Jetzt sind beide Bach-Originale von Haußmann wieder in Leipzig

Mit Bach-Porträts hat das Leipziger Bach-Archiv in den vergangenen Jahren immer wieder für Furore gesorgt. 2012 zuletzt, als ihm der Erwerb einer Kopie des Haußmannschen Originalporträts gelang. Denn wenn, dann scheinen nur die beiden Porträts von Elias Gottlob Haußmann den richtigen Bach zu zeigen. Aber das erste Original, das im Alten Rathaus hängt, kann man eigentlich keinem mehr zeigen.

Es wurde zu oft von Dilettanten „repariert“ und übermalt und gilt heute weitgehend als kaputtrestauriert. Deswegen war das Bach-Archiv 2012 so froh, eine Kopie dieses Bildes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts erwerben zu können, das quasi das Original in einem noch besser erhaltenen Zustand zeigt. Diese Original-Kopie ist mittlerweile selbst restauriert und wurde 2014 in seiner Schönheit der Öffentlichkeit präsentiert.

Doch nun ist dem Bach-Archiv ein echter Coup gelungen. Der eigentlich kein Coup war, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger emsiger Arbeit im Dienste Johann Sebastian Bachs und seiner Musik. Der Besitzer des zweiten Haußmann-Originals, 1748 gemalt, hat sein Bild dem Bach-Archiv vererbt. Und dieses Bild ist in einem weitaus besseren Zustand als das von 1746, das im Alten Rathaus hängt.

Nach 265 Jahren kehrt mit dem Bach-Portrait des Leipziger Kunstmalers Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahr 1748 das bedeutendste Zeugnis der Bach-Ikonografie nach Leipzig zurück. Der amerikanische Philantroph Dr. William H. Scheide hatte an seinem 100. Geburtstag das Bach-Archiv Leipzig zum Erben dieses bedeutenden Schatzes seiner Sammlung bestimmt. Das Haußmann-Portrait ist das einzige authentische, nach dem Leben gemalte Bildnis Johann Sebastian Bachs.

Der Präsident des Bach-Archivs Leipzig, Sir John Eliot Gardiner, erinnert sich daran, wie er sogar im Angesicht dieses Bildes aufwuchs

„Das berühmte Haußmann-Gemälde wurde von seinem damaligen Eigentümer Walter Jenke, einem deutsch-jüdischen Flüchtling, meinem Vater über die Dauer des zweiten Weltkrieges anvertraut. In meiner Kindheit bin ich jeden Tag mehrfach an dem Bild vorbei gekommen. Das war genau die Zeit, in der ich die Bach Motetten auswendig singen lernte. Es ist für mich ergreifend und es fühlt sich so richtig an mitzuerleben, dass das Bild nach über 60 Jahren sein bisheriges Zuhause verlässt und aus dem Wohnzimmer des kürzlich verstorbenen, bedeutenden Bach-Forschers und großen Philanthropen William Scheide zurück nach Leipzig kommt.“

Am 14. November 2014 verstarb in seinem 101. Lebensjahr der amerikanische Musikwissenschaftler und Philanthrop Dr. William H. Scheide. Neben der Princeton University, der William H. Scheide seine Sammlung von Büchern und Handschriften hinterließ, bestimmte er am 6. Januar 2014, seinem 100. Geburtstag, das Bach-Archiv Leipzig als Erben eines der größten Schätze seiner Sammlung. Dank William H. Scheide kehrt das berühmte Bach-Portrait des Leipziger Malers Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahr 1748, dessen Wert mit 2,5 Millionen Dollar beziffert wird, nach 265 Jahren nach Leipzig zurück. Das Portrait ist eine Ikone der Musikgeschichte, die wahrscheinlich jeder schon einmal gesehen hat, und laut Quellenlage die einzige verbindliche Abbildung des Komponisten.

Sämtliche Bilder, die heute von Bach bekannt sind, gehen auf dieses Gemälde zurück.

Das Bild zeigt Johann Sebastian Bach im Alter von etwa 60 Jahren in förmlicher Pose. In der rechten Hand hält der Abgebildete ein Blatt mit dem „Canon triplex à 6 Voc: per J. S. Bach“ als Hinweis auf die raffinierte Beherrschung seines Handwerks. Haußmann fertigte das Portrait in zwei Exemplaren an. Das erste (datiert 1746) stammt vermutlich aus dem Erbteil Wilhelm Friedemann Bachs und wurde um 1800 von dem nachmaligen Thomaskantor August Eberhard Müller erworben, der später den Thomanerchor Leipzig zum Besitzer des Bildes bestimmte. Durch missglückte Restaurierungen und Übermalungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat dieses Exemplar stark gelitten – zahlreiche Details sind verloren und die Gesichtszüge Bachs sind unkonturiert und verschattet. Seit 1913 ist dieses Bild im Bach-Zimmer des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig zu sehen.

Wesentlich besser erhalten ist das zweite Original aus dem Jahr 1748. Dieses fasziniert durch seine strahlenden Farben und scharfen Konturen ebenso wie durch eine bewegende Geschichte. Das Bild von 1748 entstammt dem Erbteil von Carl Philipp Emanuel Bach und wurde einst als Teil der umfangreichen Portraitsammlung des zweitältesten Bach-Sohnes in Hamburg ausgestellt. Im Nachlassverzeichnis des „Hamburger Bach“ aus dem Jahr 1790 wird es folgendermaßen beschrieben: „Bach (Johann Sebastian) Kapellmeister und Musik-Director in Leipzig. In Oel gemahlt von Haus-mann. 2 Fuß, 8 Zoll hoch, 2 Fuß, 2 Zoll breit. In goldenen Rahmen.“

Ab dem frühen 19. Jahrhundert war das Gemälde im Besitz der jüdischen Familie Jenke aus Breslau.

Walter Jenke, Nachfahre der einstigen Käufer, musste in den 1930er Jahren aus Deutschland emigrieren. Um das Gemälde vor den Bombenangriffen zu schützen, bewahrte Jenke das Bild auf dem Landsitz der befreundeten Familie Gardiner in Dorset auf. Sir John Eliot Gardiner, der heutige Präsident des Bach-Archivs und einer der renommiertesten Dirigenten unserer Zeit, konnte so im Angesicht von Bachs Antlitz aufwachsen.

1952 erwarb der Bach-Forscher und -Sammler William H. Scheide aus Princeton/New Jersey das Bild bei einer Auktion. Scheide, der bereits im Bach-Jahr 1985 den Wunsch geäußert hatte, „sein Bach“ möge eines Tages nach Hause zurückkehren, hatte dem Leipziger Bach-Archiv anlässlich seines Besuchs beim Bachfest Leipzig 2003 ein exklusives Vorkaufsrecht eingeräumt. Gemeinsam mit seiner Frau Judith bestimmte er schließlich das Bach-Archiv zum Erben des Bildes. Bill Scheide starb am 14. November 2014, als Mitglied des Kuratoriums gehörte er seit 2001 zu den großzügigsten und langjährigsten Förderern des Bach-Archivs Leipzig.

Am Mittwoch, 29. April, wurde das Bach-Portrait von E. G. Haußmann unter Anwesenheit von William H. Scheides Familie, dem Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung, dem Präsidenten des Bach-Archivs Sir John Eliot Gardiner und dem Direktor Professor Dr. Peter Wollny im Rahmen einer privaten Zeremonie feierlich im Haus der Scheides verabschiedet. Judith Scheide aus Anlass der Testamentserfüllung: „Das von E. G. Haußmann 1748 angefertigte Portrait von Johann Sebastian Bach hing seit 1953 in unserem Wohnzimmer. Der letzte Wille meines Mannes William war, dass nach seinem Tode das Gemälde nach Hause und nach Leipzig zurückkehrt. Sir John Eliot Gardiner war heute als Präsident des Leipziger Bach-Archivs in Princeton, um eine Aufführung von Monteverdis Orfeo zu dirigieren.

Mit einigen Mitgliedern des Monteverdi Choir war er bei uns zu Hause, um Bachs Portrait im Rahmen eines kleinen Empfangs ein Abschiedsständchen zu bereiten, bevor es jetzt sorgfältig verpackt und nach Leipzig gebracht wird. Im Rahmen der Eröffnung des Leipziger Bachfestes wird das Portrait bei einem Festakt enthüllt. Bach kommt nach Hause und ich freue mich darauf, ihn mit John Eliot Gardiner, dem Leipziger Oberbürgermeister und dem Thomanerchor am 12. und 13. Juni dort willkommen zu heißen.“

Anlässlich der Eröffnung des Bachfestes Leipzig am 12. Juni wird das Gemälde in der geschichtsträchtigen Nikolaikirche – einer der Hauptwirkungsstätten Johann Sebastian Bachs – erstmalig öffentlich in Leipzig präsentiert. Ab dem 13. Juni 2015 zieht das Bild dann in die Schatzkammer des Bach-Museums Leipzig, wo es von da an dauerhaft gezeigt wird.

Johann Sebastian Bach
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