Ich habe einen Traum, 1

Eine neue Zeitung für eine andere Stadt oder Eine andere Zeitung für eine neue Stadt?

Ich habe einen Traum. Einen Traum voller Mühsal, Stolpersteine und kräftezehrender Wegstücke. Es ist ein alter Traum. Manche Leserinnen und Leser träumen ihn mit mir nun seit 12 Jahren. Es ist nur auf den ersten Blick der Traum von einer Zeitung, die wieder von dem erzählt, was die Bürger in dieser Stadt tatsächlich bewegt. Was denn für eine Zeitung? Und was bitteschön ist eine Zeitung?

Zeitung machen, das kann doch jeder. Die Welt ist voller Nachrichten, die man doch nur weiterverbreiten muss. Manche erweisen sich als wichtiger, andere als lauter. Fünf davon dominieren den Tag, schon wenn man aufsteht. Sie dudeln im Radio rauf und runter, bestimmen die Nachrichten im TV und beherrschen alle Kanäle.

Das war auch 2004 schon so. Daran hat sich nichts geändert.

Jedes Medium, das neu dazu kommt, steht vor demselben Spagat: Wer Aufmerksamkeit haben will, der rennt den Aufregern des Tages hinterher und versucht, schneller zu sein als alle anderen.

Wer andere Geschichten erzählt, weil die vielleicht wichtiger sind, elementarer, der hat ein Problem.

Lauter als die anderen oder leiser?

Er wird ausgefiltert. Von den lauten Medien sowieso, von den Algorithmen der großen Internet-Giganten mittlerweile ebenfalls. Der kann erzählen und erzählen. Und niemand hört zu. Oder ein paar wenige, die zumindest noch ahnen, dass in der Welt, in der sie leben, die großen Aufregerthemen eigentlich keine Rolle spielen. Sie lenken nur ab von dem, was in ihrer eigenen Stadt passiert.

Denn es passiert ja. Jeden Tag.

Schrumpfende Stadt? Schon 2004 ein Märchen

Eine Stadt ist ein atmender Koloss, der sich entwickelt. Als wir hier begannen zu schreiben, war es ein schrumpfender Koloss. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Eine „shrinking city“. Ganze Trosse von Stadtexperten reisten an, um sich von den Leipziger Rückbau-Spezialisten erklären zu lassen, wie man unsanierte Häuser rettet, Brachen bespielt und nach Komplettabrissen dunkle und helle Wälder pflanzt.

Irgendwo auch auf unseren Rechnern sind alle diese Geschichten noch ordentlich gespeichert. Wenn wir mal Zeit zum Ausgraben haben, holen wir sie wieder hervor.

Und ich glaubte das damals einfach nicht. Ich schrieb nicht „Ihr seid ja irre!“, sondern ich ging los, fragte Leute, sah mir Brachen und Hausretterprogramme an. Und wühlte mich durch die Zahlen. Und erzählte auf dieser Seite, dass das mit dem Schrumpfen aber schon lange her war. Leipzig war schon längst wieder eine wachsende Stadt.

Politik: 5 Jahre im Verzug

Bis heute beschäftigt mich die Frage, warum das so ist. Wie das funktioniert. An der hohen Politik kann es nicht liegen. Die kleckert, wie ich lernen durfte, der Wirklichkeit immer hinterher. Im Schnitt 5 Jahre. Zumindest was Leipzig betrifft.

Und ich habe schnell gemerkt, dass das allein nicht zu schaffen ist, wenn man es wirklich herausbekommen will. Wir sind ein wenig als Mannschaft gewachsen in dieser Zeit. Nie so stark, dass der eigentliche Traum greifbar wurde. Denn um einer Stadt beim Leben zuzuschauen, braucht man Leute.

Und zwar erstaunlich viele. Leute, die wissen, wen sie fragen müssen, was sie fragen müssen, welche Wege sie gehen müssen.

Denn Leipzig selbst weiß wenig über sich.

Eine Stadt in virtueller Entfremdung

Leipzig ist eine Stadt mit einer virtuellen Brille vor den Augen – und lässt sich die ganze Zeit von bunten Bildern berauschen. Viele Leipziger leben in einer glorifizierten Vergangenheit. Viele leben in einer glorifizierten Gegenwart. Viele sind froh, dass niemand sie bittet, die Brille abzusetzen.

Denn dann? Was passiert dann?

Da beginnt mein Traum. Der Traum von einer Stadtgesellschaft, die nach Jahren der Abwesenheit wieder beginnt, sich mit sich selbst zu beschäftigen. In der sich die Stadtbürger Zeit nehmen. Jeden Tag – 10 Minuten, 15 Minuten. Lesen, was wir hier geschrieben haben, weil wir es für wesentlich halten. Und es sich zu eigen machen. Nicht einfach „Ja!“ sagen, sondern es annehmen und – vielleicht – mitdiskutieren. Unten in den Kommentarfeldern.

Das ist ein Anfang, eine Ahnung von dem, was die Zeitung einer Stadt schaffen könnte, wenn sie sich nicht nur als Nachrichten-Bringer versteht, sondern als Ort für das dringend notwendige Selbst-Gespräch dieser Stadt. Ein Gespräch, das es nirgendwo gibt. Nicht in sozialen Netzwerken, wo alles gefiltert wird und sich die Lebenswelten zersplittern, nicht anderswo.

Eine Stadtgesellschaft braucht einen Ort zum Diskutieren

Sie ahnen: Da müsste eigentlich viel mehr passieren. Auch viel mehr als 1.500 wissbegierige Leipziger, die sich einbringen als Abonnenten für die L-IZ. Was schon wieder in die Irre führt.

Ein Abonnent ist ja eigentlich nur ein Konsument, der – wie bei alten Zeitungen gewohnt – geliefert bekommt. Was wieder den allwissenden, alleinunterhaltenden Journalisten voraussetzt, der einfach täglich liefert. Wer das zwölf Jahre lang beobachtet, der merkt: Da entsteht ein gewaltiges Loch. Ein riesiges Ungleichgewicht. Da fehlt der mit-diskutierende Bürger und Leser.

Eigentlich ist es allerenden spürbar: Unsere ganze moderne, mediengetriebene Demokratie braucht etwas, was einfach nicht zustande kommt, obwohl die technischen Mittel dafür alle existieren: Eine andere Art Medien-Welt, eine wirklich neue Art Zeitung, eine, die die wissende Bürgerschaft einer Stadt tatsächlich zum Resonanzraum hat, zum echten Diskussionspartner.

Sie merken: Ohne Sie kann ich den Traum nicht träumen.

Aber wo sind Sie?

Der schüchterne Anfang: Was kostet die Herausgabe der L-IZ.de?

FreikäuferIch habe einen Traum
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