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Katholische Anfrage in Dresden ergab: Neue Propstei ist etwas teurer als geplant geworden

Von Ernst-Ulrich Kneitschel

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    "Die Gesamtkosten für Ostdeutschlands größten Kirchenneubau seit der Wiedervereinigung sind höher als bislang bekannt." Dies ergab eine Anfrage der Katholischen Nachrichtenagentur im Dresdner Ordinariat. Radio Vatikan übernahm die Meldung. Den neugierigen katholischen Mitchristen hatte Kyrill Freiherr von Twickel geantwortet. Er leitet die Hauptabteilung Finanzen, Liegenschaften und Zentrale Dienste im Ordinariat.

    Grundsätzlich ist es nicht ungewöhnlich, dass Kosten für ein Großprojekt höher ausfallen als ursprünglich geplant. Ungewöhnlich ist also eher, dass aus der eigenen Medienfamilie darauf aufmerksam gemacht wird. 18 Millionen Euro war die Summe, die bislang im Raum stand: für das Gotteshaus mit Gemeindezentrum und vier angeschlossenen Wohnungen (gut 15 Millionen Euro), die Innenausstattung der Kirche (2 Millionen Euro) und das Grundstück (1 Million Euro). Dazu kam dann bei Kirchweih im Mai etwas wage „ein höherer einstelliger Millionenbetrag“ für die Gestaltung der Außenanlagen, städtebauliche Auflagen, eine stärkere Nachhaltigkeitsorientierung und sonstige Kosten“.

    Der Leipziger Propst Gregor Giele erläuterte, die jetzt genannte Gesamtsumme von 29,4 Millionen Euro sei inklusive der noch nicht installierten Glocken und der 750.000 Euro teuren Orgel. Bistumsadministrator Andreas Kutschke erklärt, dass es sich um eine angekündigte Kostensteigerung handle, die nun genauer beziffert wurde.

    Ein Teil der Kosten werde durch den Verkaufserlös der alten Propsteikirche gedeckt, erklärte der Propst weiter. Einen Investor für das denkmalgeschützte Objekt am Rosental soll es schon geben. Ein möglicher Vertragsabschluss stehe nahe bevor. Was dieser zahlt, bleibt aber unbekannt: eine Verschwiegenheitsklausel ist Teil der Abmachung. Die katholischen Journalisten haben aber auch da nachgefragt und kamen zu folgendem Rechercheergebnis: Das Gebäudeensemble samt 5.000-Quadratmeter-Grundstück befindet sich in hochpreisiger Lage und könnte nach Einschätzung von Experten mehrere Millionen Euro erzielen.

    Teil der Finanzierung war eine einmalige bundesweite Spendenaktion in allen katholischen Gemeinden. Das stieß nicht überall auf Begeisterung. Gibt es doch einige Gemeinden, die selbst gerade dabei sind, Kirchen zu schließen. Doch für die Bischofskonferenz ist die neue Propstei ein Vorzeigeprojekt. Die Gemeinde selbst entwickelt am neuen Standort viele Aktivitäten. Ein Lesecafé bietet neben Literaturvorstellungen auch Glaubensseminare, theologische und historische Vorträge. Die Kirche selbst ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

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    3 KOMMENTARE

    1. Lieber Klaus, da auch Sie den Wert des Grundstückes nicht nennen (kennen?), keine Quellen angeben oder Belege für Ihre anderslautende Schätzung, ist es ein erneuter Angriff auf einen Mit-User der L-IZ.de. Bitte unterlassen Sie so etwas zukünftig. Hier finden Sie eine allgemeine Anmerkung von heute von mir zu diesem Thema „Umgang untereinander“ von heute. Danke für die Aufmerksamkeit. http://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2016/01/versammlungsverbot-in-connewitz-linksextremisten-verdraengt-oder-nie-im-anmarsch-121233/comment-page-3#comment-4487

      Ihr M.F.

    2. „Also das Geschenk des OB und die Differenz beim Kauf des Grundstücks – ein Paradebeispiel, dass es mit der Trennung von Staat und Kirche in Deutschland noch immer nicht funktionert.“

      Unfassbar, an Unwissen nicht mehr zu überbieten.

    3. „… und das Grundstück (1 Million Euro).“

      Was???
      1 Million Euro, für diese Toplage???
      Und Herr Jung möchte, Wunder oh Wunder, rein zufällig den nächsten Katholikentag mit eben dieser Summe noch einmal fördern???

      Der wahre Wert des Grundstücks dürfte weit über der einen Million zu veranschlagen sein.
      Also das Geschenk des OB und die Differenz beim Kauf des Grundstücks – ein Paradebeispiel, dass es mit der Trennung von Staat und Kirche in Deutschland noch immer nicht funktionert.

      Brisant scheint mir der Absatz:
      „… erklärte der Propst weiter. Einen Investor für das denkmalgeschützte Objekt am Rosental soll es schon geben. […] Das Gebäudeensemble samt 5.000-Quadratmeter-Grundstück befindet sich in hochpreisiger Lage und könnte nach Einschätzung von Experten mehrere Millionen Euro erzielen.“

      DER HERR GIBTS DEN SEINEN, reichlich.

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