Rechtslastige Kampfsportveranstaltung: Quo vadis, MAWI?

Am 10. Oktober soll im Haus Auensee die "Imperium Fighting Championship III" stattfinden. Bei der Veranstaltung werden nicht nur mehrere Neonazis im MMA-Käfig stehen. Einzelne Sponsoren weisen Bezüge zur rechten Szene auf und die Organisatoren sind tief im braunen Sumpf verankert. Konzertveranstalter Matthias Winkler, der die Halle an die Rechten vermietet hat, äußerte sich mittlerweile öffentlich zu der Geschäftsbeziehung.

Anfragen von L-IZ.de ließ Matthias Winkler bisher unbeantwortet. Dafür äußerte sich der Geschäftsführer der Konzertagentur MAWI auf dem Internetauftritt des Haus Auensee. „Wir haben mit den Organisatoren der umstrittenen Veranstaltung im Frühjahr einen Mietvertrag abgeschlossen. Da dies die erste Vermietung für eine (derartige) Sportveranstaltung ist, wurde aus Unkenntnis versäumt, sich über die Teilnehmer der Veranstaltung näher zu informieren, zumal diese nach unserem Informationsstand zum Zeitpunkt der Vertragsschließung nicht bekannt waren“, schreibt Winkler.

Vielleicht liest der Konzertmacher keine Zeitungen oder interessiert sich nicht wirklich dafür, was er so geschäftlich vereinbart? Schon im Januar berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Online-Ausgabe, dass die „Imperium Fight Championship II“ im April nicht wie geplant in der Ernst-Grube-Halle stattfinden werde. Die Gründe waren die gleichen wie heute.

Die Universität Leipzig hatte den Organisatoren um den Kampfsportler Tom Reiche den Mietvertrag für ihre Sporthalle gekündigt, nachdem Studenten die Hochschule über die Verstrickungen einzelner Kämpfer in die rechte Szene informiert hatten. Auch L-IZ.de berichtete seinerzeit, nicht das erste Mal. Um einen Einblick in die Schnittmengen von Hooligans, Freefightern und Neonazi-Szene zu bekommen, hätte Konzertmanager Winkler den Titel der geplanten Veranstaltung nur in eine Suchmaschine eintippen müssen. Er wäre rasch fündig geworden.

Quo vadis MAWI?

Dass das Landesamt für Verfassungsschutz nicht die gesamte Veranstaltung als rechtsextremistisch klassifiziert, betrachtet Winkler als Dilemma. „Wir lassen derzeit Anwälte prüfen, ob die vorliegenden Informationen und Umstände ausreichen, um den Mietvertrag kündigen zu können. Die Einschätzung des Verfassungsschutzes spricht leider eher dagegen“, findet Winkler. Der Konzertmanager liegt mit der Einschätzung möglicherweise falsch.

Der Nachrichtendienst kam bei der Vorgängerveranstaltung, die in der Ernst-Grube-Halle stattfinden sollte, zu exakt derselben Einschätzung. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Linke) machte in einer Pressemitteilung deutlich, dass das Handeln der Hochschule die Messlatte sein wird, an dem Winklers Umgang mit den Neonazis in der kritischen Öffentlichkeit gemessen werde. „Ich appelliere an die Betreiberfirma, die Räume für das ‚Imperium Fighting Championship‘ zu kündigen.“

Man kennt sich aus rechten Kreisen

Gute Gründe, die gegen die Ausrichtung der Veranstaltung im Haus Auensee sprechen, lassen sich viele finden. Zwar behaupten die Veranstalter in einem Statement auf ihrer Facebook-Seite, bei der Gala würden keine Sportler antreten, die der rechtsextremen Subkultur zuzuordnen seien. Ganz oben auf der Fightcard steht mit Christopher Henze allerdings ein Rechtsextremist aus dem Fußballmilieu. Der „Cheftrainer“ des „Imperium Fight Team“, Benjamin Brinsa, gilt unter Beobachtern seit Jahren als eine einflussreiche Figur in der regionalen Hooliganszene. Der heutige „Sportler“ war zeitweilig sogar im Leipziger Parteibüro der NPD gemeldet. Brinsa und Henze sind frühere Mitglieder der Fangruppierung „Scenario Lok“, die sich im Herbst 2014 selbst aufgelöst hat.

Die Fußballfans waren nicht nur für ihre hohe Gewaltbereitschaft bekannt. Einzelne Scenario-Mitglieder zählten Ende der 2000er-Jahre zum harten Kern des Leipziger Ablegers der zwischenzeitlich aufgelösten Neonazi-Organisation „Freies Netz“ und waren auch bei den Jungen Nationaldemokraten aktiv. Der Verfassungsschutz ordnete die Vereinigung der rechten Szene zu. Kein ehemaliges Mitglied hat sich bislang nachhaltig von der rechtsextremen Szene distanziert.

Brinsas langjähriger Geschäftspartner Thomas Persdorf gründete einst das Rechtsrocklabel „Front Records“ in Wurzen. Die überregional bedeutende Plattenschmiede mit angeschlossenem Szenevertrieb existiert bis heute, längst ist die überregionale Presse auf die Verbindungen aufmerksam geworden und berichtet namentlich über die bekannten Betreiber. Im Jahr 2011 beliefen sich die Umsätze laut dem im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss immerhin auf rund 180.000 Euro.

Gelebte Praxis

Bei nahezu allen Kampfsportabenden im Freistaat, bei denen die drei Genannten in den letzten Jahren in irgendeiner Funktion vor oder hinter den Kulissen mitgewirkt haben, erkannten sächsische Verfassungsschützer Bezüge zum Rechtsextremismus. Gründe dafür gibt es genug: Das Kleinunternehmen A&B Service UG, das Brinsa und Persdorf 2010 aus der Taufe hoben, tauchte zeitweilig im Impressum der Internetseite einer „Aryan Brotherhood Germany“ auf. Die Firma ist auf demselben Grundstück im Wurzner Ortsteil Falkenhain ansässig wie der Front-Records-Versand.

Dass die linkspolitisch engagierte Band Tocotronic, die am 8. Oktober im Haus Auensee auftreten möchte, über ihr Management ankündigen ließ, ein Band-Bündnis gegen die „hässliche Veranstaltung“ zu schmieden, überrascht unter diesen Umständen keineswegs. Ebenso wenig, dass Matthias Winkler sich so rasch nicht wieder aus der Szenerie lösen kann. Nicht wenige Security-Mitarbeiter verschiedenster Firmen in Leipzig sind begeistert vom Käfigkampf. Die Wachleute, die Konzertunternehmen üblicherweise beauftragen, gehören nicht selten Kreisen an, in denen berufsbedingt Stärke und Männlichkeit oberste Priorität haben. Die Frage ist wie diese Art des Entertainments neben Tocotronic solche Künstler wie Heinz-Rudolf Kunze, Helge Schneider und Co. sehen, die Winkler in den kommenden Wochen nach Leipzig holen will?

RechtsextremismusKampfsportHaus Auensee
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Die Bodenständigen: Der Blick der staunenden Soziologin auf die Mitte unserer Gesellschaft
Barbara Thériault: Die Bodenständigen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir haben ja an dieser Stelle schon etliche Bücher besprochen, deren Autor/-innen sich mit der viel beschworenen „Mitte“ beschäftigen – von der „Schweigenden Mitte“ bis zur „Enthemmten Mitte“. Jede/-r hat auf seine oder ihre Weise versucht, überhaupt erst einmal zu definieren, was sich hinter dieser schwammigen Masse eigentlich verbergen soll. Aber oft führt das geradezu in den Nebel. Anders als Barbara Thériaults ganz reale Erkundungen da, wo die Menschen tatsächlich leben. In Erfurt zum Beispiel.
Wie weiter mit der Fußballsaison? Wieso Abbruch und „Weiter so“ nicht so einfach sind
Die Leidenschaft in der Leidenszeit - kluge Lösungen dringend gesucht. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEgal ob Bundesliga oder Kreisklasse: Der Ball ruht bis auf Weiteres. Niemand weiß, wann es weitergeht und vor allem weiß niemand, was passiert, wenn es nicht weitergehen kann. Eine solche Situation kennt der deutsche Fußball nicht, die Unwissenheit quält auch die Fußballklubs in Sachsen und in Leipzig. Was wird aus den Früchten der bisherigen Arbeit? Verschiedene Möglichkeiten sind denkbar, aber bei allen würden die Beteiligten gegen Wände laufen.
Montag, der 6. April 2020: Ordnungsamt registrierte mehr als 1.000 Verstöße gegen Corona-Regeln
Das Ordnungsamt kontrolliert, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle LeserPolizei und Ordnungsamt kontrollieren weiterhin eifrig, ob sich die Leipziger/-innen an die strengen Ausgangsregeln halten. Das Ordnungsamt hat heute eine Zwischenbilanz veröffentlicht. Außerdem gibt es neue Regeln für den Wochenmarkt, ein abgesagtes Bachfest und einen gescheiterten Eilantrag gegen die sächsische Allgemeinverfügung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 6. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Vorwürfe gegen Asylunterkunft nahe Leipzig: Fehlende Hygiene und „Bestrafung“ für Bewohner
Erstaufnahmeeinrichtung in Dölzig im Sommer 2015. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserBewohner/-innen der Asylunterkunft in Dölzig nahe Leipzig haben in den vergangenen Wochen mehrmals die hygienischen Zustände vor Ort kritisiert. Ein Wortführer wurde mittlerweile nach Chemnitz verlegt – angeblich aus medizinischen Gründen. Er selbst fühlt sich dafür „bestraft“, Missstände angesprochen zu haben. Zudem wurde ein MDR-Team, das vor Ort drehte, von der Security bedrängt und festgehalten. Die zuständige Landesdirektion will den Vorfall prüfen.
Sachsens Ermittler werten die Beweismitel zum rechtsradikalen Versandhandel aus Leipzig noch aus
Werbung für „Mein Kampf“ von Adolf Hitler im Nachdruck. Screenshot Schelm Verlag 2016

Screenshot Schelm Verlag 2016

Für alle LeserIm Februar machte die NDR-Reportage „STRG_F“ einmal wieder darauf aufmerksam, dass seit einigen Jahren ein Leipziger Kleinversand die Welt mit rassistischem und nationalistischem Schriftgut versorgt. „Der Schelm“ nennt sich dieser nationalsozialistische Versandhandel, der seit seiner Gründung antisemitische und den Nationalsozialismus verherrlichende Literatur versendet. In der Reportage wird als einer der Vertriebsmitarbeiter der ehemalige NPD-Stadtrat Enrico Böhm ausgemacht, stellte die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel in ihrer Anfrage an die Staatsregierung dazu fest.
Wenn Wasservögel sich in Haken und Angelschnüren verfangen
Der gerettete Höckerschwan. Foto: NABU Leipzig

Foto: NABU Leipzig

Für alle LeserEigentlich denkt man sich ja, wenn man so vorbeiradelt an den Anglern an Fluss und See, dass sie wissen, was sie tun und dass sie ihr Besteck nach dem Angeln wieder einräumen und mitnehmen. Aber das ist bei einigen Zeitgenossen wohl nicht der Fall, wie der NABU Leipzig jetzt feststellen muss. Denn er findet immer wieder Angelhaken und Angelschnüre – und immer wieder verletzen sich auch die Wasservögel daran. Der Naturschutzbund appelliert an die Angler.
Wegen Corona: Bachfest 2020 in Leipzig abgesagt
Bachfest Leipzig 2017: Eröffnungskonzert mit dem Thomanerchor in der Leipziger Thomaskirche. Foto: Bachfest Leipzig/www.malzkornfoto.de

Foto: Bachfest Leipzig/www.malzkornfoto.de

Für alle LeserDas war dann nur folgerichtig, denn auch im Juni werden die Folgen der Corona-Pandemie noch nicht ausgestanden sein. Am Montag, 6. April, wurde das Bachfest 2020 abgesagt. Und weitere Feste auch in Leipzig werden folgen. Denn auch das Ende der rigiden Ausgangsbeschränkungen bedeutet nicht das Ende der Epidemie. Das Bachfest Leipzig 2020 entfällt aufgrund der COVID-19-Pandemie, teilte das Bach-Archiv Leipzig am Montag mit.
Die lakonischen Antworten des Oliver Schenk auf die Mutmaßungen eines Meißener AfD-Abgeordneten
Pegida Dresden am 1. Juli 2019 am Hauptbahnhof. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie sächsische AfD nimmt zwar auch gern an diversen Demonstrationen und Kundgebungen teil, gern auch an den PEGIDA-Spaziergängen in Dresden. Aber nur zu gern unterstellt die rechtslastige Partei den Gegendemonstranten dieser Veranstaltungen, sie wären gekauft. Gar von der sächsischen Staatsregierung. Eine Unterstellung, gegen die sich jetzt Oliver Schenk, Chef der sächsischen Staatskanzlei, mit sehr lakonischen Worten verwahrt.
Leipzig wäre bereit, 20 Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen
Refugees Welcome. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDas Herz sitzt nun einmal links. Egal, was die neuen politischen Krawallmacher so erzählen, die so gern den Linksterrorismus beschwören und gleich mal alles, was aus ihrer harten und egozentrischen Sicht „links“ ist, mit verteufeln. Aber links bedeutet nun einmal auch Empathie mit den Schwächeren. Auch mit den Menschen, die in griechischen Flüchtlingslagern gestrandet sind. Den Kindern erst recht. Der Leipziger Stadtrat hat sich Ende März mit einer Resolution zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen bekannt. Aber wie steht die Stadtverwaltung dazu?
Philharmonie Leipzig erinnert mit Orchester-Video daran, wie überlebenswichtig Musik ist in dieser Zeit
Blick zum Turm der Peterskirche. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Freitag, 3. April, hätte es in der Peterskirche eigentlich das große Carmina-Burana-Konzert der Philharmonie Leipzig zusammen mit dem Philharmonischen Chor, Solisten und MDR Kinderchor geben sollen. Das war – wie jedes dieser Konzerte – fast ausverkauft. Und musste natürlich aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen abgesagt werden. Doch wie so viele Orchestermusiker in dieser Zeit wandten sich auch die Mitglieder der Philharmonie Leipzig mit einem berührenden Video an die Öffentlichkeit. Und es ging viral.
Wegbereiter. Wegbegleiter: Wie Paten, Stifter und Festivalintendanten begabten Musikern helfen beim Start
Heide Schwarzweller (Hrsg.): Wegbereiter. Wegbegleiter. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Wir alle erleben momentan surreale Zeiten, deren wirtschaftliche Folgen vor allem für eine Berufsgruppe spürbar real sind: Musiker“, schreibt uns Heide Schwarzweller, die nach Ende ihres Berufslebens einen innigen Wunsch in die Tat umsetzte: Sie hob einen Konzeptpreis für Musiknachwuchstalente ins Leben und benannte ihn nach Felix Mendelssohn Bartholdys begabter Schwester Fanny, die zu Lebzeiten nie die Chancen erhielt, die ihr Bruder hatte. Das Buch erzählt nicht nur von diesem Förderpreis.
Corona-Hilfe made in Leipzig: Initiativen, Ideen und Hilfsangebote aus der Zivilgesellschaft zur Milderung der Coronakrise + Update
Alles dicht im Einkaufsmekka Bahnhofspromenaden - nur Apotheken, Lebensmittelhändler und Drogerien haben noch geöffnet. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserIn den vergangenen Tagen ist nach dem atemlosen Zuschauen der hereinprasselnden Verfügungen und Veränderungen seitens des Freistaates Sachsen eine erste Welle von Ideen und Initiativen entstanden. Alle sollen dazu dienen, über die staatlichen Lösungsangebote hinaus, erste Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Die LZ hat die besten Initiativen herausgesucht und hofft, dass sich je nach eigenen Prioritäten auch die Leser unserer Zeitung an der einen oder anderen gelungenen Idee beteiligen.
Ohne strenge Schutzauflagen wird ein Hochfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland nicht zu machen sein
Lieber Abstand halten -auch am Cospudener See. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Umgang mit der Covid-19-Pandemie hat auch in Deutschland einige negative Seiten der Globalisierung offengelegt. So die durchaus beängstigende Tatsache, dass die Produktion wichtiger medizinischer Güter wie Schutzkleidung und Schutzmasken seit Jahren ausgelagert wurden nach Asien. Dabei ist gerade bei der Bewältigung einer Epidemie nationale Handlungsfähigkeit überlebenswichtig. Forscher der Leopoldina haben jetzt ihre zweite Einschätzung zu den Maßnahmen in Deutschland geschrieben.
Blinder Fleck: Solo-Selbstständige fallen bei Bund und Freistaat einfach durchs Raster
Wie lange reicht das noch? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Corona-Krise zeigt nicht nur, welche Berufsgruppen tatsächlich systemrelevant und nicht ersetzlich sind. Sie zeigt auch, wer sofort in Nöte gerät, wenn alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt werden. Und wie unfähig heutige Politiker inzwischen sind, all jene Selbstständigen überhaupt mitzudenken, die das ganze Risiko der Selbstvermarktung tragen und in den vergangen Jahrzehnten erlebt haben, wie ihre Arbeit immer mehr prekarisiert wurde. Das thematisieren jetzt ein Offener Brief an Leipzigs OBM und eine Forderung der Gewerkschaft ver.di.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #26
Wer Epidemien verhindern möchte, forscht vorsorgend. Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Für alle LeserUnd weiter geht's in der großen Ironie namens Geschichte, die wir gerade unsere Gegenwart nennen ... Die Trump-Regierung hat zwei Monate vor Ausbruch des Coronavirus heimlich, still und leise ein USAID-Hilfsprogramm zur Pandemiebekämpfung beendet. Das Programm war 2009 als Reaktion auf Ausbreitung der Vogelgrippe entstanden und trug den Titel „predict“ („vorhersagen“).