Sport – es geht heute nur um Sport! Also Turnhose an und weiterlesen. In die hiesige Olympia-Bewerbung kommt Bewegung – sowohl im Slogan als auch bei den Aktivitäten. Auch die Fußballer/-innen, Handballer/-innen und alle anderen Sportskanonen, waren an diesem Wochenende heftig in Bewegung. Denn kurz vor dem Ende der jeweiligen Spielzeiten steigen beim Blick auf die Tabellen Puls und Nervenanspannung. Es geht um mögliche Aufstiege, zu verhindernde Abstiege und um nicht weniger als die Königsklasse. Die LZ fasst zusammen, was am sportlichen Wochenende 25./26. April 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Leipzig und Markkleeberg olympisch bewegt

Mit der Kampagne „LEIPZIG BEWEGT“ setzt sich die Messestadt als Juniorpartner für die Berliner Olympiabewerbung in Szene. Dabei spielt der Kanupark Markleeberg als mögliche Wettkampfstätte für Kanu-Slalom und Kajak-Cross eine wichtige Rolle. Im Rahmen der über das Wochenende stattgefundenen WM-Qualifikation der Kanuten für die deutsche Nationalmannschaft, wurde auf einem prominent besetzten Pressegespräch vor Ort die Adaption „MARKKLEEBERG BEWEGT“ präsentiert.

„Der Sport hat in Markkleeberg einen hohen Stellenwert“, betonte Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). „Mit dem Kanupark verfügen wir über eine Wildwasserstrecke für internationale Wettkämpfe. Olympische Spiele auf dieser Anlage wären für die gesamte Region ein absolutes Highlight. Wir sind dafür bereit. Das Olympia-Fieber ist in Markkleeberg längst ausgebrochen“. Für die Stadt Markkleeberg tragen künftig rund 30 Boote des Leipziger-Kanu-Clubs die Kampagne „MARKKLEEBERG BEWEGT“.

Auch für Leipzigs Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke (Die Linke) steht fest: „Wir wollen die Olympischen Spiele von Paris nach Kleinparis holen! Leipzig und Markleeberg bringen nicht nur Bewegung in die Region, sondern tragen mit zahlreichen Beteiligungsprojekten die olympische Idee Schritt für Schritt zu den Menschen“.

Mit von der Partie war auch der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU), der eine große Aufgabe aber auch Chance für die Sachsenmetropole sieht. „Leipzig ist sicher ein Filetstück für Berlin+, mit seiner Expertise im Spitzensport, der modernen Infrastruktur und einer lebendigen Stadtkultur der perfekte Olympiapartner. Gemeinsam mit Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zeigen wir, dass Olympia den Zusammenhalt in Deutschland stärkt und die Zukunft des Sports auf Jahrzehnte prägen wird. Sachsen treibt diese Bewerbung mit voran und schafft so neue Chancen für Athleten, die Region und den gesamten Sportstandort“, so Schuster.

Deine Stimme für Olympia

Ja? Nein? Vielleicht? Unter dem Titel „Deine Stimme für Olympia“ hat die Initiative GOLD for Leipzig e.V. eine Kampagne gestartet, die eine breite Unterstützung für Leipzig, den Freistaat Sachsen und die nationale Olympia-Bewerbung generieren soll. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage unterstützen bereits rund 73 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger eine solche Bewerbung. Nun soll diese breite Zustimmung in eine aktive Beteiligung überführt werden.

Bis zum 26. September 2026 wollen die Initiatoren über einen entsprechenden Link mindestens 10.000 Unterstützerstimmen einsammeln und damit ein klares Signal an Politik, DOSB und Berlin senden. „Leipzig hat die Chance, Teil einer nationalen Olympia-Bewerbung zu werden. Jetzt gilt es zu zeigen, dass die Stadt dahintersteht“, sagt Markus Otto, Vorstandsvorsitzender von GOLD for Leipzig. „Wir wollen deutlich machen, dass diese Bewerbung von einer breiten gesellschaftlichen Basis getragen wird.“

Aktion Deine Stimme für Olympia. Grafik: GOLD for Leipzig e.V.

RB-Teams bauen ihre Serien aus

Mit einem 3:1 (2:0)-Heimsieg haben die Bundesliga-Kicker von RB Leipzig am späten Freitagabend ihre Champions League-Ambitionen untermauert. Ein Doppelschlag von Finkgräfe (22.) und Romulo (25.) hatte die Rasenballer in der ausverkauften RB-Arena früh auf die Siegerstraße gebracht. Baku (63.) machte mit dem dritten Treffer alles klar, bevor Doekhi (78.) für Union zumindest verkürzen konnte. Für RBL war es der fünfte Bundesliga-Sieg in Folge. In der Hinrunde war das Duell ebenfalls mit 3:1 ausgegangen, damals allerdings zugunsten der Berliner.

Die RBL-Frauen hingegen mussten sich mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen Werder Bremen begnügen. Das Team von Trainer Jonas Stephan war vor 1.016 Zuschauenden im heimischen RB-Trainingszentrum früh durch Boboy (13.) in Führung gegangen und hatte den Gegner im ersten Durchgang klar im Griff. Doch nach der Pause dreht sich das Bild. Nun waren die Hansestädterinnen das aktivere Team und kamen durch Mühlhaus (64.) per Elfmeter zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Asgeirsdottir hatte Alber im Strafraum von den Beinen geholt.

Nach inzwischen acht Spielen ohne Niederlage können die aktuell auf Platz 10 liegenden Rasenballerinnen selbstbewusst in die drei noch verbleibenden Partien gehen. Mit Wolfsburg (A), Leverkusen (H/11.05./ 18 Uhr) und Hoffenheim (A) warten dabei allerdings noch drei Teams aus der Top 5.

Blühende Leipziger Regionalliga-Hoffnungen

Im Titelrennen um die Regionalliga-Meisterschaft hat sich der 1. FC Lok Leipzig wieder etwas Luft verschaffen können. Am Freitagabend erkämpften sich die Blau-Gelben beim BFC Dynamo einen knappen 1:0-Auswärtssieg. Das goldene Tor erzielte Adetula in der 21. Minute. Am heutigen Sonntag wiederum patzte Leipzigs hartnäckigster Verfolger. Der FC Carl Zeiss Jena fing sich bei der Zweiten des 1. FC Magdeburg eine deftige 1:4-Pleite ein. Damit geht Spitzenreiter Lok mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung in die finalen drei Liga-Partien.

Auch am anderen Ende der Tabelle scheinen Leipziger Wünsche in Erfüllung zu gehen. Den im harten Abstiegsstrudel navigierenden Kickern der BSG Chemie gelang am Samstagnachmittag gegen Schlusslicht Hertha Zehlendorf ein wichtiger 4:2 (2:0)-Heimsieg. Für die Leutzscher war das immerhin der inzwischen vierte Sieg in Folge, die dank dieser Serie auf den 14. Tabellenplatz kletterten. Damit liegen sie nun drei Punkte von einem möglichen Abstiegsplatz entfernt.

Überraschungspunkt für SC DHfK-Handballer, Zittern bei HCL-Frauen

Damit hätten wahrscheinlich die Wenigsten gerechnet: Bundesliga-Schlusslicht SC DHfK Leipzig erkämpfte sich bei Rekordmeister THW Kiel ein 28:28 (14:13)-Unentschieden und nahm so einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt mit nach Hause. Und das völlig verdient. Denn die Partie war, vor allem in der 2. Halbzeit ein ständiges Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Leipziger rund dreieinhalb Minuten vor dem Ende sogar mit einem Tor vorne lagen (26:25). Als die Kieler das Blatt dennoch wieder wenden konnten, traf Staffan Peter fünf Sekunden vor Ultimo aus spitzem Winkel zum 28:28-Endstand.

Bei aller Freude über diesen Coup bleibt die Lage ernst. Durch den heutigen Sieg des direkten Konkurrenten Wetzlar liegen die Leipziger nach wie vor zwei Punkte hinter der rettenden Linie. Um so wichtiger wäre daher am kommenden Donnerstag, dem 30. April, ein Heimsieg gegen Erlangen. Los geht’s in der Quarterback Arena um 19 Uhr.

Auch die Handball-Frauen des HC Leipzig müssen zittern. Der Zweitliga-Spitzenreiter hat im Auswärtsspiel bei Verfolger TG Nürtingen eine 29:32 (12:14)-Niederlage kassiert. Fünf Spieltage vor Saisonende schmolz der Vorsprung auf die zweitplatzierten Füchse Berlin somit auf einen Punkt. Das direkte Duell beider Kontrahenten am 9. Mai in Berlin könnte daher richtungsweisend sein. Nur der Zweitliga-Meister steigt direkt in die 1. Bundesliga auf, der Zweitplatzierte muss den Umweg über die Relegation nehmen.

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

Feierstunde am 27. April: Isolde Hamm bekommt ein Ehrengrab auf dem Südfriedhof

Sonntagskirche № 159: Die Kirche zu Peitz

Tag des Baumes am 25. April: Umweltorganisationen warnen vor Holzverbrennung als falscher Alternative

Gemeinsame Forschungsplattform: Uni Leipzig gründet ZimaK mit drei Museen und dem Bibliotop

Der Teufelspakt: Sebastian Haffners Buch über die seltsamen deutsch-russischen Beziehungen neu aufgelegt

Not am Mann: Was das Verschwinden von guten Jobs mit der Wut der Männer zu tun hat

Was sonst noch wichtig war:

Während eines Gala-Dinners mit US-Präsident Trump waren im Eingangsbereich des betreffenden Hotels in Washington Schüsse gefallen. Sicherheitskräfte überwältigten einen 31-jährigen Mann aus Kalifornien. Die Hintergründe des Geschehens sind noch unklar.

Neuer Marathon-Weltrekord! Die Schallmauer ist gefallen: Sabastian Sawe ist der erste Mensch, der die 42-Kilometer-Distanz unter regulären Bedingungen in weniger als zwei Stunden absolvierte. In London kam der Kenianer heute nach 1:59:30 ins Ziel. Sogar der Zweitplatzierte Yomif Kejelcha aus Äthiopien blieb noch unter zwei Stunden.

Vor 40 Jahren ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl eine verheerende Reaktor-Katastrophe. Deren Folgen sind bis heute spürbar. In der Ukraine gilt der 26. April daher einerseits als Tag der Trauer aber auch des Dankes gegenüber den Einsatzkräften. Durch einen Beschluss der Vereinten Nationen wurde der Gedenktag auch auf internationaler Ebene offiziell anerkannt.

Die AfD in Nordrhein-Westfalen hat Alexander Eichwald aus der Partei ausgeschlossen. Dieser hatte bei der Gründungsveranstaltung der AfD-Jugendorganisation Ende November mit einer Rede im Hitler-Stil für Aufsehen gesorgt.

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