Volle Auslastung, Personalnot im TdjW und die Sache mit den Schulbühnen

Die Nöte des Erfolges am TdjW + Video

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 52Meist sind ja Spielzeitpressekonferenzen in den kommunalen Theater- und Kulturstätten eher launig und eine Weile sieht es auch am 1. Februar 2018 so aus, als ob alles routiniert verlaufen sollte. Ein aufgeräumter Intendant, trotz leichter Erkältung mit dem Stück „Juller“ einen internationalen Erfolg und einer Menge Vorhaben im Gepäck, Kaffe für alle und ein paar belegte Brötchen auch.

Wenn es um den grundsätzlichen Stand des Hauses, die Erfolge und Vorhaben des „Theater der jungen Welt“ geht, gibt es an diesem Morgen keine Zweifel. Zielinski kann mit einem Dank an die Presse beginnen, einen durchaus beeindruckenden Stapel ausgedruckter Rezensionen in der Hand. Und auch zum „Höllentrip“ rings um die Reisen mit dem Stück „Juller“ ist bis auf die physischen Anstrengungen nur Gutes zu erzählen.

Die theatralische Verarbeitung der Biographie des deutsch-jüdischen Fußballnationalspielers Julius Hirsch startete am 11. Oktober 2017 im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund als Theater am „Nicht-Theater Ort“ und ist seither auf Tour durch 10 Städte gewesen. Immer dabei: Workshops mit jungen Menschen und Gespräche über eine Zeit, die den Leipziger Fußballer erst in die deutsche Nationalmannschaft und unter den Nationalsozialisten ins KZ brachte, wo er ermordet wurde.

Immer irgendwie heutig, denn „die Geschichte von Julius Hirsch gleicht der aller Menschen, die Opfer von Diskriminierung und Gewalt werden.“, wie das TdjW zum Stück betont. Ein Stück, welches für gewöhnlich mit Standing Ovations endet und am 08. März 2018 wieder auf die TdjW-Bühne zurückkehrt.

Zur Bilanz gehören zudem weitere Gastspiele, welche das TdJW mit „Momo“ ans Stadttheater Minden, „Patricks Trick“ ans Junge Staatstheater Braunschweig und mit dem „Überaus starken Willibald“ nach Erfurt und Mühlhausen führten.

Gut auch die Zahlen im Haus und ein Beinbruch

„Wir sind mal unter 700 Vorstellungen geblieben“, so TdjW-Verwaltungsdirektorin Lydia Schubert und Jürgen Zielinski nickt bedächtig. Und immer war das Haus gefüllt, im ganzen Jahr 2017 waren es über 52.000 Besucher. 27.419 Theatergäste kamen von August bis Dezember in die insgesamt 337 Aufführungen, was eine extrem hohe Auslastung von 94,90 Prozent ergab.

Weitere 3.280 Teilnehmer waren bei 155 theaterpädagogischen Angeboten dabei, die Reisen in andere Städte mitgerechnet, dreht sich der Veranstaltungskreisel also praktisch zweimal täglich am TdjW oder auf fremden Bühnen. Dazu kommen noch einmal rund 8.000 Teilnehmer, die die theaterpädagogischen Angebote nutzten.

„Und das war auch mal gut so, dass wir da schon etwas zurückgefahren haben“, so Schubert weiter zu den Veranstaltungsmengen, denn das TdjW hat längst ein Problem. Es ist an der personellen Grenze angekommen. Für Jürgen Zielinski ein Zustand, den er an seinem mehrfach preisgekrönten Haus nicht länger hinnehmen will.

Probt er, so wie gerade „Kabale und Liebe“ eine neue Inszenierung, reicht ein Beinbruch eines Darstellers und die ganze Produktion kommt ins Stocken. Am 1. Februar ist genau diese Situation aktuell und Zielinski nicht gerade glücklich über den Treppensturz. Ersatz jedenfalls hat er keinen zur Hand. Premiere ist trotzdem und zwar am 1. März 2018.

Mal wieder heißt es also wie seit Jahren am Lindenauer Markt: Zähne zusammenbeißen und durch – aber wie lange noch?

Die Stadt Leipzig hat Jahr um Jahr mehr Einwohner, das Haus ist voll und kann nicht mehr wachsen, man habe da „klare Grenzen“, so Schubert, das Ensemble steht unter Druck. „Ich möchte da auch mal einen kleinen Denkanstoß geben“, sagt Jürgen Zielinski. „Es heißt immer, die Pflichtaufgaben der Stadt gehen vor und Kultur muss sich begrenzen. Nur wenn wir mehr Kitas und mehr Schulen bauen müssen, haben wir logischerweise auch mehr Schüler. Was soll denn mit denen geschehen?“

Er sei der festen Überzeugung, dass für Kinder und Jugendliche eben auch die künstlerische Bildung, also Theater in Workshops und eigenem Spielen aktiv zu erfahren, wichtig sei. „So gesehen bin ich der Auffassung, dass, wenn man verantwortlich denkt, eben das TdjW mitwachsen muss.“

Dazu geht das zu wenige Personal des TdjW gern auch mal außer Haus, um an anderen Orten Workshops anzubieten. Dumm nur, dass aktuell Leipziger Neubauschulen offenbar in der Mehrzahl ohne Bühnen gebaut werden. Offenbar wird bei Bildung in Sachsen noch immer mehr an stures Pauken als an einen Raum für integrative Bildung gedacht.

Das TdjW jedenfalls stünde sicherlich bereit. Wohl erst einmal zu einem tiefreichenden Gespräch mit diversen Finanz-, Bildungs- und Bauplanungspolitikern. Vielleicht ist ja Zeit für einen Besuch beim Sommertheater 2018. Dann wird das Ensemble auf dem Gelände der Galerie für Zeitgenössische Kunst an die Karl-Tauchnitzstraße die „Welt im Zelt“ vom 01. bis 24. Juni erbauen.

Das Interview mit Intendanten Jürgen Zielinski und Lydia Schubert

Quelle: L-IZ.de

Kommende Premieren und Aktivitäten

In der Jungen Wildnis

In den Startlöchern stehen drei Produktionen rund um das Spielzeitmotto »Steht Kopf!«: das Borderline-Tanzprojekt „Dolores (Schmerz)“, „Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?“ eine theatrale Reise tief in unser Gehirn sowie das israelische Erfolgsstück „Regarding the Bird“, das sich mit dem Asperger–Syndrom auseinandersetzt.

„Dolores (Schmerz)“ ist das erste Projekt, in dem Hong Nguyen Thai, der als Tänzer am TdJW in dem Stück „Crystal – Variationen über Rausch“ auftritt, die Regie übernimmt. Auf theatrale Forschungstour mitten ins Gehirn begeben sich Regisseurin Tatjana Rese und Autor Matthias Eckoldt und stellen sich grundlegenden Fragen wie: Kann sich das Bewusstsein überhaupt bewusst sein?

Das Bühnenbild der Produktion entwerfen, in Kooperation mit der Hochschule RheinMain, zwei Studentinnen des Studiengangs Innenarchitektur. Fragen wirft auch das israelische Erfolgsstück „Regarding the bird“ auf, das Jürgen Zielinski bei einem Festivalbesuch in Israel entdeckte. Als deutschsprachige Erstaufführung ist es in einer Übersetzung von Mirjam Pressler am Theater der Jungen Welt zu sehen.

Sommertheater 2018 „Welt im Zelt“

Zum diesjährigen Sommertheater „Welt im Zelt“ lädt das TdJW sein Publikum, in Kooperation mit der GfZK (Galerie für Zeitgenössische Kunst). Mitten im Herzen Leipzigs, auf der Grünfläche der GfZK, entsteht in und um zwei Theaterzelte vom 01. bis 24. Juni eine theatrale Spielwiese.

Die Zuschauer erwarten drei aufregende Wochen und ein facettenreiches und internationales Sommertheater, mit Gastspielen und Workshops des zeitgenössischen israelischen Kinder- und Jugendtheaters, wie zum Beispiel das international tourende Nephesh Theatre, welches 2017 mit ihrer Inszenierung von „Regarding the Bird“ am TdJW gastierten.

Die GfZK eröffnet zum Sommertheater 2018 ihre Ausstellung „Gaudiopolis“, partizipative Formate rund um das Thema Kinderrepubliken und Demokratiebildung knüpfen an die Ausstellung an. Franciska Zólyom, Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst: Kinder unterschiedlicher Herkunft und Religion sind der „Stadt der Freude“ willkommen. Das ist der Verbindungspunkt zu der „Welt im Zelt“: Hier werden unterschiedliche Menschen und Einflüsse versammelt und mit partizipativen Projekten jungen Menschen eine Stimme in der Öffentlichkeit gegeben.

An drei Wochenenden finden interkulturelle Familien-Sonntage statt, die das TdJW gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern wie dem Jüdischen Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch Haus gestaltet.

Zahlreiche Abendveranstaltungen wie Konzerte, Kochevents und Partys laden zum Zuhören und Mitmachen ein. Premiere feiert auch das interkulturelle, mobile, theaterpädagogische Rechercheprojekt „Geschichten vom Weggehen und Ankommen“. Die Clubwoche vom 9. bis 17. Juni steht ganz im Zeichen unserer Theater-Clubs, die ihre Präsentationen zeigen.

Die aktuelle LZ: Warum so eilig oder Wie wird man wieder Herr seiner Zeit?

* Video *Leipziger ZeitungTdJWKulturpolitikInterview
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