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Thema

Lehrermangel

Lehreroffensive zeigt in Sachsen endlich ein bisschen Wirkung

Am Donnerstag, 15. August, sah Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) endlich „Licht am Ende des Tunnels“. Die vielen Änderungen bei der Werbung um neue Lehrer/-innen für Sachsen tragen erste Früchte. Auch wenn es zum Schuljahresstart noch nicht reicht, um alle ausgeschriebenen Stellen zu besetzen.

1.422 ältere Lehrerinnen und Lehrer bekommen aktuell eine Bindungszulage

Sachsen kam spät zu Potte, was das Thema Lehrermangel betrifft. Eigentlich erst 2016. Da hieß die zuständige Kultusministerin noch Brunhild Kurth und nach fünf Jahren des Versuchs, das Problem mit den fehlenden Lehrer/-innen irgendwie mit Notfallkoffern zu lösen, beschloss Sachsens Regierung endlich ein „Lehrermaßnahmenpaket“, für das einmal richtig Geld in die Hand genommen wurde. Über 200 Millionen Euro. Ein Bestandteil dieses Pakets war die sogenannte Bindungszulage.

Sächsische Lenkungspraxis produziert noch immer abgewiesene Lehrkräfte und frustrierte Lehrer/-innen

Die sächsische CDU ist eine seltsame Partei. Sie ist geradezu besessen davon, alles zu kontrollieren und zu steuern. Und davon kann sie auch nicht in Zeiten eines gewaltigen Lehrermangels lassen. Das CDU-geführte Kultusministerium verschreckt noch immer viele gut ausgebildete Pädagog/-innen mit ihrem lenkenden Einstellungsverfahren. Petra Zais kann über diese seltsame Lenkungspolitik nur den Kopf schütteln.

Sachsens Seiteneinsteiger landen oft an Schulen mit besonders hohem Betreuungsbedarf

Irgendwie ist Sachsen das Wissen darum abhanden gekommen, was es mit seinem Bildungssystem eigentlich erreichen will – tolle Ergebnisse in Rankings? Oder doch lieber echte Lernerfolge für die Kinder? Geht es um reines Reinstopfen von Wissen oder um junge Menschen mit besten Fähigkeiten zur Entdeckung der Welt? Nicht einmal bei all den Notfallpaketen der letzten Jahre war das Thema. Und auch die gewonnenen Seiteneinsteiger stopft man eher planlos ins System. So sieht es jedenfalls Petra Zais.

ESF-Projekte zur Förderung des Studienerfolgs im Lehramt vorgestellt

Gemeinsam mit dem Prorektor für Bildung und Internationales der TU Dresden, Prof. Dr. Hans Georg Krauthäuser, und dem Prorektor für Bildung und Internationales der Universität Leipzig, Prof. Dr. Thomas Hofsäss, hat Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute an der TU Dresden zwei mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekte zur Erhöhung des Studienerfolgs im Lehramt vorgestellt: „TUD_MTC – Mentoring – Tutoring - Coaching“ an der TU Dresden und „Teaching (for) You - Kompetenzkolleg für Studienanfänger_innen in lehrerbildenden Studiengängen“ an der Universität Leipzig.

Von nachhaltiger Sicherung von Bildungsqualität kann beim sächsischen Lehrermangel keine Rede sein

Am Freitag, 5. Oktober, gab es im Sächsischen Landtag eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz von CDU und SPD. Es ging mal wieder um eins der Rettungsprogramme für das sächsische Bildungssystem. Diesmal nannte sich der Notfallkoffer Handlungsprogramm „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen“.

Die Löcher bei der Lehrersuche in Sachsen werden immer größer

Es ist kein schönes Erbe, das Kultusminister Christian Piwarz (CDU) im Dezember übernommen hat. Viel zu spät. Viel zu lange hat seine Vorgängerin im Amt, Brunhild Kurth, die fatalen Folgen einer falschen Spar- und Einstellungspolitik gedeckt. Das Ergebnis: Zum Schuljahresstart 2018/2019 fehlen so viele Lehrerinnen und Lehrer wie nie zuvor.

Landessportbund Sachsen kritisiert Kürzung von Schulsportstunden

Der Landessportbund Sachsen als Interessenvertreter des organisierten Sports im Freistaat nimmt die vom sächsischen Kultusministerium geplanten Änderung der Stundentafeln mit großem Bedauern zur Kenntnis. Der Schulsport hat einen unschätzbaren Wert für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – einen für die Schülerinnen und Schüler so wichtigen Reiz aus der Stundentafel zu nehmen, muss demzufolge kritisch betrachtet werden.

Sachsen kürzt die Stundentafel ausgerechnet um Deutsch und Sport

Wie kann man das Fehlen von Lehrern kompensieren? Indem man die Stundentafel kürzt. Und das verkauft man dann als Entlastung der Schüler. So geschehen am Dienstag, 26. Juni, in Sachsen. Da kündigte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) die Kürzung der Stundentafel in Sachsens Schulen an. Das sei so in der Regierungskoalition abgesprochen.

Linker Stadtrat befürchtet chaotische Zustände in Leipzigs Grundschulen

Es wird voll in Leipzigs Grundschulen. Rappelvoll. Deswegen hat Leipzig ja jetzt ein 150-Millionen-Euro-Schnellbauprogram aufgelegt. Aber noch viel größer ist ein ganz anderes Problem: Es mangelt an Grundschullehrerinnen und -lehrern. Die falschen Planungen der Landesregierung in den vergangenen zehn Jahren zeitigen Folgen. Und Adam Bednarsky ist hochgradig besorgt.

Zahlen aus dem November deuten auf neue Stundenausfallrekorde an Sachsens Schulen hin

Bei der Polizei ging es deutlich schneller. Das hat der große Koalitionspartner CDU schon 2014 eingesehen, dass man mit der „Polizeireform 2020“ eigentlich Bockmist geschossen hatte und die Sache dringend korrigiert werden muss. Deswegen wurden dort auch relativ schnell (für sächsische Verhältnisse) einige wichtige Korrekturen beschlossen. Aber dass es um die Lehrer längst genauso dramatisch stand, wollte die zuständige CDU-Ministerin bis Herbst 2017 nicht zugeben. Das hat Folgen.

Solidarität im Lehrerzimmer: Leipziger Studenten gegen Verbeamtung in Sachsen

Das neue Bildungspaket in Sachsen ist ein echter Debattenauslöser und eine neue Richtung der Bildungsfinanzierung im Freistaat. Auch von den Vertretern der Lehramtsstudenten der Leipziger Universität gibt es Lob, vor allem dafür, dass sich die Bremse nun angesichts eines 1,7 Milliardenprogramms in den kommenden fünf Jahren nach Jahren des Wartens gelöst zu haben scheint. Überraschenderweise jedoch lehnen eben diejenigen die von der CDU gewollte Verbeamtung ab, denen sie angeblich nützen soll: die zukünftigen Lehrer. Mangelnde Gleichbehandlung, drohende Unmündigkeit im Beruf und ein unsolidarischer Obrigkeitsstaat schrecken sie eher ab.

Gerade mal jeder vierte Pädagogikstudent kommt auch im sächsischen Bildungswesen an

Normalerweise sollte Personalplanung in einem Land wie Sachsen mit Logik und belastbaren Zahlen vor sich gehen. Doch die halbjährlichen Verzweiflungs-Meldungen aus dem Kultusministerium sprechen eine andere Sprache. Nur ein winziger Teil der in Sachsen studierenden Pädagoginnen und Pädagogen landet am Ende auch im sächsischen Staatsdienst. René Jalaß wollte nur zu gern erfahren, warum das so ist. Aber dazu gibt es keine Statistik. Gar keine.

Sogar die CDU ist mit dem Verhandlungsergebnis zum sächsischen Bildungspaket zufrieden

Als die sächsische Staatsregierung das Handlungsprogramm „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität im Freistaat Sachsen“ am Freitag, 9. März, vorstellte, ging ein Seufzen durch den Landtag. Endlich wird ein Großteil von dem umgesetzt, was seit Jahren als Lösung für das sächsische Lehrerproblem genannt wird. Maßnahmen in Höhe von über 1,7 Milliarden Euro stehen für die nächsten fünf Jahre bereit.

Demokratie ist, wenn auch der große Koalitionspartner seine Beton-Positionen in der Bildung endlich aufgibt

Ob es die richtige Überschrift war, die das Sächsische Kultusministerium am Freitag, 9. März, wählte, um das Verhandlungsergebnis der Regierungskoalition zum Lehrerproblem in Sachsen zu betiteln, darf man durchaus bezweifeln. „Sachsen verbeamtet Lehrer“, hatte das CDU-geführte Ministerium über die Meldung geschrieben, weil die Verbeamtungsidee nun einmal ein CDU-Lieblingsthema war. Aber in dem 1,7-Milliarden-Euro-Programm steckt viel mehr.

Landessportbund Sachsen spricht sich gegen die Kürzung von Schulsportstunden aus

Die geplante Begrenzung des Schulsports auf zwei Wochenstunden ist einer umfassenden und vielseitigen Ausbildung der sächsischen Schüler keinesfalls zuträglich und wirkt nicht ausgereift sowie wenig sinnvoll. Der Landessportbund Sachsen (LSB) als Interessenvertreter des organisierten Sports im Freistaat kann eine mögliche Beschränkung des Schulsports auf zwei Wochenstunden nicht nachvollziehen. Das erklärte Ziel der vom Kultus- und Finanzministerium geplanten Kürzungen ist es, die Unterrichtsbelastung der Schüler zu senken. Darüber hinaus ist die aktuelle Situation des sächsischen Lehrermangels allgemein bekannt. Allein durch einen Wegfall von Wochenstunden im Bereich Sport, Musik und Kunst diese Probleme bewältigen zu wollen, erscheint aus Sicht des LSB nicht zielführend.

Gastmanns Kolumne: Sportfrei statt Sport frei?

Das Schönste am Bildungswesen ist zweifellos: Hier kann nicht nur jeder mitreden, sondern auch jeder mitmachen. Weil alle Experten auf dem Gebiet der Bildung sind. Schließlich waren ja auch alle einmal in der Schule – vom Fahrradkurier, über die Nagelstudio-Betreiberin bis zum Juristen. Wer nicht aufpasst, wird sogar schnell mal Minister. Das einzige, was im Kultusministerium nicht so gern gehört wird hingegen, ist die Meinung dieser lästigen Spezies der Lehrer.

Statt überfrachtete Lehrpläne zu entschlacken, will Sachsens Kultusminister jetzt Musik und Kunst zusammenstreichen

Es ist der lange Schatten einer überforderten Kultusministerin, der jetzt zum nächsten Ärger im sächsischen Bildungsdiskurs führt. Das Kultusministerium stellte es in seiner Meldung am 2. März selbst fest: „Bereits die ehemalige Kultusministerin Brunhild Kurth hatte angekündigt, mit dem neuen Schulgesetz auch die Lehrpläne aller Schularten zu überprüfen.“ Und es überrascht nicht, dass der Musik- und Kunstunterricht auf der Streichliste der Kultusbürokratie landet.

Dass Sachsen tatsächlich 600 neue Lehrer zur Schuljahresmitte gefunden hat, ist sogar ein erstaunliches Ergebnis

Am 28. Februar musste das sächsische Kultusministerium melden, dass wieder nicht alle ausgeschriebenen Lehrerstellen besetzt werden konnten. Einerseits ist das natürlich Ergebnis einer verfehlten Personalpolitik, die auch Cornelia Falken (Linke) und Sabine Friedel (SPD) deutlich kritisieren. Aber Friedel kennt auch einen guten Grund, warum Sachsen sogar froh sein kann, dass es nicht noch schlimmer kam.

Ausgebildete Lehrer bevorzugen es, sich nicht in Sachsen zu bewerben

Eigentlich kann man zur jüngsten Meldung aus dem sächsischen Kultusministerium nur sagen: Die Luft ist raus. Sieben wertvolle Jahre wurden verschenkt und vertrödelt, um den Lehrermangel wirklich ernsthaft lösen zu wollen. Und Christian Piwarz (CDU), der das Amt seit Dezember 2017 verwaltet, ist nicht zu beneiden. Wenn er diesen Scherbenhaufen aufgeräumt bekommt, hat er wirklich eine große Tat getan.

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