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Prozessauftakt gegen mutmaßlichen Frauenmörder

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    Am Freitag begann vor dem Leipziger Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Doppelmörder Dovchin D., der zwei Frauen erwürgt und zerstückelt haben soll. Zum Auftakt bestätigte der Angeklagte lediglich knapp seine Personalien.

    Bereits nach Verlesung der Anklageschrift war der Prozess am Freitag schon wieder beendet. Demnach soll der 38-Jährige Dovchin D. vermutlich am 10. April 2016 die Portugiesin Maria D. (43) getötet und einzelne Leichenteile im Elsterbecken entsorgt haben. Am 29. oder 30. November ermordete Dovchin D. laut Ermittlern dann die 40-Jährige Anja B. aus Grünau, lagerte Teile ihres Torsos in seiner Wohnung sowie in einem leerstehenden Haus in der nahen Apostelstraße. Ihre Überreste fanden die Kriminalisten im Februar 2017.

    Bei den Taten sei mutmaßlich Alkohol im Spiel gewesen. Seine Opfer hatte der gebürtige Mongole, der seit vielen Jahren in Leipzig lebt und bisher keine Vorstrafen hat, der Polizei nach in diversen Bars kennengelernt und mit zu sich nach Hause genommen. Die grausigen Verbrechen seien beide in der Wohnung des Angeklagten an der Ecke William-Zipperer-Straße/Demmeringstraße geschehen, als Tatmotiv werde Frustration über die Zurückweisung der sexuellen Ambitionen des Angeklagten vermutet, so Staatsanwalt Torsten Naumann.

    Staatsanwalt Torsten Naumann vertritt die Anklage wegen zweifachen Mordes und zweifacher Störung der Totenruhe. Foto: Lucas Böhme
    Staatsanwalt Torsten Naumann vertritt die Anklage wegen zweifachen Mordes und zweifacher Störung der Totenruhe. Foto: Lucas Böhme

    Nach seiner Verhaftung im Frühjahr 2017 hatte der Beschuldigte gegenüber der Kripo und dem Untersuchungsrichter ein Geständnis abgegeben und dabei Täterwissen offenbart. Am Freitag dagegen machte der mutmaßliche Doppelmörder keine Angaben, sondern bestätigte der 1. Strafkammer nur kurz seine Personaldaten. Demnach wurde er 1979 in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator geboren, ist gelernter Konstruktionsmechaniker und verheiratet. Sein Mandant werde sich im Verfahren nicht zur Sache einlassen, kündigte Strafverteidiger Dr. Stefan Wirth an.

    Der Prozess wird am 11. Dezember fortgesetzt, mit einem Urteil ist erst im März 2018 zu rechnen.

     

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