Zwischen friedlichem Feiern, Unfällen, Barrikaden und Angriffen auf Einsatzkräfte: Dieser Neujahrstag 2026 steht wie üblich besonders im Zeichen des Rückblicks auf die Bilanz der vorangegangenen Silvesternacht – lokal, regional und darüber hinaus. Und dann gab es natürlich noch ein paar andere Nachrichten des Tages. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 1. Januar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Erste Silvesterbilanz für Leipzig: Kein Desaster, doch friedlich blieb es nicht
Während die einen feiern, wird es für andere zur Stressnacht pur: Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei in Leipzig und Sachsen waren zum Jahreswechsel 2025/26 mal wieder ordentlich beschäftigt. Die vorläufige Leipzig-Bilanz: Das ganz große Desaster blieb aus und die Silvester-Kriminalität im Stadtgebiet ist laut Polizei in der Summe sogar rückläufig.
Doch punktuell, wie in Connewitz, war auch wieder eine gesteigerte Aggression, Zerstörungswut und Rücksichtslosigkeit zu beobachten. Einzelheiten haben wir im Liveticker dokumentiert.
Auch aus anderen Stadtteilen werden Scharmützel und Auseinandersetzungen gemeldet, so aus Grünau und dem Bereich Eisenbahnstraße. In der City mussten Einsatzkräfte unter anderem wegen verbotener Pyrotechnik und einer Schreckschusswaffe eingreifen, zudem gab es eine Reihe von Bränden in Leipzig und Umgebung. Ein Feuerwehrmann erlitt bei Löscharbeiten an einer Barrikade ein Knalltrauma, eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt, blieb aber arbeitsfähig.
Kollege Benjamin Weinkauf hat mit der Polizei gesprochen und hier zusammengefasst, wie Silvester 2025/26 verlief.
Tote, Schwerverletzte und Krawall überschatten Feiern in ganz Deutschland
Dabei richtet er den Horizont auch über Leipzig hinaus und schaut beispielsweise nach Erfurt, wo mutmaßlich Silvesterraketen einen Brand an der historischen Bausubstanz eines Hauses auslösten. In Bielefeld starben unabhängig voneinander zwei junge Männer durch Hantieren mit selbstgebauter Pyrotechnik.

Während die große Mehrheit in Deutschland, wie klar gesagt werden muss, friedlich ins Jahr 2026 feierte, gilt dies eben doch nicht immer und überall. In Berlin, Hamburg und andernorts kam es offenbar zum Beschuss von Einsatzkräften mit Raketen und Böllern, Barrikaden wurden errichtet, Beamte verletzt, hunderte festgenommen.
Auch unzählige teils Schwerstverletzte infolge des Umgangs mit Feuerwerk und Pyro-Objekten zählen bundesweit mit zur traurigen Seite dieser neuesten Silvesterbilanz. In Leipzig hatte eine 16-Jährige vor zwei Tagen einen kleinen Finger und Teile des Ringfingers verloren, als ein Knaller in der Hand der Teenagerin explodierte.
Immerhin: Laut Gewerkschaft der Polizei sei es in den berüchtigten Berliner Hotspots etwas ruhiger zugegangen als befürchtet, auch wenn die vielen Hauptstadt-Feiern nicht so friedlich blieben wie erhofft. Die größten Freiluftpartys der Republik gab es in Berlin, Hamburg und München.
Lichtshows und bunte Spektakel von Kiribati bis Amerikanisch-Samoa
Insgesamt dauert es übrigens 26 Stunden, bis das neue Jahr den gesamten Erdball erfasst hat. Bereits um 11:00 Uhr deutscher Zeit machte der kleine Inselstaat Kiribati gestern den Anfang, im australischen Sydney gab es später ein helles Feuerwerk am berühmten Opernhaus.
Überschattet wurde die Party dort vom Anschlag auf das jüdische Chanukka-Fest vor zwei Wochen, die Fete am Bondi Beach war abgesagt worden. Auckland (Neuseeland) begeisterte mit Lichtshows, während die Silvesterfeier im brasilianischen Rio de Janeiro mit tausenden Raketen im Nachthimmel der Metropole als größte der Welt gilt.
Auch in Europa und jenseits des Atlantiks wurde millionenfach auf 2026 angestoßen.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Randale in Leipzig, zwei Gründe für ein Böllerverbot und Feuer im Kirchturm: eine Silvesterbilanz
Wärme für Leipzig, Teil 1: Planungen zur Zukunft der Wärmeversorgung für Leipzig
Oper Leipzig: Mit Gala und Neujahrskonzert ins neue Jahr
Geballer zum Jahreswechsel: Petition für ein Böllerverbot erreicht 2,9 Millionen Unterschriften
Was sonst noch wichtig war:
In Leipzig ermittelt die Kripo wegen eines versuchten Tötungsdelikts, nachdem am Silvestertag ein 22-Jähriger in der Eisenbahnstraße schwere Verletzungen davongetragen hatte.
Aufgrund von Wind- und Sturmböen gelten weiterhin Unwetterwarnungen für Mitteldeutschland.
Unfassbar tragisch verlief die Silvesternacht in Crans Montana: In dem Schweizer Skiort verloren beim Brand in einer Bar dutzende Menschen ihr Leben.
Fast vier Jahre nach Russlands Großangriff auf die Ukraine scheint kein Ende in Sicht: Behauptungen Moskaus, wonach der Gegner eine Privatresidenz von Präsident Wladimir Putin (73) angegriffen haben soll, weist der US-Auslandsgeheimdienst CIA nun offenbar als haltlos zurück. Laut Kiew seien die Vorwürfe fingiert, um einen möglichen Friedensprozess zu torpedieren.
Im Iran kommt es seit Tagen zu einer größeren Protestwelle aufgrund schlechter Lebensbedingungen und der kriselnden Wirtschaft.
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