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Neonazidemo am 1. Mai 2018 in Leipzig abgesagt

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    Leipzig bleibt am kommenden 1. Mai offenbar von einer Neonazidemonstration verschont. Der sächsische Landesverband der Partei „Die Rechte“ hat seine Versammlungsanzeige für diesen symbolträchtigen Tag zurückgezogen. Nicht weit von Leipzig entfernt sind jedoch andere Veranstaltungen dieser Art geplant: Die NPD möchte in Erfurt demonstrieren und der „III. Weg“ in Chemnitz.

    Der sächsische Landesverband der Neonazipartei „Die Rechte“ hat eine Versammlungsanzeige für den 1. Mai 2018 in Leipzig zurückgezogen. Entsprechende Meldungen auf den Internetseiten der Organisatoren bestätigte das Ordnungsamt auf Anfrage der L-IZ. Damit könnte die Zeit der von Christian Worch in Leipzig – nach seiner Definition die „Frontstadt“ – seit den 2000er Jahren immer wieder angemeldeten Aufmärsche endgültig enden. Zuletzt am 18. März 2017 hatten sich geschätzt maximal noch 300 Rechtsextreme in Leipzig eingefunden und waren auf der Straße des 18. Oktobers durch ein Spalier von friedlichen Gegenprotesten gelaufen.

    „Die Rechte“ hier mit mehreren Stopps auf dem Weg Richtung Deutscher Platz. Zum Livebericht vom 18.3.2017. Video L-IZ.de

    Am 1. Mai wollte die Partei „Die Rechte“ ursprünglich unter ihrem ehemaligen Bundesvorsitzenden Worch vom Hauptbahnhof zum Völkerschlachtdenkmal laufen. Diese Route steht in Tradition zu früheren Aufmarschversuchen der Neonazis. Bereits im Mai 2017 lag der Versammlungsbehörde eine entsprechende Anzeige vor. Innerhalb weniger Tage wurden daraufhin elf Protestveranstaltungen angekündigt. Unter anderem das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ rief zum Widerstand auf.

    Der Rückzug der Neonazis ist wohl im Zusammenhang mit dem Rücktritt Worchs als Vorsitzender der Partei zu sehen. Auf einem Bundesparteitag im Oktober war der 61-Jährige zunächst wiedergewählt worden, sprach sich dann jedoch aus „politischen“ und „juristischen“ Gründen gegen ein Bekenntnis der Partei zur „deutschen Volksgemeinschaft“ aus. Mit dieser Ansicht war er allerdings in der Minderheit, weshalb er persönliche Konsequenzen zog.

    Ein Teil der potentiellen Teilnehmer könnte nun auf Erfurt ausweichen, wo am 1. Mai 2018 eine Demonstration der NPD stattfinden soll. Als Redner ist unter anderem Sascha Krolzig („Die Rechte“) angekündigt. Zudem plant die Neonazipartei „Der III. Weg“ für den selben Tag eine Demonstration in Chemnitz.

    Der 18. März 2017 in Videos und Bildern

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    1 KOMMENTAR

    1. „Als Redner ist unter anderem Sascha Krolzig („Die Rechte“) angekündigt“
      In seiner Funktion als Trauerredner? Würd ja zu dem traurigen Haufen passen.^^

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