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Schaubühne und Naturkundemuseum machen ab September Forschung im Kubus am Naturkundemuseum lebendig

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    Für gewöhnlich führt Leipzigs Naturkundemuseum ein Schattendasein. Die Suche nach einem neuen Haus entwickelt sich zum quälenden Langstreckenlauf. Aber im September wird es einmal etwas anders sein. Seit Tagen wird an einem eisernen Kubus auf dem Platz vor dem Naturkundemuseum gearbeitet. Hier haben Naturkundemuseum und Schaubühne Lindenfels im September Spannendes vor. Titel des Abenteuers: „Expedition 4x6“.

    Forschung und Fiktion gehörten schon immer zusammen. Die Schaubühne Lindenfels und das Naturkundemuseum Leipzig verbinden bei der „Expedition 4×6“ beide Welten. Von September an ist der Kubus am Naturkundemuseum dafür eine lebendige Forschungsstation.

    Die „Expedition 4×6“

    Eine verlassene Forschungsstation, der Schreibtisch ist von wilden Pflanzen überwuchert, alte Landkarten verwittern. Man erzählt sich Geschichten von fernen Ländern und packt dabei die Kisten für die nächste Forschungsreise. Geht es an den Polarkreis oder in die Tiefsee? Startpunkt ist jedenfalls ein Kubus (6×6 Meter) mitten in Leipzig auf dem Platz vorm Naturkundemuseum. Hier beginnt die „Expedition 4×6“.

    Ein Jahr, vier Kapitel – innerhalb der sechs Seiten eines Würfels, initiiert von der Schaubühne Lindenfels und dem Naturkundemuseum Leipzig, werden Geschichten lebendig. Wie der Mensch die Welt erobert, die Natur sie sich zurückholt und ob die faszinierende Vielfalt der Arten noch zu retten ist, sind zentrale Fragen, die gemeinsam mit dem Publikum erforscht werden. Das erste Kapitel „Wildwuchs“ eröffnet im September.

    Forschung und Fiktion gehörten schon immer zusammen. Bei der „Expedition 4×6“ beleben sie sich gegenseitig. Der metallene Kubus – zentrales Element des Projektes – ist ein lebendiger Raum, ein Labor, das von den Besuchern und der Natur mitgestaltet wird. Im ersten Kapitel „Wildwuchs“ entdecken die Besucher anhand alter Aufzeichnungen und Bilder die Welt aus der Sicht des Leipziger Forschungsreisenden Eduard Friedrich Poeppig (1798–1868).

    Seine verlassene Forschungsstation wurde von der Natur längst zurückerobert, bereiste er doch bereits Anfang des 19. Jahrhunderts mehrere Jahre lang Nord- und vor allem Südamerika. Poeppigs umfassende Sammeltätigkeit und die anschließende Aufarbeitung sind bis heute, ähnlich wie das Schaffen Alexander von Humboldts, von herausragender Bedeutung für die Wissenschaft. Jedoch ist Poeppig außerhalb von Fachkreisen weitestgehend unbekannt.

    Lebendig wird diese Welt außerdem mit Hörstücken und Theaterperformances, zum Beispiel Joseph Conrads „Herz der Finsternis“, einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus. In Workshops und Führungen durch Kubus und Museum werden Kinder und Erwachsene selbst aktiv. Sie gestalten ihr eigenes Reisetagebuch oder nehmen mit dem „Biotop im Glas“ ihren eigenen kleinen Urwald mit nach Hause.

    Die weiteren Kapitel der „Expedition 4×6“ beschäftigen sich bis Sommer 2020 mit der Tiefsee, der Eiszeit und dem Kampf der Natur gegen die Zerstörung durch den Menschen.

    Die Eröffnung

    Die Expedition 4×6 ist ein Kooperationsprojekt der Schaubühne Lindenfels und dem Naturkundemuseum Leipzig. Die Schaubühne Lindenfels eröffnet mit der „Expedition 4×6“ ihre Reihe „Science & Fiction“. Geschichten über vergangene und zukünftige Welten machen wissenschaftlichen Fortschritt mit Theater oder Film greifbar, verständlich oder überhaupt erst vorstellbar. In der Fantasie werden wissenschaftliche Erkenntnisse getestet, emotional zugänglich und in der Diskussion gesellschaftlich eingeordnet. Dafür bringt „Science & Fiction“ Wissenschaft und Erzählungen zusammen.

    Eröffnung des Kubus ist am 6. September um 18 Uhr am Naturkundemuseum Leipzig (Lortzingstraße 3). Danach ist der Kubus jeweils von Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei.

     

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