Eine neue Attraktion bietet das Bach-Museum Leipzig in einem komplett umgestalteten Ausstellungsraum seit heute: Am heutigen 10. September wurde die „Interaktive Komponierstube“ im Musikermuseum am Leipziger Thomaskirchhof eröffnet. In seiner Komponierstube am Leipziger Thomaskirchhof ersann Johann Sebastian Bach Musik von ergreifender Schönheit.

Doch wie sah sein Alltag in der Komponierstube aus? Welche Klänge und Einflüsse inspirierten ihn und wie ging er beim Komponieren vor? In der neuen Interaktiven Komponierstube des Bach-Museums Leipzig können Besucherinnen und Besucher nach Lust und Laune selbst aktiv werden und Antworten auf diese Fragen erhalten.

Der Klangkünstler Erwin Stache entwickelte für den neu gestalteten Museumsraum fantasievolle Klangobjekte: Auf einem Komponiertisch warten Kaffeemühle, Kerzenständer, Taschenuhr, Stimmgabel, Zinnteller, Glocke, Rastral, Kreuzstab und Schnupftabakdose darauf, zum Klingen gebracht zu werden. Sie laden dazu ein, mit Bachs Musik sowie mit Geräuschen, die seinen Alltag begleitet haben, zu experimentieren und zu interagieren.

An einem Liedgerät können Wörter und Töne zu eigenen Kompositionen zusammengestellt werden. Per Knopfdruck lassen sich diese variieren und in verschiedenen Tonarten, Stimmgattungen und Rhythmusfolgen anhören. Die „Interaktive Komponierstube“ eignet sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Menschen mit einer Sehbehinderung finden auf den Wortkarten des Liedgeräts eine Braille-Beschriftung vor.

Der neue Ausstellungsraum ergänzt die vielfältigen interaktiven Angebote des Hauses, zu denen unter anderem ein Hörkabinett, ein Forschungslabor und klingende Orgelpfeifen sowie ein Virtuelles Orchester gehören, mit dem die Museumsgäste eine Entdeckungsreise durch das barocke Instrumentarium unternehmen können.

Das Bach-Museum Leipzig befindet sich direkt gegenüber der Thomaskirche und hat von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 Uhr und 18 Uhr geöffnet. Der Veranstalter bittet um Beachtung der Aushänge zu den Hygienevorgaben vor Ort.

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