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Neonazipartei „Die Rechte“ will am 1. Mai 2018 zum Völkerschlachtdenkmal laufen

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    Christian Worch will es offenbar noch einmal versuchen: Der sächsische Landesverband der Neonazipartei „Die Rechte“, deren Bundesvorsitzender Worch ist, hat für den 1. Mai 2018 eine Demonstration in Leipzig angemeldet. Diese soll vom Hauptbahnhof zum Völkerschlachtdenkmal führen. Bereits vor mehr als zehn Jahren hatte Worch regelmäßig in Leipzig demonstriert. Beliebtes Ziel war dabei das Völkerschlachtdenkmal.

    Die neonazistische Kleinpartei „Die Rechte“ hat für den 1. Mai 2018 eine Demonstration in Leipzig angemeldet. Dies bestätigte das Ordnungsamt auf Anfrage. Die Demo soll auf dem Willy-Brandt-Platz beginnen und über den Georgiring, den Grimmaischen Steinweg und die Prager Straße zum Völkerschlachtdenkmal verlaufen. Anmelder ist der sächsische Landesverband der Partei.

    Zuletzt hatte „Die Rechte“ am 18. März dieses Jahres in Leipzig demonstriert. Der Versammlung im südöstlichen Zentrum der Stadt schlossen sich etwa 150 Neonazis an. Mehrere tausend Personen protestierten weitgehend friedlich dagegen. Am 12. Dezember 2015, als „Die Rechte“ mit etwa 200 Personen in der Leipziger Südvorstadt demonstrierte, war es zu Ausschreitungen zwischen Protestierenden und Polizei gekommen.

    Bilder vom letzten Besuch am 18. März 2017

    Am 1. Mai finden in Deutschland regelmäßig mehrere Nazidemonstrationen statt. In diesem Jahr hatten unter anderem „Die Rechte“ in Halle und „Der III. Weg“ in Gera jeweils etwa 400 Menschen mobilisiert. Die Demo der „Rechten“ geriet jedoch zum Fiasko. Auf der geplanten Route hatten Gegendemonstranten mehrere Sitzblockaden errichtet.

    Die Polizei erlaubte den Neonazis deshalb nur eine Kundgebung vor dem Hauptbahnhof. Diese fand jedoch nicht statt. Nach mehreren Stunden verließen die angereisten Neonazis die Stadt wieder. Dabei kam es zu Angriffen auf Polizisten und offenbar unbeteiligte Jugendliche.

    Für Christian Worch, den Bundesvorsitzenden der Partei „Die Rechte“, ist Leipzig eine zentrale Stadt für seine politischen Aktivitäten. Zu Beginn der 2000er Jahre hatte er immer wieder Demonstrationen vom Hauptbahnhof zum Völkerschlachtdenkmal angemeldet. Die Anmeldungen für Versammlungen in Leipzig reichten bis ins Jahr 2014. Nachdem sich 2007 weniger als 50 Neonazis an seiner Demonstration beteiligten, zog Worch die Anmeldungen jedoch zurück. Sein sogenanntes Frontstadtkonzept war damit gescheitert.

    Bilder vom letzten Besuch am 18. März 2017 (II)

    Laut Verfassungsschutz hat „Die Rechte“ in Sachsen etwa 30 Mitglieder. Im vergangenen Jahr trat sie hier öffentlich kaum in Erscheinung. Der ehemalige Landesvorsitzende Alexander Kurth engagiert sich mittlerweile vor allem für den neonazistischen Zusammenschluss „Wir lieben Sachsen/Thügida“.

    Dieser organisierte 2015 gemeinsam mit der „Rechten“ die Demo in der Leipziger Südvorstadt. An der Versammlung am 18. März dieses Jahres beteiligte er sich jedoch nicht mehr.

    Bei der Demonstration am 1. Mai 2018 ist damit zu rechnen, dass sich zahlreiche militante Neonazis beteiligen werden, darunter Aktivisten des „Antikapitalistischen Kollektivs“. Diese hatten sich noch 2016 der Demonstration des „III. Weg“ in Plauen angeschlossen, sich jedoch anschließend mit der Partei überworfen. Am diesjährigen 1. Mai fuhren sie zur Demo der „Rechten“ nach Halle.

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    1 KOMMENTAR

    1. 30 Mitglieder in Sachsen – bei wievielen Einwohnern noch gleich? So um die 4,8 Millionen laut Wiki? Ich bin beeindruckt. Wenn das mal nicht das Volk ist.^^

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