Tapirweibchen Laila (geb. 03.04.2009 in Nürnberg, seit 29.10.2010 in Leipzig) hat am Samstag, 9. Februar, um 1:30 Uhr ein gesundes, männliches Jungtier zur Welt gebracht, meldet der Zoo Leipzig. Die Geburt verlief nach Auswertung der Kameraüberwachung bilderbuchmäßig und dauerte 2,5 Stunden. Erste Trinkversuche beobachteten die Pfleger am selben Tag.

Bei der am Sonntag von Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard durchgeführten Jungtierprophylaxe wurde ein Gewicht von 8,3 kg festgestellt. “Dieser Zuchterfolg ist für uns von großer Bedeutung, zeigt er einmal mehr, dass sich die Tiere in Gondwanaland wohlfühlen. Bisher kümmert sich Laila als Erstgebärende vorbildlich um ihren Sprössling, und wir hoffen, dass sich die Mutter-Kind-Bindung weiter festigt”, fasst Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die frohe Botschaft zusammen.

Insgesamt mussten die Tierpfleger über 400 Tage auf die erste Tapirgeburt seit der Eröffnung der Tropenerlebniswelt Gondwanaland warten. Tapirmann Copashi (geb. 21.01.2008 in Port Lympne, seit 21.09.2010 in Leipzig) hat die Geburt vom Nachbargehege aus verfolgt. Da Tapire Einzelgänger sind, wird er mit Laila und dem Nachwuchs vorläufig nicht vergesellschaftet.

Die in Südostasien beheimateten Schabrackentapire sind die größte der noch vier lebenden Tapirarten. Einst weit verbreitet, kommen sie heute nur noch äußerst selten und in wenigen Regenwaldgebieten der Malaiischen Halbinsel und Sumatra vor. Tapire zählen zu den “lebenden Fossilien” und gelten als äußerst scheue Tiere, die bei Gefahr regungslos ausharren und durch eine spezifische Fellzeichnung charakterisiert sind. Das Internationale Zuchtbuch wird in Disney’s Animal Kingdom und das Europäische Erhaltungsprogramm in Nürnberg geführt.

www.zoo-leipzig.de

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