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Interkulturelles Sportfest in Stahmeln begeistert alle Generationen

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    Menschen aus verschiedenen Ländern, Sprachen und Kulturen - ein Thema, welches die Leipziger in den kommenden Jahren nicht mehr loslassen dürfte. Am Samstag begann auch in Stahmeln diesbezüglich Neues, eingeladen hatten der Rugby Club Leipzig (RCL), die Initiative Pandecheion, Netzwerk Integration und die Initiative Weltoffenes Gohlis. Zum ersten interkuturellen Sportfest gabs - natürlich - Rugby, aber auch Kricket und weiteren Sport. Gelohnt hat sich der Weg aber auch kulinarisch. Es gab Köstlichkeiten, unter anderem aus Ruanda und Syrien. Doch das Wichtigste war wohl: Besonders unkompliziert entwickelten sich die Begegnung bei den Kindern.

    „Es war eine Idee vom Rugby-Club, der auf uns zukam.“, erklärte der Leiter von Pandecheion: „Die sagten, könnten wir nicht was zusammen machen? Wir haben beim Rugby mit Leuten aus der ganzen Welt zu tun.“ Pandecheion war davon begeistert. Der Verein betreut in Leipzig Asylsuchende und Flüchtlinge. Während ihres Aufenthalts in Gemeinschaftsunterkünften und zum Teil darüber hinaus stehen sie ihnen unterstützend zur Seite. Der Rugby Club Leipzig (RCL) spielte in dieser Saison in der Bundesliga ungeschlagen bis ins Halbfinale. Mitstreiter beim ersten interkulturellen Sportfest am Platz des RCL in Stahmeln waren das Netzwerk Integration und die Initiative Weltoffenes Gohlis. Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Liliensteinstraße hatten Köstlichkeiten aus ihren Herkunftsländern zubereitet. Unter anderem gab es ukrainische Teigtaschen und Falafel.

    Linsen, gebratenes Gemüse, fein gewürzte Hähnchen, Spinat und Kirchererbsen hatte eine Köchin aus Ruanda zubereitet. Sie ist mit einem Leipziger verheiratet, der in ihrem Heimatland eine Berufsschule aufgebaut hat. In Leipzig bietet sie Mittagstisch und Catering an. Ihre Küche ist in der Holbeinstraße. Eis, Zuckerwatte und Kuchen ergänzten das internationale kulinarische Angebot.

    Afrikanische Rhythmen beim interkulturellen Sportfest. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
    Afrikanische Rhythmen beim interkulturellen Sportfest. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

    Die Gäste konnten sich in Rugby versuchen. Gespielt wurde auch Kricket und Tischtennis. Im Vordergrund stand der Spass und die Begegnung. Musikalisch gestalteten Trommler aus Haiti und dem Kongo das Fest. Sehr zur Freude der Kinder, die sich von der Leidenschaft der Rhythmen anstecken ließen. Die Leipziger Gruppe NDUNGU KINA bietet auf Festen Trommel, Gesang und Tanz an. Sie sind recht erfolgreich: bei Auftritten in Hamburg, Stuttgart und Halle/Saale fanden sich rund 800-1.000 Zuhörern ein. Der Leiter der Gruppe Damien Bilondo ist auch Vorsitzender des Kongolesisch-Deutschen Vereins in Leipzig, der verschiedene afrikanische Projekte betreut.

    Wichtig war das erste Begegnungsfest wohl vor allem für die Kinder. Für sie war die große Hüpfburg die besondere Attraktion, auf Platz 2, die Möglichkeit, sich schminken zu lassen. Einige Jungs hatten dann noch den Rasensprenger entdeckt, auch wenn das nicht zum offiziellen Programm gehörte, was die Sache natürlich nur um so spannender machte. Anschließend ging es noch eine Runde mit dem Ball über den Platz, durchweg gute Stimmung gab es auch. Da konnte auch der Regen zwischendurch nicht viel eintrüben. Eine weitere Runde kann also folgen.

    Annäherung an Rugby. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
    Annäherung an Rugby. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

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