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Am 29. September wird wieder gegen die katastrophale sächsische Bildungspolitik demonstriert

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    In Sachsen steht die Bildungspolitik völlig auf dem Kopf. Während die Regierung die Erfüllung ihrer Hausaufgaben verweigert, Stunden schwänzt und Klassenarbeiten vergeigt, erzählen jetzt die Schüler der Kultusministerin, wie Bildung organisiert werden muss. Am Dienstag lud der LandesSchülerRat zur Pressekonferenz nach Dresden. Am Donnerstag, 29. September, wird demonstriert.

    Wieder einmal. Wie schon 2012, als eine andere Schülergeneration hoffte, sie könnte die Regierung aus ihrem Siebenämterschlaf wecken. Nichts hat sich gebessert. Im Gegenteil: Die Flickschusterpolitik ist in eine Prothesenpolitik ausgeartet. Nicht einmal mehr die Hälfte der ausgeschriebenen Stellen kann mit ausgebildeten Fachlehrern besetzt werden.

    Die Probleme liegen seit Jahren auf dem Tisch. Vier Jahre wären eigentlich genug gewesen, die Weichen zu stellen und sich wirklich um die Sicherung des Lehrernachwuchses zu kümmern. Es ist auch klar, was getan werden müsste. Der Landesschülerrat hat es in einem 10-Punkte-Manifest noch einmal detailliert aufgeschrieben.

    Und am Donnerstag, 29. September, wird demonstriert: gegen Sachsens völlig verfahrene Bildungspolitik.

    An diesem Donnerstag ruft der Landesschülerrat einen landesweiten Aktionstag aus und appelliert an alle sächsischen Schülerinnen und Schüler, sich zu beteiligen. Unter dem Motto „Bildet die Rettung – Rettet die Bildung!“ soll auf den Lehrermangel, den fehlenden Fortschritt im Schulgesetzentwurf, überfüllte Lehrpläne und die ausbleibende digitale Revolution in den Klassenzimmern aufmerksam gemacht werden. Der LandesSchülerRat als Veranstalter wird von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, den Lehrerverbänden, Studierendenschaften und Elternvertretungen unterstützt.

    Das Datum ist bewusst gewählt. Dresden ist am Wochenende darauf Austragungsort der Festlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Die anderen Länder sollen auf die verfehlte Bildungspolitik in Sachsen aufmerksam werden. Zudem ist am 29. September Plenartagung, so dass sowohl die Abgeordneten als auch Vertreter der Staatsregierung im Sächsischen Landtag anwesend sein werden.

    Die Aktionen reichen vom menschlichen Ausrufezeichen bis hin zur symbolischen Beerdigung der Bildung. An einigen Schulen werden Vertreter des LandesSchülerRates vor Ort sein. Bereits jetzt ist von einer Teilnehmerzahl im fünfstelligen Bereich auszugehen.

    In Leipzig gibt es am Donnerstagmorgen drei Aktionen:

    Am Immanuel-Kant-Gymnasium gibt es um 9:30 Uhr die Fotoaktion „Lehrer werden älter“, Gast: Leonard Kühlewind (LandesSchülerRat)

    Am Gymnasium Neue Nikolaischule gibt es um 10 Uhr die Aktion „Beerdigung der Bildung“, Gast: Francesca Stiehler (LandesSchülerRat)

    An der Geschwister-Scholl-Oberschule findet um 11:30 Uhr die Fotoaktion „Überfülltes Klassenzimmer“ statt. Gast: Isa-Lia Zeh-Sa (LandesSchülerRat)

    Demo in Dresden

    Am Nachmittag um 15:30 Uhr findet dann vor dem Sächsischen Landtag eine Großkundgebung statt. Sie soll der Abschluss eines Tages sein, welcher die breite Öffentlichkeit auf die verfehlte sächsische Bildungspolitik aufmerksam machen soll. Zur Kundgebung in Dresden wird es neben Redebeiträgen und dem Auftritt der Band RANY auch die Vorlesung eines Forderungskataloges geben. Zudem werden die Teilnehmer in geeigneter Möglichkeit Botschaften an die Politik richten können. Auch einige Landtagsfraktionen unterstützen den LandesSchülerRat und werden vor Ort sein.

    Landesschülersprecher Friedrich Roderfeld: „Gute Bildung ist nicht verhandelbar. Wir müssen die Bildung retten, denn es geht um unsere Zukunft!“

    Der Landesschülerrat hat seine Forderungen in einem 10-Punkte-Katalog zusammengefasst, der im Positionspapier „Bildungsretter“ (unterm Artikel verlinkt) noch einmal ausführlich erläutert wird.

    Der 10-Punkte-Forderungskatalog des LandesSchülerRats :

    Wir fordern von der Politik und der Verwaltung…
    …ein Sofortprogramm gegen den Lehrermangel ins Leben zu rufen,
    …die Attraktivität des Lehrberufes weiter zu steigern,
    …in Zukunft realitätsnahe Planungen zum Lehrerbedarf aufzustellen,
    …den Lehrermangel schulartspezifisch zu vermindern,
    …dem neuen Schulgesetz mehr Zeit für Debatten und Diskussionen zu geben,
    … den Willen zu Reform in Schulgesetz und Schulsystem mit Taten zu bezeugen,
    …Seiteneinsteiger wertzuschätzen,
    …den Vorbereitungsdienst zu stärken,
    …einen Masterplan „Digitale Schule“,
    …Lehrpläne zu reformieren und Lerndruck zu verringern.

    Positionspapier „Bildungsretter“.

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