen möchte – zum Beispiel, wenn Nina ausprobiert, wie sich das anfühlt, wenn man mal was klaut. Ehrlich? Es fühlt sich gar nicht gut an. Es ist nicht auszuhalten, wenn man ein Mensch mit großem Herzen ist wie Nina. Was sie natürlich von ihren Eltern hat, was man spätestens in der Geschichte mit den Walderdbeeren erfährt, eine Geschichte, die für Nina böse endet, weil sie einen Moment lang nicht aufgepasst hat und zu fröhlich war. Da lernt sie ihre Eltern auch mal von der verzweifelten Seite kennen.

Es sind lauter kleine Geschichten, die Nina passieren. Eigentlich lauter große Geschichten, die sie so beschäftigen, dass sie manchmal auch gar nicht einschlafen kann. Oder beim ersten Übernachtungsbesuch bei ihrer besten Freundin erlebt, dass man sich tatsächlich gruseln kann, wenn alles ganz neu und anders ist.

Und eigentlich geht es ja Adam, dem Rüpel aus der Kindergartengruppe, auch nicht anders, auch wenn er aus lauter Übermut beinah Schneeweißchen, ihren geliebten Schneeleoparden, ersäuft. Da wird Nina aber zur Heldin. Eigentlich zum zweiten Mal, denn so richtig ans Leben ging es bei ihr ja auch schon in der Schwimmstunde. So richtig ungefährlich ist so ein Leben als Kind tatsächlich nicht. Und manche Abenteuer kommen natürlich überraschend. Nur eines nicht: der erste Schultag, an dem Nina früh auf der Matte steht, denn da will sie ganz bestimmt nicht zu spät kommen.

Eigentlich lernen wir mit Nina ein kleines Menschlein kennen, wie es von ihnen ja ganz viele gibt. Jedenfalls da, wo noch viele Kinder sind. Und wir schauen mit den aufmerksamen Augen der Autorin auf das Kind, das noch jeden Tag mit lauter unverfälschten Gefühlen zu tun bekommt, die wir als große Leute schon lange gefiltert und gebändigt haben. Oder einfach weggeschlossen, weil wir nicht (mehr) wissen, wie wir mit ihnen umgehen sollen – mit unbändiger Freude, großer Traurigkeit, tiefem Verletztsein oder dem zornigen Angepieptsein von Dingen, die wir jetzt überhaupt nicht wollen, aber machen müssen. Ein Gedanke, den man eigentlich seit der ersten Szene auf dem Baum gar nicht mehr aus dem Kopf bekommt: Was wäre eigentlich, wenn wir jetzt einfach nicht mehr mitmachen wollen, weil wir lila Joghurt scheußlich finden, und jeden Morgen aus dem warmen Bett kriechen noch viel scheußlicher?

Oder ist es nur Ninas tiefsitzender Wunsch, endlich lauter Sachen machen zu dürfen, die richtig verboten sind?

So manche Leser werden sich wiederfinden in den Geschichten, das Kind, das sie einmal waren und irgendwann nicht mehr sein durften, oder auch das Kind, das sie in sich bewahrt haben, weil man es braucht. Weil man die eigenen Kinder nur ein bisschen verstehen kann, wenn man das Kind in sich selbst noch versteht. Und damit auch den kindlichen, phantasievollen Blick auf die Welt.

Vielleicht ist das Buch so manchen Eltern auch ein kleiner Trost: Es geht allen Kindern so. Und richtig zu erzählen hat man hinterher auch nur, wenn wirklich mal was schiefgegangen ist. Auch wenn’s wehgetan hat. Oder beinah ganz doll schlimm geworden wäre. Es ist nicht nur ein Kindergartenbuch. Es ist auch ein Papa-Mama-lies-mal-vor-Buch. Eins, bei dem sich hinterher alle angucken können und sagen können: Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

Sage keiner, dass Kindsein kein Abenteuer ist.

Emi Guner Nina, Klett Kinderbuch Verlag, Leipzig 2019, 14 Euro.

Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

RezensionenKinderbuch
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Linksfraktion fordert Überbrückungszahlungen für Leipzigs Honorarkräfte
Musikschule „Johann Sebastian Bach“. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie vielen zusammengeschusterten Hilfsprogramme in der Coronakrise machen etwas sichtbar, was sonst völlig der Wahrnehmung der fest angestellten Öffentlichkeit entzogen ist: Sie zeigen, wie löcherig die Absicherungen für Solo-Selbstständige und Honorarkräfte tatsächlich ist und wie sehr gerade sie durch die Sparorgien der letzten Jahrzehnte in ihren Honoraren gedrückt wurden. Und jetzt, wo gerade sie schnelle Unterstützung brauchen, sind sie völlig aus dem Blick der Politik verschwunden. Das betrifft auch Honorarkräfte der Stadt Leipzig, sagt Marco Götze.
Nach Lockerung der Kontaktbeschränkungen: „Wir sollten uns stark an Südkorea orientieren“
Prof. Dr. Markus Scholz. Foto: Universität Leipzig

Foto: Universität Leipzig

Für alle LeserIn Leipzig ist die Epidemie zum Erliegen gekommen, auch die Werte für Sachsen und Deutschland lassen hoffen. Die Nettobasisproduktionsrate sinkt, die Maßnahmen der vergangenen Wochen zeigen Wirkung. Das sind Ergebnisse der Berechnung von Prof. Dr. Markus Scholz vom Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie der Universität Leipzig.
Grüne schlagen temporäre Fahrradstraßen, Öffnung der Radläden und freie Fahrt in der City vor
Radfahrer auf dem Burgplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit dem Radverkehr hat es Leipzigs Verwaltung nicht so. Das merkt auch jeder, der derzeit aufgrund von Corona seine Wege in der Stadt mit dem Fahrrad zurücklegen will. Radwege sind mit Baustellen zugebaut, Umleitungen nicht ausgeschildert. An Hauptverkehrsstraßen fehlen sichere Überwege. Und die Chance, Leipzig gerade in dieser Zeit ein wenig fahrradfreundlicher zu machen, sitzt Leipzigs Verkehrsdezernat einfach aus. Nun machen die Grünen ein paar berechtigte Vorschläge.
Sportdezernat: Leipzigs Verwaltung hat RB Leipzig kein Verkaufsangebot für das Schwimmstadiongrundstück gemacht
Der Parkplatz auf der Fläche des ehemaligen Schwimmstadions. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKaum einen Monat liegen die Leipziger Oberbürgermeisterwahl und der knappe Wahlsieg von Burkhard Jung zurück. Fast vergessen ist schon, dass CDU und LVZ auch versucht hatten, den Verkauf eines Grundstücks am Sportforum an RB Leipzig zu instrumentalisieren. Dabei wurde dann eine Zusage konstruiert, die die Verwaltung gar nicht gegeben hatte. Das alarmierte auch die Freibeuter-Fraktion, die sehr genau wissen wollte, was da tatsächlich abgesprochen worden war.
Geburten wegen Corona ohne Begleitperson: Petiton appelliert an Stadt und Krankenhäuser
Petition an OBM Jung gegen das Verbot von Begleitpersonen bei Geburten. Screenshot change.org

Screenshot change.org

Für alle LeserSeit mehreren Wochen schon gilt in Leipzigs Krankenhäusern der Besucherstopp. Bisher ausgenommen waren Geburten. Nun allerdings wird es Partner/-innen verwehrt, bei der Entbindung dabei zu sein. Zu groß sei das Risiko. Betroffene richten sich mit einer Petition an Oberbürgermeister Burkhard Jung sowie die Leitungen der Geburtenkliniken des Universitätsklinikums Leipzig und des St.-Georg-Klinikums und St. Elisabeth-Krankenhaus.
Aktuell sind 58 Eisenbahnbrücken in Sachsen dringend sanierungsbedürftig
Die alte Bahnbrücke an der Cunnersdorfer Straße. Foto: Deutsche Bahn

Foto: Deutsche Bahn

Für alle LeserDie Eisenbahnbrücken sind für den sächsischen Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst (FDP) so eine Art Sport geworden. Jedes Jahr fragt er bei der Bundesregierung nach, wie es um die Eisenbahnbrücken in Deutschland steht. Da stecken dann auch die sächsischen Brücken mit drin. Aus denen macht der um Aufmerksamkeit ringende Abgeordnete dann jedes Mal so eine Art kleine Alarmmeldung.
Belastungsprobe Corona: Wie gehen Ärzte und Pfleger mit dem Druck um?
Prof. Stengler. Foto: Christian Hüller

Foto: Christian Hüller

Für alle LeserSeit nunmehr knapp drei Wochen ist das öffentliche Leben, wie wir es kennen, massiv eingeschränkt. Die Krise ist für alle eine Belastung - auf dem einen oder anderen Wege. Isolation und fehlender sozialer Kontakt werden zur Belastungsprobe für die Psyche vieler Menschen. In den Krankenhäusern und Kliniken sieht man sich vor ganz anderen Herausforderungen. Unter welchem Druck stehen Ärzte und Pfleger/-innen? Wir haben mit Prof. Dr. med. Katarina Stengler, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Helios Parkklinikum Leipzig, gesprochen.
Die Bodenständigen: Der Blick der staunenden Soziologin auf die Mitte unserer Gesellschaft
Barbara Thériault: Die Bodenständigen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir haben ja an dieser Stelle schon etliche Bücher besprochen, deren Autor/-innen sich mit der viel beschworenen „Mitte“ beschäftigen – von der „Schweigenden Mitte“ bis zur „Enthemmten Mitte“. Jede/-r hat auf seine oder ihre Weise versucht, überhaupt erst einmal zu definieren, was sich hinter dieser schwammigen Masse eigentlich verbergen soll. Aber oft führt das geradezu in den Nebel. Anders als Barbara Thériaults ganz reale Erkundungen da, wo die Menschen tatsächlich leben. In Erfurt zum Beispiel.
Wie weiter mit der Fußballsaison? Wieso Abbruch und „Weiter so“ nicht so einfach sind
Die Leidenschaft in der Leidenszeit - kluge Lösungen dringend gesucht. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEgal ob Bundesliga oder Kreisklasse: Der Ball ruht bis auf Weiteres. Niemand weiß, wann es weitergeht und vor allem weiß niemand, was passiert, wenn es nicht weitergehen kann. Eine solche Situation kennt der deutsche Fußball nicht, die Unwissenheit quält auch die Fußballklubs in Sachsen und in Leipzig. Was wird aus den Früchten der bisherigen Arbeit? Verschiedene Möglichkeiten sind denkbar, aber bei allen würden die Beteiligten gegen Wände laufen.
Montag, der 6. April 2020: Ordnungsamt registrierte mehr als 1.000 Verstöße gegen Corona-Regeln
Das Ordnungsamt kontrolliert, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle LeserPolizei und Ordnungsamt kontrollieren weiterhin eifrig, ob sich die Leipziger/-innen an die strengen Ausgangsregeln halten. Das Ordnungsamt hat heute eine Zwischenbilanz veröffentlicht. Außerdem gibt es neue Regeln für den Wochenmarkt, ein abgesagtes Bachfest und einen gescheiterten Eilantrag gegen die sächsische Allgemeinverfügung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 6. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Vorwürfe gegen Asylunterkunft nahe Leipzig: Fehlende Hygiene und „Bestrafung“ für Bewohner
Erstaufnahmeeinrichtung in Dölzig im Sommer 2015. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserBewohner/-innen der Asylunterkunft in Dölzig nahe Leipzig haben in den vergangenen Wochen mehrmals die hygienischen Zustände vor Ort kritisiert. Ein Wortführer wurde mittlerweile nach Chemnitz verlegt – angeblich aus medizinischen Gründen. Er selbst fühlt sich dafür „bestraft“, Missstände angesprochen zu haben. Zudem wurde ein MDR-Team, das vor Ort drehte, von der Security bedrängt und festgehalten. Die zuständige Landesdirektion will den Vorfall prüfen.
Sachsens Ermittler werten die Beweismitel zum rechtsradikalen Versandhandel aus Leipzig noch aus
Werbung für „Mein Kampf“ von Adolf Hitler im Nachdruck. Screenshot Schelm Verlag 2016

Screenshot Schelm Verlag 2016

Für alle LeserIm Februar machte die NDR-Reportage „STRG_F“ einmal wieder darauf aufmerksam, dass seit einigen Jahren ein Leipziger Kleinversand die Welt mit rassistischem und nationalistischem Schriftgut versorgt. „Der Schelm“ nennt sich dieser nationalsozialistische Versandhandel, der seit seiner Gründung antisemitische und den Nationalsozialismus verherrlichende Literatur versendet. In der Reportage wird als einer der Vertriebsmitarbeiter der ehemalige NPD-Stadtrat Enrico Böhm ausgemacht, stellte die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel in ihrer Anfrage an die Staatsregierung dazu fest.
Wenn Wasservögel sich in Haken und Angelschnüren verfangen
Der gerettete Höckerschwan. Foto: NABU Leipzig

Foto: NABU Leipzig

Für alle LeserEigentlich denkt man sich ja, wenn man so vorbeiradelt an den Anglern an Fluss und See, dass sie wissen, was sie tun und dass sie ihr Besteck nach dem Angeln wieder einräumen und mitnehmen. Aber das ist bei einigen Zeitgenossen wohl nicht der Fall, wie der NABU Leipzig jetzt feststellen muss. Denn er findet immer wieder Angelhaken und Angelschnüre – und immer wieder verletzen sich auch die Wasservögel daran. Der Naturschutzbund appelliert an die Angler.
Wegen Corona: Bachfest 2020 in Leipzig abgesagt
Bachfest Leipzig 2017: Eröffnungskonzert mit dem Thomanerchor in der Leipziger Thomaskirche. Foto: Bachfest Leipzig/www.malzkornfoto.de

Foto: Bachfest Leipzig/www.malzkornfoto.de

Für alle LeserDas war dann nur folgerichtig, denn auch im Juni werden die Folgen der Corona-Pandemie noch nicht ausgestanden sein. Am Montag, 6. April, wurde das Bachfest 2020 abgesagt. Und weitere Feste auch in Leipzig werden folgen. Denn auch das Ende der rigiden Ausgangsbeschränkungen bedeutet nicht das Ende der Epidemie. Das Bachfest Leipzig 2020 entfällt aufgrund der COVID-19-Pandemie, teilte das Bach-Archiv Leipzig am Montag mit.
Die lakonischen Antworten des Oliver Schenk auf die Mutmaßungen eines Meißener AfD-Abgeordneten
Pegida Dresden am 1. Juli 2019 am Hauptbahnhof. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie sächsische AfD nimmt zwar auch gern an diversen Demonstrationen und Kundgebungen teil, gern auch an den PEGIDA-Spaziergängen in Dresden. Aber nur zu gern unterstellt die rechtslastige Partei den Gegendemonstranten dieser Veranstaltungen, sie wären gekauft. Gar von der sächsischen Staatsregierung. Eine Unterstellung, gegen die sich jetzt Oliver Schenk, Chef der sächsischen Staatskanzlei, mit sehr lakonischen Worten verwahrt.