In Schkeuditz bei Leipzig brennt in der Nacht ein reetgedecktes Haus, in Grünau sucht die Polizei infolge einer Messerstecherei einen Mann. Der sächsische Kultusminister positioniert sich zum schriftlichen Dividieren im Lehrplan für Grundschulen. Und: Schelte für CBS bei den Golden Globes in Beverly Hills. Die LZ fasst vier Ereignisse zusammen, die in der Nacht und heute Morgen wichtig waren.
Feuer in Glesien
Anwohner haben im Schkeuditzer Ortsteil Glesien ihren Nachbarn das Leben gerettet. Gegen zwei Uhr in den frühen Morgenstunden bemerkten sie Feuer am Dach eines Wohnhauses, alarmierten die 4 darin schlafenden Bewohner (darunter zwei Kinder) und die Feuerwehr. Bei dem Gebäude, von dem nach dem Brand nur noch die Grundmauern stehen, handelt es sich um ein mit Reet gedecktes Haus. Bei dieser vor allem im Norden üblichen Bauweise, wird das Dach mit getrocknetem Schilfrohr belegt. Das Verfahren bietet Schutz vor widrigen Witterungsverhältnissen und gilt als ideale Wärmedämmung.
Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Grundstücke im Glesiener Gagarinring konnte die Feuerwehr mit ca. 60 Einsatzkräften verhindern, das Wohnhaus selbst jedoch ist unbewohnbar. Die Löscharbeiten dauern noch immer an, da immer wieder Glutnester gefunden werden. Die Brandursachenermittler der Polizei suchen nun nach der Ursache des Feuers.
Fahndung in Grünau
Bisher erfolglos blieb die Suche nach einem 38-jährigen Mann syrischer Herkunft im Leipziger Neubauviertel Grünau. Dieser war in der Selliner Straße am Abend mit einem Landsmann in Streit geraten und verletzte diesen mit einem Messer schwer. Die Polizei ist mit einer Drohne und einem Suchhund im Einsatz, um den Tatverdächtigen aufzuspüren. Zu den Hintergründen der tätlichen Auseinandersetzung lagen der Polizei am Morgen noch keine Erkenntnisse vor.
Schriftliches Minus
Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens positionierte sich am Montagmorgen zu einer bundesweiten Bildungsdiskussion. „Unsere Haltung in Sachsen ist klar: Wir halten am schriftlichen Dividieren in der Grundschule fest“, erklärte der Minister. Anlass der Diskussion ist eine Entscheidung aus Niedersachsen. Dort hatte das Kultusministerium angekündigt, künftig auf die schriftliche Division im Primarbereich zu verzichten.
In Sachsen soll es einen solchen Schritt nicht geben. Der Freistaat verankert das schriftliche Dividieren weiterhin im Lehrplan. Grundlage ist der 2025 aktualisierte Lehrplan Mathematik für Grundschulen. In einer entsprechenden Medienmitteilung betont das Kultusministerium die Bedeutung verlässlicher Rechenstrategien. Schülerinnen und Schüler sollen mathematische Zusammenhänge nachvollziehen können. Die schriftliche Division leiste dazu einen Beitrag.
Kritik bei den Golden Globes
In der Nacht wurden in Beverly Hills (USA) die 83. Golden Globes verliehen. Sie gelten nach den Oscars als bedeutendste Auszeichnungen der Film- und Kinobranche. Vergeben werden alljährlich unter anderem Preise für den besten Film, Regie, Haupt- und Nebendarsteller*innen.
Für Aufsehen sorgten in diesem Jahr aber nicht nur die prominenten Gesichter auf dem Roten Teppich und auf der Bühne. Moderatorin Nikki Glaser äußerte unerwartete Kritik ausgerechnet an dem Sender, der die Preisverleihung live übertrug, und machte sich über die derzeitige Berichterstattung von CBS lustig:
„Und der Golden Globe für den besten Schnitt geht an: das Justizministerium. Ja, herzlichen Glückwunsch!“, sagte die bekannte Komikerin, während das Publikum herzhaft lachte. „Und der Preis für die meisten Schnitte geht an: CBS News. Ja, CBS News: Amerikas neuester Ort, um … BS-Nachrichten zu sehen!“ Im Amerikanischen steht die Abkürzung BS für das Wort Bullshit.
Neben 28 regulären Preisen in verschiedenen Kategorien wurden auch Ehrenpreise für das Lebenswerk vergeben, so unter anderem an die Schauspielerin Helen Mirren („The Queen“, „Goodbye June“).
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