Die neue sächsische Corona-Notfall-Verordnung macht es möglich: Neben den Theatern können auch die Museen in Sachsen wieder mit Hygienekonzepten öffnen: „Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten können mit der 3G-Regel und strengen Hygienemaßnahmen unabhängig von Inzidenz und Bettenbelegung öffnen.“ Und damit können auch wieder Orte öffnen, die unersetzlich sind für Begegnungen. Darauf freuen sich auch die Direktoren der vier Leipziger Museen. Am 18. Januar geht’s wieder los.

Die Leipziger städtischen Museen begrüßen die durch die neue Corona-Schutzverordnung möglich gewordene Wiederöffnung ihrer Häuser ab Dienstag, 18. Januar.

„Wir verstehen dies als wichtiges Signal für die Bedeutung von Kultur und Bildung für ein weltoffenes und auch touristisch attraktives Sachsen und zugleich als ermutigendes Bekenntnis zu einer lebendigen und besuchernahen Museumslandschaft“, erklären Dr. Olaf Thormann (GRASSI Museum für Angewandte Kunst), Dr. Ronny Maik Leder (Naturkundemuseum Leipzig), Dr. Stefan Weppelmann (Museum der bildenden Künste Leipzig) und Dr. Anselm Hartinger (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig) in einer gemeinsamen Erklärung.

„Museen und Gedenkstätten haben über viele Monate hinweg bewiesen, dass sie in höchst verantwortlicher und flexibler Weise auf die Erfordernisse der Pandemiebekämpfung reagieren und ihren Nutzerinnen und Nutzern auch unter diesen Bedingungen ein sicheres Besuchserlebnis garantieren können“, betonen sie.

„Die Gesellschaft unter Vollstress braucht gerade jetzt zugängliche und nichtkommerzielle Orte der kulturellen Selbstvergewisserung sowie der Begegnung mit Kunst, Handwerkstradition, Natur und Geschichte – wir wollen so unseren Beitrag dazu leisten, Menschen aller Generationen und Herkünfte wieder Hoffnung und Zuversicht zu geben und nicht zuletzt die in der Gesellschaft aufgebrochenen heftigen Kontroversen wieder zu versachlichen. Zudem sind wir in jeder Weise willens und vorbereitet, Schulen, Kindertagesstätten und Studierende mit unserer bewährten Kompetenz als außerschulische Bildungsorte zu unterstützen.“

Die vier Direktoren verbinden die Wiedereröffnung mit der Hoffnung auf eine dauerhafte Öffnungszusage, „die den staatlichen, kommunalen und nichtstaatlichen Museen sowie ihren Trägern die Möglichkeit gibt, die Häuser zukunftsfähig weiterzuentwickeln und damit den bildungshungrigen Menschen in Stadt und Land ein verlässlicher Partner in und nach der Krise zu bleiben. Ein Land mit einer so immensen kulturellen Tradition wie Sachsen braucht starke und dauerhaft zugängliche Museen und Gedenkstätten, um dieses Erbe immer wieder neu für die Zukunft zu pflegen und anzueignen. Sie sind in diesem Sinne unverzichtbare Grundversorger mit kultureller Bildung.“

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