Vom Flughafen Leipzig/Halle aus wurden heute Morgen 20 Menschen im Charter nach Afghanistan abgeschoben, es handelt sich laut BMI um Straftäter. Und: Ein Unfall sorgte im Leipziger Westen für Stau und erhebliche Verzögerungen. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 26. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Abschiebeflieger startet in Leipzig: Auch drei Afghanen aus Sachsen an Bord
Mit einem gecharterten Flug schob Deutschland heute Morgen 20 Personen, bei denen es sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums (BMI) um Straftäter handelt, vom Airport Leipzig/Halle aus nach Kabul in Afghanistan ab. Laut BMI sei die Rückführungsmaßnahme erstmals auf Grundlage eines ausgearbeiteten Deals erfolgt, der Abschiebungen an den Hindukusch ohne den Einbezug von Drittstaaten ermöglichen soll.
Vorherige Flüge wie am 30. August 2024, der erste seiner Art seit der Rückkehr der afghanischen Taliban an die Macht im Sommer 2021, waren demgegenüber noch unter Vermittlung Katars zustande gekommen. Auf diese Weise sollte eine Kooperation mit dem islamistischen Taliban-Regime umgangen werden.
Wegen dessen Missachtung von Menschen- und Frauenrechten sind Rückführungen nach Afghanistan ein umstrittenes Thema. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) hat direkte Verhandlungen mit den Taliban jedoch stets verteidigt und verweist auf das gesellschaftliche Interesse, ausreisepflichtige Straftäter abzuschieben. Ähnlich äußert sich sein sächsischer Landeskollege Armin Schuster (64, CDU).
Im Flug aus Leipzig saßen nach Ministeriumsangaben auch drei Afghanen aus Sachsen, darunter einer, der 2023 einen Lokführer im Erzgebirgskreis schwer verletzt hatte.
Unfall im Leipziger Westen sorgt für Stau
Im Westen von Leipzig kam es am Donnerstag zu einem Unfall und in dessen Folge zu Stau in stadtauswärtiger Richtung. Dies berichtet die Leipziger Volkszeitung.
Demnach ereignete sich der Unfall, über den Rettungsstellen gegen 14:25 Uhr Kenntnis erlangten, in Höhe der Ludwig-Hupfeld-Straße. Dabei waren ein Lkw und ein Auto zusammengestoßen. Glücklicherweise soll es beim Blechschaden geblieben sein.
Zum genauen Unfallhergang wird ermittelt.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
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Hilfswerkzeug für Regierungen: Vorschlag für ein europaweites Biodiversitäts-Monitoring
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Was sonst noch wichtig war:
In fünf Bundesländern, darunter Sachsen, fanden Razzien gegen Zwangsprostitution statt.
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Bis auf Weiteres darf der Bundesverfassungsschutz die AfD nicht als gesichert rechtsextrem einstufen: Mit der Maßgabe, den Ausgang eines Hauptsacheverfahrens abzuwarten, gab das Verwaltungsgericht Köln einem AfD-Eilantrag statt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) beendet seine China-Reise.
Die Genfer Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gerieten ins Stocken.
Was morgen wichtig wird:
Die LVB werden ab 03:00 Uhr bis Sonntagmorgen, 06:00 Uhr, bestreikt. Es ist mit weitreichenden Einschränkungen im Linienverkehr zu rechnen.
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