Rücktritt vom Rücktritt? Zwischenschritte zur 26. Leipziger Jahresausstellung

Für alle LeserAm Vormittag des 5. Juni 2019 kam nun die Absage der Pressekonferenz mit der Kulturdezernentin der Stadt Leipzig, Dr. Skadi Jennicke, zur Leipziger Jahresaustellung. In der Begründung zur Absage heißt es. „wie Sie vielleicht schon wissen, hat der Verein Leipziger Jahresausstellung e.V. sich nun doch entschlossen, die Jahresausstellung stattfinden zu lassen. Daher hat sich die für heute 12:30 Uhr geplante Kurz-PK erübrigt.“ Unterdessen hat sich auch Axel Krause zu einem Interview mit der L-IZ.de bereit erklärt. Ersten Informationen nach soll er weiterhin nicht ausgestellt werden.

Doch zuerst Zeit für Freude seitens der Stadt Leipzig. Wie sie am heutigen Vormittag mitteilte, nähme sie „erfreut zur Kenntnis, dass die Jahresausstellung stattfindet. Alle Fragen zu den Gründen, die Ausstellung nun doch durchzuführen, Ablauf, Termin usw. kann im Moment nur der Verein beantworten.“ Von diesem kam am Morgen des 5. Juni 2019 auf der Internetseite des Vereins nachfolgende Kurzmeldung: „Die Eröffnung der Ausstellung findet nicht am 6. Juni 2019 statt. Die Ausstellung öffnet, wenn alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind.“ Man darf mutmaßen, um den 11. Juni 2019 herum, wenn die Podiumsdebatte im Museum der bildenden Künste stattfindet. Enden sollte die Ausstellung in der Halle 12 auf dem Gelände der Alten Baumwollspinnerei in Leipzig Lindenau ursprünglich am 30. Juni 2019.

Was nach dem Rücktritt des gesamten Vorstandes hingegen irritiert, ist, in wessen Namen zeitgleich in internen Mailings verbreitet wird, wie es weitergehen soll. Hier scheint der zurückgetretene Vereinsvorstand nun wieder im Amt und bei der Arbeit. Unter anderem heißt es hier: „… nach zahlreichen Beratungen und Abwägungen freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die 26. Leipziger Jahresausstellung nach einem etwas veränderten Ablaufplan stattfinden wird. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt auf persönliche Einladung.“

Sobald ein realistischer Termin abzusehen sei, würden die Vereins-Mitglieder informiert werden. „Wir bitten, die Irritationen im Vorfeld der Ausstellung zu entschuldigen, waren doch triftige Gründe der Anlass dafür. Zur Mitgliederversammlung wird sich der Vorstand ausführlich erklären.“

Verständigungen und eine Zusage zum Interview von Axel Krause auf facebook. Screen L-IZ.de / Facebook

Verständigungen und eine Zusage zum Interview von Axel Krause auf facebook. Screen L-IZ.de / Facebook

Unterschrieben ist diese Information, welche erneut ohne eine Erklärung daherkommt, was diese „triftigen Gründe“ gewesen seien, mit dem nahezu vollständigen Ex-Vorstandsnamen: „Rainer Schade, Kerstin Lehmann, Birgit Damrau, Sylvia Schade, Hans Plath, Ulrike Kalteich“, einzig Sabine Elsner fehlt.

Kurator Frank Berger und Helfer bauen und basteln derzeit auf dem Gelände, um die Ausstellung zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu starten. Der Maler Axel Krause ist nach aktuellen Informationen auch weiterhin nicht unter den Ausstellern, offenbar gilt der Ausschluss, welchen der zurückgetretene Vorstand am 31. Mai 2019 aussprach, unverändert.

Somit sind praktisch alle vorherigen Entscheidungen bis auf den Ausschluss Krauses Makulatur. Die Ausstellung wird stattfinden, die neuen Vorstandsnamen sind die alten, bis auf Sabine Elsner, welche ihren Vereinsaustritt erklärt hatte. Axel Krause hat unterdessen das abgesagte Interview mit der L-IZ.de nun wieder zugesagt. Es soll zeitnah stattfinden, terminliche Gründe hätten Krause beim ersten Anlauf vor Tagen abgehalten.

Am 11. Juni 2019 wird er dann Teilnehmer der Podiumsdebatte im Museum der bildenden Künste (MdbK) sein, gemeinsam mit Moritz Frei, Galeristin Arne Linde und Dr. Rainer Schade. Moderation Alfred Weidinger (Direktor des MdbK).

26. Leipziger Jahresausstellung: Nach der Absage die Aussage

Absage der Leipziger Jahresausstellung: Ein Desaster weit über Axel Krause hinaus

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