Sächsische Knauserpolitik verprellt junge Lehrer, 71 Stellen konnten zum 1. Februar nicht besetzt werden

Und wieder stellt sich heraus, dass Sachsen es nicht schafft, genügend Lehrer einzustellen. Zwar sollte die Einstellung neuer Lehrer im Schuljahr 2015/2016 deutlich anziehen. Doch selbst von den geplanten 760 neuen Lehrkräften fehlen 71. Da ist nicht nur der LandesSchülerRat Sachsen entsetzt, der erst am 23. Februar zum Termin bei Bildungsministerin Brunhild Kurth gewesen war.

Am Freitag, 26. Februar, wurden die neuen Zahlen zu den Neueinstellungen von Lehrern bekannt. Von den dringend benötigten 760 Stellen, welche alle zum 1. Februar besetzt werden sollten, konnten über 70 nicht vermittelt werden. Nach Auffassung des LandesSchülerRates wäre selbst mit allen 760 neuen Lehrern der Bedarf in Sachsen nicht gedeckt.

„Nun müssen dringend Voraussetzungen geschaffen werden, um dem akuten Bedarf gerecht zu werden“, formuliert der LandesSchülerRat. „Ein deutlicher Anstieg schulpflichtiger Kinder und eine hohe Ausstiegsrate aus dem Lehrerdienst machen das Thema im Freistaat so essentiell wie schon lange nicht mehr.“

Und es ist wieder der alte, nun schon jedes Jahr gescheiterte Versuch der Landesregierung, die Unterrichtsversorgung mit möglichst knapp bemessenem neuem Personal meistern zu wollen, der sich schon Mitte des Schuljahres als völlig ungenügend erweist.

Das benennt auch der LandesSchülerRat kritisch, wenn er anmerkt: Grundsätzlich ist das Kultusministerium gefragt, benötigte Lehrerstellen bereits zum nächsten Halbjahr großzügiger zu planen. Massive Unterrichtsausfälle und Schulklassen mit überschrittener Maximalschülerzahl haben viele sächsische Schulen bereits erreicht. Erschwerend hinzu kommt nun die scheinbar fehlende Bereitschaft von angehenden Pädagogen, in ländlichen Gebieten zu unterrichten. Als infrage kommende Region werden häufig nur die Ballungsräume Dresden und Leipzig genannt.

Das eingeführte Sachsenstipendium, welches Lehramtsstudenten für die Ausübung ihres Berufes auf dem Land gewinnen soll, sei daher ein wichtiger Anfang. Um den Lehrstandort Sachsen nicht nur für Studenten, sondern auch bei der späteren Wahl des Arbeitsplatzes attraktiv zu machen, seien aber dringend weitere Maßnahmen nötig.

„Die Landesregierung wird perspektivisch einer deutlichen Anpassung der Gehälter nicht ausweichen können. Nur ein ähnlicher Lohn, wie er in den alten Bundesländern gezahlt wird, kann den Lehrerberuf in Sachsen wesentlich attraktiver machen“, formuliert Leonard Kühlewind, Pressesprecher des LandesSchülerRates Sachsen. Der LandesSchülerRat spricht sich hierbei jedoch gegen eine Verbeamtung der Lehrer aus. Denn das wird erst richtig teuer: Später zu zahlende Pensionen würden die Neuverschuldung des Landes massiv fördern.

So sieht es übrigens auch Philipp Hartewig von den jungen Liberalen: „Wir fordern Ministerin Kurth auf, endlich ein nachhaltiges Konzept zur Verbesserung der Lehrersituation vorzulegen. Die Anreize speziell für Grund- und Oberschullehrer müssen verbessert werden. Dabei muss es, neben einer Angleichung der Vergütung zwischen den einzelnen Schulformen, vor allem um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen gehen. Eine Verbeamtung der Lehrer wäre unflexibel, würde Leistungsanreize für Lehrer weiter senken und wäre somit keine Lösung. – Der Lehrerberuf muss allgemein attraktiver gestaltet werden. Es ist die Aufgabe der Kultusministerin, die Bedingungen an der Schule durch modern ausgestaltete Klassenräume oder kleine Klassen zu verbessern sowie konkrete Leistungsanreize für Lehrer zu schaffen.“

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn der Sparkurs der Landesregierung macht den Lehrerberuf in Sachsen gleich auf mehrfache Weise unattraktiv: Nicht nur die Bezahlung liegt unter dem, was andere Bundesländer bieten, auch die Klassengrößen sind mittlerweile so, dass ein individuelles Arbeiten kaum noch möglich ist, dazu kommt die eklatante Unterversorgung der Schulen mit Lehrern, so dass die vorhandenen auch noch die Fehlbedarfe irgendwie ausgleichen müssen. Unsichere Schulstandorte, unberechenbare Versetzungen und ein wachsender Krankenstand erhöhen die Belastungen noch.

Da einfach mit einer Verbeamtung der Lehrer zu reagieren, löst die Grundprobleme nicht.

Laut den aktuellen Zahlen sind Gymnasien bei angehenden Lehrern dann auch noch beliebter als beispielsweise Oberschulen. Was auch wieder Gründe hat – neben der frühen Aussortierung von leistungsstarken und schwächeren Schülern wirkt sich auch hier das Lohnniveau aus. Nur eine Eingruppierung in die gleiche Lohnklasse für alle sächsischen Lehrer könne alle Schularten für den Lehrerberuf gleichermaßen attraktiv machen, betont der LandesSchülerRat. Auch die Effizienz von Rückkehrprämien, welche ehemaligen sächsischen Studenten einen Arbeitsplatz im Freistaat ansprechend machen könnten, müsse kurzfristig geprüft werden.

Landesschülersprecher Friedrich Roderfeld dazu: „Wir warnen seit Langem vor dem sich jährlich verschärfenden Lehrermangel in Sachsen. Nun reagiert die Landesregierung zumindest etwas auf dieses Problem und plötzlich sind keine Lehrer für die Stellen da. Jetzt muss sich das Kultusministerium dringend fragen, warum das so ist. Die vermeintlich geringe Attraktivität von ländlichen Regionen wird ein Grund sein, ist aber ganz sicher nicht das einzige Argument. – Das Sachsenstipendium kann dem Bedarf nicht kurzfristig gerecht werden, es müssen schnell weitere Lösungen erarbeitet und umgesetzt werden. Der vom Kultusministerium verbreitete Slogan ‚Lehrer werden in Sachsen. Aus Überzeugung.‘ reicht definitiv nicht aus, um unser Bundesland attraktiv zu machen.“

Und fast schon traurig klingt es, wenn die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Cornelia Falken, die neuen Zahlen kommentiert: „Dass es noch offene Stellen im Einstellungsverfahren von Lehrerinnen und Lehrern gibt, ist das Resultat einer verfehlten Personalpolitik des Kultusministeriums. So hat die Kultusministerin, obwohl inzwischen selbst vom Landesrechnungshof dafür gerügt, noch immer kein Personalentwicklungskonzept vorgelegt.“

Und sie weiß noch einen anderen Grund, warum angehende Lehrer sich lieber in anderen Bundesländern bewerben, als sich auf die Nimm-oder-lass-es-sein-Politik in Sachsen einzulassen.

„Auch das Einstellungsverfahren selbst ist unattraktiv, um Lehrkräfte nach Sachsen zu locken. Das Einstellungsverfahren sieht vor, jungen Lehrerinnen und Lehrern nur ein einziges Angebot an einer einzigen Schule zu unterbreiten. Wenn diese das Angebot nicht annehmen, fallen sie aus dem Einstellungsverfahren heraus“, so Falken kopfschüttelnd. „Eine zweite Chance auf eine unbefristete Einstellung bekommen sie nicht. Dadurch verliert Sachsen zahlreiche gut ausgebildete Lehrkräfte.“

Und das mit den besseren Angeboten für Lehrkräfte, die aufs Land gehen, hält bei näherer Betrachtung auch nicht stand, so Falken: „Die Behauptung der Kultusministerin, dass Lehrerinnen und Lehrer bei einer Einstellung im ländlichen Raum gleich in die Erfahrungsstufe III eingruppiert werden, trifft insofern nicht zu, als Lehrkräfte, die schon Erfahrungen im Beruf haben, nach Tarifvertrag sowieso in die Erfahrungsstufe III eingruppiert werden, egal ob sie in einer Stadt oder auf dem Lande eingestellt werden.“

Der Freistaat knausert also weiter und wundert sich dann, dass die jungen Pädagogen lieber abwandern, als sich auf die verkniffenen Angebote einzulassen.

Eingestellt wurden zum 1. Februar nur 689 von den geplanten 760 neuen Lehrkräften. Und ein Großteil ist nur für die DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) vorgesehen, hilft also nicht, den Lehrermangel im Normalbetrieb zu entschärfen.

Linke-Antrag für eine attraktive Einstellungspraxis. (Drucksache 6/3537).

Linke-Antrag zum Lehrerpersonalentwicklungsplan. (Drucksache 6/3538).

LehrermangelLandespersonalLandesschülerratBrunhild Kurth
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