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Nach „E. oder Die Insel“ und „Tagebuch eines Hilflosen“: Francis Nenik bekommt den Anna Seghers-Preis 2021

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    Der Verlag Voland & Quist hat extra ein Symbolbild gebastelt, um wenigstens etwas Bildhaftes mitzuliefern zur Nachricht, dass Francis Nenik in diesem Jahr den Anna Seghers-Preis bekommt. Der Autor aus dem Raum Leipzig, der zuletzt bei Voland & Quist seinen Roman „E. oder Die Insel“ zum bedrückenden Thema „Euthanasie“ veröffentlichte, möchte sein Pseudonym unbedingt wahren.

    Der Dresdner Verlag, in dem er eine Heimstatt gefunden hat, freut sich trotzdem „dass unser Autor Francis Nenik mit dem diesjährigen Anna Seghers-Preis geehrt wird.“ Die Preisverleihung findet am 19. November 2021 in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt. Es ist zugleich der 121. Geburtstag von Anna Seghers. Da der Autor die Öffentlichkeit scheut, wird der Preis vom Verleger Leif Greinus entgegengenommen.

    Francis Nenik (geb. 1981) ist ein Pseudonym. Der Autor lebt bei Leipzig und schreibt kurze Prosaformen, literarische Essays und Romane, daneben veröffentlicht er Podcasts und Hörspiele. Bei Voland & Quist erschienen das Sachbuch „Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert. Das irrwitzige Leben des Hasso Grabner“ (2018) und seine englische Übersetzung (2020, V&Q Books) sowie der Roman „E. oder Die Insel“ (2021).

    Sein „Tagebuch eines Hilflosen“, in dem er die vier Regierungsjahre des Donald Trump im Weißen Haus begleitete, hat er bei Matthes & Seitz veröffentlicht. Immerhin ein Buch mit über 1.000 Seiten, die aber – anders als der Buchtitel vermuten lässt – kein Wehklagen über die Verfehlungen des Populisten als US-Präsident ist, sondern eher eine zunehmend neugierigere Analyse des Gesamtzustands der Politik, der Wirtschaft und der sozialen Verwerfungen der USA, die einen Typen wie Donald Trump fast zwangsläufig hervorbringen müssen.

    2018 veröffentlichte er auch das Buch „Seven Palms“ über das Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades bei Spector Books.

    Ein Autor unter Pseudonym. Grafik: Voland & Quist
    Ein Autor unter Pseudonym. Grafik: Voland & Quist

    „Francis Nenik ist nicht nur ein sprach(aber)witziger Erzähler, sondern auch ein hellwacher Historiograph und Virtuose literarischer Essayistik im emphatischen Sinne. Er spürt vergessenen Autoren nach, ergründet die elementaren Ängste der Menschheit, das Inhumane und den menschlichen Rest in unmenschlichen Welten“, so die Jurorin Maren Jäger.

    „Bei seinen akribisch recherchierten Tiefenbohrungen hat er gleichwohl das Gegenwärtige fest im Blick. Nenik beherrscht Aphorismus und Skizze, Kurzgeschichte und literarische Reportage ebenso wie die große Form des Romans.“

    Der mit jeweils 12.500 Euro dotierte Preis wird von der Anna Seghers-Stiftung an junge Autor/-innen aus dem deutschen Sprachraum und aus Lateinamerika verliehen. Geehrt wird neben Francis Nenik dieses Jahr Magela Baudoin aus Bolivien.

    Weitere Informationen zum Preis findet man auf der Webseite der Anna-Seghers-Stiftung.

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