Sachsens Regierung hat den Lehrermangel seit 2012 systematisch herbeiorganisiert

Die sächsischen Kultusminister haben es gründlich versemmelt. 2006/2007, als der alte Tarifvertrag auslief, hätte das Umsteuern bei der Lehrereinstellung beginnen müssen. Tausende Lehrer hatten mit Stunden- und Gehaltsverzicht geholfen, das System über den Berg zu bringen, dem die Schüler abhandengekommen waren. Nun sind die Schüler wieder da. Aber die Lehrer fehlen. Ein brandheißes Thema, über das am Montag, 19. September, diskutiert werden soll.
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Dann gibt es eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift „Schule in Not –  Lehrermangel an Leipziger Schulen – Welche Lösungen sind vorgesehen?“ um 18:00 Uhr in der Galerie KUB in der Kantstraße 18 (Südvorstadt).

Das Podium wird hochkarätig besetzt, denn diesmal steht der Zustand des Schulwesens in Leipzig im Mittelpunkt.

An der Podiumsdiskussion nehmen teil: Ralf Berger, Sächsische Bildungsagentur Regionalstelle Leipzig, stellvertretender Direktor, Regionalstellenleiter, Cornelia Falken, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, Ines Hartmann, Kreisvorsitzende GEW Leipzig, Pier Meier, Vorsitzender Stadtelternrat Leipzig, Isa-Lia Zeh-Sa, Stadtschülerrat Leipzig, und Margitta Hollick, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig.

Eigentlich brennt es nicht nur an einer Stelle. Weder der Schul(neu)bau ist geklärt noch sind es Themen wie Inklusion, die Integration der Schüler aus den DaZ-Klassen, die Lehrmittelausstattung …

Aber zentral wird es um das grundlegende Thema gehen: den Lehrermangel. Den sich die sächsische Landesregierung selbst organisiert hat. 2006 war der Zeitpunkt zum Umsteuern. Der wurde verpasst. Folgerichtig wurde aus dem einstigen Lehrerüberschuss binnen weniger Jahre ein um sich greifender Lehrermangel. Der schaukelte sich unter Schwarz/Gelb immer weiter auf – bis 2012 gleich zwei wichtige Bildungspolitiker der CDU das Handtuch warfen: Roland Wöller, der Kultusminister, und Thomas Colditz, der bildungspolitische Sprecher der Fraktion.

Die Sachsen staunten. Regiert denn die CDU nicht die ganze Zeit? Wer hindert ihre Bildungspolitiker daran, ordentliche Arbeit zu machen?

Würde sich wenigstens etwas ändern, nachdem Brunhild Kurth das Amt der Kultusministerin übernahm?

Es änderte sich nichts. Im Gegenteil: Jahr für Jahr riss das Loch weiter auf, stellte die Staatsregierung zu wenige Lehrer ein.

Schon im Schuljahr 2015/2016 gelang es ihr nicht mal mehr, genügend Lehrer für die verfügbaren Stellen zu finden: 30 Prozent der 1.000 Stellen mussten mit Seiteneinsteigern besetzt werden, weitere 30 Prozent mit schulartfremden Lehrern. Da war noch nicht einmal vom Stopfen von Löchern die Rede, denn tatsächlich fehlten zu dem Zeitpunkt schon mindestens 1.300 Lehrer im Land, gehörte Stundenausfall in allen sächsischen Schulen zum Alltag, konnten viele Fachlehrerstellen nicht besetzt werden.

2012, so sagt Cornelia Falken, wäre der Zeitpunkt gewesen umzusteuern, ein echtes Lehrerentwicklungskonzept vorzulegen und die jungen Lehrer, die sich bewarben, auch einzustellen, nachdem von den hunderten frisch ausgebildeten Pädagogen von Sachsens Hochschulen in den Vorjahren die meisten abwandern mussten. Sachsen stellte über Jahre so gut wie keine Lehrer ein.

Und als man dann wieder begann, knauserte man weiter, nahm nur einen winzigen Anteil der Bewerbungen in den Schuldienst.

Die Meldungen zum Schuljahresbeginn 2016 zeigten diese Politik ja in aller Blöße: 2.300 Bewerbungen bekamen die sächsischen Bildungsagenturen auf 1.200 freie Stellen. Am Ende vermeldete Brunhild Kurth ein Desaster: Nur 1.148 dieser Stellen konnten besetzt werden, davon ein Großteil nur mit Seiteneinsteigern. Wobei die Begründung des Kultusministeriums für die Nicht-Einstellung von über 1.000 ausgebildeten Pädagogen schon seltsam klang: Sie sollten den ach so hohen Qualitätsansprüchen des Freistaats nicht genügt haben.

Stattdessen stellte man lieber Menschen ein, die nicht mal eine pädagogische Grundausbildung besaßen. Mit drei Wochen Crashkurs in sächsischer Schulgesetzgebung. „Selbst Hilfspolizisten bekommen ein Vierteljahr Ausbildung“, kommentiert das Falken, die sich für den 19. September vor allem eine sachliche und lösungsorientierte Diskussion wünscht. Denn das, was das Kultusministerium da betreibt, sorgt nicht nur dafür, dass Sachsens Schulen keine Reserven mehr haben und die Unterrichtsqualität drastisch sinkt.

Immer öfter stehen immer weniger Lehrer viel zu vollen Klassen gegenüber. Gerade in den Großstädten, wo die Schülerzahlen wachsen – aber der bestehende Lehrerpool nicht. Augenscheinlich begegnen die Neulinge gerade in Leipziger Schulen Zuständen, die beim besten Willen nicht auszuhalten sind. Sachsenweit haben gleich 54 eigentlich schon eingestellte Lehrer wieder gekündigt oder gar nicht erst den Dienst angetreten.

Und trotzdem steuert die Staatsregierung nicht um. „Bei der Bezahlung ist Sachsen mittlerweile das Schlusslicht“, sagt Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender der Linken im Leipziger Stadtrat und selber Lehrer von Beruf. Da sei es nur logisch, dass gut ausgebildete Hochschulabgänger sich gar nicht erst in Sachsen bewerben. Selbst in Thüringen und Sachsen-Anhalt ist die Bezahlung besser. Auch die Knauserpolitik der Regierung vergrault die Fachkräfte, die man gern hätte.

Die überfüllten Klassen dazu und die ausgedünnten Kollegien – da zieht es junge Pädagogen immer seltener in den sächsischen Schuldienst.

Aus dem Dilemma kommt Sachsen nur heraus, wenn es die Bezahlung – auch und gerade in den Grund- und Mittelschulen – anhebt auf ein konkurrenzfähiges Niveau. Wenn Sachsen hier mit Brotsamen lockt, hat es keine Chancen. Die Klassen müssen kleiner werden, sagt Falken, was nur gelingt, wenn der Freistaat mehr Lehrer einstellt. Das Märchen, dass die über 1.000 abgewiesenen Bewerber die nötige Qualität nicht hatten, nimmt sie der Kultusministerin nicht ab. Dass die aufs „Sparen“ fixierte CDU jetzt gar an die Anrechnungsstunden will und damit sogar noch Geld aus dem Schulsystem herausquetschen will, findet sie geradezu kontraproduktiv.

Schon jetzt ist der Lehrerberuf in Leipzig so unattraktiv, dass nicht einmal die Bewerberzahlen erreicht wurden, wie sie der Rest des Landes hatte. 439 Bewerber gab es auf die 375 Stellen. Eingestellt aber wurden vor allem Seiteneinsteiger und schulartfremde Lehrer. Die für den jeweiligen Schultyp ausgebildeten Lehrer waren die Minderheit. Selbst an den Gymnasien gab es vier Einstellungen von Seiteneinsteigern.

„Davon, dass eine Anstellung als Lehrer in Leipzig besonders attraktiv wäre, kann man bei diesen Zahlen wirklich nicht mehr sprechen“, sagt Pellmann.

Die Zahlen erzählen eher davon, dass im Kultusministerium die reine Ratlosigkeit herrscht. Man hat keinen Plan mehr. Und wenn man mal einen hatte, ist er vom Finanzminister zerschossen worden. 2015 sollte das Kultusministerium laut Koalitionsvertrag schon ein Personalentwicklungskonzept für die Schulen vorlegen. Im Januar fragte die Opposition nach – und es gab keins. Kurzfristig sollte es im Frühjahr kommen – und kam nicht.

Ohne so ein Konzept aber weiß die Kultusministerin gar nicht, wie viele Lehrer sie eigentlich mit welcher Qualifikation in welchem Schultyp braucht. Es kommt ein einziges Gewurstel dabei heraus, bei dem die ausgebildeten Lehrkräfte sichtlich nicht zum Bedarf passen.

Und unter dem nicht nur die Schüler leiden, sondern auch die Lehrer. Wenn die sich in einem so kaputtgesparten System überhaupt noch bewerben und nicht lieber gleich in andere Bundesländer gehen, wo man den Lehrerberuf wirklich schätzt und sich nicht regierungsamtlich hinter falschen Ausreden versteckt.

Tipp: Podiumsdiskussion „Schule in Not –  Lehrermangel an Leipziger Schulen – Welche Lösungen sind vorgesehen?“ am Montag, 19. September, um 18:00 Uhr in der Galerie KUB in der Kantstraße 18 (Südvorstadt).

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