Zahlreiche Akteur*innen der sächsischen Filmlandschaft protestieren gegen geplante Kürzungen im sächsischen Doppelhaushalt 2027/28. Unter den Protestierenden befinden sich das DOK und die Cinémathèque; außerdem unter anderem der Filmverband Sachsen und mehrere Film-Festivals. Sie sehen die Filmkultur im Freistaat ernsthaft gefährdet.
„Vorgesehen sind Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, im Bereich der kulturellen Bildung, beim Landesprogramm zur Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen und der Cinémathèque Leipzig, die Streichung von film.land.sachsen sowie pauschale Kürzungen bei Empfängern der institutionellen Förderung“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Auf besonderes Unverständnis stoßen dabei jene Kürzungen, die den ländlichen Raum sowie Demokratie- und Medienbildung stärken sollen.
„Mit film.land.sachsen entfällt nach jetzigem Stand des Haushaltsplans ein Projekt, das seit vielen Jahren Filmkultur in sächsische Regionen ohne Kinozugang bringt und dort den Menschen kulturelle Teilhabe sowie den gesellschaftlichen Austausch über Film ermöglicht.“ Würde dieses Angebot wegfallen, wäre das auch kontraproduktiv, um gleichwertige kulturelle Lebensverhältnisse zu erreichen, heißt es.
Die Unterzeichner*innen betonen in der Stellungnahme die Bedeutung des Mediums Film: „Film ist eine der zugänglichsten und publikumsstärksten Kulturformen und erreicht Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Lebensrealitäten und gesellschaftlicher Hintergründe.“
Sie fordern daher unter anderem: den Erhalt des Fördervolumens der institutionellen Förderung mindestens auf dem Niveau des Doppelhaushalts 2025/26, die Finanzierung von film.land.sachsen mindestens in Höhe der bisherigen Förderung, die Rücknahme der Kürzungen bei SAVE und der Cinémathèque Leipzig sowie keine Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
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