29. Leipziger Chopin-Tage feiern vom 17. bis 20. Oktober Clara Schumann

Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten und Gelegenheit, auch einmal Claras Musik zu hören

Für alle LeserDas große Jubiläumsjahr für Clara Schumann ist noch lange nicht zu Ende. Die in Leipzig geborene Pianistin und Komponistin wird auch während der 29. Leipziger Chopin-Tage gewürdigt. Die Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft (NLChG) feiert vom 17. bis 20. Oktober den 200. Geburtstag von Clara Schumann. Und es gibt dabei einige der schönsten Kompositionen von Clara Schumann zu hören.

Im Rahmen des Festjahres CLARA19 der Stadt Leipzig finden vier Konzerte, der Leipziger Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten sowie der Festliche Salon zum Abschluss des Festivals statt. Programmatisch im Zentrum stehen die Jubilarin sowie ihr nahestehende Komponisten der Zeit, u. a. Fryderyk Chopin, Robert Schumann, Johannes Brahms, Pauline Viardot-Garcia und Theodor Kirchner.

Eröffnet werden die 29. Leipziger Chopin-Tage am Donnerstag, 17. Oktober, um 19:30 Uhr im Polnischen Institut (Filiale Leipzig) mit einem Klavierabend von Albrecht Hartmann. Und es ist auch gleich die erste Gelegenheit, von Clara Schumann komponierte Musik zu erleben. Zu hören sind dort Clara Schumanns Romance variée op. 3, die Sonate f-Moll op. 14 von ihrem Mann Robert und die Balladen F-Dur und As-Dur von Fryderyk Chopin.

Das Eliot Quartett. Foto: Thomas Stimmel

Das Eliot Quartett. Foto: Thomas Stimmel

Das international mit Preisen dekorierte junge Eliot Quartett aus Frankfurt gastiert am Freitag, 18. Oktober, 19:30 Uhr, in der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy. 2018 machte das Ensemble mit Preisen beim Mozartwettbewerb Salzburg, Melbourne International Music Competition sowie beim Deutschen Musikwettbewerb auf sich aufmerksam. Im Konzert zu den Chopin-Tagen interpretieren die Musiker Robert Schumanns Kinderszenen op. 18 in einer Bearbeitung für Streichquartett und zusammen mit der Pianistin Sonia Achkar das Klavierquintett f-Moll von Johannes Brahms sowie Chopins Polonaise brillante op. 3 für Violoncello und Klavier. Außerdem stehen die Variationen de concert op. 8 von Clara Schumann auf dem Programm, gespielt von Andriy Tsygichko.

Den anspruchsvollen Kompositionen von Clara Schumann stellt sich der Nachwuchs beim Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten. Insgesamt 18 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg präsentieren in drei Altersgruppen am Samstag, 19. Oktober, ab 10 Uhr, in der Hochschule für Musik und Theater ihr vorbereitetes Programm.

Es umfasst ein Originalwerk der diesjährigen Jubilarin sowie ein Werk von Fryderyk Chopin oder Robert Schumann oder einem anderen in der Zeit von 1800–1849 geborenen Komponisten. Die Jury besteht aus der Ur-Ururenkelin von Clara Schumann, Heike-Angela Moser (München), Sonia Achkar (HMT Leipzig/ HMDK Stuttgart), Katharina Treutler (Berlin, HMT Leipzig), Prof. Gudrun Franke, Prof. Gerald Fauth Alexander Meinel und Prof. Dietmar Nawroth (HMT Leipzig).

Leipziger Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten. Foto: Christian Kern

Leipziger Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten. Foto: Christian Kern

Die Förderung des Nachwuchses ist seit der Gründung der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft ein besonderes Anliegen. Deren 2. Vorsitzende, Prof. Gudrun Franke, organisiert bereits seit über 20 Jahren die Klavier- und Kammermusikwerkstatt für Schüler und Jugendliche. 2019 initiierte sie den Clara-Schumann-Wettbewerb und fand in dem Soroptimist Club Leipzig, dem Polnischen Institut Filiale Leipzig, der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur und dem Schumann-Haus verlässliche Förderer. Vergeben werden in den drei Altersgruppe jeweils drei Preise im Wert von insgesamt 2.250 Euro. Weiterhin stehen neun Förderpreise zur Verfügung. Zum Wettbewerb ist Publikum herzlich willkommen, wie auch zum Preisträgerkonzert am Sonntag, 20. Oktober, 11 Uhr, im Schumann-Haus. Mit der Konzertkarte ist zugleich die vor einem Monat eröffnete neue Dauerausstellung zu sehen.

Die Kooperation mit der Stadt Schneeberg im Erzgebirge wird auch zu den 29. Leipziger Chopin-Tagen mit einem Klaviernachmittag im Kulturzentrum „Goldne Sonne“ fortgesetzt (19.10., 16 Uhr). Katrin ten Hagen (Violine) Kajana Pačko (Violoncello) und Mi Na Park (Klavier) interpretieren Kompositionen von Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms und Fryderyk Chopin.

Ihren Abschluss finden die Leipziger Chopin-Tage am Sonntag, 20. Oktober, 18 Uhr, mit dem Festlichen Salon im Weißen Haus in Markkleeberg. Die Veranstaltung verbindet Musik und Unterhaltung mit Köstlichkeiten für Gaumen und Kehle. Freuen dürfen sich die Gäste auf mehrere Konzertteile. Im Zentrum des Programms steht Clara Schumanns Zeit in Baden Baden.

Neben ihren Werken erklingen u. a. Kompositionen enger Freunde, mit denen sie gemeinsam in ihrem kleinen Häuschen musizierte: Johannes Brahms, Pauline Viardot-Garcia und Theodor Kirchner. Traditionell bildet der Galop marche für Klavier zu acht Händen von Albert Lavignac den Höhepunkt der Veranstaltung. Zu erleben sind Joanne d’Mello (Sopran), Bert Mario Temme (Bariton), Frank Reinecke (Violine), Thomas Hauschild (Horn), sowie Paulina Eichhoff, Gudrun Franke, Iva Navratova, Katharina Treutler und Arnulf Sokoll (Klavier).

Die 1992 gegründete Neue Leipziger Chopin-Gesellschaft vereint vorrangig Leipziger Pianisten, Hochschuldozenten, Orchestermusiker und Sänger aus Mitteldeutschland. Zusammen konzertieren sie in den beiden überaus erfolgreichen Veranstaltungsreihen in Leipzig/Markkleeberg „Herfurthsche Hausmusik“ (bis 2015 „Westphalsche Hausmusik“) und „Weißes Haus exklusiv“.

Zehn Konzerte mit insgesamt rund 60 Künstlern pro Jahr vereinen sich in der Hausmusik unter einem Schwerpunkt und garantieren damit eine interpretatorische Vielfalt. In dem Konzertzyklus 2019 „Claras Repertoirebüchlein“ erklingen Werke von Clara und Robert Schumann sowie Fryderyk Chopin, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy u. a., die die Pianistin in ihren unzähligen Konzerten in ganz Europa aufführte. Dabei entsteht ein beeindruckendes musikalisches Porträt von Clara und ihrer Zeit.

29. Leipziger Chopin-Tage, 17.–20. Oktober 2019

Donnerstag, 17. Oktober, 19:30 Uhr, Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig, Markt 10, Eröffnungskonzert – Klavierabend

Freitag, 18. Oktober, 19:30 Uhr, Kammermusiksaal, Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Grassistr. 8, Kammerkonzert mit Eliot Quartett, Sonia Achkar und Andriy Tsygichko

Samstag, 19. Oktober, 10–18 Uhr, Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Grassistr. 8, Leipziger Clara-Schumann-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten

Sonntag, 20. Oktober, 11:00 Uhr, Schumann-Haus, Inselstraße 18, Preisträgerkonzert

Sonntag, 20. Oktober, 16:00 Uhr, Kulturzentrum „Goldne Sonne“ Schneeberg , Klaviernachmittag mit Kathrin ten Hagen-Riesenberg und Mi Na Park

Sonntag, 20. Oktober, 18 Uhr, Weißes Haus – Stadt Markkleeberg, Raschwitzer Str. 11, festlicher Salon mit Joanne d’Mello, Bert Mario Temme, Frank Reinecke, Thomas Hauschild, Paulina Eichhoff, Gudrun Franke, Iva Navratova, Katharina Treutler, Arnulf Sokoll (bereits ausverkauft)

Das Stadtgeschichtliche Museum zeigt zu Clara Schumanns 200. Geburtstag: Frauenliebe & Leben

 

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