Am 19. September belebt sich der Kubus auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz: Dürremonitor, Umwelttracker und der Sound von Tschernobyl

Für alle LeserSeit dem 5. September laufen die Menschen am Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz direkt durch einen geheimnisvollen Kubus aus schwarzem Gitter – das „Sperrgebiet“. Es ist eine Installation der Schaubühne über Umweltzerstörung, Klimawandel und menschengemachte Sperrgebiete in Natur und Gesellschaft. Am Samstag, 19. September, laden die Schaubühne, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung nun ein zum Forschungstag im „Sperrgebiet“.
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Sie präsentieren auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz von 10 bis 18 Uhr ihre Forschungen zur derzeitigen Dürre, eine Mitmachaktion, in der Radfahrer/-innen Umweltdaten messen sowie Kunstworkshops mit Kreide und Pflanzendruck. Außerdem berichten die „Students for Future“ über ihre Arbeit und in einer Hörstation ist die Geschichte Cospudens vom Dorf zum See nachzuerleben. Am Abend nimmt der renommierte Klangkünstler Peter Cusack die Besucher/-innen bei einem Vortrag mit in die Soundwelten von London bis Tschernobyl.

In der „Expedition 4×6“ beleuchtet die Schaubühne Lindenfels gemeinsam mit dem Naturkundemuseum seit einem Jahr wissenschaftliche Fragen in Theater, Film und Vorträgen.

Ganztägig erlebbar ist am Samstag der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung.

Hitze, Trockenheit und Dürre sind inzwischen in unseren Breiten ein reales Problem. Der Dürremonitor zeigt die Entwicklung der Trockenheit hierzulande und kann am Bildschirm verfolgt werden.

Zu bewundern ist auch der Umwelttracker des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Mit Messgerät im Rucksack und mit Smartphone-basierten Sensoren fährt man einfach per Fahrrad durch die Stadt. So einfach werden Fußgänger/-innen und Radler/-innen zu Umweltforscher/-innen. Sie messen urbane Luftschadstoffe, Feinstaub, Lärm und Hitze und erfahren so mehr über die individuellen Belastungen in ihrer Stadt.

Die Angebote ab 14 Uhr:

– Holzdruck-Workshop mit Designerin Juliana Márquez Villacís: Sie hängen schon im Kubus und können im Workshop unter professioneller Anleitung selbst gestaltet werden. Holzdrucke mit ausgestorbenen Pflanzen, gedruckt auf hochwertigem Papier. Die Künstlerin Juliana Márquez Villacís leitet den Workshop an.

– WORT-SCHRIFT-KUNST auf der Straße mit Britta Schulze: Die Künstlerin Britta Schulze bringt Worte und Text mit Farbe auf die Straße, die die Temperaturentwicklung der Erde symbolisieren. Ihr weiteres Thema ist unsere Verantwortung für die Sperrgebiete in der Gesellschaft.

– Hörstation „Verschlungene Dörfer“ von Kulturkosmos: Mit dem performativen Spaziergang gingen die Theaterfrauen Marlen Riedel und Johanna Dieme vom Kulturkosmos Leipzig auf die Suche nach Geschichten von Zeitzeug/-innen. Sie fanden Menschen, die den Umstrukturierungsprozess des Ortes Cospuden über den Tagebau bis hin zum heutigen Badesee „Cossi“ miterlebt haben.

– Students for Future: Die Klimaaktivist/-innen der Students for Future informieren über ihre Aktionen, Forderungen und Vorschläge für eine bessere Umwelt.

Vortrag um 18 Uhr:

18 Uhr in der Katholischen Propstei St. Trinitatis: Inaccessible Sounds – Vortrag von Klangkünstler Peter Cusack (englisch). Sie sind schwer wahrnehmbar: „Inaccesible Sounds“ können zu hoch oder zu tief für das menschliche Gehör sein. Peter Cusack präsentiert in seinem multimedialen Vortrag verborgene Geräusche aus Tschernobyl, dem Aralsee aber auch großen Metropolen.

Seit dem 5. September steht der Expeditions-Kubus der Schaubühne auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz

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UFZSchaubühne Lindenfels
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