Nachdem die Polizei am Samstag mehrere Pistolen in einem Taxi gefunden hatte, folgte eine Wohnungsdurchsuchung. Insgesamt wurden zwei Menschen festgenommen. Außerdem: Der neue Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt möchte Bürgergeld-Empfänger*innen zu ehrenamtlicher Arbeit zwingen, der sächsische Landtag unterstützt die Bewerbung ums Einstein-Teleskop und ein Thüringer holt Gold bei Olympia. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 7./8. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Ungewöhnlicher Fund am Samstagnachmittag: Wie die Polizei mitteilte, wurde in einem Taxi eine Tasche mit mehreren Pistolen gefunden. Polizist*innen hatten in der Kohlgartenstraße ein Taxi kontrolliert, aus dem der Fahrgast flüchten wollte. Die Polizei hinderte den 23-Jährigen daran und fand in seiner Tasche mehrere Pistolen. Die „Auffindsituation“ habe den „Verdacht eines waffenrechtlichen Verstoßes“ ergeben.
Kurz darauf durchsuchten Polizist*innen noch die Wohnung in der Spohrstraße. Die Durchsuchung hatte ein Bereitschaftsstaatsanwalt angeordnet. Zu möglichen Funden machte die Polizei zunächst keine Angaben. Laut LVZ wurde in der Wohnung ein weiterer Mann festgenommen.
CDU kämpft weiter gegen Bürgergeld-Empfänger*innen
Die CDU setzt im Wahlkampf weiter auf Härte gegen Menschen, die Bürgergeld bekommen. Ein neuer Vorstoß kommt nun aus Sachsen-Anhalt, wo in diesem Jahr der Landtag gewählt wird. Sven Schulze, gerade erst zum Ministerpräsidenten für die verbleibenden Monate gewählt, schlägt vor, dass die betroffenen Menschen ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben sollen, beispielsweise Laub fegen oder Schnee räumen.
Das Ganze dürfte man dann wohl als eine Form von Zwangsarbeit bezeichnen, denn wer sich weigern sollte, müsste Leistungskürzungen befürchten. Dass es zu solchen Maßnahmen kommt, scheint für absehbare Zeit aber eher unwahrscheinlich. Schließlich müsste das im Bund beschlossen werden, wo sich Union und SPD gerade erst auf eine Bürgergeldreform geeinigt haben.
Landtag unterstützt Einstein-Teleskop
Der Landtag unterstützt die Bewerbung der Lausitz als Standort für das sogenannte Einstein-Teleskop. Einen entsprechenden Antrag hatte die Grünen-Fraktion eingebracht. Sollte die Lausitz den Zuschlag erhalten, „würde damit die erste Großforschungsinfrastruktur von europäischer Bedeutung mit weltweiter Strahlkraft in Ostdeutschland angesiedelt“, teilte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) mit.
Das Einstein-Teleskop soll Gravitationswellen aus dem Universum messen, um Kenntnisse zu dessen Entstehung und Entwicklung zu erhalten. Um seismische und akustische Störungen weitgehend auszuschließen, ist ein unterirdischer Standort geplant.
Olympia-Gold für Thüringer Rodler
Der Thüringer Max Langenhan hat bei den Olympischen Winterspielen die erste Goldmedaille für Deutschland geholt. Der Rodler verbesserte in allen vier Läufen jeweils den Bahnrekord und erreichte damit den größten Erfolg in seiner Karriere. Bei den Winterspielen vor vier Jahren war er Sechster geworden.
Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:
über die Auflösung des Zweckverbandes Kulkwitzer See,
über die geplanten Mieterhöhungen der LWB in diesem Jahr und
über Motorbootkapazitäten auf dem Cospudener See.
Was am Wochenende außerdem wichtig war: Ein Wohnungsbrand in Sellerhausen-Stünz ist am Samstagabend glimpflich abgelaufen. Das Feuer war in der Küche einer Mieterin ausgebrochen, konnte aber schnell durch einen Nachbarn per Feuerlöscher gelöscht werden. Bis auf die betroffene Wohnung blieben alle anderen Wohnungen in dem Haus bewohnbar.
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