Tanners Interview mit dem Autoren und Philosophen Fabian Scheidler

Tanner sucht nach Menschen, die Ideen haben. Ein glücklicher Zufall will es nun, dass Fabian Scheidler, Autor der "Megamaschine" und Mitbegründer von Kontext TV am 11.06.2015 ins Cineding auf der Karl-Heine-Straße kommt, um Auswege aus dem rasenden und krankmachenden kapitalistischen und neoliberalen Dilemma aufzuzeigen. Natürlich hakte Tanner da ein. Und würde fündig.

Guten Tag Fabian Scheidler. Ich habe gerade von den Cineding -Menschen erfahren, dass Sie am 11.06.2015 mit Ihrem Buch „Das Ende der Megamaschine – Geschichte einer scheiternden Zivilisation“ ins Cineding auf der Karl-Heine Straße kommen. Sie werden lesen und zur Diskussion bereit sein. Im Verlagsprogramm steht zu Ihrem Buch: „Wer verstehen will, warum wir menschheitsgeschichtlich in eine Sackgasse geraten sind und wie wir aus ihr wieder herauskommen können, der kommt an Fabian Scheidler nicht vorbei.“ Sie haben Lösungen? Endlich! Wie können wir verhindern, dass sich im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen auf unserem dann völlig verbrauchten Planeten gegenseitig um ein paar Tropfen Wasser und ein Brot die Gewehre an die Köpfe halten und massakrieren?

In meinem Buch erzähle ich die Vorgeschichte, die Entwicklung und das absehbare Scheitern eines Gesellschaftssystems, das vor etwa 500 Jahren in Europa entstanden ist und sich von hier aus über die Welt verbreitet hat. Man hat es das „moderne Weltsystem“ genannt, die „kapitalistische Weltwirtschaft“ oder auch, etwas vage, die „Moderne“. Ich benutze als Metapher dafür den Begriff „Megamaschine“. Der Kern dieses Systems besteht in der unendlichen Akkumulation von Kapital – und zwar um jeden Preis. Dieses System ist zugleich ungeheuer produktiv und ungeheuer zerstörerisch. Über die Jahrhunderte hat es ganze Erdteile ins Elend gestürzt und zugleich großen Wohlstand für einige Menschen hervorgebracht.

Dieses System stößt heute an zwei Arten von Grenzen: Zum einen sehen wir immer neue und immer schwere wirtschaftliche Krisen. Der Crash von 2008 ist wahrscheinlich nur ein Vorgeschmack auf größere Eruptionen. Das System bietet auch immer weniger Menschen eine Perspektive, in Südeuropa etwa gibt es für junge Menschen so gut wie keine Arbeit mehr. Zum anderen stößt die permanente Expansion an ökologische Grenzen. Der Klimawandel ist ein Teil davon, aber auch die Süßwasserversorgung, fruchtbare Böden und mineralische Ressourcen werden knapp. Diese Doppelkrise führt unweigerlich in einen großen gesellschaftlichen Umbruch, ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist daher nicht, ob wir so weitermachen können wie bisher oder nicht, sondern wie die Transformation aussehen wird: Ob es noch mehr Gewalt und Ausbeutung geben wird, oder ob wir Wege zu solidarischem Leben und Wirtschaften finden können.

Dafür braucht es aber doch Ideen, vielleicht gar einen Masterplan, Kollege Scheidler.

Ich glaube nicht, dass es dafür so etwas wie einen Masterplan gibt, die EINE Lösung für alles und jeden. Das haben wir historisch schon mal gehabt und es war eine Sackgasse. Es geht daher eher um so etwas wie ein Mosaik, ein Patchwork von Alternativen. Auf der ganzen Welt arbeiten schon Millionen von Menschen daran – wenn auch noch immer zu wenige. Dazu gehören sowohl Widerstandskämpfe gegen die Zumutungen des Systems – gegen Sozialabbau, Privatisierung, Umweltverwüstung und vieles mehr -, als auch der Aufbau von Alternativen von unten: Leben und Produzieren jenseits von Profit und Konkurrenz, gemeinwohlorientierte Wirtschaft. Es geht um einen Ausstieg aus der Logik der endlosen Kapitalakkumulation. Aber das ist ein langer Weg.

Wie werden Ihre Ansichten von den Entscheidungsträgern aufgenommen? Werden sie überhaupt in Entscheidungsprozesse eingespeist?

Ich denke, wir alle sind Entscheidungsträger, in größeren und kleineren Dingen. Wie die Welt in einigen Jahrzehnten aussehen wird, hängt von uns allen ab. Wenn wir weiter Entscheidungen an Parteien delegieren und uns nach jeder Wahl wieder für 4 oder 5 Jahre zurücklehnen, werden wir wahrscheinlich in eine ziemlich düstere Zukunft schlittern. Wir brauchen eine Neuerfindung der Demokratie, die über die verknöcherten Formen der Repräsentation hinausgeht, darum geht es auch in meinem Buch. Das bedeutet nicht, dass Wahlen unwichtig wären und man nicht hingehen sollte. Aber es ist eine Illusion, von Parteien, die in kurzen Wahlzyklen denken und von einem immer flacheren Medienbetrieb abhängig sind, die tiefgreifenden Veränderungen zu erwarten, die wir brauchen. Man muss die Politiker schon zum Jagen tragen, Druck aufbauen und auch neue, eigene Strukturen schaffen.

Ihre Vita zeigt einen faszinierenden Lauf auf. Es gab Preise, Aufmerksamkeit, Sie arbeiten breit aufgestellt zu den Themen. Nun habe ich persönlich jedoch immer öfter das Gefühl, dass selbst „Die Vielen“ überhaupt keine Änderung wollen, dass sie sich im Dauerkonsum und in der destruktiven Lebensweise – ganz besonders in unserer Hemisphäre – suhlen und gefallen. Wie können differenzierte Lösungen zur Anwendung kommen, wenn doch von allen Seiten ein fast schon religiös überhöhtes „Fressen, Ficken, Fernsehen“ in einen undefinierten Freiheitsbegriff verwandelt wird? Ich zweifle in Angst vor dem Morgen.

Ich kann ihre Sorgen verstehen. Es ist überhaupt nicht gesagt, dass das 21. Jahrhundert nicht eine ähnlich düstere Wendung nehmen wird, wie die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Problem ist sicherlich Passivität, Desinteresse und auch eine Konsumhaltung, die uns in 30 Jahren Neoliberalismus antrainiert wurde. Ein anderes Problem besteht darin, dass uns die Mainstreammedien über größere systemische Zusammenhänge kaum informieren. Es geht meist nur um isolierte Ereignisse, die Zusammenhänge werden ausgeblendet. Um dem etwas entgegenzusetzen habe ich mit meinem Kollegen David Goeßmann übrigens vor einigen Jahren das Internet-Fernsehprogramm Kontext TV gegründet. Und auch in meinem Buch „Das Ende der Megamaschine“ geht es darum, unsere gegenwärtigen Krisen in einem größeren Kontext zu verstehen. Wenn Leute Zusammenhänge nicht verstehen, sind sie auch oft leicht verführbar durch Demagogen und rechte Ideologien, die vermeintlich einfache Lösungen anbieten und alle Probleme auf einige Sündenböcke projizieren. Der Aufstieg von rechten Bewegungen in vielen Ländern Europas ist besorgniserregend. Aber es gibt auch viel Bewegung auf der anderen Seite, und ich glaube, dass wir tatsächlich eine freiere und gerechtere Gesellschaft erreichen können, wenn wir aus unseren Fernsehsesseln aufstehen und uns engagieren.

Sie sind eingeladen am 11.06.2015 von attac und dem Konzeptwerk Neue Ökonomie. Attac kenne ich – und bestimmt auch einige hier in der Leserschaft – aber wer oder was ist das Konzeptwerk Neue Ökonomie? Erhellen Sie uns bitte.

Das Konzeptwerk Neue Ökonomie ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Think Tank, der Konzepte für eine soziale, ökologische und demokratische Gesellschaft entwickelt und verbreitet. Es geht darum, Wirtschaft neu und anders zu denken, damit sie ein gutes und gleichberechtigtes Leben für alle ermöglicht und zugleich den Umweltraum schont. Das Konzeptwerk informiert über bestehende neue Ansätze, entwickelt selbst Projekte, informiert Politiker über Alternativen und macht an Schulen Bildungsarbeit.

Ich hoffe jedenfalls auf eine emotionale und intelligente Diskussion im Cineding. Danke für die Antworten.

Interviews
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Für die ersten 11,4 Kilometer Radweg am Kanal können jetzt die Planungen beginnen
Weg am Elster-Saale-Kanal. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDie Stadtverwaltung Halle war ja schon ganz euphorisch und meinte, gleich im nächsten Jahr könnte der Radweg am Elster-Saale-Kanal gebaut werden. Aber so schnell wird in hiesigen Breiten nicht gebaut. Dass der Grüne Ring hier die Konzeption übernommen hat, bestätigt auf Nachfrage das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, auch wenn für das fehlende Teilstück bis zur Saale noch die Geldzusagen fehlen.
Die Strecke Leipzig–Chemnitz muss viel schneller ans Netz als bislang geplant
Blick auf den Chemnitzer Hauptbahnhof (Juli 2019). Foto: DB Netz AG

Foto: DB Netz AG

Für alle LeserFast drei Jahrzehnte war die Deutsche Bahn eigentlich das Sparschwein der Nation, sollte möglichst gewinnbringend fahren. Der Druck war enorm. Man sieht es fast in jedem kleinen Dorf: Bahnhöfe wurden stillgelegt, ganze Gleisstrecken abgeklemmt. Die Ausbaumilliarden flossen größtenteils in den Straßenbau. Doch seit Dienstag, 30. Juni, ist das alles etwas anders. Da stellte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den „Schienenpakt vor“. Und jetzt kommt auch aus der sächsischen CDU Druck. Der Ausbau der Strecke Leipzig–Chemnitz kommt viel zu spät.
ÖPNV, Schulen, Klima: Wie lange es dauert, bis die Brisanz der wirklichen Probleme endlich auch in der Wahrnehmung der Leipziger ankommt
Die größten Probleme aus Leipziger Bürgersicht. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Für alle Leser„Kriminalität und Sicherheit sowie die Wohnkosten werden von der Leipziger Bürgerschaft als größte städtische Probleme angesehen. Es folgen in der Rangfolge mit Handlungsbedarf der öffentliche Nahverkehr, Parkplätze, Straßenzustand und Kindertagesstätten“, kommentiert das Amt für Statistik und Wahlen knapp die in der „Bürgerumfrage 2019“ ermittelte Problemreihenfolge. Der ÖPNV gehört dabei zu den Problemen, die aus Sicht der Befragten weiter an Dringlichkeit gewonnen haben.
Wiederaufnahme von öffentlichen Führungen im Panometer Leipzig
Führung CAROLAS GARTEN Foto: Tom Schulze © Panometer (Aufnahme vor Corona)

Foto: Tom Schulze © Panometer (Aufnahme vor Corona)

Neun Wochen nach der Wiedereröffnung des 360°-Panoramas CAROLAS GARTEN kehrt ein weiteres Stück Normalität in das Panometer Leipzig zurück. Erstmals seit der Coronabedingten Schließzeit werden wieder öffentliche Führungen durch die Begleitausstellung des Panoramas von Yadegar Asisi angeboten. Die 45-minütigen Führungen finden zunächst nur an Wochenenden jeweils 10.30 Uhr, 11.30 Uhr sowie 14.00 Uhr und 15.00 Uhr statt.
Civa bringt frischen Wind beim 1. FC Lok: Wolf macht Platz für neue Spieler
Der neue Lok-Trainer und Sportliche Leiter Almedin Civa stellt sich vor. Foto: Thomas Gorlt

Foto: Thomas Gorlt

Für alle LeserZwei Tage nach der Enttäuschung von Bielefeld beginnt beim 1. FC Lok Leipzig eine neue Zeitrechnung. Mit Almedin Civa wurde ein neuer Cheftrainer und Sportdirektor vorgestellt. Der bisherige Mann auf der Position, Wolfgang Wolf, beendet planmäßig nach einem Jahr sein Engagement. Wolf wäre gern geblieben, bei den kleinen Brötchen, die der Verein wieder backen muss, bedeutet Wolfs Abschied aber ein bis zwei weitere Spieler für Lok. Wer kommt und geht, wird in den kommenden Tagen entschieden.
Donnerstag, der 2. Juli 2020: Verfassungsschutz soll AfD-Daten rechtswidrig gespeichert haben
Gordian Meyer-Plath war bis zum 30. Juni 2020 der Präsident des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenIm gestern eröffneten Streit um den Umgang des sächsischen Verfassungsschutzes mit Daten über AfD-Abgeordnete gibt es heute eine neue Wendung: Der ehemalige Präsident der Behörde soll diese rechtswidrig gespeichert haben. Die Landtagsfraktionen sehen das offenbar ähnlich. Unterdessen stehen für die kommenden Wochen neue Corona-Lockerungen in Aussicht. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 2. Juli 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Per Sehnsuchts-Challenge durch die Coronakrise: Wie das Leipziger Format SportVorOrt die sportlose Zeit überbrückte
SportVorOrt war auch in der Coronakrise nicht untätig.

SportVorOrt-Logo

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit 26. Juni im HandelEs sind vor allem die Teams in den unteren Ligen und die sogenannten Randsportarten, die es oft schwer haben, eine mediale Öffentlichkeit zu finden. Das Format SportVorOrt war im vergangenen Jahr an den Start gegangen, um genau diese Plattform zu bieten. Jede Woche wurden hier interessante (Breitensport-)Termine in den Mittelpunkt gestellt. Doch was macht SportVorOrt, wenn gar kein Sport vor Ort stattfindet? Die LEIPZIGER ZEITUNG (LZ) befragte den Initiator Robert Kühne.
Nur 14 Prozent Wohneigentum: Wer sich vor jeder Mieterhöhung fürchten muss, kauft sich auch keine Wohnung
Entwicklung der monatlichen Haushaltseinkommen nach Klassen. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Für alle LeserWer die Leipziger Bürgerumfragen genau liest, merkt schnell, wie diese „Boomstadt“ im Osten mit viel Kreativität aus ziemlich wenig Geld etwas Vorzeigbares macht. Man hört jedes Mal das Seufzen der Leipziger Statistiker, wenn sie nach der jüngsten Bürgerumfrage wieder feststellen, dass der Anteil des Wohneigentums einfach nicht gewachsen ist. Nur 14 Prozent leben in den eigenen vier Wänden. So niedrig ist der Wert auch noch in Berlin, der anderen „Arm aber sexy“-Stadt im Osten.
Bevor die Dieskaustraße zur Baustelle wird, muss die Küchenholzallee zu einem sicheren Radweg werden
Der Zustand der Küchenholzallee im Bereich der Kleingartenanlagen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAb 2023 wollen Stadt und LVB die komplette Dieskaustraße zwischen Adler und Großzschocher umbauen und modernisieren. Das ist überfällig. Aber im Leipziger Südwesten gehen dazu berechtigte Befürchtungen um, denn nicht nur für Autofahrer gibt es praktisch keine Ausweichstrecken. Für Radfahrer/-innen gäbe es zwar eine. Aber die ist in einem unzumutbaren Zustand: es ist die Küchenholzallee. Der Stadtbezirksbeirat Südwest macht das jetzt zum Thema.
Grüne unterstützen Petition zur autofreien Innenstadt mit konkreten Straßenvorschlägen
Erst mal rein in die Innenstadt: Kfz-Gedrängel am Peterskirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa war sich das Baudezernat ganz sicher: Diese Petition muss man ablehnen. Denn da gibt es doch den Stadtratsbeschluss RBIV-1452/08 vom 17. Dezember 2008 „Fortschreibung der Konzeption autoarme Innenstadt“. Darin hat man sich doch verständigt, dass man bei „autoarm“ bleibt und „autofrei“ kein Thema ist. Da hat wahrscheinlich jemand im Planungsdezernat die Corona-Zeit völlig vertrieft. Die Grünen unterstützen die Petition jetzt mit einem eigenen Antrag.
Erster Schulneubau aus dem 145 Millionen-Euro-Programm von 2018 ist fertig: Schule am Barnet-Licht-Platz nimmt Betrieb auf
Die Pausenversorgung ist gesichert: die neue Schule am Barnet-Licht-Platz. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAm Mittwoch, 1. Juli, hat Oberbürgermeister Burkhard Jung das neue Schulgebäude am Barnet-Licht-Platz symbolisch an die künftigen Nutzer übergeben. Innerhalb von knapp eineinhalb Jahren wurde die neue Schule in Leipzig-Reudnitz-Thonberg für rund 27 Millionen Euro fertiggestellt. Der Neubau ist der sichtbare Beweis dafür, wie schnell eine Stadt neue Schulen bekommt, wenn sie die nötigen Grundstücke und genug Geld in der Kasse hat.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #35
Golfplatz. Foto: Patrick Kulow

Foto: Patrick Kulow

Für alle LeserDonald Trump behauptet seit Wochen, dass Briefwahlen den Wahlbetrug fördern. Angeblich werden die Wahlunterlagen millionenfach gefälscht und in großem Umfang Stimmen von Leuten abgegeben, die dazu gar nicht befugt sind. Dass die Anschuldigungen einem Fakten-Check nicht standhalten, ist bekannt. Twitter hat deshalb schon mehrfach Trumps Account als Verbreiter von Lügengeschichten markiert.
Anstieg der Arbeitslosigkeit in Leipzig im Juni deutlich gebremst
Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Leipzig seit 2014. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Für alle LeserEs ist Juli. Das halbe Land ist in Urlaubsstimmung, manche Wirtschaftskommentatoren aber haben ein wildes Geunke angestimmt: „Die Depression kommt im Herbst!“ Als wären sie etwas spät aus dem Winterschlaf erwacht. Doch schon am 24. Juni meldete das „Manager Magazin“: „Ifo-Geschäftsklima steigt so stark wie nie zuvor“. Natürlich ist auch das nur Kaffeesatzleserei. Harte Fakten sind: Umsätze, Auftragslage und Arbeitslosenzahlen. Und danach scheint in Sachsen im Juni erst einmal der Tiefpunkt erreicht worden zu sein.
Film ab: Kino Grimma wieder offen
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Nach monatelanger Pause empfängt das Grimmaer Kino wieder Besucher. Ab Donnerstag, 2. Juli, flimmern die Streifen über die Leinwände. Wie Kinobetreiber Thomas Hildebrand mitteilte, nahm das Gesundheitsamt des Landkreises Leipzig das Hygienekonzept ab.
Mittwoch, der 1. Juli 2020: Vorwürfe gegen Sachsens neuen Verfassungsschutz-Präsidenten
Dirk-Martin Christian, Präsident des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Foto: SMI / Isabelle Starruß

Foto: SMI / Isabelle Starruß

Für alle Leser/-innenEin Tag im Amt und schon im Mittelpunkt eines möglicherweise neuen Skandals in Sachsen: Landesverfassungsschutz-Präsident Dirk-Martin Christian soll laut einem Medienbericht seinen Vorgänger Meyer-Plath dazu gedrängt haben, Daten über AfD-Abgeordnete zu löschen. Auch der Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten steht in der Kritik. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 1. Juli 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.