Propstei

Turm der neuen Propstei vor dem Neuen Rathaus Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
Leben·Gesellschaft

Neue Propstei am Ring erhält Architekturpreis des Bundes deutscher Architekten

Ein Einkaufszentrum? Die neue Feuerwache? Verwaltungsgebäude oder eine Schule? Die neue Propstei am Ring ist nicht für jeden sofort als Kirche erkennbar. Mancher entdeckt seine Liebe zu dem Gebäude eher beim zweiten Blick und andere sprechen despektierlich von Sankt Tetris - in Anspielung auf ein Computerspiel aus vergangenen Zeiten. Doch zumindest den Architekten gefällt das Gebäude. Daher gibt es jetzt den Architektur-Preis des BDA Sachsen für den Sakralbau.

Turm der neuen Propstei vor dem Neuen Rathaus Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
Leben·Gesellschaft

Katholische Anfrage in Dresden ergab: Neue Propstei ist etwas teurer als geplant geworden

"Die Gesamtkosten für Ostdeutschlands größten Kirchenneubau seit der Wiedervereinigung sind höher als bislang bekannt." Dies ergab eine Anfrage der Katholischen Nachrichtenagentur im Dresdner Ordinariat. Radio Vatikan übernahm die Meldung. Den neugierigen katholischen Mitchristen hatte Kyrill Freiherr von Twickel geantwortet. Er leitet die Hauptabteilung Finanzen, Liegenschaften und Zentrale Dienste im Ordinariat.

Turm der neuen Propstei vor dem Neuen Rathaus Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Die neue Propsteikirche – ein großartiger Bau und ein Wermutstropfen

Es war ein großes, bewegendes Ereignis: die Einweihung der neuen katholischen Propsteikirche St. Trinitatis - sinnfällig zwischen Nonnenmühlgraben und Martin-Luther-Ring angesiedelt. Gut und überfällig, dass damit die katholische Kirche wieder ins Zentrum der Stadt gerückt ist. Zwei Jahre vor dem Reformationsjubiläum 2017 wird mit diesem Bau deutlich: Wir Menschen können nicht in Frieden zusammenleben, wenn wir uns nicht gegenseitig den Bau von Gotteshäusern und damit die eigenständige, höchst unterschiedliche religiöse Glaubenspraxis zugestehen.

Gemeindehaus der ehemaligen Propstei am Rosental. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
Politik·Leipzig·Politik

Flüchtlinge in die alte Propstei am Rosental?

Was soll mit der alten Propstei am Rosental geschehen? Die katholische Gemeinde verhandelt derzeit mit Käufern über das Grundstück. In einigen Monaten wird alles abgerissen. Bis dahin allerdings könnte das Gebäude zu einer Interimslösung für Flüchtlinge werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung hat am Rande der Eröffnungsfeier der neuen Propstei beim Propst angefragt. Am Sonntag wurde die Gemeinde über das Anliegen informiert. Noch ist nicht klar, wie der Plan umgesetzt werden könnte. Das wird ab Dienstag besprochen.

Bischof, Kameramann und Gemeinde beim Kirchweihgottesdienst. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
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Katholiken ziehen in die Kirche am Ring ein

Der MDR übertrug den Kirchweihgottesdienst live. Das ist schön, weil viele so teilnehmen konnten. Es war aber auch eine Herausforderung. Schon am Vorabend war geprobt worden, damit nichts schiefgeht. Kurz nach 11 Uhr zog dann der Bischof ein. Eigentlich als erster, faktisch natürlich waren Kameras, Medien und Chor schon da. Taufbecken, Altar, Ambo, alles wurde eigens gesegnet und in Besitz genommen - für die Ewigkeit, wie es in der Liturgie heißt. Nachhaltig ist es in jedem Fall.

Propst Gregor Giele zieht mit der Gemeinde vom Rosental zum Ring. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
Leben·Gesellschaft

Katholiken ziehen vom Rosental zum Ring

Die Katholiken haben sich am Freitagabend endgültig von ihrem alten Standort verabschiedet. Mit Kerzen und Gesang zogen sie als großer Zug durch die Stadt hin zum Standort der neuen Kirche. Passanten zeigten sich beeindruckt: "So viele Christen gibt es hier?" Na ja, es sind nur die Katholiken. Aber was immer man von ihnen halten mag: sie wissen, wie man einen schlichten Umzug feierlich gestaltet. Der Abend endete im Innenhof der neuen Kirche.

Die Katholiken ziehen um. Foto:Ernst-Ulrich Kneitschel
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Letzter Sonntag in der Propstei am Rosental

Das Altartuch ist weg, die Kerzen sind aus. Der Tabernakel ist leer. Die Altarreliquie ist entfernt. Alle liturgischen Geräte sind aus dem Altarraum beseitigt. Mit dem heutigen Tag beginnt die Profanierung der Propsteikirche am Rosental. 1982 wurde sie geweiht. Es ist ein wehmütiger Abschied: Viele sind hier, die mit dieser Kirche Erinnerungen an Familienfeste verbinden. Zugleich beginnt die Vorfreude auf die neue Kirche im Zentrum der Stadt.

Die 1937 gegossene Glocke der alten Propstei am Ring. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
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Neue Propstei: Kleinste Glocke gefährdet Statik

Ein doppelter Dreiklang sollte es werden. "Unser Geläut soll mit dem kräftigen Geläut der anderen Innenstadtkirchen abgestimmt sein, darum reichen vier Glocken nicht aus", erläuterte Propst Gregor Giele. Zudem sei der Glockenstuhl für sechs Glocken ausgelegt. Doch die kleinste Glocke, die auch die älteste ist, spielt da nicht mit. Ihr Geläut würde den Turm zu sehr in Schwingungen versetzen. Drei Lösungen gibt es jetzt.

Die Propstei am Rosental. Die kurze Geschichte des Sakralbaus endet 2015. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
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Kirchenrundgang: Die Propstei am Rosental wird abgerissen

Die Bausubstanz ist marode, das Erdreich gibt nach, Risse ziehen sich durch das gesamte Gebäude, die Sanierung ist zu teuer. So lautet das Todesurteil für die Propstei am Rosental. Am 9. Mai zieht die Gemeinde in den Neubau am Ring. Der Bau am Rosental, der einer Kirche möglichst unähnlich sein sollte, wird wahrscheinlich abgerissen. Und doch mischt sich in den Umzug Wehmut. Zeit für einen Rundgang durch einen der wenigen Kirchenneubauten der DDR - Zeit.

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