Seiten 426 bis 433

Das Untertan-Projekt: Das Jüngste Gericht, der Teufel und Diederichs Entweichen

Für alle LeserUnd wer es nicht glaubt, kann es hier einfach nachlesen. Wie oft muss Heinrich Mann eigentlich die Zeitung des Tages fluchend zusammengefaltet und in den Papierkorb geschmissen haben, wenn wieder neuer Kaiser-Schmarrn darin stand? Denn auch die Kriegsstimmung im Wilhelminischen Kaiserreich wurde mit Frames geschaffen. Und die Worte, die diese „Rahmen“ für das Denken der Leser bilden, kommen einem vertraut vor. Die heutigen rechtsradikalen Frames stammen genau aus diesem Vokabular.

Das Diederich in seiner ewig langen Rede zur Kaiser-Wilhelm-Denkmal-Enthüllung natürlich verschwenderisch nutzt. Er verbringt seine Abende, wenn er denn schon mal mit Guste zu Hause ist, ja mit exzessivem Studium der Zeitung, jubelt über jeden neuen Spruch seines Kaisers.

Aber dieser Kaiser war ein Phantast. 20 Jahre lang hat er den Krieg herbeischwadroniert, indem er aus seinen eigenen Animositäten gegen Engländer und Franzosen das Bild einer wachsenden Bedrohung schuf und ein „gewaltiges Ringen“ heraufbeschwor, mit dem er meinte, die „Erzfeinde“ endgültig niedertreten zu können.

Und genau diesen Sprachmüll, der die deutsche Politik immer mehr vergiftete und am Ende, 1914, die Stimmung erzeugte, man müsse jetzt endlich losschlagen, den bringt Diederich kurz vorm Höhepunkt seiner Rede: „Aus dem Lande des Erbfeindes wälzt sich immer wieder die Schlammflut der Demokratie her, und nur deutsche Mannhaftigkeit und deutscher Idealismus sind der Damm, der sich ihr entgegenstellt. Die vaterlandslosen Feinde der göttlichen Weltordnung aber, die unsere staatliche Ordnung untergraben wollen, die sind auszurotten bis auf den letzten Stumpf …“.

Geändert haben sich unsere Nationalisten bis heute nicht. Sie verachten die Demokratie, sie bauschen Bewegungen gern zur Flut auf, und um nicht gleich mit dem Wort „vaterlandslos“ aufzufallen als echte Rechtsextreme, reden sie heute von Multikulti … Sie haben sich nicht geändert.

Was sie zu bieten haben? Pomp und Theater.

Auch deshalb inszeniert Heinrich Mann die Enthüllung des Denkmals als große Show mit Blitz und Donner und einem Sturzregen, der die ganze illustre Gesellschaft Hals über Kopf vom Platz stürzen lässt. Womit dann auch die geplante zweite Ordensverleihung für Diederich ins Wasser fällt.

Aber unterm Rednerpult hat er ein halbwegs geschütztes Plätzchen gefunden, auch wenn wir ihn gleich pitschenass den Platz verlassen sehen. „Er hatte seinen Hut verloren, am Boden seiner Schuhe schlenkerte Wasser, und in der rückwärtigen Erweiterung der Beinkleider trug er eine Pfütze mit sich herum.“

Ein Polizist hat ihm noch eiligst im Davoneilen den Wilhelmsorden in die Hand gesteckt. „Da hamse ‚n Willemsorden“.

Den streckt Diederich jetzt mit Ätschibätschi zum Himmel. Triumphiert er nun? Das „Jüngste Gericht“ ist ja ausgeblieben. „Der Umsturz der Macht vonseiten der Natur war ein Versuch mit unzulänglichen Mitteln gewesen“.

Nur der Platz ist verwüstet. Der Kaiser sitzt da auf seinem Pferd. Der Blitz hat ihn verfehlt.

Und wo Wolfgang Staudte im Film von 1951 überblendet in eine kriegszerbombte Stadt, damit alle Zuschauer die Botschaft verstehen („So was kommt von so was“), geht im Roman Diederich Heßling quitschequatschenass in die Fleischhauergrube. Da steht das Haus des alten Buck, das jetzt Diederich gehört – mit allem Inventar. Wagen stehen vor dem Haus, die Türen stehen offen. Und nach erstem Widerstreben geht Diederich hinein, nur um drinnen, im hintersten Zimmer, die ganze Familie Buck um das Bett des alten Mannes stehen zu sehen.

Und wie er die Bucks da so stehen sieht, die er ja – wie Bucks Schwiegersohn Lauer – so schäbig verfolgt hat, scheint er in Gedanken noch einmal zu triumphieren. Denn das oben zitierte „auszurotten bis auf den letzten Stumpf“, das ist Diederichs Art, Politik zu machen. Und – zumindest in Worten – die von Wilhelm II. Und erst recht und dann in praxi die der triumphierenden Nationalsozialisten.

Und Diederich glaubt tatsächlich, der alte Liberale Buck hätte den politischen Wettstreit genauso betrachtet. Wie oft hat der Alte ihm die Arme aufgehalten, hat ihn behandelt wie einen gefühlvollen Menschen, immer auf Augenhöhe?

Und nun tritt Diederich – zumindest in Gedanken – noch einmal nach: „Er war gefallen, und sie mit, er verschwand, und sie alle mit. Er hatte immer nur auf Flugsand gestanden, da er nicht auf der Macht stand. Nichtig Ziele, die fortführten von der Macht! Fruchtlos Geist, denn nichts hinterließ er als Verfall! Verblendung jeder Ehrgeiz, der nicht Fäuste hatte und Geld in den Fäusten“.

Man muss sich nur umschauen. So glauben Diederichs Enkel heute wieder Politik machen zu können. Sie können nicht verstehen, dass Leute wie Buck Politik nicht als ein großes Hauen und Stechen begreifen, bei dem am Ende der Sieger die Macht anbetet, sondern als ein gemeinsames Ringen um gemeinsame Lösungen.

Stimmt: Davon sind wir weit entfernt. Der Diederichsche Hochmut steckt in vielen Köpfen. Macht korrumpiert. Wir haben ja zuschauen können, wie das geht.

Nur über das Wort „Flugsand“ stolpert man, wo wir doch gesehen haben, wie abhängig sich Diederich gemacht hat vom guten Willen der Mächtigen – insbesondere des bärbeißigen Regierungspräsidenten. Aber selbst diese seltsame Wahrnehmungsverschiebung kennen wir ja.

Viele unserer ach so kühnen Abgeordneten sind ja auch deshalb so seltsam verstört, wenn man mit ihnen spricht, weil sie alle nicht zu sich selbst und ihren Überzeugungen stehen, sondern wissen, dass sie vom guten Willen der über ihnen Residierenden abhängig sind. Sie sind Anbeter der Macht – wie unser Diederich. Und deshalb so oft und so leicht missbrauchbar.

Nein, Heinrich Mann warnt mit diesem Buch nicht vor dem Krieg. Den hielt er mit dieser Untertanen-Personage für unausweichlich.

Aber er warnte vor diesen verkrümmten Patrioten, die ihre Leere mit kraftstrotzenden Phrasen zukleistern und sich in Rausch reden, wenn eigentlich Nachdenken angesagt ist. Sie sind wie Schauspieler, die eine Rolle spielen. Fest überzeugt, dass die Rolle das Eigentliche ist und sie und ihre Partei und „wir Deutschen“ seien was Besseres als andere.

Eine hohle, beängstigende Arroganz. Keine Frage.

Und während der alte Buck auf dem Sterbebett augenscheinlich noch einmal die schönsten Stunden seiner politischen Karriere vor Augen hat und genießt, denn dafür hat er ja nun wirklich gelebt, hält er erschrocken inne, „als sei er einem Fremden begegnet, der Grauen mitbrachte: erschrak und rang nach Atem. Diederich, ihm gegenüber, machte sich noch strammer, wölbte die schwarz-weiß-rote Schärpe, streckte die Orden vor, und für alle Fälle blitzte er. Der Alte ließ auf einmal den Kopf fallen, tief vornüber fiel er, ganz wie gebrochen.“

Es ist seine Schwiegertochter, die dann ausruft: „Er hat etwas gesehen! Er hat den Teufel gesehen!“

Das könnte die Pointe sein.

Ist sie aber nicht. Auch wenn das so schön theatralisch ist – ein gespenstischer Kaiserdarsteller in der Tür, der den alten Buck vor Entsetzen sterben lässt.

Aber eine kleine Geste sorgt dafür, dass dieser Moment so nicht stehenbleibt: „Judith Lauer stand langsam auf und schloß die Tür“.

Die Frau hat uns schon mehrfach verblüfft, weil sie selbst dann Ruhe und Würde wahrt, wenn ringsum alles außer Rand und Band zu sein scheint. Diese kleine Handlung ist wie ein sachter Hinweis des Autors: Das Leben ist kein Theater. Und man kann auch würdevoll leben, wenn man sich nicht besser dünkt als andere, wenn man sich nicht in Pose wirft und auf andere herunterwettert, als hätte man dafür einen göttlichen Ermächtigungsschein.

Keiner der jungen Bucks hat bislang Ambitionen gezeigt, zu Diederich in den Ring der Politik zu steigen. Selbst da täuscht er sich. Selbst in diesem Türenschließen steckt eine fast liebevolle Verachtung für Drama, Show und Lüge.

Es wird nicht klar, ob nur der sterbende Buck diesen posierenden Diederich noch gesehen hat. Ob ihn die anderen Anwesenden in ihrer Trauer nur nicht sehen wollten, sich wenigstens diesen Moment nicht von diesem Patriotendarsteller zerstören lassen wollten.

Und so bleibt der kleine Hinweis: „Diederich war schon entwichen.“

Vieldeutig, wenn man darüber nachdenkt, wie so vieles, was Heinrich Mann über seinen Helden geschrieben hat.

Wir klappen das Buch zu.

Und wissen eigentlich – und das ist ja diese letzte Botschaft: Die Diederiche entweichen immer. Egal, wie fürchterlich sie die Sache vermasselt haben.  Sie kommen immer wieder aus dem Schatten, wenn die Macht ruft. Und sie sind zu jeder Schandtat bereit, wenn sie sich damit nur einen Orden verdienen.

Haben Sie schon einen Orden?

Sie Armer. Da haben Sie wohl irgendetwas falsch gemacht.

Das „Untertan-Projekt“.

Untertan-Projekt
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