Seiten 415 bis 419

Das Untertan-Projekt: Diederich wagt die Machtprobe mit der Macht

Für alle LeserDu sollst was lernen, sprach der Autor, und ließ einen Künstler auftreten. Längst ist Heinrich Mann über jeglichen Pardon für diesen schauspielernden Kaiserdarsteller Wilhelm Nr. Zwo hinweg. „Der Untertan“ ist längst zu einer Abrechnung mit einer peinlichen Zeit geworden und auch deshalb ein zutiefst deutscher Roman. Denn mit der Theatralik deutschen Heldenschwulstes trifft er ins Mark des heiligen Patriotismus.

Und jetzt lässt er auch durchgucken, dass er mit Diederichs millionenteuren Plänen für ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Netzig eigentlich einen ganz anderen Größenwahnsinnigen karikiert hat: Wilhelm II. und seine 1895 in Auftrag gegebene Siegesallee in Berlin, von der heute vielleicht noch ein paar Berliner wissen. Dass sie aber genau zu der Zeit, als „Der Untertan“ spielte, ein ganzes Land zum Lachen brachte, findet man in Spuren noch auf den zugehörigen Beiträgen der Wikipedia.

Natürlich findet man in der Reihe der bis 1901 vollendeten Statuen für diese preußische Geschichtsinszenierung keinen Markgrafen Hatto, der Gewaltige. Den gab es einfach nicht. Nicht einmal zu Zeiten der Askanier, deren erster Markgraf – Albrecht der Bär – einst die Heldenallee eröffnete, die wie ein Bilderbuch preußischer Geschichte wirkte und ziemlich genau zeigte, wie Historiker damals Geschichte aufzufassen pflegten: Als eine Geschichte großer, gewalttätiger Männer.

Indem Heinrich Mann einfach mal einen Hatto dazuerfindet, zeigt er schon einmal, was er von dieser Art preußischer Geschichtsklitterung hielt. Und die Zeitgenossen hielten sich mit Spott über die Figurenauswahl, die Kostüme, Beinstellungen und Dazuerfindungen auch nicht zurück.

Natürlich gab es in der Galerie auch keinen Mönch Tassilo, „der an einem Tage hundert Liter Bier trinken konnte“, und auch keinen Ritter Klitzenzitz, „der die Berliner roboten lehrte, wenn sie ihn dann auch hängten“. An der Stelle muss Tucholsky lachend aus dem Lehnstuhl gepurzelt sein. Er kannte ja die Siegesallee noch. Erst im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört. Die Reste der Statuen stehen zum Teil in der Zitadelle Spandau.

(Und bemerkenswert: Heinrich Mann benutzt hier das Wort roboten noch ganz im ursprünglichen Sinn, der an die slawische Herkunft des Wortes Roboter erinnert. Nicht zu vergleichen mit unserem seltsamen heutigen Verhältnis zu Robotern.)

Darunter auch der Rumpf des Ritters Wedigo von Plotho, der einst zur Seite der von August Kraus geschaffenen Statue von Heinrich II., genannt Heinrich das Kind (1308-1320), stand. Den Kopf muss sich ein Zille-Verehrer eingesackt haben. Denn das Gesicht des Bauernschlächters hatte Kraus nach dem Gesicht seines Künstlerfreundes Heinrich Zille gestaltet, worüber sich die Berliner natürlich zu Recht bekringelten.

Heinrich Mann ist also mit seiner Sicht auf Wilhelms prächtige Siegesallee nicht allein. Und dass er jetzt einen Neffen des Bürgermeisters Scheffelweis als Künstler auftauchen lässt, ist dann schon die fröhliche Ouvertüre zum großen Finale. Auch wenn man späterhin stutzt und sich fragt, wie sehr einen eigentlich Wolfgang Staudtes Verfilmung des „Untertan“ 1951 mit falschen Bildern versehen hat. Denn im Kopf hat man ja: Es ist das Unwetter bei der Denkmalseinweihung, mit dem das Ganze endet. Stimmt aber nicht.

Auch wenn einen der Wilhelm auf dem Pferd, der in Staudtes Film zu sehen ist, erstaunlich an den Wilhelm vom Leipziger Siegesdenkmal erinnert, das 1946 demontiert wurde. Zum Glück, muss man sagen, sonst müssten wir jedes Jahr einen neuen Band mit Witzen über dieses aufgebrezelte Kolossaldenkmal veröffentlichen. Nicht auszudenken. Selbst im Wikipedia-Artikel klingt ja so eine Spur Wehmut an, als hätte der Autor hier das Gefühl, etwas verloren zu haben.

Der muffige Hauch des preußischen Militarismus ist ja nicht ganz verschwunden. Leider. Denn er hat ja mit der unsterblichen Anbetung der gnadenlosen Macht zu tun, die heute wieder durch die Gazetten weht. Darum geht es ja auch bei diesem Diederich, der sich auf den vorhergehenden Seiten nur zur gern zur Marionette des Herrn von Wulckow, des preußischen Regierungspräsidenten, gemacht hat, um selbst Teil der Macht zu werden und binnen weniger Jahre zum einflussreichsten Mann im Netziger Stadtrat.

Aber Wulckow lässt ihn jetzt spüren, dass er ihn nur für eine Marionette hält. Herr von Wulckow ist beleidigt – abgespeist mit einer Ehrengabe von 2.000 Mark als Ehrenvorsitzender des Denkmalsvereins, zeigt er Diederich, wie Standesschranken in Deutschland aussehen – Rang und Uniform zählen nämlich, nicht Amt. Und so wird Guste von ihm einfach mal ein Sitzplatz auf der „Tribüne der offiziellen Damen“ verweigert.

Sage keiner, das sei bei offiziellen Anlässen heute anders. Es ist noch genauso – auch wenn nicht mehr so viele Generalsuniformen und Adelsnasen dort auftauchen. Auf Rang und Stand nimmt die Etikette noch immer Rücksicht. Wer nur ein einfacher Malocher ist, der steht hinter der militärischen Absperrung beim Volk an der Brandmauer.

Auch das so eine Szene, die im Film nicht vorkommt, denn der Blitz trifft das alte Haus mit der schäbigen schwarzen Brandmauer – und Herr von Quitzin macht noch einmal ordentlich Reibach.

Aber so weit sind wir noch nicht. Denn Diederich glaubt, mit diesem von Wulckow ringen zu können, und sorgt mit seinem Einfluss auf die Presse dafür, dass Herr Generaldirektor Heßling mit Frau im Zusammenhang mit dem Denkmal groß abgebildet wird – der Herr Regierungspräsident aber nicht. Hat er die Macht der modernen Medien erkannt?

Aber auch der bärbeißige Herr von Wulckow ist eitel – und jetzt scheint etwas zu passieren, was Diederich in tiefstem Herzen freut: Mitten auf der Straße spricht der gewaltige Regierungspräsident seine Guste an und erklärt, die Sache sei ein Missverständnis. Diederich scheint obenauf – nun scheint er auch noch den mächtigsten Mann in Netzig kleingekriegt zu haben und prophezeit schon seinen Untergang.

„Jetzt sieht er, es gibt noch andere Mächte.“

Und er glaubt tatsächlich, von Wulckow fertigmachen zu können, indem er jetzt ausgerechnet seinen ehemaligen Maschinenmeister und jetzigen Reichstagsabgeordneten Napoleon Fischer dazu anstachelt, die Schiebungen rund um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in einer Reichstagsrede öffentlich zu machen. Das glauben ja heute noch viele Leute, dass eine mächtig-gewaltige Rede im Parlament reicht, und finstere Machenschaften werden aufgedeckt und die Missetäter sofort entlassen und ans Kreuz genagelt. Wirkung erreicht die Rede, keine Frage.

Doch was justiziabel wird, entscheidet in so einem Reich noch immer die Mehrheit derer, die an der Macht partizipieren. „Das Haus urteilte, indem es dem Herren Minister Beifall klatschte. Parlamentarisch war der Fall erledigt, es erübrigte nur noch, daß auch die Presse ihren Abscheu äußerte und, soweit sie nicht einwandfrei gesinnt war, ganz leicht dabei mit dem Auge zwinkerte.“

Sieht man hier Heinrich Mann selbst zwinkern?

Denn Zeiten, in denen die Presse schreiben durfte, was sie wollte, waren das nicht. Es sei denn, die Redakteure waren kaisertreu bis in die Knochen. Napoleon Fischer ist durch sein Reichstagsmandat immun – die Redakteure der SPD-Zeitungen, die über seine Rede schrieben, sind es nicht. Und reihenweise landen sie jetzt vor Gericht – auch wieder der Redakteur der Netziger „Volksstimme“.

Und Diederich muss einsehen, dass er sich als kleiner Emporkömmling mit der Macht nicht anlegen kann. Er geht mit Guste zum Regierungspräsidentenbesuch. Der bekommt hernach eine ganze Seite in der „Woche“.

„Diederich überzeugte sich, daß der gebührende Abstand wieder hergestellt war. Die Macht blieb, auch unter modernen Lebensbedingungen einer großzügigen Öffentlichkeit, unangreifbar wie je – was ihn trotz allem tief befriedigte.“

Der große Tag kann kommen.

Wir blättern um.

Das „Untertan-Projekt“.

Untertan-Projekt
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Jazz talentZZ: Das 29. Bundesweite Jazznachwuchsfestival 2020 in der Moritzbastei
SNICE. Foto: Jan Kolmann

Foto: Jan Kolmann

Jazz talentZZ – zur 29. Auflage des Bundesweiten Jazznachwuchsfestivals gibt es Neuigkeiten! Mit dem neuen Titel hat sich das etablierte Festival auch eine Frischzellenkur verordnet. Mit Kathrin Müller-Beck, die u.a. das akkordeon akut! in Halle/S. erfolgreich leitet, gibt es eine neue Mitstreiterin im Festivalteam, das weiterhin von Steffen Wilde (Jazzclub Tonne, Dresden) geleitet wird.
Der Tag: Wahlkampf mit Logos, auf Kulturplakaten und möglicherweise im Stadtrat
Die LVZ möchte strafrechtlich gegen die Verwendung ihres Logos auf Wahlplakaten vorgehen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer OBM-Wahlkampf in Leipzig treibt seltsame Blüten. Unbekannte haben auf Wahlplakate von CDU-Bewerber Sebastian Gemkow das Logo der LVZ geklebt. Diese kündigt Strafanzeige an. Außerdem empfehlen Teile der freien Szene, Amtsinhaber Jung zu wählen. Morgen im Stadtrat könnte der Wahlkampf ebenfalls eine Rolle spielen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 25. Februar 2020, in Leipzig wichtig war.
Logos auf Gemkow-Wahlplakaten: LVZ will Strafanzeige stellen
LVZ-Logo auf Gemkow-Wahlplakat. Foto: strassenstriche.net

Foto: strassenstriche.net

Für alle LeserDie LVZ möchte Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, nachdem in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen in Leipzig ihr Logo auf Wahlplakaten des OBM-Bewerbers Sebastian Gemkow aufgetaucht war. Dies sei ohne Kenntnis der Zeitung geschehen. Aus dem Wahlkampfteam von Gemkow heißt es ebenfalls, dass nicht bekannt sei, wer für die Aktion verantwortlich ist. Man empfinde die Logos als „störend“.
Ökolöwen starten große Unterschriftenkampagne für besseren Fußverkehr in Leipziger
In Leipzig fehlen 100 Zebrastreifen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZum Townhall-Gespräch am Sonntag, 23. Februar, war auch die Leipziger Verkehrspolitik Thema. Besonders BUND Leipzig und ADFC sprachen es an, denn Leipzig steckt – wie viele andere deutsche Großstädte auch – in der Zwickmühle. 30 Jahre lang wurde mächtig in die autogerechte Stadt investiert. Doch selbst die StVO fordert, dass Verkehr vom schwächsten Verkehrsteilnehmer her zu denken ist. Das ist der Fußgänger. OBM-Kandidat Burkhard Jung ging noch einen Schritt weiter: „Das sind Kinder und Behinderte.“
SPD-Fraktion beantragt jetzt einen konkreten Zeitplan für den Umbau der Windmühlenstraße
Windmühlenstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa waren nicht nur die Grünen enttäuscht, als das Leipziger Verkehrsdezernat im Januar den Antrag der Grünen-Fraktion, rund um den Bayrischen Platz wenigstens Geh- und Fußwege und den Asphalt so zu reparieren, dass man hier bis 2026 einigermaßen sicher unterwegs ist, recht knapp zusammendampfte. Denn der Neubau von Bayrischem Platz und Windmühlenstraße hat sich ja um volle zehn Jahre verschoben. Wenn es dabei bleibt. Denn da fehlte ja noch was.
Die CDU träumt weiter von Kurzzeitparkplätzen in der Inneren Jahnallee
Die innerstädtische Bundesstraße Innere Jahnallee. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Leipziger CDU-Fraktion tut sich schwer damit, zu akzeptieren, dass sich die Stadtpolitik in den vergangenen Jahren verändert hat, dass die Wahlergebnisse für den Stadtrat auch bedeuten, dass mehr Realismus in die Verkehrspolitik eingezogen ist. In der Inneren Jahnallee zum Beispiel, wo die CDU-Fraktion nun einen Uraltantrag ausgekramt hat. Da geht's erst mal zurück ins Jahr 2018, in dem die Verwaltung zumindest zusagte, die Einrichtung eigener Kurzzeitparkplätze für den Wirtschaftsverkehr zu prüfen. Da wogte die Debatte um die Innere Jahnallee schon zwei Jahre.
Eilenburg erweitert jetzt die 2012 erbaute Friedrich-Tschanter-Oberschule um einen Neubau
Der Lageplan des neuen Gebäudes der Friedrich-Tschanter-Oberschule in Eilenburg. Grafik: Giersdorff Architekten

Grafik: Giersdorff Architekten

Wenn immer mehr Leipziger wieder rausziehen in die Landkreise, viele junge Menschen, die in Leipzig zwar eine Arbeit, aber keine Wohnung gefunden haben, gleich dort eine Familie gründen, dann steigen auch in den attraktiven Städten der Landkreise wieder die Kinderzahlen. Und da hat nun auch Eilenburg ein notwendig gewordenes Schulerweiterungsprojekt angepackt. Die Friedrich-Tschanter-Oberschule wird erweitert.
Manno! Alles genau so in echt passiert! Der preisgekrönte Kindheits-Comic von Anke Kuhl jetzt als Buch
Anke Kuhl: Manno! Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Mamiii! Die Eva hat ein riesiges Stück von meinem Eis abgebissen!!!“ Man hat es wirklich nicht leicht mit einer Schwester. Manchmal. Und manchmal erlebt man mit ihr die dollsten Sachen. So wie die Frankfurter Illustratorin Anke Kuhl, die im Klett Kinderbuch Verlag schon einige herzerwärmende und witzige Bücher veröffentlicht hat. Für dieses hier gab es den ersten Preis schon vor der Veröffentlichung. Da hat sich wohl auch in der Jury so mancher ertappt gefühlt.
Der Tag: Die Woche der Entscheidung
Burkhard Jung und Ute Elisabeth Gabelmann beim OBM-Podium in der Peterskirche. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn Leipzig stehen in den kommenden Jahren wichtige Weichenstellungen in Bereichen wie Wohnen, Mobilität und Umwelt bevor. Bei der „Townhall“-Veranstaltung der L-IZ ging es um genau diese Themen. Vieles dreht sich im OBM-Wahlkampf aber auch darum, wer mit welchen Plakaten wirbt, wer mit wem auf Fotos zu sehen ist und warum die LVZ einen „Erklärungs-Text“ zur LZ/L-IZ.de-Story „Der Unsichtbare“ macht. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 24. Februar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Freibeuter fordern Bürgerbeteiligung bei neuen Projekten zur Fassadenbeleuchtung
Neues Rathaus bei Nacht. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserIm Oktober stellte das Leipziger Planungsdezernat den neuen „Masterplan Licht“ für Leipzig vor, der definieren soll, wie sich die Stadtbeleuchtung in den nächsten Jahren verändert. Ein Thema, bei dem die Stadt eigentlich eine Debatte im Stadtrat gar nicht wollte, nur eine Information. Erst auf Drängen der Ratsfraktionen steht der Lichtmasterplan für den öffentlichen Raum der Stadt Leipzig auf der Tagesordnung der Ratsversammlung am Mittwoch, 26. Februar. Und die Freibeuter wollen eine richtige Abstimmung dazu.
Linke beantragen ein neues Bewässerungskonzept für Leipzig
Gefällter Baum. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Leipzig-Zentrum: Baumpflegearbeiten in Lenné-Anlage notwendig“, meldete das Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer am 24. Januar. „Die extreme Trockenheit des letzten Sommers hatte zum Absterben mehrerer Bäume geführt. Neben sieben Bergahornen, die von der Rußrindenkrankheit befallen sind, ist eine große raumprägende Buche abgestorben. Die betroffenen Pflanzen sind nicht mehr bruch- bzw. standsicher. Bäume auf historischen Standorten werden ersetzt, wenn eine Nachpflanzung möglich ist.“
Leipzig legt für 2017 einen Jahresabschluss mit einem Plus von fast 149 Millionen Euro vor
Neues Rathaus mit Pleißemühlgraben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht einmal die Ermächtigung zu einer neuen Kreditaufnahme hat Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew gebraucht. Nicht 2018 und auch nicht 2017. Im Gegenteil: Auch das Haushaltsjahr 2017 schließt Leipzig mit einem saftigen Plus von fast 149 Millionen Euro ab.
Linke befürchten zum EU-China-Gipfel Lahmlegung der Stadt und Einschränkung des Demonstrationsrechts
Der Leipziger Markt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDass es Redebedarf gibt zum geplanten EU-China-Gipfel, der vom 13. bis 15. September in Leipzig stattfinden soll, war seit November klar. Da gab es die ersten drängenden Anfragen im Stadtrat dazu. Im Dezember machten Drohungen auf Indymedia von sich Reden. Seit Februar stapeln sich die Stadtratsanfragen. Sind ja nur noch sieben Monate bis zum Gipfel. Den könne man doch einfach raus vor die Stadt verlegen, meint nun die Linksfraktion.
Leipzigs Industrie hat zu kämpfen, Dienstleistung und Bau heben die Stimmung
Die größten Sorgen aus Unternehmenssicht. Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserSelbst zwei simple Zahlen zeigen, wie sehr sich die Wirtschaftsentwicklung in Leipzig von der gesamten sächsischen Entwicklung unterscheidet. Lag der Wirtschafts-Klimaindex der sächsischen IHKs zum Jahresbeginn 2020 bei 120, kletterte er in Leipzig wieder auf 132 Punkte. Was nicht bedeutet, dass nicht auch hier die Industrie mit einiger Vorsicht in die Zukunft schaut. Aber Leipzig ist viel stärker vom Dienstleistungsgewerbe geprägt.
Zu Fuß zu Franziskus: Mit Eberhard Grüneberg unterwegs nach Assisi
Eberhard Grüneberg: Zu Fuß zu Franziskus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit einiger Zeit sind Pilgerwege ja wieder in Mode. Besonders seit Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ (2006), in dem Kerkeling seine Erlebnisse auf dem Jakobspilgerweg beschreibt. Schon vorher war der Jakobsweg der bekannteste aller Pilgerwege. Seitdem ist er noch viel überlaufener. Einkehr und die Ruhe zum Sichselberfinden findet man dort kaum noch. Deswegen wollte auch Eberhard Grüneberg von Anfang an einen der nicht so bekannten Pilgerwege laufen: die Via Romea.